Beiträge von O. Meier

    Verarschen kann ich mich alleine.

    Ich auch. Ich lasse mir aber trotzdem gerne von meiner Dienstherrin dabei helfen. Auf die ist immer Verlass.

    Sorry, wollt' ich dir gar nicht vors Gepäck defäkieren. Eine Idee, wie man Arbeiten ohne die notwendigen Geräte erledigen kann, habe ich aber nicht. Ich wandte mich zunächst an die Schulleiterin und erklärte ihr, dass es so nicht geht. Dann abwarten.

    Wichtige Sachen macht immer die Chefin selbst. Deshalb kümmert sie sich auch um die dringenden Fragen. Am bestem sprichts du dich vorher noch mit den mitbetroffenen Kolleginne ab.

    Hast du überhaupt eine Möglichkeit, von iPad aus zu drucken?

    Was muss ich unter "Abitur-Gutachten" verstehen? Sind das die Bewertungen der Abitur-Klausuren?

    PS: Ich bin mir sicher, dass "keine personenbezogenen Daten auf Privatgeräten" nicht so heiß gekocht wird, wie's gegessen wird. Nö, das ist 'ne Idee aus der Mikrowelle. Das wird wieder fallen gelassen. Wenn sie es überhaupt in der Konsequenz beschließen.

    Wie Du Deinen Unterricht planst und durchführst und welches Gerät Du verwendest, interessiert diesbezüglich niemanden. Da kannst Du ein privates oder ein dienstliches nehmen.

    ich denke, ich werde verstärkt dazu übergehen, Unterricht anlog vorzubereiten. Ich mein, das ging früher doch auch. Distanzunterricht könnte ich so nicht halten. Aber wenn wir wieder normal sind, sehen wir mal weiter.

    Was ist denn z.B. mit Gutachten, die ich schreiben muss??? Die kann ich ja unmöglich am Tablet ohne Tastatur schreiben.

    Von Hand. An der Schreibmaschine. Auf einem Rechner in der Schule. Oder du diktierst sie auf Band und eine Schreibkraft tippt die.

    Sie ist weg, sobald die Änderung durchgewunken wurde. Ja.

    Ich denke, dann werden wir auf dem üblichen Weg darüber informiert. Mal sehen, wie groß die Freude dann über die iPads ist.

    Dafür muss man Hülle und Stift selbst kaufen.

    Oder bleiben lassen. Es ist doch völlig widersinnig, in einen solchen Flopp noch zu investieren.

    Bei uns ist wohl eine Logitech-Tastaturhülle dabei. Fehlende Stifte wurden moniert, sollen noch kommen. Ich weiß aber, dass sich Kolleginnen schon vorab Stifte gekauft haben. Jau!

    Wenn man aus Datenschutzgründen keine privaten Geräte (mehr) einsetzen darf, dann auch keine privaten Stifte. Wisst ihr, was das Ding speichert? Das ist ja mehr als ein mechanisches Gerät.

    Ohne Stift könne man damit nicht arbeiten. Verstehe ich. Dass daraus die Folgerung sein soll, dass ich der Dienstherrin einen Stift schenke, will mir aber nicht zwischen die Synapsen.

    Ich bin noch nicht ganz sicher, ob es sich lohnt, das Ding so entgegen zu nehmen oder lieber komplett zu verzichten.

    Ich habe bisher keines und ich empfinde keinerlei didaktsiche Amputation. Wenn mir jemand sagt, ich müsse eines nehmen, lege ich es in den Schrank. Wenn's der Wahrheitsfindung dient.

    Die Diskussion, ob und wen man wie lange allein zu Hause lassen kann, hatten wir schon mal. Es scheint tatsächlich von mehr als dem Aler abzuhängen, wenn ich die Diskussion soweit richtig verfolgt habe.

    Mir erscheint aber der Aspekt wichtig, dass man hätte rechtzeitig anfangen müssen, dass "Alleinsein", einzuüben. So von null auf hundert umstellen, wird vielleicht nichts. Man hätte vieles vorbereiten, (dosiert) ausprobieren können. Nicht nur die Selbsständigkeit der jungen Menschen.

    Jetzt dazustehen und zu meinen, dass müsste aber gehen, ist wenig praktisch hilfreich.

