Beiträge von O. Meier

    Ja, vielleicht ist es auch nicht wichtig. Mit einem Vorwurf rumgeworfen ist leicht, der Begründung weicht man aber gerne aus.

    Im Übrigen habe ich nicht darum gebeten, gesetzliche Feiertage auf bestimmte Termine zu legen. Wer diese mit bestimmten „Inhalten“ füllen möchte, soll das doch tun. Für alle anderen, ist das nicht wichtig. Es bringt weder die Einzelne noch unsere Gesellschaft weiter, wenn man weiß, was die anderen da feiern.

    Gerade wenn bei euch in der Gegend Religion (also Religion im klassischen Sinne; manch eine Jugendbewegung weißt ja durchaus einige Schnittstellen mit Glaubensgemeinschaften auf) keine große Rolle spielt, ist es doch umso wichtiger, dass junge Menschen die Gelegenheit erhalten, hiermit wieder in Berührung zu kommen, oder etwa nicht?

    Nein. Warum sollte man Kinder, die das Glück haben davon verschont zu bleiben, damit belästigen?

    Ich frage mich ja nebenbei auch, ob Pädagogik eine Wissenschaft ist. So oft, wie sich der Wind dort ändert und Vergangenes als überholt betrachtet wird, habe ich manchmal arge Zweifel.

    Mit Pädagogik bezeichnet man i. a. das parktische Handeln. Die zu Grunde liegende Wissenschaft nennt sich Erziehungswissenschaft bzw. Erziehungswissenschaften. So wurd's mir mal erklärt.

    Dass sich Erkenntnisse ändern bzw. genauer formuliert werden, ist nicht unwissenschaftlich. Passiert in der Physik etwa alle sieben Minuten. Bekommt nur keine mit.

    Neue Trends in der Pädagogik, neue Ideen, müssen nicht unbedingt neuen erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen geschuldet sein. Womöglich sind sie gar nicht wissenschaftlich abgesichert. Nicht alle verstehen wissenschaftliche Erkenntnisse und nicht alle können sie umsetzen.

    Zum ersten Absatz: Zwinkersmiley

    Schön, wenn du das für dich definierst, dann hast du für dich eine einzelgültige Definition.

    Ich habe gar nichts definiert. Ich habe etwas festgestellt. Aus der Wichtigkeit der Ethik habe ich geschlossen, dass die schulische Behandlung dieser in allgemein zugänglichem Unterricht stattfinden sollte. Möchtest du, dass nicht alle jungen Menschen Ethik-Unterricht erhalten?

    Wenn man sich mit Schmetterlingen beschäftigt, werden diese auch nicht zur Wissenschaft, man kann aber eine Wissenschaft daraus machen, sich mit Schmetterlingen zu beschäftigen.

    Das wäre dann wohl Biologie. Ja, gibt es. Ja, du hast den Unterschied zwischen (einer) Wissenschaft und dem betrachteten Gegenstand noch mal notiert. Dank, hätten wir sonst nicht verstanden. Also: Es gibt Religionswissenschaft, die Religionen daselbst sind keine Wissenschaft, ebenso nicht die ihr angehörenden Theologien.

    So, haben wir das jetzt oft genug geschrieben?

    wobei einige deutlich zeigen, dass sie gar keine Ahnung haben, weder von den religiösen Aspekten noch vom Unterrichtsfach.

    Was auch immer religiöse Aspekte sein sollen, brauche ich auch davon keine Ahnung. Was den konfessionellen Religionsunterricht anbetrifft, so ist doch der wesentliche Unterschied zu richtigen Fächern, dass dieser eben konfessionsbezogen ist. Dass also die Religionsgemeinschaften selbst mitbesteimmen, was da unterrichtet wird. Dass er eben nicht wissenschaftsbasiert ist, sondern ausgedachten Kram reproduziert und sogar als zutreffend verkauft.

    Zauberei ist eben kein Unterrichtsfach. Und andere Fächer gibt es nicht konfessionsbezogen. Politikunterricht gibt es gemeinsam für alle. Es gibt keine Aufteilung in sozialdemokratischen und christdemokartische Politikunterricht.

    Die Abneigung der Religion und die Unkenntnis des Faches führen dazu, das Fach streichen zu wollen. Wie sieht es mit Kunst, Musik, Sport, Physik aus? Warum ist das kein Privatvergnügen?

    Diese Fächer sind eben Gegenstand von Bildung. Möchtest du diese abschaffen?

    Selbst etwas erlebt zu haben, wird ja in Navi immer als anekdotisch abgewiesen, warum sollte das im Religionsunterricht anders sein?

    Navigation ist wohl an allgemeinbildenden Schulen auch kein Unterrichtsfach. Womöglich finden sich Anteile in Erdkunde oder Physik.

    Macht ein merkwürdiger Mathelehrer die Mathematik selbst schlecht? Kann man daran das Fach selbst messen?

    Sollte man nicht. ich kann mich aber auch nciht daran erinnern, dass hier jemand einzelne Religionslehrinnen kritisiert hat. Das Problem beim konfessionsbezogenen Religionsunterricht ist der Konfessionsbezug. Das sit eins sehr grundsätzliches Problem, das nicht dadurch verschwindet, dass die eine Religionslehrerin so, die andere so unterrichtet.


    muss man gar nicht teilnehmen, man kann sich abmelden.

