Ich wollte damit nur sagen, dass man auch mit mehr Stoff schwimmen kann und es nicht der Intention des Schwimmenlernens widersprechen muss.
Das dürfte unstriitg sein. Nach der bisherigen Darstellung handelt es sich um dezidierte Schwimmkleidung. Inwiefern benötigt man Kenntnisse über Turnerinnen-Bekleidung, um das zu beurteilen?
Und - dass sich manche Menschen einfach wohler fühlen, wenn sie mehr Stoff am Körper haben. Und das auch einer Grundschülerin zugestanden werden kann, wenn sie es gerne möchte.
Ja, das kann man ihr zugestehen. Wozu benötigen wir Beispiel von Kolleginnen, die lieber langärmelig ihr Auto reparieren, um der Schülerin das zuzugestehen? Hier wolte halt viele noch mal was Anekdotisches schreiben, einen Schwank aus der Jugend oder irgendeine Erfahrung am Strand, im Freibad oder bei Aldi. Fein.
Das Problem, vor dem man hier steht, kann man damit natürlich prima überdecken. Ist „mehr Stoff am Körper“ der Beweggrund? ist es der einzige? Inwiefern machen die Eltern hier dem Mädchen Vorschriften, die seinem Schwimmgefühl entgegenstehen. Vielleicht wäre es mit weniger Stoff noch zufriedener. Hilft man ihm als Schule, wenn man da eine andere Position vertritt. Oder schützt man es mehr, wenn man die Schwimmkleidung akzeptiert.
Und was ist mit dem Geschlecherrollenbild, das womöglich hinter der Verhüllung steht? Kennen wir das? Können wir das vernatowrten? Möchten wir, dass ein Mädchen so aufwächst? Und wieviel religiöse Toletranz brauchen wir und wie viel können wir uns leisten?
Das finde ich alles ziemlich schwierig und ich habe auf keine der Fragen eine Antwort. Darüber hätte man sprechen können. Aber es war ja wichtiger, zu erzählen, wie man selbst joggen geht und wie man sich auf der Hütte wäscht. Danke schön.