Beiträge von O. Meier

    die werden genau mit einer Person besetzt, kommt in der Schule ja auch öfter vor, eine Fachkonferenzleitung, eine Schulleitung usw.

    Schöne Beispiele für Aufgaben, für die üblicherweise eine Stellvertreterin vorgesehen ist. Hierzulande gibt es sogar Regelungen, wer die Schule leitet, wenn weder die Schulleiterin noch deren ständige Stellvertreterin an Bord sind.

    das sieht nun mal das System so vor,

    „Das System“ ist das Ergebnis von Entscheidungen, die Menschen getroffen haben. Da braucht's keinen Fatalismus, da kann man Verantwortliche benennen.

    Irgendwann wird die Impfung aber vermutlich nicht mehr gratis sein, oder?

    Das ist sie jetzt schon nicht. Die Frage ist, wer zahlt.

    Ich habe für die Grippeimpfung insgesamt 27 Euro (Arzt plus Impfstoff) bezahlt. Das ist bei meinem Gehalt drinnen. (Es zahlt sogar due Krankenkasse, wenn es empfohlen wird.

    Eben. Wir müssen uns keinen Kopp machen, so teuer wird's nicht werden. Krankenkassen/-verischerungen, Hartz-IV-Amt es wird sich schon jemand finden der zahlt. Viel interessanter ist die Frage, wie die Industrienationen sich die Kosten für die Impfung in den weniger wohl situierten Ländern aufteilen.

    Wenn wir in oben genannten Rennen mit den Mutationen nicht so weit zurück liegen wollen, dass nur noch der Besenwagen hilft, müssen wir weltweit impfen. Das ist der eigentliche Kick, nicht die 80 Millionen Peoplechen hierzulande.

    Ich gehe von jährlicher Impfung aus

    Ich auch. Hatte ich hier auch schon kundgetan. Wiederhole ich aber gerne noch mal.

    Die mRNA-Impfstoffe sollen sich recht leicht anpassen lassen. Drücken wir mal die Daumen, dass das klappt. Dann können die schönen neuen Produktionsstätten ad calendas graecas durchlaufen und BioNTech & Co haben eine Lizenz zu Geld drucken. Ach, ich gönn's ihnen. Wenn sie uns dauerhaft den Arsch retten, sollen sie auch dauerhaft in Platin baden.

    Ich hatte schon gehofft, noch in diesem Schuljahr wieder in den Präsenzunterricht zu kommen. Sehe ich jetzt nicht mehr so.

    Habe ich mir schon längst abgeschminkt. Ich rechne mit dem nächsten Schuljahr und da vielleicht auch nicht von Anfang an.

    Ab Herbst ist alles wieder normal.

    Träum' weiter. Selbst wenn wir in diesem Land dann durchgeimpft sein sollten, geht das Wettrennen Mutation gegen Anpassung des Impfstoffs weiter. Dabei können wir immer nur den zweiten Platz[1] belegen. Die Frage ist dann nur, wie groß der Rückstand ist.

    [1] Merke: Zweiter Platz ist erster Verlierer.

    Wenn du nur einen Termin erhältst und in absehbarer Zeit keinen zweiten, einverstanden,

    Deshalb hatte ich folgenden Beitrag nochmal zitiert:

    Super, ich hätte für Donnerstag 8:20 einen Inpftermin bekommen können, leider habe ich da einen Termin mit Schulleitung, Leuten aus dem Bezirk usw auf den wir schon länger warten, sehr ärgerlich, denn sonst gab es seit gestern keine Impftermine mehr.

    Falls man den nicht komplett lesen möchte: „[...] sehr ärgerlich, denn sonst gab es seit gestern keine Impftermine mehr.“

    „[K]eine Impftermine mehr“ könnte bedeuten, dass es keine Impftermine mehr gibt. Hier geht es also um genau die Situaion, dass jemand für einen schulischen Termin einen (baldigen) Impftermin opfert. Dass sie hinterher dann doch noch einen anderen bekommen hat, war wohl Glück, kein Plan.

    Um „Schule oder Leben“ geht es genau dann, wenn jemand wegen des verschobenen Impftermins an Covid-19 erkrankt. Wäre mir lieb, wenn wir in die Situation nicht kämen. Aber zu sagen „ich lasse mich später impfen, ich werd' schon nicht krank” ist mir dann ein oder zwei Ziegel zu naiv.

    wenn jede Stunde neue Termine veröffentlicht wird und es daher nur um wenige Stunden geht, [...]

