Beiträge von O. Meier

    Ich kann noch die Erzählungen eine Impfzentrumsmitarbeiterin ergänzen, dass Menschen mit schriftlichem Termin ungeimpft weggeschickt würden. Es handelt sich dabei z. B. um Gruppe-2-Kontakpersonen. Das Impfzentrum beruft sich darauf, dass diese geimpft werden können. Können reiche halt nicht bei Überbuchung.

    Wenn denen da mal eine die Möbel g'rade rückt, müssen die sich auch nicht wundern.

    Eben. Das ist ein Wahlkampfmanöver. Könnte sich aber als Bumerang entpuppen. Naja, vielleicht ist Frau Baerbock als Kanzlerin gar nicht schlecht.

    Was mich wirklich nervt, in machen Impfzentren sind die Termine „dicht“, das heißt man kann keine machen, obwohl laut Gruppe dran wäre. D. h. die Menschen, die nicht ohne Grund in Gruppe 3 waren und brav gewartet haben, gehen womöglich leer aus bzw. müssen warten.

    Und wenn sich jemand der wegen Vorerkrankung selbst in inverse Quarantäne gesteckt, dann hat der doch auch einen Anspruch darauf im Sommer 'raus zu können und Leute zu treffen und all' den Kram.

    Learning bei doing heißt dann aber unter Umständen auch, dass ein Jahrgang Opfer unprofessioneller Experimente wird.

    Das ist so bei Quereinsetigerinnen. Ich bin selbst eine. Im Rückblick muss ich sagen, dass es echt unfair war, was wir den jungen Menschen da zugemutet haben. Fachlich voll auf der Höhe, aber didaktisch unbeleckt, war halt nicht so das Optimum.

    Quereinstieg ist eine Notlösung, mit der das Land Personal-Fehlplanungen kaschieren möchte.

    Wo wir gerade bei Informieren sind. Um den „Nachrichtensender“ Welt mache ich ja eher einen Bogen, aber hierüber bin ich gestolpert:

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    So lange es keine Nachweispflicht, gibt es keine Nachweispflicht. Selbst verständlich kann es dienstliche Gründe geben, dass die Schule weiß, ob man geimpft ist. Aber gibt's eine Rechtgrundlage für die Erhebung dieser Daten? Also entscheide ich selbst, was ich preis gebe.

    Konkret habe ich meiner Schulleitung mitgeteilt, wann meine Impftermine sein werden. Das sit auch für diese Planungsgrundöage. Ich weiß aber auch, dass meine Schulleiterin es mit dem Datenschutz sehr genau nimmt. Insofern wird sie die Daten nur zu dem Zweck, zu dem sie sie erhalten hat, verwenden.

    Was die ich den übrigen Kolleginnen sage, ist also noch offen. In die andere Richtung sehe ich es so. Wenn ich von jemandem nich weiß, dass sie geimpft ist, behandele ich sie als ungeimpft. D. h. Abstand halten. Das ist bei einigen auch außerhalb des Infektionsschutzes eine gute Idee.

    Hier kommt gerade mit Datum 12. Mai die Verlängerung der Regelung zum Personaleinsatz 'rein.

    Zunächst mal wird diese bis zum Schuljahresende verlängert. Ein neues Attest wird benötigt, wenn diese über den 21. Mai (Freitag) hinaus in Anspruch genommen werden soll.

    Neu gegenüber den bisherigen Regelungen dürfte die Relevanz von Imfungen sein (aber auch folgerichtig):

    Zitat von Erlass vom 212-1.21.01 vom 12. Mai 2021

    Für die Zeit ab dem 26. Mai 2021 ist für eine Befreiung vom Präsenzunterricht die Vorlage eines neuen Attests erforderlich. Dabei wird erwartet, dass eine ausdrückliche ärztliche Einschätzung der individuellen Gefahr eines drohenden schweren Krankheitsverlaufs im Hinblick auf einen eventuell schon bestehenden Impfschutz vorgenommen wird.

    hth

    Hab ich auch nie studiert, bin schließlich schmalspur Wirtschaftsinformatiker. Darin sind auch meine Sorgen begründet und ich war sehr überrascht, dass ich damit zu Fachinformatikern soll.

