Beiträge von O. Meier

    Und ja, es wird geflogen, weil bei uns an der Schule alle Kollegen die Nase gestrichen voll haben von Gretchen. Da geht das aktuell eher nach dem Motto "Jetzt erst Recht

    Volltreffer. Da habt ihr's aber der jugendlichen Aktivistin mal ordentlich gezeigt mit eurem erwachsenen Verhalten. Allerdings könnt ihr jetzt nicht mehr sagen, dass ihre Aktionen keinen Einfluss auf euer Handeln haben.

    Im Grunde will dieses SJ kein Englisch-Lehrer mit dem gesamten Jahrgang fahren (ca. 90 SuS). Allerdings ist weder die Schulleitung, noch die Eltern "amused", dass wir nicht wollen.

    Können Sie doch sein. Mit welcher Reaktion ist denn realistisch zu rechnen, wenn ihr tatsächlich nicht fahrt? Ist das mehr Ärger/Aufwand/Stress als zu fahren? Sprecht euch ab und zieht das durch. Ich würde durchaus die negative Kritik aus den vorherigen Jahrgängen zum Anlass nehmen, keine solche Fahrt durchzuführen. Da wäre ich mal auf die Gegenargumente gespannt.

    aber mich ärgern diese Kommentare ein bisschen.

    Und jetzt?


    Ich finde die Idee, ein Pedelec zu leasen, gar nicht schlecht.

    Pedelec? Eben ging's noch um Fahrräder.

    Aber natürlich kannst du ein Pedelec leasen. Das wäre dann ein geleastes Pedelec. Wenn der Dienstherr ein Dienstfahhrad oder -pedelec einsetzen möchte, dann soll der eines leasen, kaufen, mieten oder requirieren. Den Bediensteten anzubieten, sie könnten das Fahrzeug leasen, ist mindestens frech, wenn nicht gar unverschämt. Da setzt es dann zu Recht einen geharrnischten Kommentar.

    Man müsste es halt durchrechnen, aber es ist doch so gedacht, dass man mit dieser Idee Geld spart. Alles andere wäre tatsächlich sinnlos.

    Ich habe ein Fahrrad, also mehrere, eines habe ich schon während des Studiums angeschafft. Ohne Leasing, ohne Zuschüsse. Einfach gekauft.

    Ein Pedelec brauche ich nicht. Den Ärger mit dem Akku auch nicht. Wollte ich trotzdem eines haben, kaufte ich mir eines. Ohne Leasing, ohne Dienstherr. Ich sehe das Problem nicht.

    Aber darum geht es nicht. Es geht um die Verlogenheit, von Dienstfahrrädern zu sprechen, wenn es tatsächlich darum geht, dass das Land als Leasingagentur auftritt.


    Noch sind die Einzelheiten ja nicht klar,

    Ich halte das Land nicht davon ab, diese zu veröffentlichen. Bis dahin müssen sie damit leben, dass man aus dem, was man weiß, Schlüsse zieht.

    dass endlich mal was in diese Richtung unternommen wird,

    Welche "Richtung" soll das sein? In die Richtung privates Geld für dienstliche Geräte sind die Länder ja schon länger unterwegs. Allerdings eher durch Unterlassung. Als Leasing-Agentur ist neu.


    Ist halt quasi das Prinzip wie bei Firmenwagen.

    Ich kenne keine Firma, bei der die Bediensteten die Firmenwagen leasen. Du? Erhelle uns.

    Besucht ihr Fortbildungen, weil ihr Lust drauf habt

    Ja, nur solche. Wenn ich etwas habe, das mich interessiert, schlage ich es dem Fortbildungsbeauftragten vor. Wenn es finanzierbar ist, mache ich es.

    Ausnahme sind die schulinternen Fortbildungstage, da muss jeder irgebndetwas machen (aus einem meist recht engen Portfolio von "Themen"). Da sitze ich dann brav meine Zeit ab. Oder ich biete selbst etwas an, dann mache ich wieder etwas, das mir Spaß macht.

