Alle anderen Arbeitnehmer können in der Corona-Krise gekündigt werden oder in Kurzarbeit rutschen. Ich werde zu vollen Bezügen ohne Risiko eines Jobverlustes weiterbeschäftigt.
Dass unser Dienstherr und nicht betriebsbedingt kündigen oder auf Kurzarbeit setzen kann, wusste er, als er uns in den Beamtenstand erhoben hat. Das ist keine besonderes entgegenkommen, das ist die dienstrechtliche Grundlage. Zu der gehören auch die Nachteile dieses Beschäftigungsverhältnisses wie fehlendes Streikrecht oder leichtere Versetzbarkeit.
Ja, das ist in dieser Zeit ein Vorteil. Andere genießen den nicht. Die Idee, dass denen geholfen wäre, wenn es uns schlechter gingee, ist nur am Stammtisch nobelpreisverdächtig.
Deshalb mache ich meine Lernvideos o.ä. in Ruhe von zuhause mit meinem privaten Rechner
Und andere finden andere Formen des Fernunterrichts. Wäre ja auch langweilig, wenn alle nur Lernvideos einstellen würden. Gelegentlich 'was Gedrucktes schadet auch nichts.
Aber ja, auch dafür verwenden die Kollegen private Rechner, die sie in ihren privaten Wohnungen mit privatem Strom betreiben. Ob sie das möchten, ob das überhaupt geht, hat sie keiner gefragt. Auch nicht Herr Ministerpräsident Laschet, als er im Fernsehen verkündete, die Lehrer machten ihre Arbeit von zu Hause weiter (Direkt nachdem er angekündigt hatte, die Osterferien werden vorgezogen). Da sind wir unserm Dienstherren ein Stück entgegengekommen. So 'rum nämlich, nicht anders.
Und wenn dann jemand sagt, seine Hard- und Software reiche nicht für Lernvideos oder Video-Konferenzen, und etwas anderes anbietet, dann ist das kein Verpisser, sondern jemand, der seinen Teil beigetragen hat.