Beiträge von O. Meier

    Nunja, die Ordnungsmaßnahme ist "Ausschluss vom Unterricht" d. h. dann wohl, dass man nicht am Unterricht teilnimmt. Die negativen Konsequenzen sind also Teil der Maßnahme. Wenn der SL vor Verhängen der Maßnahme die Verhältnismäßigkeit richtig abgewogen hat, passt das so. Falls nicht, muss der Betroffene (bzw. die Eltern) Rechtsmittel einlegen.

    Von hier aus kann man aber die Verhältnismäßigkeit nicht beurteilen.

    an Berufsschulen ist die Rechtsgrundlage für verspätete Aufnahme ganz einfach die Schulpflicht.

    In NRW reicht ab 16 Jahren (zum Stichtag) eine Schulform mit einem Schultag pro Woche. Nennt sich dann bei uns Ausbildungsvorbereitung. Wie ist denn das in Niedersachsen?

    Wenn der Schüler "nur" zur Erfüllung der (Berufs)-Schulpflicht an dem Bildungsgang teilnimmt, braucht er ja nicht dringend eine Note. Es reicht, wenn er regelmäßig zum Unterricht erscheint.

    Achja. Schön wär's, wenn sich Abteilungs-, schul und sonstige Leiter mal Gedanken dazu mächtem, wie das gehen soll, bevor sie jemanden zu krummen Zeitpunkten in Klassen stecken. Nö, das kann sich ja das Bodenpersonal ausdenke, die wichtigen Chefs haben das ja durgewunken, das reicht.

    Um festzustellen, ob der Delinquent die für das Halbjahr vorgesehenen Kompetenzen erworben hat, setzte ich eine Feststellungsprüfung an, vorzugsweise mündlich. Rechtzeitig ankündigen, der Schüler muss dann die versäumte Inhalte selbsstständig nacharbeiten. Schwerpunkt wären die verpassten Inhalte.

    Zuvor allerdings würde ich mir den Spaß gönnen, den Abteilungsleiter nach der Rechtsgrundlage für die verpätete Aufnahme und die kurzfristige Leistungsbewerung zu fragen, vorzugsweise schriftlich. uch würde micht interessieren, ob der Schüler einen Abschluss erwerben kann oder soll.

    Der Fall ist eigentlich angenehmer als derjenige eines ständig kranken Schüleers, den du drei mal gesehen hast und für den du dann für ein Abgnagszeugnis eine Note schnitzen musst, nachdem er weg ist.

    Zunächst mal halte ich es für legitim, dass der Ausbilder die Arbeit kommentiert bzw. etwas nachfragt. Die gwählte Form halte ich auch für gewöhnugsbedürftig, insbesondere weil man gar nicht weiß, was der Ausbilder damit bezwecken möchte. Es wirkt auf mich ein wenig wie Klugscheißerei (bei der allerdings etwas Kluges dabei sein sollte, weil sonst nur noch das andere übrig bleibt)

    Falls er tatsächlich damit in eine fachliche Diskussion oder eine über die Bewertung einsteigen möchte, soll er das so äußern. Ich würd's ignorieren. Soll man sich damit auch noch beschäftigen?

    Leider gestaltet es sich in den allermeisten Fällen so, dass nichts Schulisches liegen bleibt, sondern Privates. Beobachtet bei unzähligen KuK und selbst bei mir. Und ich bin nun, wie man mir sicher leicht glaubt, jemand, die stark auf so etwas achtet. Aber auch mir ist das Kerngeschäft wichtig und Unterrichtsvorbereitung wird doch noch irgendwie gemacht dann.

    Ja. Dagegen hilft nur sich und einander daran zu erinnern, wie die Welt wirklich funktioniert, das eben Zeit nur in eine Richtung läuft. Ständig und immer wieder. Das ist eine schöne Nebenwirkung dessen, dass man es dem Zeffe erklärt: es geht noch mal durch den eigenen Kopf.

