Beiträge von O. Meier

    O.Meier schrieb, dass er/sie vorne stehen muss, damit man dabei ist.

    Wo schrieb ich das? Wo ging es um „dabei sein"?

    Ich kann mit dem IPad vorne stehen und immer noch an der Tafel zeigen, was ich möchte. Ich kann stehen, ich kann sitzen. ich kann aber auch irgendwo Mitten im Raum sein.

    Es ging viel mehr um das iPad als Tafel-Ersatz (den es bei uns eh nicht gibt). Da weiß ich nicht, wie ich da im Stehen schreiben soll und noch etwas zeigen.

    Welche Gruppe hat das höchste Gebäude gebaut? Ich komme eben und mache ein Foto.

    Stimmt, das ist viel besser als dass die Kinder 'rumgehen, um gegenseitig ihre Gebäude anzuschauen.

    Es gibt zahlreiche Situationen, da ist es super, dass ich einfach mal ganz hinten stehen kann.

    Ja, sicher. Um an der Tafel etwas zu schreiben und zu erklären, stehe ich aber am besten an der Tafel.

    Ich kann das IPad einfach mal einem Schüler in die Hand drücken.

    Nein. Das kann ich laut Nutzungsvereinbarung nicht.

    Man braucht das alles nicht. Weder Kamera noch iPad noch, noch, noch …

    Bei uns stehen nun mal flächendeckend Kameras in den Klassenräumen, fest angeschlossen und recht zuverlässig. Sollen wir die jetzt wegschmeißen, nur damit es einen Anwendungsfall für die iPads gibt?

    Zu Ende gedacht, so lernen wir, braucht man für das iPad als Kamera ein Gestell. Wer von euch hat das?

    Wie so oft sitzt das Problem eher vor dem Rechner.

    Mir fehlt weder der technische Sachverstand noch die Intelligenz mich mit Digitaltechnik zu beschäftigen. Das mache ich schon seit rund 35 Jahren. Mir fehlt schlicht die Verantwortungslosigkeit, wertvolle Dienstzeit zu verschwenden. Ich soll jungen Menschen etwas beibringen. Dann muss ich Nebentätigkeiten, die mich davon abhalten, schon sorgfältig dosieren.

    Es gibt auch eine Vielzahl von Pdf Readern für das IPad.

    Nützt mir nichts, s. o.

    Wie du schon geschrieben kann man auch digital etwas bei der Präsentation markieren.

    Das finde ich nach wie vor nicht so schön, wie vorne zu stehen und etwas zu zeigen. Ich möchte auch nicht sitzen beim Anschreiben.

    Ansonsten gibt es so eine neue Erfindung namens Laserpointer.

    Nein, das ist eine alte Erfindung. Das war ein Gimmick in den Achtzigern. So richtig Verbreitung kannst du den Teilen nicht unterstellen. Warum wohl?

    Am Distanzunterricht wurde der fehlende persönliche Kontakt bemängelt. Jetzt soll ich mich hinter Projektionsfläche und Laserpointer verstecken. Ist das die Form von Kommunikation, die wir zukünftig führen sollen?

    Natürlich ist es nicht die optimale Lösung.

    Eben.

    Da wir aber kein Problem benennen können, gibt es keine optimale Lösung.

    Aber du erinnerst mich an manche Kollegen vor 10 Jahren. Damals haben wir die ersten Computer mit Beamer in die Klassen bekommen. Da war auch das Argument, dass es nicht läuft und keinen Mehrwert bringt usw.. Genauso wie du jetzt.

    Jope. Es ist ja auch der gleiche Müll wie vor zehn Jahren. Vieles läuft nicht und der Mehrwert ist unklar. Davon soll ich begeistert sein?

    Vielleicht solltest du dich einfach mal ein wenig mit dem System auseinandersetzen und mal ein paar Sachen angucken, wie andere es im Unterricht einsetzen.

    S. o. Ich habe keine Zeit zu verschwenden, um etwas mit Leben zu füllen, das als Totgeburt gestartet ist. Meine Seele kriegt der Digitaliserungsgolem nicht.

    Alleine rumlaufen, Schülerergebnisse abzufotografieren und schnell an die Wand zu werfen ist bei uns ein riesiger Gewinn.

    Machen wir mittlerweile mit der Dokumentenkamera. Da geht aber die Schülerin nach vorne und legt etwas drunter. Das ist aber auch keine digitale Idee. In der Achtzigern setzen unsere Biologielehrerinnen ein Gerät ein, unter dem ein Blatt oder Buch eingeklemmt wurde, um es zu projizieren. Ganz analog. Da gab es auch einen Namen für.

    Vor etwa zehn Jahren verwendeten wir digitale Fotoapparate dafür. Ich gab damals die Fortbildungen, wie man die an die Beamer anschloss. Jene hatte uns jemand unter die Decke geflanscht.

    Ich habe das alles durch.

    Der Däne HAT aber eine funktionierende Infrastruktur. Und er hat ja auch recht damit, dass du OHNE die Infrastruktur das Konzept in der Pfeife rauchen kannst. Wie willst du denn online Prüfungen schreiben, wenn es gar kein online gibt?

    Und wenn die Dänin beim Aufbau der Infrastruktur nicht weiß, dass sie damit später Prüfungen schreiben lassen will, muss sie sich auch nicht wundern, dass das gar nicht geht.

