Beiträge von O. Meier

    Anfaengerin Meine Ausführungen bezogen sich nicht auf den Unterricht, sondern auf den Umstand, dass man nicht nebenher technisch so auf dem Stand bleiben kann, dass man die Schul-IT so warten kann wie eine Hauptamtliche.

    Bin BBSler und bin Technik. Trotzdem nix Kompetenz für Schul-IT-Administration. :D

    Soweit ich das verstehe, möchte ich anmerken, dass es mir ähnlich ergeht. Ich habe eine Fakultas in technischer Informatik. Das qualifizierte mich, — so dachte man — mich an der Administration und Unterhaltung der schulischen IT zu beteiligen. Ich bin da mittlerweile ’raus. Da bin ich nicht bös’ drum. Bei einigen technischen Entwicklungen habe ich den Anschluss verloren. Ich habe keine Lust, mich da wieder umfassend auf den Stand zu bringen. Warum sollte ich das tun? Meine privaten Rechner schnurren wie Kätzchen. Das interessiert mich.

    Aus dieser Sichtweise möchte ich Schmidt insofern beipflichten, dass IT-Betrieb nichts für Lehrerinnen, oder etwas allgemeiner, nichts für nebenher ist. Dazu muss ich die etwas in Infantile abgleitende Auseinandersetzung, wer denn nun weniger Ahnung, hat gar nicht ganz lesen (und ich habe zum Glück nur eine Hälfte mitbekommen). Darum geht es nicht.

    Ich finde vielmehr den Aspekt interessant, dass man als Lehrerin nunmal nicht umfassend auf dem Stand bleiben kann. Dazu fehlt einer schlicht die Zeit. Die hat jemand, die das vollberuflich macht, schon eher. D. h. leider nicht, dass diejenigen dann auch können, was sie sollen. Aber die grundlegende Struktur ihres Berufes steht dem zumindest nicht im Wege.

    Ich plädiere doch sehr dafür, dass die IT-Wartung von hauptamtlichen Personal gemacht wird. Wir sind keine Handwerksklitschen, in denen die Meisterin eine Tafel Schokolade für die Tochter der Nachbarin bereit hält, damit diese beim Wechseln der Druckerpatronen hilft.

    Und. In der Zeit, in der eine von uns die Kistchen streichelt, macht sie andere Sachen nicht. Unterricht z. B.

    Es ist ein erheblicher Konstruktionsfehler, dass man die Wartung und den Betrieb der Geräte als Lehrerinnen-Hobby betreiben lässt. Allein deshalb kann Digitalisierung an Schulen nicht funktionieren.

    „Soll“, soso. Ich liebe diese unklaren Aussagen. Was bedeutet das? Hat dir jemand eine Weisung gegeben? Wurdest du gefragt?

    Ich ginge zunächst ins Gespräch mit der klaren Haltung nicht fahren zu werden. Man könne die Anfrage einfach vergessen. Oder man packe das formale Besteck aus. „Amtsangemesse Unterbringung“ und „Fürsorgepflicht“ wären schon mal „Buzzwords“, die man fallen lassen könnte.

    Meine damalige Schulleiterin wusste immer, dass es ernst wird, wenn ich darauf verwies, meinen Kohlhaas gelesen zu haben. Wir führten Gespräche mit hohem Wirkungsgrad.

    Kurz zur Erklärung, warum ich ein relativ hochwertiges Gerät benötige: ich arbeite mit mehreren Programmen aus dem Bereich der Unterstützten Kommunikation für nicht-sprechende SuS mit entsprechenden Systemanforderungen und dafür ist der billige Dienstlaptop eben gänzlich ungeeignet. Die individuellen Anforderungen wurden bei der Vergabe überhaupt nicht berücksichtigt.

    Wenn ihr spezielle Geräte für spezielle Anwendungen braucht, müsst ihr das mit der Begründung beantragen.

    und das ist gut so. Wenn du Software für den Dienstgebrauch benötigst, dann muss der Arbeitgeber diese kaufen. In der hier häufig so hochgelobten freien Wirtschaft darfst du doch auch keine private Software auf Arbeitsgeräten installieren...

    Es soll auch gar keine private Software installiert werden, sondern dienstliche. Wer das macht, ist eigentlich wurscht. Ich meine, dafür müsste es technisches Personal geben. Wichtig ist, dass es ein klar definiertes System gibt, wie man Software recherchiert, testet und bestellt.

    Letztendlich muss ich mir die Software ja anschauen können, um zu beurteilen, ob sie brauchbar ist. Ich sehe nicht, dass dazu ein Verfahren vorgesehen ist.

    Für ein Bisschen Arbeitsblatt-Tipperei braucht man wirklich nicht viel Rechenpower. Ein ausreichend großes Display (Notebooks sind also ’raus) und eine anständige Tastatur sind aber Gold wert.