    Ich bin mittlerweile so weit, auch unvorbereitet in den Unterrichrt zu gehen, wenn ich sonst nicht auf meine acht Stunden Schlaf komme. Viele Kollegen sind das nicht. Denen, die sich nicht helfen lassen wollen, kann man nicht helfen, aber man kann es dem Rest anbieten und - ganz wichtig - sich um sich selbst kümmern. Das führt dann u. a. dazu, dass man auf gewissen Listen schon gar nicht auftaucht. Vermutlich nicht, weil sich sich irgendeine Einsicht eingestellt hat, sondern nur, weil mein keinen Bock auf die Diskussion hat.

    Das ist nur ein lokaler Effekt. Den eigentlichen, nämlich eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit Zumutbarkeit, Ressourcen und Effizienz, gibt aber nur, wenn sich ein relevanter Anteil des Kollegiums einbringt.

    Dann würde ich für einen angemessenen Stundenlohn sogar sehr gerne "herumstehen und optische Präsenz" zeigen.

    Auch dann würde ich anmerken, dass das eine Ressourcenverschwendung ist. So viel Verantwortung habe ich meinem Dienstherren gegenüber dann doch. Außerdem mache ich lieber sinnvolle Sachen (okay, dann bin ich an einer Schule vielleicht falsch).

    Keiner bezahlt Akademiker in Stückzahl eines Gesamtkollegiums zum Herumstehen. Sehr wohl lässt man aber gerne ebendiese KuK antanzen, wenn man sie durch das Zauberwort "Dienstpflicht" quasi in ihrer Freizeit dazu bringen kann -> Kostenneutral

    Das ist ein Problem der betreffenden Kollegen. Mittlerweile ist's mir aber fast egal, wenn sich jemand zerreiben möchte. Unterm Strich wird's für mich einfacher, je mehr Selbstausbeuter am Start sind.

    Aber genau dann würde die angesprochene Kosten / Nutzen Rechnung für die SL eben nicht mehr aufgehen.

    Zumindest läge die Kostenrechnung dann in einer einfach erfassbaren (also SL-sicheren) Form vor. In der derzeitigen Situation ist es etwas schwerer etwas vorzurechnen. Die Mühe machen ich mir aber gegebenenfalls.

    PS: wer nicht selbst entscheiden kann, was liegen bleiben soll, fragt doch am besten seinen SL, welche Tätigkeit er statt der geforderten unterlassen soll. In aller Regel bekommt man darauf keine Antwort oder nur eine sehr dumme, aber dann ist's mir die Pointe wert. In seltenen Fällen soll schon beobachtet worden sein, dass SL dann doch mal mit dem Nachdenken anfangen.

    Ich möchte die Gelegenheit nutzen, meine Gedanken zu ungewöhnlichen Dienst- und Anwesenheitszeiten schweifen zu lassen. Nebenan gibt es ja nich den Thread zu Elterngesprächen kurz vor Mitternacht.

    Zunächst vorweg meine Befürchtung, dass es keine rechtliche Klarheit außerhalb eines Gerichtsuretils geben wird. So klar ist das alles nicht geregelt. Es stehen sich das (gegebenenfalls berechtigte) Interesse der Schule, dieses und jenes zu veranstalten, und das (wohl meist berechtigte) Interesse der Bediensteten auf Freizeit, Privatleben, geregelte Dienstzeiten, Familie und Erholung gegenüber. Hat schon jemand ein Urteil zu so etwas zitiert? Ich meine nicht, womöglich gibt's keines. Ob man selbst den Rechtsweg beschreiten möchte, hängt davon ab, ob sich er Aufwand lohnt. Wegen einer Abendveranstaltung sicher nicht, aber vielleicht braucht man mal generelle Klarheit.

