Beiträge von O. Meier

    Ich hätte mir aber dennoch keinen Mathekurs vorstellen können. Als Schüler war ich schon immer froh, wenn ich irgendwie in Mathe auf ne 4 kam, meist war die Note immer eine 5.

    „Ich kann kein Mathe“ klingt nicht nach einer Zusatzqualifikation, die man sehr dringend an einer Schule bräuchte. Und ...

    Ich bin allerdings auch erst vor gut 3 Jahren eingestellt worden, „unter der Hand“ aus dem Landesversetzungspool.

    Die Frage, warum man mich überhaupt geholt hat habe ich dann der aktuellen SL auch gestellt (der damalige Chef ist nun nicht mehr unser Chef). Darauf erhielt ich keine zufriedenstellende Antwort.

    ... es ist noch nicht mal klar, warum du überhaupt an der Schule bist. Ich kann irgendwie nichts finden, das belegt, du wärst die Falsche für die Abordnung. Du stellst die Abordnungsentscheidung zunehmend als richtig dar.

    Vielleicht sollte man sich als Lehrkraft an stellentechnisch gut versorgten oder gar überbesetzten Schulen sicherheitshalberbesser doch noch fix Nachwuchs anschaffen und Familienteilzeit ansteuern...

    Man kann sich auch eine Behinderung zulegen. Die wäre sogar noch nachhaltiger als Nachwuchs, der ja auch irgendwann erwachsen wird. Das ist dann die Stelle, an der man sich fragen kann, ob man mit denen, denen man Vorteile attestiert, wirklich tauschen möchte.

    ich zB war in den letzten Jahren nie krank, habe diverse Sonderaufgaben übernommen, war immer zu Aufsichten, Konferenzen etc. da, hatte keine Ansprüche an den Stundenplan, bin für die Schule zu Facharbeitskreisen und Ringsitzungen gefahren und danach zum Unterricht.

    Und trotzdem hält dich deine Schulleiterin für entbehrlich. Sie weiß genau, dass diese Aufgaben auch nach deinem Weggang erledigt werden. Es findet sich schon jemand. Du bist nicht unersätzlich.

    Hätt' man's gewusst, hätte man die Zeit besser in Zertifikatskurse oder ein weiteres Studium eines attraktiven Faches stecken sollen. Das wäre etwas, weshalb man jemanden behielte. Oder eine attraktive Zusatzqualifikation.

    Es gibt genügend KuK mit Kindern, die solche Aufgaben nicht übernommen hätten.

    Das weißt du woher? Wer die Aufgaben statt deiner übernimmt, wissen wir erst, wenn du weg bist.

    obwohl ich im betriebswirtschaftlichen Sinn alles gut erledigt hab.

    Betriebswirtschaftlich bist du (mit deinen Fächern) über. Trotzdem wirst du nicht betriebsbedingt gekündigt. Insofern.

    Dem ganzen dann ohne weiters zu Folgen ist aber sonderlich erwachsen? Scheinbar dürfen Erwachsene keine abweichende Meinung haben.

    Doch, dürfen sie. Sie dürfen auch den Rechtsweg beschreiten. Ich wünsche viel Erfolg mit „Ich will nicht“ als Argument dabei.

    Nur so wie Du es formuliert hast kommt einem das ja vor, wie ein Haufen Lemminge, die sich auf Befehl auch von der Klippe stürtzen.

    Äh, nein. Das wäre mit geltendem Recht nicht vereinbar.

    Mir kommt es immer so hierarchisch vor, um das Verb „müssen“ kreisend… der Lehrer Beamte muss….. „Land befiehl ordne an, wir folgen dir.“

    Gut beobachtet. Beamte haben den Weisungen im Rahmen des geltenden Rechts zu folgen.

    „Ich will aber“ ist weder dienstrechtlich relevant noch sonderlich erwachsen.

    Solche unmöglichen Versetzungen und Abordnungen tragen sicherlich nicht zur Zufriedenheit und Gesundheit der Lehrkräfte sowie zur Qualität des stattfindenden Unterrichts bei.

    Beides waren noch nie Kriterien. Allerdings meine ich, dass eine neue oder veränderte Aufgabe besser zu hendeln ist, wenn man dieser nicht von vornherein feindlich gegenübersteht.

    Es ist immer einfach, etwas nicht können zu wollen, und dann auch prompt nachzuweisen, dass man es nicht kann. Und wer mal gründlich die Erdbeeren umgegraben hat, muss keine Gartenarbeit mehr machen.

    Vielleicht bin ich da ein wenig BK-geprägt. Ich mache fast nichts, was ich eigentlich gelernt habe. Wir haben ständig neue oder veränderte Bildungsgänge, ein großen Batzen an züchisch oder sonst chronisch Kranken und sozial Behinderten. Und das liefe alles besser, wenn wir vorab die passende Ausbildung bekämen, statt uns durchwurschteln zu müssen.

    Zum anderen habe ich im Verein mittlerweile recht viel mit inklusivem Sport zu tun. Da bin ich irgendwie 'reingerutscht. Ich hätte mir auch nicht zugetraut mit Menschen mit Behinderung arbeiten zu können, ich dachte, ich könne das nicht. Mittlerweile habe ich sogar ein Fortbildung dazu genossen. Ich stelle in der Praxis fest, dass Leute gibt, die zwar weniger Ausbildung haben, trotzdem mit dieser Aufgabe besser klarkommen. Trotzdem bin ich da nicht Fehl am Platze. Und daher meine ich, dass man so etwas lernen kann.

    Besser wäre vorab, besser wäre systematisch, aber es geht.

    That said, kannst du gerne „Ich will nicht“ mit deiner Dienstherrin diskutieren. Viel Erfolg.

    Aber solche Ideen sind ja nun aus der Not der Mangelverwaltung geboren und in der Schulaufsicht gibt es ja ohnehin nur die zensierte Duden-Ausgabe, in der Worte wir „Wirkungsgrad“ fehlen.

    Ich versteh durchaus, das Leute sich erstmal umkucken, wenn man ihnen mitteilt, dass sie demnächst so arbeiten werden, dass ganz andere Aspekte ihres Berufes betont werden. Aber trotzdem ist das keine „Zumutung“ und insbesondere keine „Strafexpedition“ und was für Begriffe hier noch gefallen sind.

    „Ich will nicht“ (was ist eigentlich aus „möchte“ geworden?) ist weit weg von „unzumutbar“. Ich möchte eigentlich gar nicht arbeiten. Meine Hobbys können meinen Tag füllen. Im Lichte der monatlich kontrollierten Kontenbewegung erscheint mir eine berufliche Tätigkeit aber bis zur Zumutbarkeit erträglich.

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