Tja, am Ende regelt die Politik nur den Rahmen und wir sind verdammt, unsere eigenen Entscheidungen zu treffen.
Beiträge von O. Meier
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Ich meine halt, es gibt viele bequeme Gründe, nicht Radzufahren. Großeinkauf, Regen, Fahrten über 5 km
Den Großeinkauf macht man, weil es mit Auto eben technisch möglich ist. Ohne muss man umdenken (Ohje, ich weiß). Ich bin noch nicht verhungert.
Bei Regen passend kleiden, ist effektiver als sich mit zwei Tonnen Blech zu umhüllen.
Und was die Fünf-Kilometer-Schranke anbetrifft, so kann ich nicht anders, als diese lächerlich zu finden. Da fängt doch die Fahrrad-Entfernung erst an. Darunter lohnt es sich dich nicht, das Garagentor aufzumachen und das Radl ’rauszurollen.
Wahrlich, wahrlich. Das ist der Stoff aus dem die „Gründe“ gegen das Radln gemacht sind.
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Wie gesagt, für mich ist da weder was offensichtlich
Ja, glaube ich dir. Vielleicht, wenn du das nächste Mal im Stau stehst, ärgerst du dich einfach über all die anderen, die dir den Platz wegnehmen.
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ich sehe immer noch keine
Ja, so etwas passiert. Manchmal sieht man das Offensichtliche nicht.
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Noch eine moralische Frage: Unsere Nachbarn haben z.B. kein Auto, erwarten dann aber, dass wir ihren Sperrmüll wegfahren.
Hat das gleich was mit Moral zu tun, wenn man jemandem einen Gefallen tut? Nein, ihr müsst das nicht machen. Ihr könnt den Nachbarn gerne vorführen, wie wenig diese Gesellschaft Autolosigkeit toleriert.
Ihr könntet aber auch die CO2-Fußabdrücke gegenrechnen. Dann hätten die Nachbarn mehr als eine Fuhre zum Sperrmüll bei euch gut.
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Ich frage mich deswegen generell, wer e-Räder kauft. Ersetzen damit viele Menschen wirklich Autofahrten oder ist es eher für ältere Damen und Herren, die damit Radtouren machen, weil es weniger anstrengend ist als Radfahren? Statistisch gesehen würde mich das interessieren.
Ich sehe Menschen jeden Alters auf Strommofas. Von Kindern bis Transrentnerinnen. Meist wochenends auf Radwegen. Im Alltagsverkehr sieht man sie auch, aber da gibt es immer noch Radlerinnen. Im Freizeitbereich sieht man jene immer weniger. Sportliche Betätigungen zur Erholung sind wohl nicht mehr angesagt.
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Auch bei einem E-Bike muss man treten.
Ja, und das möchte man nicht. Das habe ich verstanden. Warum das so ist, verstehe ich allerdings nicht. Die Aversion gegen Fortbewegung aus eigener Kraft verschließt sich mir.
Ich kenne viele alte Leutchen, die kaum noch laufen können. Wie sollen die denn bitteschön noch mit dem Rad fahren?!? Die kommen da nicht mal unfallfrei in den Sattel.
Es gibt Räder mit tiefen Einstiegen und mehrspurige Räder. Gegebenenfalls mit Motorunterstützung kann das eine Alternative zur Immobilität sein. Müsste man im Einzelfall schauen, wenn einen das wirklich interessierte.
EDIT: Und mein Vater hatte mit Mitte 60 Prostatakrebs; er konnte anschließend auch nicht mehr mit dem Fahrrad fahren, obwohl er ansonsten noch fit wie ein Turnschuh war.
Vielleicht wäre ein Liegerad eine Möglichkeit.
Aber sei‘s drum. Es gibt Leute, für die geht Fahrrad nicht. Aber das ist doch für alle anderen kein Grund, nicht mit dem Rad zu fahren.
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Mir macht ebike Spaß
Das klingt doch mal glaubhaft. Ich kann zwar nicht verstehen, was daran Spaß machen soll, aber so ist’s halt.
Warum liest man so selten „Ich fahre gerne Auto, das macht mir Spaß. Zum Radln bin ich zu faul.“
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Es ist im Übrigen nicht so, dass Radwege gegen Rechtsabbiegeunfälle hülfen. Im Gegenteil sind sie deren Ursache.
Eine neben der Fahrbahn Radelnde wird schlechter wahrgenommen, als wenn sie auf der Fahrbahn vor dem LKW führe. Durch die unsinnige Anordnung der Rechtsabbiegerinnen links von den geradeausfahrenden Radlerinnen werden zusätzliche Kreuzungssituationen geschaffen.
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Wie viele Fahrradfahrer sind denn schon in der Stadt von rechtsabbiegenden LKWs überrollt wurden?
Jede Menge. Leider wird das nicht in den Unfallstatistiken entsprechend ausgewertet. Aber werf doch mal einen Blick in die Zeitung, wie oft über solche Unfälle berichtet wird.
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Der Vergleich mit Schampus hinkt, weil das die wenigsten Leute zum Durstlöschen kaufen.
