Beiträge von O. Meier

    Hast du dir mal die Aussagen von Fallen Angel durchgelesen?

    Ja, habe ich. Und verstanden.

    "Wenn man schon ein Fan dieses Clubs ist, dann sollte man die Realität nicht leugnen und einfach offen sagen, dass an einen Club toll findet, der Missbrauch von Kindern deckt und damit fördert. "

    Also hier steht schon mal nicht, dass alle Katholikinnen, dies tun oder jenes denken. Vielmehr ist das ein Punkt, den jede für sich klären muss. Wer trotz des Missbrauchs und seiner systematischen Deckung, weiterhin dieser Gemeinschaft angehören möchte, mus eben damit leben, dass in dieser Geminschaft ao etwas möglich war und auch weiterhin möglich sein wird. Die Köpfe wurden nämlich nicht ausgetauscht.

    Und nein, man kann Mitglied der katholischen Kirche sein und trotzdem gegen Missbrauch etc. sein.

    Ja, natürlich. Kann man. Man muss mit den Widersprüchen leben, die das mit sich bringt.

    Ich bin mir sogar sicher, dass die überwiegende Mehrheit der Katholiken das nicht gut heißt.

    Auch das ist wieder nur ein Ad-hoc-Behauptung. Du wirst nicht Belastbares dazu bringen. Außerdem frage ich mich, ob die Mehrheiten dabei eine Rolle spielen. Für mich geht es um Entscheidungen, die jede Einzelne treffen muss.

    Um auf den Vergleich mit dem Sportverein zurückzukommen. Wenn so etwas in meinem Verein, Verband o. ä. passiert wäre und ich merkte, dass die Strukturen verhindern, dass man daran etwas ändert, dass die gleichen Personen auf den Posten sitzen bleiben, dann wäre ich da nicht nur 'raus, dann arbeitete ich von außen aktiv gegen diesen Verein, bis er aufgelöst, begraben und Gras über ohne gesät wurde.

    Tom123: Solltest du anhand der von dir zitierten Passagen nicht erkennen, was der Unterschied zwischen der Kritik an einer Organisation und einem pauschalierten Vorwurf gegen alle Katholikinnen ist, muss ich an der Ernsthaftigkeit deiner Diskussionsteilnahme zweifeln. Du trollst doch.

    Nochmal langsam zum Mitdenken: Niemand behauptet etwas über alle Katholikinnen. Nimm' das zur Kenntnis oder lass' es bleiben.

    Möglich? Weiterhin vorgeschrieben, schulische Nutzung der Schulgebäude ist untersagt:

    "Weitgehend" wie es in dr Schulmail heißt:

    Zitat

    Die schulische Nutzung der Schulgebäude und Schulanlagen wird bis zum

    14. Februar 2021 weitgehend untersagt bleiben.

    Die "Unterstützungsangebote" sind explizit als Ausnahme genannt.

    Die Idee, dass Schülerinnen, die zu Hause abgehängt würden, in die Schule kommen dürfen, um die dortige Infrastruktur nutzen zu können, finde ich gut. So lange es genug Räume gibt, dass jede allein sitzt. Ob's zu Ende gedacht ist? Insbesondere bei den Jüngeren braucht man vielleicht doch eine Aufsicht. Sonst hocken die nachher doch zusammen. Die Aufsichten fehlen uns dann aber im Distanzunterricht. Also so ganz sicher bin ich mir nicht, dass das alles hinhaut.

    In meinem Sportverein gibt es keine sexuellen Übergriffe. Wenn es welche gäbe und diese vertuscht würden, würde ich aus dem Verein austreten, wenn die Personen, die vertuscht haben an ihren Positionen bleiben.

    Ja, sehe ich auch so. Man kann 'ne Menge innerhalb des Vereins machen, damit solche Vorfälle aufgeklärt werden. Wenn das nicht geht, ist man als normaler Mensch da falsch. Dann muss man da 'raus.

    Rassismus wurde hier wohl als Synonym für Diskriminierung benutzt.

    Vielleicht wurde Banane auch als Synonym für Pudding benutzt. Ja, mei, kann man von gebildeten Menschen denn nicht erwarten, dass sie ein wenig sorgfältig formulieren? Nur ein ganz klein wenig. War es nicht eben noch wichtig, dass man nicht "platt" argumentiert.

    Und von welcher Diskriminierung soll denn jetzt die Rede sein? Jedenfalls werden keine Katholikinnen dadurch diskrimiert, dass man Fehlverhalten von Amts- und Funktionsträgern der katholische Kirche kritisiert.

    Gebrauch ist das Gegenteil von Missbrauch.

    Nein.

    Einvernehmlicher Geschlechtsverkehr = Gebrauch.

    Mal abgesehen davon, dass hier jemand offensichtlich nicht weiß, was "Gleichheit" bedeutet, trifft das nicht zu. Es mag vorkommen, dass Menschen einander gebrauchen, auch in sexuellen Dingen. Dass sie gemeinsam und einvernehmlich etwas tun, ist aber kein "Gebrauch". Vielleicht sollte man mal üben, sprachlich zwischen Menschen und Dingen zu unterscheiden.