    Erfahrungen. Du erwartest, dass du ein neues Gerät bekommst, dich damit nicht auseinandersetzt es aber auf Anhieb alle funktioniert

    You name it. Ich erwarte, dass einfach mal was funktioniert. Und das ist heute wie vor 10 Jahren nicht der Fall, weil man nicht bereit ist, in so etwas zu investieren. Sondern eben nur in halbgaren, konzeptlosen Schrott, mit dem man sich dann „auseinandersetzen“ soll. Ich habe mich lange mit jeder Menge Scheiß auseinandergesetzt, funktioniert hat trotzdem selten etwas. Wenn nützt denn meine Auseinandersetzung, wenn das Zeuch nicht gewartet wird?

    Wieso glaubst du, dass die Anschaffung von PCs konzeptlos ist?

    Welches Konzept steckte denn dahinter? Kaufen und kucken lassen, was so geht, ist jedenfalls keines.

    Es ist ja ok, dass du lieber mit einem festen Rechner arbeitest.

    Ausgangspunkt für diesen Thread war eine Situation in der ich beides nicht nutzen konnte!

    Das ist genau das Problem, das du löst wenn du ein eigenes Gerät hast. Unsere Tafeln haben alle HDMI-Eingang oder Apple TV. Ich schließe mein IPad an und kann arbeiten.

    Auch klasse: wichtige Touchtafeln, die aber zur Präsentationsfläche reduziert werden, weil die Tafelfunktion gar nicht funktioniert. Anstatt die Geräte im Klassenraum zu nutzen, muss noch weitere Hardware dort hingeschleppt werden.

    Das ist das Konzept? „Wir haben mal iPads gekauft, der andere Kram funktioniert ja eh nicht.“ Das klingt nach einer glaubhaften Erklärung.

    Ich habe doch schon Beispiele geschrieben, wie man das IPad sinnvoll einsetzen kann.

    Das war nicht meine Frage. Meine Frage war, wozu es angeschafft wurde. Was war der Plan beim Kauf?

    einsetzen. Du findest es nicht sinnvoll.

    Ich finde es nicht sinnvoll, ein weiteres Präsentationsgerät anzuschaffen, wenn schon welche in den Klassenräumen stehen. Ich finde es nicht sinnvoll weitere Geräte in den Unterricht zu schleppen, wenn schon welche in den Klassenräumen stehen.

    Was an der Präsentation auf dem iPad schlechter läuft, hatte erklärt.

    Warum? Weil ich nie weiß, was mit dem Rechner ist.

    Das ist der Punkt. Konzeptlos, unzuverlässig, nutzlos. Also stehen die Rechner nur noch ’rum, es gibt ja jetzt iPads. Da ist die Steuerzahlerin in mir etwas enttäuscht.

    Bei meinem IPad weiß ich wie ich es hinbekomme. Einfach mit dem Apple TV verbinden und gut ist.

    Genau das hatte ich vor, das Ergebnis kannst du am Anfang des Threads lesen. Unterm Strich funktionierte nichts. Und. Ich konnte trotz des (redundanten) iPads die GeoGebra-Präsentation nicht zeigen, obwohl das in den Vorjahren immer möglich war.

    Von mir aus kann man hundertzwölf verschiedene Präsentationensgeräte vorhalten. Ich erwarte dann aber, das alle funktionieren.

    Das liegt dann aber daran, dass der Support nicht Teil der Ausschreibung ist.

    Manche Sachen, wie eine freundliche Art, die es erlaubt der Anwenderin mal einen Tipp zu geben, der nicht vom Support-Vertrag gedeckt ist, kann man nicht ausschreiben. Ansonsten ja, man sollte alles ausschreiben, nicht nur die Anschaffung der Hardware. Ob das von der Schulträgerin dann so ’raus geht, ist eine andere Frage. Aber nur so kann man deutlich machen, was die Dinge wirklich kosten.

    Letztlich ist in der Regel ja auch die Frage ob Ipad oder Rechner und nicht Ipad plus Rechner.

    Ich erkenne hierin keine Frage.

    Die Frage, die ich aber stellen möchte ist, was die Menschen, die die iPads gekauft haben, denn dachten, was damit passieren soll. Wofür wurden die angeschafft? Präsentation kann es nicht sein, weil das schon zuvor mit dem Klassenraumcomputer ging. Tafelersatz kann es nicht sein, weil wir keine Stifte haben, und zur Unterrichtsvorbereitung gehen sie sowieso nicht.

    Warum muss ich meine Zeit damit verschwenden, nach einer Anwendung zu suchen, wenn die doch gar nicht wichtig ist?

    In Hessen übrigens dasselbe: Die dienstlichen leihgeräte dürfen ausschließlich (!) zur Vorbereitung des UNTERRICHTS genutzt werden. Speichern sollen wir darauf überhaupt nix....

    Wir dürfen zwar noch andere Sachen, aber bezüglich Vorbereitung steht da tatsächlich „Unterrichtsvorbereitung zu Hause“ in der Nutzungsvereinbarung. Streng genommen darf ich also das Gerät in der Schule im Unterricht nutzen. Wenn ich dort aber auch Unterricht vorbereiten wollte, dann ohne iPad. Im Zug sowieso nicht. Warum soll man denn die Fahrzeit sinnvoll nutzen?

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