    Das gerade ausgegebene Dienstgerät enthält - neben einem überdimensionierten Logo des MSB NRW- quasi nichts. Nada. Niente!

    Aber der Aufkleber ist doch das Feigenblatt, für das dieses Programm zusammengestümpert wurde. Mal ehrlich, hat irgendjemand erwartet, dass die Landesregierung uns etwas gibt, mit dem man arbeiten kann? Doch echt nicht.

    Wie ich heraushöre, nutzen wohl Leute tatsächlich Privatgeräte zur z. B. Zeugniserstellung. Ich hörte sogar mal von solchen, die die Zeugnisse zu Hause drucken. Findet ihr nicht, dass das zu weit geht?

    Also laut Statista haben 95% der deutschen Haushalte einen Internetzugang.

    Was gilt denn da alles alt Internetzugang? Ein internetfähiges Mobiltelefon haben die Schülerinnen ja überwiegend. Hier wurde aber schon agemerkt, dass das Datenvolumen knapp sein könnte.

    Mich stört einfach nur, dass das "nicht alle haben Internet"-Argument einfach nur benutzt wird, damit man sich über den Einsatz digitaler Lernformen keine Gedanken machen muss.

    Ui, digitale Lernformen. Ja, die einen machen sich Gedanken, die anderen halten einfach Online-Unterricht. Zu dem kommen aber nicht alle Schülerinnen, wegen "mobile daten reichen nicht". So sieht's aus.

    Der Link ist kaputt. Bei mir werden die Stufen 3 bis 5 nicht angezeigt.

    Wenn das ein Plan ist, dann möchte ich nicht erleben, was in NRW ohne Plan passiert. : -)

    Insgesamt erinnert mich das an Schülerinnenabgaben, für die man ein halbes Jahr Zeit hatte, die dann aber in fünf Minute am Vorabend zusammengehuddelt werden. Wo andere dann 20 Seiten Inhalt produzieren, steht da eine Schlumpfine mit vier Zeilen Nonsense und Rechtschreibefehlern.

    So viele Schüler haben ein IPhone - wer sich DAS leisten kann, kann sich auch die 10 GB im Monat leisten.

    Und einige haben deutliche schlichtere Geräte. Und ja nachdem, was man sich dann für einen Vertrag aufschwatzen lässt, bekommt man wenig für's Geld. Und. Etwas zu haben, heißt noch lange nicht, es sich leisten zu können. Waren wir schon bei den (falschen?) Prioritäten?

    Alles eine Frage der Priorität.

    Eben. Online-Unterricht dürfte bei jungen Menschen einen geringe Priorität haben. Und wenn dann die Eltern nicht hinterher sind, ist's Essig. Da gebe Laschet und Gebauer recht. Aus der Sichtweise der Bildungsgerechtigkeit ist der Online-Unterricht fatal, weil genau bei denen, die es besodners nötig hätten, der dünne finanzielle Puffer und die niedrige Priorisierung von Bildung zusammenkommen.

    So, da haben wir doch nach viel hin un dher schon mal das Problem benannt. Hut ab, Bildungselite.

    ich selbst komme monatlich auf gerade mal 100 MB an mobilen Daten

    Da komme ich drunter. 0 MB mobile Daten. Jeden Monat. Allerdings zeigt mir meine Fritze-Boxe an, dass ich im vergangenen Monat immobile Daten im dreistelligen GB-Bereich durch die Leitung gedrückt habe. Das meiste dürfte Streaming sein. Es muss ja jeder Driss mindestes in HD, besser noch in 4K, 5K oder was weiß ich "gesendet" werden. Keine Ahnung, was das soll, so gut sind meine Augen gar nicht mehr.

    Ein Bisschen unaufmerksames Surfen, ein Filmchen hier, ein Videochat da und schon purzeln die Gigabyte.

    in dem dauerhaft davon geredet wird, wie arm wir Lehrer dran sind, wenn wir uns Privatgeräte kaufen,

    Davon redet niemand. Wir haben genug Kohle, um uns solche Geräte zu kaufen. Wir machen das auch und stellen sie bereitwillig der Dienstherrin (die sich offensichtlich nichts eigenes leisten kann) zur Verfügung. Es geht nicht darum das wir arm dran sind. Es geht darum, dass wir seit Jahrzehnten Lückenbüser (auch finanzielle) für politische Versäumnisse sind.

    finde ich die Arroganz, hier den privaten Einsatz der Eltern zu fordern, schon ziemlich bemerkenswert.