Diese Analogie ist total spitze, weil die Kraftwägeln ja nicht primär zur Fortbewegung genutzt werden. Das ergibt bei den schlechten Wirkungsgraden gar keinen Sinn. Es geht vielmehr um Spaß und Bequemlichkeit, die man mit dem Transport zu verbinden sucht. Das hat mit dem Schampus als Getränk schon einiges gemein.
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Je schneller man tritt, desto stärker ist die Unterstützung.
Ja, bei einigen Modellen (meist preiswerten) wird tatsächlich nur die Pedalbewegung gemessen. Da hat man dann quasi zwei Gaspedale. Entsprechend schnell ist bei derartigem Klump der Akku leer.
Intelligentere Systeme messen zum Beispiel das Drehmoment und regeln danach. Da muss man dann tatsächlich noch eigene Bewegung investieren.
Nichtsdestotrotz werden die Motoren (bei gleichen Nennwerten) immer leistungsstärker und die Akkus im fetter, so dass am Ende nur noch wenig Beinkraft für einen relevanten Vorschub nötig ist. Riesig ist der Unterschied zum Mofa mit Handgas dann nicht mehr.
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Ich glaube nicht, dass der Großteil der Bevölkerung in Deutschland Autos für 30.000 Euro kauft.
Schöner Strohmann. Um den Preis fürs Auto in absoluten Zahlen geht es doch gar nicht. Es geht um die Relation, dass ein Fahrrad sowohl in Anschaffung als auch in Betrieb ein preiswerter Einstieg in die Mobilität ist.
Aber trotzdem ist für Auto immer Geld da, aber Fahrrad zu teuer. Echt?
Mal abgesehen davon, dass ein „Auto nunmal haben“ zu müssen eine derart einschränkende Situation darstellt, dass ich diese dringend vermeiden wollte, kann man ein Fahrrad sehr wohl durch die ersparten Betriebskosten für unterlassene Autofahrten gegenfinanzieren.
Wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe.
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Schieben sich die der Täuschung verdächtigten Personen hingegen nur gegenseitig die Schuld zu, können sie gerade nicht glaubhaft machen, ihre Prüfungsleistung jeweils selbständig erstellt zu haben und wären alle entsprechend (nicht) zu bewerten.
Das wirkt natürlich nicht gerade fair der Urheberin gegenüber. Das Gericht stiftet und hier schon ein wenig zur schwarzen Pädagogik an. Unterm Strich soll’s mir recht sein, dass die jungen Menschen lernen, dass ihre Handlungen auch Folgen für andere haben und man irgendwann die Verantwortung übernehmen muss.
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Smartphones und Smartwatches sammle ich bei Prüfungen immer ein bzw. lasse die Schüler:innen diese ausgeschaltet auf meinen Pult legen, damit diese erst gar nicht in Versuchung kommen,
Die Maßnahme ist nutzlos, weil die jungen Menschen mittlerweile genug Handys ist der Schublade haben, die sie gezielt zum Vornehinlegen mit dich führen. Nicht unbedingt, um zu mogeln, sondern einfach nur, um „ihr Handy“ nicht abgeben zu müssen.
Nichtsdestotrotz ist das Aufschreiben eines unter Hilfe erarbeiteten und dann auswendig gelernten Textes eine Täuschungshandlung.
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Eher 3000 für ein Auto und 300 für ein Rad, eher weniger.
Das klingt durchaus so, als wenn sich das ab A12 aufwärts finanzieren ließe.
So oder so. Wenn sich vom Preis eines Kraftwagens zehn Fahrräder finanzieren lassen, leuchtet mir „Fahrrad zu teuer“ nicht ein. Und da haben wir noch nicht über Betrieb und Unterhalt gesprochen.
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auf dem Handy zeigen dürften. Es stellte sich heraus, dass die beiden genau den Text, den sie in der KA geschrieben hatten bereits als Übungstext verfasst und auswendig gelernt hatten. Der stärkere Schüler hatte das dann noch etwas angepasst und ergänzt an die tatsächliche Aufgabenstellung, der schwächere nicht (und viele Fehler eingebaut) und deshalb das Thema deutlicher verfehlt. Beide hatten also in der KA nicht abgeschrieben.
Sie hatten den Text, der beim Üben entstanden sei, auf dem Handy und du bist dir sicher, dass die den auswendig gelernt und nicht abgeschrieben haben?
Wenn sie den Text gemeinsam erarbeitet haben, ist das übrigens — auswendig oder nicht — keine eigenständige Leistung, wie sie in einer Klausur verlangt wird. Allein das ist schon eine Täuschungshandlung.
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irgendeine rechtliche Grundlage
Schulgesetz. Prüfungsordnung für deine Schulform.
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Zweifel für den Angeklagten.
Solche haben wir nicht. Wir sind keine Strafverfolgungsbehörde.
Aber. Welche Zweifel will man haben bei drei identischen Texten?
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ich beantrage eine Dienstreise, die Dienststellenleitung genehmigt und das Land zahlt.
Genau. Und deine Schulleiterin kann dabei über beliebig viel Geld für Fahrten verfügen. Das ist allgemein in öffentlichen Haushalten so.
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