    Zuvor aber rate ich dazu, den Verhandlungsweg zu beschreiten. Wie immer, macht eurem Schulleiter klar, dass Uhren nur vorwärts laufen und jeder Zauber seinen Preis hat. Wenn er also möchte, dass ihr abends irgendwo auflauft, muss er abwägen, ob die Kosten durch den Nutzen gerechtfertigt sind. Bei beidem verschätzen sich Schulleiter gern. Die Kosten rekrutieren sich nicht nur aus der Zeit der Anwesenheit. Immer wenn man ezwas "zusätzlich" macht, muss etwas anderes liegen bleiben. Zu oft ist das die Unterrictsvorbereitung. Hier kommt aber hinzu, dass die ungewöhnliche Zeit noch Probleme mit sich bringt. So ist vielleicht auch Zeit bis zur Veranstaltung verloren, weil man in der Schule nicht gut arbeiten kann.

    Besonders bedenklich aber finde ich den Eingriff in den Biorhythmus der Betroffenen. Angefangen damit, dass man am nächsten Morgen einfach müde und nicht leistungsfähig ist, kann so etwas im Einzelfall erhebliche Auswirkungen auf das Wohlergehen haben. Die Erkenntnis, dass man seinen Biorhythmus nicht beliebig verschieben kann, ist wohl mittlerweile wissenschaftliche Foklore. Wie Menschen in Führungspositionen es immer wieder schaffen, davor ihre Augen zu verschließen, ist mir unerklärlich. Also erzählt's ihnen.

    Wenn ich als Nutzen etwas von "optischem Präsentsein" lese, bin ich mit der Abwägung schon fertig. Für dummes 'Rumstehen würde ich keine Arbeitszeit des Kollegiums opfern wollen. Der SL kommt nur deshalb auf eine derart absurde Idee, weil den Nutzen viel zu hoch und die Kosten viel zu niedrig abschätzt. Das kriegt man dann besonders gut hin, wenn man sich über beides keine Gedanken macht. In z.B. der nordrhein-westfälischen Allgemeinen Dienstordnung steht in etwa ein Passus, dass wir den Schulleiter beraten und unterstützen sollen. Dann mache ich das auch, wenn das so vorgeschrieben ist.

    Also, sprecht mit dem Mann. Fragt ihn, was er sich davon verspreche, und erklärt ihm, was es koste. Erinnert ihn an die Fürsorgepflicht. Wenn man danach mit seiner Entscheidung nicht einverstanden ist, kann man immer noch remonstrieren etc.

    Beispiel: Wir haben demnächst einen Tag der offenen Türen für Zehntklässler, die sich informieren können, was es bei uns so gibt. Der SL erwartet Anwesenheit von allen, also auch denen, die z. B. an dem Tag oder in dem Zeitfenster keinen Unterricht haben. Er schreibt uns aber auch, dass die sich melden sollen, bei denen das Probleme macht. Dann wird nach einer individuellen Regelung geschaut. Nach meiner Erinnerung bekamen wir nicht immer ein solches Angebot. Ich vermute, dass ist die Auswirkung von Anmerkungen der Kollegen in früheren Jahren. Siehe da, es geht.

    So, viel Spaß.

    Elterngespräch mit dem gesamten Klassenteam inklusive Abteilungsleitung

    Was soll das? Ansprechpartner für die Eltern wäre zunächst der Klassenlehrer. Ein Fachlehrer, wenn es um ein einzelnes Fach geht. Eventuell setzt man sich da zu zweit hin. Aber mehr ist doch Unsinn. Wie soll denn in einer so großen Gruppe eine sinnvolle Beartung stattfinden. Vielleicht sollte man zunächst mit der Mutter klären, dass viel nicht unbedingt viel hilft.

    Von Fremdsprachen-Didaktik habe ich keinen sitzen, aber

    aber die Härte der Kritik macht mir schon zu schaffen

    Ich sehe keine harte Kritik. "Zu schwer" ist mittlerweile 'ne Floskel wie "guten Tag". Wenn die Schüler benennen können, was zu schwer ist, ist man im Geschäft. Den Rest kannste vernachlässigen.