    Also wenn du mich mal intensiver mit dem Thema auseinandersetzt, wirst du meckern das Gelehrte sich jahrhunderten mit dem Wesen der Kirche auseinandersetzen.

    Und dabei kam nur heraus, dass die Kirche einen Gemeinschaft von Gläubigen ist? Damit ist die Komplxität der Organisation volständig wiedergegeben? ja siehst du denn den Splitter der Plattheit im Auge deiner Schwester aber den Balken im eigenen nicht?

    Da einfach ein Kirche ist ein Kirche ist ein Wirtschaftsunternehmen ist einfach nur platt.

    Die Kunst ist tot, es lebe Dada.

    Unser Fußballverein hat ein eigenes Vereinsheim mit Gastronomie. Trotzdem würde ich ihn als Verein und nicht als Wirtschaftsunternehmen bezeichnen.

    Er ist dann halt beides. Womöglich in unterschiedlichen Anteilen. Die wirtschaftlicher Betätigung der katholischen Kirche dürfte das Betreiben eines Vereinsheims weit übersteigen. es ist wesentlicher Aspekt dieser Organisation.

    Wir brauchen aus unterschiedlichen Gründen Religion.

    Ah, jetzt wissen wir es ja ganz genau.

    erklärt Dinge, die wir uns rational nicht erklären können.

    Nein. Sie liefert eben keine Erklärungen. Sie bleibt bei Behautungen stecken. In aller Reegel fordert sie Fiktionen wie die Realtität zu behandeln. Keine Idee, die mich überzeugt.

    Sie gibt emotionalen Halt

    Aber eben auf Basis falscher Erklärungen (s. o.). Mir ist emotionaler Halt in Übereinstimmung mit der Realität dann doch lieber.

    Das ist vollkommen unqualifizierter Schwachsinn

    Ah, die Dame bevorzugen den sachlichen Stil. Mal sehen, ob ich da mithalten kann.

    ein Schlag ins Gesicht für viele die sich gegen Missbrauch und Vergewaltigung engagieren.

    Du meinst jene sind mit dem Agieren katholischer Funktionsträger in dieser Angelegenheit einerstanden?

    Die Kirche macht gar nichts. Es sind die Menschen, die etwas machen.

    Und in diesem Falle geht es um katholische Funktionsträger. Personen die innerhalb der Kirche eine Machtposition haben und diese Organisation auch nach außen vertreten. Und was die machen (oder unterlassen) steht zu Recht in der Kritik.

    Und ich glaube sogar, dass in der Summe bekennende und gläubige Christen weniger Straftaten begehen als nicht der Gesamtschnitt Bevölkerung.

    Das kannst du gerne glauben. Die Frage ist, ob du irgendetwas Bealstbares hast, um das zu stützen. Eine so steile These ist doch gewiss schon mal untersucht worden.

    Warum? Weil es in einem Widerspruch zu ihrem Glauben steht.

    Ich kenne mich da nicht so aus, steht das Vergewaltigen von Kindern im Einklang oder im Widerspruch zum katholischen Glauben?

    Ist natürlich nur eine Vermutung.

    Eben.

    Aber sicher ist, dass es eine Vielzahl gläubiger Christen gibt, die sich massiv gegen Missbrauch, Gewalt, etc. einsetzen.

    Ja, das tun auch Atheisten und Angehörige anderer Religionen. Man muss kein Christ sein, um derlei zu tun.

    Und diese sind auch die Kirche.

    Eben, "auch".

    Denn "die Kirche" gibt es nicht. Es gibt eine Gemeinschaft von Gläubigen.

    Und von Ungläubigen. Man kann ja nicht austreten, wie wir gelernt haben. Und natürlich gibt es "die" katholische Kirche als Organisation. Diese ist vornehmlich eine (sehr alte) Machtstruktur. Sie nimmt Einfluss auf Politik und Gesellschaft, auch formalisiert – ihr stehen zum Beispiel Sitze in den Gremien des öffentliche-rechtlichen Rundfunks zu. Sie operiert als Wirtschaftsunternehmen, ist eine große Arbeitgeberin. Juristisch ist sie eine Anstalt öffentlichen Rechts und zieht sogar Steuern ein. Dieses Konstrukt auf eine Gemeinschaft von Gläubigen zu reduzieren, wird ihr nicht gerecht und wirkt etwas naiv auf mich.

    Im Idealfall kann man auch sagen, dass die gleichen Werte sie verbindet.

    Welche Werte wären das im Fall der Katholikinnen. ich erlebe es oft, das von "(christlichen) Werten" die Rede ist. Auf Nachfrage bleibt das aber schwammig und wird selten konkret.

    Und genauso wie in jeder anderen Gemeinschaft gibt es auch schwarze Schafe.