    Aber das verstehst du anscheinend nicht,

    Doch, das verstehe sogar ich. Aber darum ging es mir nicht, wie ich in meinem letzten Beitrag noch mal ausgeführt habe. Aber offensichtlich war ich zu blöd, das verständlich zu formulieren. Für eine Nur-so-Lehrerin ohne Herzblut habe ich das aber ganz anständig hingekriegt.

    Liebe ist nicht das, was man erwartet zu bekommen, sondern das, was man bereit ist zu geben.

    Danke, liebe Katherine, für dies Klarstellung. Ich halte niemanden davon ab, dem Job ihr Leben oder ihre Gesundheit zu opfern. Wenn das das Maß der Liebe für euch ist, dann sei es so. Wer im Gegensatz zu Miss Hepburn etwas erwartet, muss ich auf Enttäuschungen einstellen. Unsere Schulträgerin hat vergegangenes Jahr die Traueranzeigen für verstorbene Kolleginnen eingestellt.

    Ich fahre mit einem distanzierten sachlichen Verhältnis zu meinem Job jedenfalls wesentlich besser als mit den vorherigen Versuchen, die Welt zu retten. Wenn jemand meint, dass ich dann meinen Job nicht richtig mache, ja, dann ist das so. Haltet mich doch für einen Lutscherin und Drückebergerin ohne Opferbereitschaft. Bin ich gerne.

    Der Anlass für meine Intervention waren übrigens Aussagen wie diese, in denen Leute bereits sind einen Impftermin wegen einer Schulsache sausen zu lassen bereit waren bzw. zumindest darüber nachdachten:

    Super, ich hätte für Donnerstag 8:20 einen Inpftermin bekommen können, leider habe ich da einen Termin mit Schulleitung, Leuten aus dem Bezirk usw auf den wir schon länger warten, sehr ärgerlich, denn sonst gab es seit gestern keine Impftermine mehr.

    Oder:

    Mein Zweittermin wird in der Schulzeit sein. Hier gab es zwar drei Terminvorschläge, aber alle lagen während der Schulzeit.

    Was soll man da machen?

    Kann man jetzt im Einzelfall diskutieren, halte ich aber für nicht zielführend und nicht für spannend. Das Nachschieben von Details und neuen Informationen führen solche Beispiel-Erörterungen ohnehin in die Sinnlosigkeit. Also nehmen wir sie doch einfach als Beispiel für eine Haltung in der Abwägung schulischer Termine gegen Impftermine. Hier ist übrigens nirgends die Rede davon, dass man ratzfatz einen neuen Termin bekommt. Und für so selbstverständlich hält auch offentichtlich eine hier Zitierte das nicht.

    Mein Abwägung ist da klar. Wenn ich erstmal geimpft bin, kann ich alles andere, auch meinen ungeliebten Job, den ich nur halbherzig gegen Geld ausübe, viel entspannter angehen. Da hat übrigens auch die Schule mehr von, als sich einen Vertretungsplan für die Aufsicht der 7b freitags in der 7. Stunde zu sparen. Gerade die superwichtig Unentbehrlichen sollte man möglichst schnell impfen.

    Wenn ich einen frühzeitigen Impftermin bekäme, schickte mir meine Schulleiterin ein zwölfspännige goldene Kutsche vorbei, um sicher zu stellen, dass ich pünktlich im Impfzentrum aufschlage. Schulleiterinnen, die auch hier noch meinen, ihr Personal drangsalieren zu müssen, sollten sich dann doch mal untersuchen lassen. Soziopathinnen sind auf dem Posten falsch.

    Im Rahmen dessen mag das immer noch eine Entscheidung der Einzelnen sein, für wie relevant sie ihre Gesundheit und ihr Leben hält. Ich möchte aber noch einen weiteren Aspekt einbringen. Wir sind in einer schwierigen Situation. Impfen läuft nicht gut in diesem Land. Impfstoff fehlt, die Organisation versagt. Lehrerinnen waren für Gruppe drei geplant und werden jetzt vorgezogen. Anstatt jetzt dankbar zu sein, dass das auch mit der Anerkennung für unsere Arbeit zu tun hat, haben Kolleginnen hier nichts besseres zu tun, als erst laut darüber nachzudenken, ob ihnen der angebotene Impfstoff denn gut genug ist, und dann auch noch zu meinen, dass sie aber, also jetzt wirklich, nein, nein, so geht das aber nicht mit der Terminen. Da müsse man ja mal und überhaupt.