    Es gibt halt zu wenig Informatik-Lehrerinnen. Auch an technischen BKs wird viel fachfremd unterrichtet. Da, wo ich damals war, fast ausschließlich von Elektrotechnikerinnen. Da nehmen die gerne eine, die ein Bisschen Informatik kann.

    Schau dir den Laden an, in den du da kommst. Kuck mal, wer da mit Wasser kocht und wer nur mit Wasser. Wenn du ein Gefühl für die Stimmung hast, kannst du vielleicht offen deine Fähigkeiten und Defizite ansprechen. Ich wurde durchaus im zweiten Jahr passend eingesetzt und hatte dann auch eine schöne Klasse für die UPP.

    Ich fiele da nicht mit der Tür ins Haus, hielte aber auch nicht zwei Jahre mit meiner Schwerpunktbildung hinterm Berg.

    PS: Wenn die fachlichen Lücken aber zu groß sind, überlegte ich mir, diese vor dem Referendariat zu schließen. Insbesondere, was die Grundlagen anbetrifft, die nicht explizit Gegenstand des schulischen Unterrichts sein werden. Auf irgendetwas muss du ja später, wenn etwas neues kommt, aufbauen.

    Vor dem Master bin ich davon ausgegangen, dass ich vermutlich Wirtschaftsinformatik an der FOS/BOS oder höchstens Informatikkaufleute unterrichten würde.

    Wie kamest zu dieser Annahme?

    Ich bin in der Informatik schlecht ausgebildet,

    Hm, da ist wohl etwas schief gelaufen.

    Mir wurde damals beim Quereinstieg die berufliche Fachrichtunf „technische Informatik“ anerkannt. Die elektrotechnischen Grundlagen schmeckten mir so gra nicht, ich kam aus der Theorie und hatte bis dahin Informatik als mathematische Teildisziplin betrieben. Aber mir der Fähigkeit Srum von Spannung unterscheiden zu können, lockte ich der Abteilungsleiterin ein Lächeln ins Gesicht. Sie nahm mich unter ihre Fittiche. Es ließ sich nicht vermeiden, dass ich so manchen Freitag Nachmittag im Elektro-Labor saß, um Schaltungen auszuprobieren, die dann am Montag stolz den Schülerinnen präsentierte.

    Aber der anderen Seite waren die technisch orientierten Kolleginnen froh, dass mal jemand ums Eck kam, der eine andere Programmiersprache als C/C++ kannte.

    Bei den Schülerinnen ähnlich. Ich hatte da welche sitzen, die wegen nicht-linearer Familienplanung ihr Studium abgebrochen hatten und dann während ihrer Ausbildung Projekte leiteten. In Programmierungserfahrung machte ich denen nichts vor. Aber als ich ihnen erklären konnte, wie das Verhältnis von Vererbung zu Subtyping in (z. B.) Java ist, und sie erstmalig verstanden, was sie da eigentlich machen, leuchteten die Augen derer, die vorher brav plapperten, dass man kein Studium brauche und Theorie eh nichts nütze.

    War anstrengend, hat Spaß gemacht.

    Die Unterschiede zwischen technischen und kaufmännische IT-Berufen hängte ich dabei nicht zu hoch.

    Informatik ist ohne ein Fach/eine Fachrichtung, bei der man viel Arbeit damit hat, auf dem Laufenden zu bleiben. Insofern kann man sich da auch von Anfang an dran gewöhnen. Deswegen das Referendariat nicht antreten? Puh, das wäre ein großer Schritt. Da studierte ich dann lieber nach bzw. bildete mich anderswie weiter. Wenn das, was du bisher gelernt hast, wirklich so mau ist, was spricht dagegen, noch ein Jahr Studium dranzuhängen, vielleicht ein Praktikum in einer IT-Firma zu machen, einfach ein, zwei, drei Programmiersprachen zu lernen?

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