Beiträge von O. Meier

    Und was das Schreiben solcher Berichte mit dem Computer angeht, so bin ich mir nicht immer sicher, ob das immer druchdacht ist.

    Für mich gehört dazu, dass die Schülerinnen überhaupt in der Lage sind, solches zu tun, und dass sie hinterher auch ein Feedback dafür kriegen, wie gut sie das gemacht haben (insbesondere, wenn man das benoten will).

    Zu ersterem gehört halt, dass man ihnen wenigstens mal zeigt, wie das geht. Am besten in einem entsprechenden Unterricht. Und, dass auch alle Zugriff auf einen Computer haben. Die Zeiten, dass fast jede einen Computer zu Hause stehen hat, sind einfach 'rum. Viele verlassen sich in der digitalen Kommunikation auf ihr Handy.

    Mal ein paar Beispiele:

    1. Eine Abteilungsleiterin hat mal den Schülerinnen empfohlen, das Inhaltsverzeichnis als Tabelle zu setzen. Von der Möglichkeit, das Inhaltverzeichnis aus den Überschriften vom Programm generieren zu lassen, kein Wort.

    b) Ich las wiederholt in Anforderungen für Projektjournale den Punkt des "satztechnisch korrekte[n] Einbringen[s] der Seitenzahlen". Als ich die Kollegin, die die Handreichung verfasst hatte fragte, was sie sich darunter vorstelle, wie das dann ginge und wie sie das zu beurteilen gedenke, erklärte sie mir, dass sie keine Ahnung habe. Man habe das woanders abgeschrieben, aber das höre sich dich gut an.

    III Bei einer Projektwoche, wurde ich mal von Schülerinnen um technischr Hilfe gebeten. Mein Blick viel auch auf die Präsentation, die erstellten. Insbesondere auf den roten Hintergrund, den sie gewählt haben. Die Schrift war zu klein, viele zu viel Text auf den Folien. Daneben jede Menge bunte Bilder aus dem Internet, von denen mir nicht klar wurde, welche Informationen sie zu bietenhaben. Die waren auf die Folien gestellt, wie ein Rasenmäher in den zu kleinen Schuppen. Was? Gestaltgesetze? Eine Unterweisung, wie man eine solche Präsentation gestalte, hatten sie nach eigener Aussage nicht bekommen.

    Als ich noch an den Verkabelung des Drucker 'rumtüdelte, kam die betreuende Lehrerin dazu. Die Schülerinnen fragten nun, ob sie noch ein paar Tipps zur Gestaltung der Präsentation bekommen könnten. Mit den Worten "Hauptsache viele Bilder" war die Kollegin, ihre Zeichens Kunstlehrerin, dann auch schon fertig. Na, dachte ich mir, dann macht Bilder.

    wären dann auch nur die absolut notwendigen Konferenzen und Dienstbesprechungen erlaubt

    Viele Kolleginnen, darunter auch koordinierende Lehrkräfte und Schulleiterin halten traditionell das fruchtlose Gesabbel, das leider bei solchen Anlässen vorherrscht, für absolut notwendig.

    Insofern befürchte ich, dass eine Diskussion darüber, was notwendig ist, länger dauern wird, als die Konferenzen selbst. Bei so etwas hilft nur eine abgeklärte und sachorientierte Schulleiterin. Die hat man oder hat man nicht. Man kann die nicht verordnen.

    Ich ein großer Fan davon, möglichst vorab alles zu klären bzw. festzulegen und dann hinterher auch so zu verfahren. Allerdings müssen wir die Regeln auch so festlegen, dass sie praktikabel und verhältnismäßig sind. Eine 6 wegen krankheitsbedingter verspäteter Abgabe erscheint mir nicht verhältnismäßig. Ich kann mir vorstellen, dass eine solche Entscheidung ein Widerspruchsverfahren nicht übersteht.

    Was das Lüften anbetrifft, so ging mir die Aversion vieler Kollegen und der meisten Schüler gegen frische Luft schon lange auf den Keks. Häufig wurde in den Pausen nicht gelüftet und man kam in einen Tigerkäfig statt in einen Klassenraum. Lehrerzimmer ähnlich.

    Ich verbringe auch in Herbst und Winter Zeit im Freien. Man kann sich an wechselnde Temperaturen gewöhnen. Ihr habt das 3-Grad-Märchen der Ministerin doch nicht geglaubt, oder? Ja, wenn man die Luft austauscht, tauscht man auch die Temperatur.

    Leider muss man sich all zu oft anhören, dass man sich von frischer Luft „den Tod hole“. Ein grobes Missverständnis von Virus-Erkrankungen der Atemwege, das sich jetzt rächt.

    Beim Warm-Anziehen die Mütze nicht vergessen. Das Hirn macht nur 2% der Körpermasse aus, verbraucht aber 20% der Energie (man fragt sich, wofür). So verliert man entsprechend viel Wärme über den Kopf.

    Ich gehöre auch zur Fraktion, die für angemessene Noten steht. Aber da das flächendeckend nicht mehr gewünscht wird, bringt es auch nichts, da gegen Windmühlen anzukämpfen. Auf Dauer werden alle Abschlüsse immer weniger wert. Unterm Strich wird darunter auch das Bildungsniveau leiden.

    Sich dafür noch anpöllen zu lassen, müsste ich auch nicht haben. Allerdings kann man einem Schulleiter auf Kontra geben. Gerade im Rahmen einer Notenkonferenz, wenn man vorberitet ist und die Noten begründen kann. Ich hab da durchaus schon zur Erheiterung beigetragen, im wesentlichen zu meiner eigenen.

    Aber auf Dauer lohnt das nicht.

    Bis vor diesen neuen Maßnahmen sah ich das so: Jeder muss für sich selbst Verantwortung übernehmen und wenn man der Auffassung ist, dass man mit den Risiken leben kann, bitte schön!

    Ja, das mit der Eigenverantwortung hat ja gut geklappt. Häufig geht es darum, mit den Risiken für andere leben zu können. Das scheint einigen erstaunlich leicht zu fallen. So, leben sie damit, während die anderen dann damit sterben.

    Erwachsenen Menschen etwas vorzuschreiben, wird nicht klappen,

    Die allermeisten Menschen halten sich sowohl an gesellschaftliche Konventionen als auch an geltendes Recht.

    Ich habe aber im Urlaub - also anderswo als zu Hause - weit weniger häufigen und weit weniger intensiven Kontakt zu anderen Menschen; wenn ich Ansteckung vermeiden will, dann fahr ich weg;

    Hier ähnlich. Wir sind dabei im Wesentlichen nur draußen auf Menschen getroffen, schön auf Abstand. Kein Hotel, kein Appartemeng, kein Restorang. Einkäufe kann man so planen, dass man möglichst wenig in Läden muss etc. Geht im Urlaub tatsächlich super entspannt.

    Kommt natürlich a Bissrl drauffi an, wo dass man hinfahren tut und welcherlei dass man Urlaub bevorzugt.

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