    Leute, eine deratige Haltung können wir nicht gebrauchen. Wer einen Impftermin hat, sagt laut und vernehmlich „Danke“ und hält dann ihren Arm hin.

    PS: Wer ohnehin vorhat, für die Schule zu sterben, verzichtet natürich auf die Dosis!

    "Super Strategie, wenn man das Ziel von 35 nicht erreichen kann, setzt man einfach das Ziel hoch.

    Das ist die gleiche „Strategie“ wie bei Grenzwerten von Giften in Lebensmittel o. ä. Die werden schön immer so angepasst, dass sie eingehalten werden. Die Leute, die dann doch Krebss kriegen, sind ahlt selbst schuld, dass sich ihr Körper nicht an die Regelungen hält.

    Angesichts einer MInisterpräsidentin, die wissenschaftliche Erkenntnisse als Grundlage für Entscheidungen ablehnt, müssen wir froh sein, dass die Strategie nicht aus Beten und Hoffen besteht.

    Tja, das ist bei uns anders, da wir nur noch digitale Tafeln haben, die in 95% nicht mit Whiteboard-Stiften zu beschreiben sind,

    Hat auch irgendjemand entschieden. Hat auch irgendjemand zu verantworten. Wäre auch nicht mein Problem. Generell rate ich davon ab, sich von Technik abhängig zu machen. Wenn das aber gewünscht wird, ist das so.

    hängt das bei uns doch davon ab.

    So 'ne Tafel ist wirklich praktisch im Unterricht. Ich habe auch schon welchen ohne gehalten. Geht auch. Ich arbeite mit dem, was da ist. Wenn es keine Tafel, kein Flipchart und keinen Polylux gibt, wird halt mehr diktiert. Gute Aufmerksamkeitsübung. Der Unterricht ist dann sicher etwas anders, aber schlecht ist er doch deswegen nicht.

    Ich denke der Unterschied ist, ich liebe meinen Beruf, er ist nicht nur irgendein Job

    Ich in doch ernsthaft froh, dass ich einer solchen Emotion nicht verfallen bin und so auch nicht daran „leiden“ muss. Mir wäre mein Leben echt zu schade dafür, es an eine solche Tätigkeit zu verschwenden.

    Nee, ich habe dann später schon ein Problem, weil ich mit dem wenigen schlecht weiter arbeiten kann

    ... was dann auch zu schlechteren Resultaten führt. Das interessiert in der Regel die Entscheiderinnen nicht. Das ist ein großes Problem in unserem Bildungssystem. Aber warum sollte es mich denn interessieren?

    Ich arbeite mit dem, was da ist, und mache daraus das Beste. Dann kommt dabei 'raus, was dabei 'raus kommt. Das meine Schülerinnen anständigen Unterricht bekommen, hängtvzum Glück nicht von der Netzinfrastruktur oder anderen technischen Voraussetzungen ab.

    Die Alternative, mir die Nerven zu zerreiben, indem ich gegen die Windmühlen der Dummheit in dieser Welt anzukämpfen versuche, macht mich nicht glücklicher, sondern krank. Habe ich hinter mir.

    Jetzt bin ich froh, dass ich lebe, und genieße, was von meinem Leben übrig ist.

    In den meisten Schulen gibt es einen Experten für eine bestimmte Sache und wenn der ausfällt,

    Und das ist der Fehler. Aber der ist nicht einfach so vom Himmel gefallen, sondern ist das Ergebnis von Entscheidungen. Und wer eine Entscheidung trifft, trägt auch die Verantwortung. Wer meint, dass ich alleinig für etwas zuständig sein soll, muss auch damit leben, dass es liegen bleibt, wenn ich ausfalle.

    erstmal ein Problem.

    Abr nicht meines.

    An mangelhafter Ausstattung leide ich, vermutlich auch Susannea, jeden Tag. Das kann sich jemand, der nicht auf Fachräume und ihre Ausstattung angewiesen ist, der jahrelang jedes Jahr neue Anträge schreibt und vertröstet wird, vielleicht nicht so vorstellen?)

    Ich kenne das Spielchen durchaus. Ich habe z. B. jede Menge Vorschläge zur alternativen oder zusätzlichen Ausstattung unserer Computerräume gemacht. Die Schulträgerin gibt aber lieber Geld dafür aus, alles drei Jahre voll funktionsfähige Computer auszutauschen, damit auf den neuen das gleiche Office-Paket installiert wird. Und die größte Innovation ist eine neue Windows-Version.