    Das finde ich aber auch. Unabhängig von den Dienst- oder Privatgeräten der Lehrerinnen. Auch die Argumentation mit den Anteilen an den Hartz-iV-Sätzen greift für mich zu kurz. Das sind am grünen Tisch errechnete Zahlen. De facto hat man wenig Geld und muss kucken, wie man damit klar kommt.

    Und dass die jungen Menschen andere Prioritäten als Schule haben ist zum einen sozailisationsbedingt ud zum anderen dem Alter geschuldet. Da kommen wir nicht gegen an. Also, die Kohle ist weg für Zigaretten, Klamotten, Platikfingernägel und WhatsApp-Bildchen. Ich muss jetzt aufpassen, dass meine Klischeorientierung nicht an Vorurteile grenzt.

    Ich entsinne mich an meine Jugend. Bei uns war die Kohle knapp. Und das Bisschen, das wir hatten, haben wir vornehmlich in branntweinhaltige Genussmittel investiert. Da hätten wir auch was anderes mit machen können, haben wir aber nicht.

    64 kbit/s zurück. Das ist quasi nicht nutzbar...nur mal zur Einordnung: die Startseite der Wikipedia (https://de.wikipedia.org/) würde damit gut 90 Sekunden zum Laden brauchen

    Schau an. So waren wir doch früher mit 'nem 14.4er-Modem unterwegs und das ging auch. Mittlerweile ist der Datenumfang auch schlichter Web-Seiten so groß, dass man nur noch in mehrstelligen Gigabit rechnen kann. Nur leider hat der Informationsgehalt nicht zugenommen.

    Wie dem auch sei. Wenn Schülerinnen keinen (adäquaten) Internetzugang haben, nützt es ja nichts, dass sie einen haben könnten. Kann man wirklich verlangen, dass sie einen Vertrag abschließen, der für Online-Unterricht reicht, wenn sie diesen womöglich nur kurz brauchen werden und man ihnen monatelang einen vom Präsenzunterricht erzählt haben?

    Und den jungen Menschen zu erzählen, sie solen weniger Unfug durch die asozialen Medien schicken, um mehr Datenvolumen für den Online-Unterricht zu haben, dürfte ähnlich effektiv sein, wie sie zu bitten, den Tabakkonsum dergestalt zu beschränken, dass man vom Ersparten ein Geodreicke und einen Zirkel kaufen könne.

    Bei mir war auch letzte Woche eine Schülerin nicht in der Online-Stunde. Sie habe "kein WLAN", berichteten die Mitschülerinnen, "und nicht genug mobile Daten". Erste Diagnose ist wohl ein Synonym für den mangelnden drahtgebunden Internetzugang. Die digital navtives, voll vorne dabei.

    Wir hätten ja die Chance gehabt, die Schülerinnen mit Geräten und allem Nötigen auszustatten. Statt dessen ärgern wir uns jetzt über die unzureichenden Lehrerinnengeräte. Wir kommen in diesem Thread da nicht 'raus. Es wurde politisch vergeigt.

    Und doch hast genau DU das Strafrecht und Gerichte bei Deiner Antwort auf meinen Beitrag ins Spiel gebracht.

    Ja, genau. In dem dortigen Kontext fand ich das angemessen. Trotzdem sind wir keine Strafverfolgungsbehörde und verhängen keine Strafen.

    Der Anscheinsbeweis suggeriert nur den Kausalzwang einer normalen Beweisführung. Der "Anscheinsbeweis" oder besser die "tatsächliche Vermutung" führt auch keinesfalls zu einer Beweislastumkehr im Sinne einer normalen Beweisführung, er ist vielmehr auf genau der gleichen Basis zu widerlegen, auf der er geführt wurde: ohne notwendigen Gegenbewei

    Schulen sind keine Strafverfolgungsbehörden. Es geht um eine pädagogisch gerechtfertigte Reaktion.

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