    Deshalb sollten wichtige Inhalte darin auch nicht stattfinden. Wenn mir also eine schreibt, dass sie im Religionsunterricht viel über Ethik gelernt haben, dann ist etwas schief gegangen. Ethik gehört in allgemein verpflcihtenden Unterricht. Wichtige ethische Fragen sollten auch nicht im Lichte unbegründeter Ideen betrachtet werden.

    Noch besser wäre, wenn es ein allgemeines Fach für alle SuS miteinander gäbe, das die Themen und Inhalte aufgreift. Mir wäre daran gelegen, dass man sich mit den unterschiedlichen Religionen und Abneigungen, die die Gesellschaft prägen, auseinandersetzt,

    Leider sichert die aktuelle Rechtslage den Religionsgemeinschaften den Konfessionsbezug zu. Und ich befürchte, den wollen sich diese auch nicht nehmen lassen. Sie werden wohl kaum einen Unterricht unterstützen, der den ausgedachten Blödsinn als auchgedachte Blödsinn entlarvt, wenn sie jetzt garantiert haben, dass der ausgedachte Blödsinn als Wahrheit propagiert werden darf.

    tatt zu meinen, es sei Privatvergnügen. Ist es nämlich nicht.

    Auch hier sei vor Verwechselungen gewarnt. Religion, Glaube ist sicher Privatsache. Die Auseinandersetzung damit, insbesondere auf wissenschaftlicher Grundlage eben nicht.

    Dann ist Politik auch keine Wissenschaft,

    Eben. Man kann sich aber wissenchaftlich mit Politik beschäftigen. Das nennt sich dann, tata, „Politikwissenschaft“. Das ist dann auch das, was man studiert, wenn man verkürzt angibt, man studiere „Politik“.

    Die Politik daselbst wird, eben so wenig wie die Religion, zur Wissenschaft, weil man sich wissenschaftlich damit beschäftigt. Gut beobachtet.

    ebenso Ethnologie usw.

    Was spricht denn gegen die Wissenschaftlichkeit dieser Disziplin? Kannst du und da mal auf den Stand bringen?

    Es wird sich zumindest mit Religion wissenschaftlich beschäftigt. Religionswissenschaft – Wikipedia

    Du darfst gerne in diesem Thread mitlesen. Die Religionswissenschaft wurde hier schon erwähnt. Auch in ihrem Unterschied zur Theologie. Und sehr plumpe Verwechselungen wurden schon aufgedeckt: dass man sich mit etwas wissenschaftlich beschäftigt, bedeutet nicht, dass der untersuchte Gegenstand zur Wissenschaft wird.

    Übersehen wird dabei ganz gerne, dass die Kreuzigung im damaligen Kontext eine nicht ungewöhnliche Hinrichtungsstrafe war. Es gab viele Varianten der Aufhängungsstrafe und diese wurde nicht extra für Jesus erfunden.

    Ist bekannt. Gab es vorher, gab es hinterher. Wurde auch anderen Straftäterinnen zu teil — je nach Schwere der Schuld. Welchen Unterschied macht das? Soll man jetzt Kindern davon erzählen, wie der Verurteilten die Gewebsflüssigkeit in die Lungen läuft, weil es dabei um eine damals übliche Strafe handelte?

    Zur Ethik hast du nichts zu sagen?

    Religion IST eine Wissenschaft

    Nein, nein, nein. Eine Wissenschaft muss als erstes mal bereit sein, Fakten zu akzeptieren.

    Die Bibel ist für mich eines der wichtigsten Bücher, die je geschrieben wurden. Unter den damaligen Bedingungen.... Heutzutage wird es wohl kein anderes Werk mehr zu so viel gesammelter Weisheit

    Große Worte, wenig konkret. Bekanntes Schema. Kannst du welche dieser Weisheiten benennen? Kannst du erklären, warum dieses Buch für dich wichtig ist. Und. Kannst du erklären, warum sich andere Menschen mit diesem beschäftigen sollten? Und. Warum man Kinder mit den Inhalten belästigen sollte.

    und diejenigen, die sich damit beschäftigen, können dir sicher deine Fragen beantworten.

    Man sollte sich in wissenschaftlicher Weise mit dem Bibelstudium auseinandersetzen, dann würde man die Zusammenhänge sicher besser verstehen.

    Also, alles furchtbar kompliziert. Man muss sich intensiv damit beschäftigen, damit man überhaupt etwas versteht und sich dazu äußern kann. Wie soll denn dieses Buch eine Bedeutung für unsere Gesellschaft haben, wenn alles so schwer zu verstehen ist. Und wie sollen Kinder damit klar kommen?

    Man darf also behaupten, dass dieses Buch „Weisheiten“ enthalte. Wenn man wissen will, welche das sind, muss man erst studieren? Ähm, ja, ist klar.

    Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Buch kann ja durchaus Erkenntnisse liefern. Dann muss man sich aber auch auf Wissenschaft einlassen und nicht nur die religiöse Innesicht reproduzieren.

Werbung