    Das ist unschön, aber ich leide nicht darunter. Ich mache das nicht zu meiner Sache und nicht zu meinem Problem. Ich arbeite mit dem, was da ist, und die jungen Menschen lernen, was man damit lernen kann. Soll ich mich daran aufräumen, dem Verwaltungspersonal die Welt zu erklären? Und wenn mich jemand fragt "Wäre es nicht besser, wenn wir <dies oder das> hätten?" bestätige ich die Annahme und beglückwünsche zur gelungenen Verwendung des Konjunktivs.

    Ich habe ein Leben und der Tag hat 24 Stunden. Ich reibe mich für nix mehr auf. Dankt einem eh keiner. Und wenn jemand meint, die neue Netzhardware wird nicht installiert, weil ich mich impfen lasse, dann wird sie halt nicht installiert. Dann hat diejenige einen Grund und ich habe meine Impfung und meine Ruhe.

    Red von dir, O. Meier und sag nicht ständig allen, was richtig ist und was sie tun und lassen und sagen sollen.

    Ich sage, was ich für richtig halte und was man meiner Ansicht nach tun sollte. Ja, ich kann „Meine Meinung:“ vor jeden Satz schreiben. Oder ich verlasse mich darauf, dass manche Menschen doch wissen, wie Kommunikation funktioniert. Man kann sich die Missverständnisse, über die man sich aufregt, auch selbst basteln. Gerne, mach' das. Um es mal klar zu sagen, mir ist es völlig wurscht, was du machst. Die Diskussion von Einzelfällen ist nicht so spannend, wenn man etwas prinzipiell klären möchte. Rumgetüddel an Beispielen und „Ja, aber“-Schleifen mit nachgeschobeben Details sind nicht so mein Ding.

    Ich find's übrgens süß, dass du mit der Formulierung deiner Aufforderung mit gutem Beispiel vorangehst. Einfach fett im Imperativ aufgesteppt anstatt mit „Ich wünschte mir, du würdest ...“ zu provozieren. Sauber, Hut ab und danke.

    die muss man vor Ort begutachten, genau dazu kommt jemand und wie das Online gehen soll, ist und bleibt mir ein Rätsel,

    Jetzt drehen wir uns im Kreis: wenn es so wichtig ist, dass jemand vor Ort ist, muss man für Redundanzen sorgen. Dass nur eine Person allein für etwas zuständig ist, ist ein struktureller Mangel. Ich hätte mich nicht in ene solche Situation begeben. Mnache Leute gefallen sich in einer solchen Position, manche nehmen es hin, wie so fast alles, was ihnen vorgesetzt wird. Ich halte so etwas für wenig effizient und für eine Unverschämtheit der jeweiliene Person gegenüber.

    aber das sagt sich natürlich leicht, wenn man keine Ahnung hat, worum es überhaupt geht.

    Das, worum es da geht, ist ja auch nicht Gegenstand dieses Threads. Wie gesagt, wenn alles an eienr hängt, ist vorher etwas schief gelaufen, unabhängig davon, worum es geht.

    Können wir mal versuchsweise alle beim "ich" bleiben? Du findest, dass... Dein Dienstherr genehmigt das... Deine Schulleitung sieht ein, wenn... Und wenn das alles nicht zutrifft, dann würdest du

    What? „Wir“ bleiben beim „ich“, indem wir eine Reihe Sätze mit „du“ hinschreiben? Die Kust ist tot, es lebe Dada.

    Schon passen deine Aussagen. Ich bin ich und Schnaps ist Schnaps. Oder Cola mit Whiskey.

    Auch völlig unverständlich. Falls du mit irgendwelche Vorschläge machen wolltest, was oder wie ich schreiben solle: Forget it!

    Ich glaube, du hast keine Ahnung, wie diese Online-Terminvereinbarung läuft.

    Richtig, denn obwohl ich zur Risikogruppe gehöre, habe ich noch kein Impfangebot erhalten.

    Insofern bläht es mir die Galle zwischen die Zähne, wenn jetzt vorgezogene Lehrerinnen schnuckig wegen des Termin werden. "Ach. Was? An einem Mittwoch? Nein, Mittwoch passt überhaupt nicht zum Impfen. Das ist nichts für mich. Ich habe mich noch nie an einem Mittwoch impfen lassen. Geht da nicht der Donnerstag? Und gibt es da nicht auch 'was mit Pfefferminz?" Nein, gibt's nicht. Es gibt Mittwoch und AstraZeneca.

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