    Da könnt ihr mal sehen, was für einen Schrott „die“ uns hinstellen, wenn man für ein wenig mehr schon brauchbare Geräte bekommt.

    Einen Zuschuss nähme ich nicht. Wenn ich einen Computer, einen Kühlschrank oder ein Fahrrad brauche, kaufe ich das. Wenn die Schule etwas braucht, muss die Schule sich kümmern.

    Und was die Updates anbetrifft: Natürlich müssen die irgendwannn laufen, dafür habe ich Gerät ja mit in die Schule genommen. Am einfachsten wäre es ja, wenn so etwas über Nacht liefe. Und zwar automatisch. Aber dazu müsste ich es ja offen in der Schule 'rumliegen lassen. Einschließen kann ich es nirgends.

    Nungut. Problem war, dass die Updates riesig viel Zeit verbrauchten, da diese mehrfach geladen und vorbereitet wurden, aber dann doch nicht installiert. Brauchbare Fehlermeldungen gab es nicht. Und es blieb nur zu versuchen, bis es irgendwann klappte.

    Eigentlich möchte ich mich aber gar nicht mit der Administration des Gerätes beschäftigen. Die Zeit kann ich sinnvoller verwenden. Zu einem funktionierenden Gerät gehört es auch, dass es dauerhaft funktioniert und nicht ständig etwas zu meckern hat. Aber den Ärger bin ich jetzt los.

    ne Freundin von der Gewerkschaft meinte, es wäre schon sinnvoll, das IPad erstmal zu nehmen, damit überhaupt Bedarf signalisiert wird und wir nen Fuß in der Tür haben.

    Das kann ich nicht nachvollziehen. Was für eine Tür soll das sein? Und wie verhindert deine Freundin, dass sie sich gewaltig des Fuß klemmt, wenn diese Tür zufällt?

    Nee, die Dienstherrin interessiert es in beide Richtungen nicht, was mit dem Zueg passiert. Angeschafft wurde es als Marketing-Nummer. Und danach hat nie jemand gefragt, was daraus geworden ist, wie es einegsetzt wird und ob es taugt.

    Ich wundere mich durchaus: erst wird ewig gemeckert, dass der Dienstherr kein Arbeitsmaterial stellen würde und nun ist das gestellte Arbeitsmaterial auch nicht recht und wird nicht genutzt.

    Du meinst, es reiche, wenn die Dienstherrin uns irgendetwas hinstellt? Ob man es sinnvoll einsetzen kann, spielt keine Rolle?

    Dann hätten sie ja auch bei ebay leere Laptop-Verpackungen kaufen können.

    Kopfschüttel.

    man kann dann eben nicht spontan mal was an die Wand werfen.

    Sponan geht sowieso nicht. Man muss das Gerät dabei haben, den Beamer anschalten und die Daumen drücken, das alles funktioniert. Das geht schon mal schief, wenn man es geplant und vorher getestet hat.

    Das impliziert nach meinem Empfinden so eine Beliebigkeit - momentan arbeite ich als Lehrer, aber morgen mache ich vielleicht schon etwas ganz anderes.

    Ja, der letzte Teil trifft's ganz gut. Ich hab' zwar nicht, noch mal etwas neues anzufangen, aber möglich wär's. Andersherum, war es auch nicht der Plan, ewig zu bleiben, als ich an der Schule anfing. Insofern, ja, ich arbeite als Lehrerin. Ziemlich sicher. Beliebig ist das deswegen nicht. Ich habe mir den Job schon ausgesucht und auch einen anderen wählte ich mit Bedacht.

    Deshalb habe ich das Gerät ja zurückgegeben. Noch kann jemand anderes das benutzen. Vielleicht staubt es ja auch in der Schule ein. Ich weiß, dass viele Kolleginnen ihr iPad nicht nutzen. Einige sollen die Verpackung noch nicht verlassen haben.

    Das ist doch Quatsch.

    Man könnte auch einfach mal andersherum die - durchaus auch in der freien Wirtschaft anzutreffende - Perspektive verfolgen, dass dem AN zuzutrauen (und zu erwarten) ist, sich in das zur Verfügung stehende System einzuarbeiten.

    In was soll ich mich denn da „einarbeiten“? In Software, die ich nicht brauche? In Airplay, das nicht immer funktioniert, aber nach Aussage der Zuständigen „eigentlich funktionieren müsste“?

    Wie Bolzbold schon feststellte, sind die iPads Ergebnisse von Aktionismus. Es gibt kein System.

    Und dann bleibt noch die Frage, wie viel Arbeitszeit ich in die Einarbeitung investieren soll und was dafür liegen bleibt.

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