Warum aber, frage ich, macht man solchen Unsinn, wenn nicht für die Kinder? Für die Eltern oder die Kolleginnen? Die Kinder immerhin sind die Leidtragenden jeder Fehlentscheidung. Da ausgleichend wirksam sein zu wollen, ist doch ein ehrenwerter Anspruch. Ich halte es nicht für absurd, das zu wollen.
Für absurd halte ich die Umsetzung. Wenn man z. B. mit zu wenig Aufsichten auf Tour geht, handelt man effektiv gegen die Interessen der Kinder, wenn man sie nicht adäquat beaufsichtigen kann.
Hier wurde angeführt, man müsse gewisse Dinge so machen, weil es nicht anders ginge. Man könne z. B. sonst keinen Unterricht machen. Das ist natürlich falsch, aber es wird trotzdem vorgebracht. Es geht immer anders. Und wenn es eben so geht, dass nichts geht. Wenn ohne die privaten Ressourcen kein Unterricht möglich wäre, ist die private Anschaffung nicht alternativlos. Die Alternative ist benannt: der Unterricht fällt aus, wird verschoben oder sieht anders aus.
Mit „es geht nicht anders“ wird ein Problem benannt, ohne es zu sehen. Da fehlt etwas, man braucht etwas. Aber eben nicht die privaten Ressourcen, sondern dienstliche. So lange man nicht versteht, dass man dieses grundsätzliche Problem nicht durch Ersatzvornahmen lösen , sondern nur verschleiern kann, tja, dann wird man es eben auch nicht lösen können.