    Mal abgesehen, dass die Bezeichnung als "schwarzes Schaf" schon irgendwie rassistisch daherkomt, passt sie hier nicht. Es geht hier nicht und Personen, die angeborene Äußerlichkeiten von der Masse unterscheiden. Es geht um Leute, deren Handeln gesellschaftlichen Normen und den Rechten der Opfer widersprechen. Es geht um Menschen, die Kinder vergewaltigt haben. Da finde ich ich die Bezeichnung als "schwarzes Schaf" dann doch etwas zu sehr verniedlichend.

    Und diese ewige Gejammer, dass es woanders auch schlimm sei, ist die gröbste Form von Relativierung.

    Es gab irgendwann einen Fall von einem Kinderarzt, der über griffig wurde. Sind auch alle Kinderärzte, Sexualverbrecher?

    Nein. Im Übrigen ist diese Pseude-Parallele ein ziemlich schwacher Strohmann. Niemand hat behauptet, dass alle Katholikinnen Sexualverbrecherinnen seien. Der Verwurf ist zum einen, dass katholische Amtsträger unter Ausnutzung ihrer Amtsposition Sexualverbrechen begangen haben, und zum anderen, das katholische Funktionsträger nicht ädequat hierauf reagiert haben.

    Wie war das bei dem Kinderarzt? Wurde er von seiner Kammer woanders hinversetzt, so dass er dort weiter vergewaltigen konnte?

    Es mag auch daran liegen, dass du nicht verstehst wie Kirchen funktionieren und welche Vielfalt es an christlichen Gemeinschaften gibt.

    Hier ging es zunächst um die katholische Kirche. Warum wirfst du die übrigen "christlichen Gemeinschaften" mit in die Diskussion?

    Sollte es Erkenntnisse über die Funktionsweise der katholischen Kirche gebeb, die für die Diskussion relevant ist, kannst du diese gerne ausführen.

    Letztlich finde ich es eher beunruhigend, dass jemand mit so einer "platten" Einstellung zu so einem wichtigen Thema unterrichten darf.

    Du kannst dir ja einen anderen Job suchen. Dann unterrichtest du nicht mehr.

    In NRW ist Rosenmontag doch sowieso ein vorgeschriebener beweglicher Ferientag (Brauchtumstag).

    Vorgeschrieber beweglicher Ferientag? Was soll dass sein? Wenn man vorschreibt, dass er dort hinzufallen hat, ist er ja nicht mehr beweglich. Die Regelung zur Brauchtumspflege lautet AFAIR, dass einer der bewegliche Ferientage zur Brauchtumspflege verwendet werden soll. Der Rosenmomtag ist dabei nicht expliziert.

    Die Inhalte und die Sinnhaftigkeit des Brauchtums spielen keine Rolle, so dass neben Karneval auch anderes Komasaufen wie Kirmes und Schützinnenfest hier runter fällt.

    Ja, aber im Messenger startet man Jitsi über das Widget und damit ist die Konferenz offen und die Schüler können direkt eintreten, man selbst als Lehrer muss also auch noch auf beitreten klicken. Da kommt es vor, dass die Schüler schneller sind. Sehr unglücklich.

    So etwas kommt bei 'rum, wenn auf die Schnelle etwas fuddelt.

    Wie ich gerade per E-Mail erfahren habe, nutzt unsere Schule seit heute auch den Logineo Messenger. Ich bin mir nicht sicher, ob die Schulleitung sich vor dieser Entscheidung über die möglichen Probleme mit dieser Plattform informiert hat.

    Die (nicht vorhandene) ethische Integrität der Kirche sagt aber absolut gar nichts über die Gültigkeit ihrer Argumente aus.

    Wohl war. Insofern entfällt auch die Martführereschaft der Kirchen in Moralfragen, den sie sich gerne attestieren.

    Das geht am eigentlichen Thema doch komplett vorbei.

    Kommt ein wenig darauf an, was das Thema ist. Für die Frage, ob man sich impfen lässt und womit, ist das völlif bedeutungslos. Das aknn jede für sich entscheiden.

    Für die Beurteilung der gesellschaftlichen Rolle der Religionsgemeinschaft haben wir es aber mit einem zentralen Punkt zu tun. "Die Kirchen" nehmen gerne in Anspruch in moralischen – gelegentlich gar in ethischen Fragen – einen Meinung vertreten zu können, die übergreifende Bedeutung habe, die also über die Sichtweise des Einzelnen hinausgehe. Diese bedürfe weniger einer inhaltlichen Begründung, als der Berufen auf eine gewisse Interpretation auf alte Literatur.

    In Wirklichkeit sind sie selbst aber ethische Stümperinnen und alles andere als gute Vorbilder.

    Die wesentliche Erkenntnis ist doch, das Religion in ethischen Fragen nichts nützt. Auf der einen ist Sexualität ein zentrales Thema in der katholischen Kirche. Gerne erlässt sie Regeln, die auch einvernehmliche sexuelle Handlungen beschränken sollen. Auf der anderen Seite schaffen sie es noch nicht mal im eigenen Laden Vergewaltigungen zu verhindern. Auch dann nicht, wenn es sich zum Beispiel und geächtete Praktiken wie gleichgeschlechtliche Penetration handelt.

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