    Meine Erfahrung bei Lehrerwechseln: selbst wenn sie den alten Lehrer gehasst haben wie die Pest, so ist er in ihrer Erinnerung auf jeden Fall besser als der neue. Immer. Da muss man nichts drauf geben.

    Also: zieh dein Ding durch, gebe ihnen die Chance, sich an deinen Stil zu gewöhnen. Schmeiß die Störer 'raus und arbeite mit dem Rest. Das wird.

    Herrje, ist es wirklich nötig, persönlich diffamierend zu werden, wenn einem etwas nicht passt? Ist hier wirklich eine lückenlose Auflistung aller möglichen Tätigkeiten von Lehrkräften gefordert, um aus deiner Sicht mitreden zu dürfen? Ich habe mal gelernt, Aussagen auf das Wesentliche zu reduzieren,
    das verbessert die Lesbarkeit erheblich. Es sei dir natürlich freigestellt, an dieser Stelle jede Tätigkeitsform mit Zeitangaben aufzulisten, vlt. bringt uns das weiter.

    Etwas auf das Wesentliche zu reduzieren, ist etwas deutlich anderes als das Wesentliche wegzulassen. Die Crux ist doch, das neben den von dir aufgezählten Punkte, noch so vieles dazukommt. Und man braucht keine stunden- oder minutengenaue Auflistung, die du einforderst, um zu merken, dass es insgesamt eben nicht passt. Die jeweils paar Minuten hier, die Stunde da, die die eine oder andere Sache in Anspruhc nimmt, wäre für sich zu leiste. Dadurch dass das alles zusammen kommt, wird's zu viel.

    Peinlich, dass man so etwas noch erklären muss.

    Den Rest deines Beitrages finde ich übrigens ziemlich treffend. Oben zitierte Anmerkung passt da gar nicht 'rein.

    Hand aufs Herz: Die eigentliche Unterrichtszeit nimmt pro Woche etwa 20 Zeitstunden ein, mit den Aufsichten, für die man eingeplant ist, Dienstbesprechungen und ggf. Vertretungsstunden kommen vlt. noch etwa 3-5 Zeitstunden hinzu. Dann bleiben in vielen Wochen immer noch ca. 20 Zeitstunden (oder 4 Stunden pro Tag noch in Freistunden in der Schule oder zu Hause, wenn man das WE freihält UND Freitags zu Hause noch arbeitet) für die Vorbereitung von Unterricht und Korrekturen. Mit diesen kommt man eigentlich ganz gut hin.

    Da brauche ich keine Extremität auf ein inneres Organ zu legen, um zu merken, dass du lange nicht alles, was zun den Dienstgeschäften gehört, aufgezählt hast. Geh' mal an 'ne Schule und arbeite da mit, dann könnte dir etwas auffallen.

    Nur hat der Begriff "Christ" dann eben keine Bedeutung mehr, weil er alles, nichts und sein Gegenteil heißen kann.

    So sieht's aus. Warum gibt es denn zigpluseine verschiedene Glaubensgemeinschaften, die sich "christlich" nennt, sich auf die Bibel beruft oder sonstwie daran anlehnt. Sollte tatsächlich eine davon im Besitz der vollen Wahrheit und der göttlichen Offenbarung sein, während alle anderen etwas falsch verstanden haben? Oder wie kommt's, dass jeder einen passenden Gott zu den eigenen Ansichten findet?

    Nee, Christ ist nicht mal mehr ein Sammelbegriff. Insofern macht es auch wenig Sinn, sich auf christlichte Werte oder Traditionen zu berufen.

    Denken ist mehr meine Sache als Glauben.

    Echt? Ich habe mal gehört, das soll furchtbar anstrengend sein.

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