    Ich denke mal hier geht es um das Jobrad Prinzip,

    Es war von einem Dienstrad die Rede.

    Als Arbeitnehmer ist das Rad dann im Vergleich zum Direktkauf, durch die Steuererspanis günstiger. Wie bei Dienstwagen die man auch privat Nutzen darf.

    Wenn ich ein Fahrrad brauche oder haben möchte, kaufe ich mir eines. Wenn der Arbeitgeber/Dienstherr etwas dazugeben möchte, bitte. Aber das ist dann mein Fahrrad, kein Dienstrad.

    Bei den hier genannten Konstrukten, ist mir schon nicht klar, wer Eigentümer des Rades ist. Beim Leasing wird AFAIk kein Eigentum erworben. Warum sollte für ein Rad zahlen, das mir dann nicht gehört?

    leasen (Gehaltsumwandlung)

    Äh, d. h. der Bedienstete zahlt (anteilig) für das Dienstfahrzeug? Wie unattraktiv soll das denn sein?


    Wie attraktiv das letzten Endes wird ist fraglich.

    Finde ich nicht fraglich. Es ist unattraktiv. Oben war rhethorische Frage.

    Bestimmt 'ne Idee, um den Fahrradanteil zu erhöhen, CO_2-Ausstoß zu senken, Klimablabla. Mit so 'ner Sch**ß-Idee auflaufen und nachher wieder die Bevölkerung beschimpfen, dass sie da nicht mitspielt. Sollen die doch einfach Diensträder kaufen und hinstellen, dann fährt schon jemand damit.

    Da treibt's mir das Halbverdaute in die Mundhöhle.

    Vertrag, Verhältnis. Lassen wir uns nicht von Details ablenken. Es handelt sich um eine abhängiges Beschäftigungsverhältnis. Der Beschäftgite stellt seine Arbeitszeit zur Verfügung. Er muss nicht, wie ein Selbstständiger, eigenverantwortlich regeln, in welcher Zeit er bestimmte Aufgaben erledigt.

    So?

    Und ansonsten fände ich eine Rückmeldung des Threadstarters schön, wie's denn nun weiter gegangen ist. Solcherlei Erfahrungswerte können für alle hilfreich sein. Quid pro quo, Agentin Starling.

    Also steht in der NRW-Lehrerdienstordnung sinngemäß: "Lehrkräfte leisten im Rahmen ihrer Tätigkeit First Level-IT Support".

    Nein, die Formulierung ist etwas anders. Insbesondere kommt "IT" da nicht drin vor, die Digitalisierung irgendwaspunktnull ist in NRW noch nicht umgesetzt. Du kannst ja mal in deer ADO nachlesen und das dann absichtlich falsch verstehen.

    Darauf kommt es aber gar nicht an, sondern auf die Frage, wie man es erreicht, dass außerunterrichtliche Tätigkeiten ordentlich vergütet bzw. ausgeglichen werden. Dazu kann die Kenntnis von Vorschriften hilfreich sein, reicht aber nicht. Es geht um Einschätzungen und Abwägungen, individuelle Belastung und die konkrete Situation in der Schule. Das wird von Vorschriften nicht im Detail erfasst.

    Nein, muss er nicht. Der Widerspruch hat keine aufscheibende Wirkung. D.h. die Entscheidung, der widersprochen wird, gilt zunächst. Wenn der Schüler also nicht versetzt wurde, ist er nicht versetzt, so lange dem Widerspruch nicht abgeholfen wird.

    So zumindest meine unfachmännische Sichtweise, IANAL.

    1. Für EDV im technischen Sinne ist der Schulträger zuständig, d.h. wenn irgendwo der Computer streikt, ist es erst einmal nicht Aufgabe der Lehrkräfte für einen reibungslosen Betrieb zu sorgen.

    In NRW gibt es eine Vereinbarung zwischen Land und Kommunen, dass der First-Level-Support von den Landesbediensteten durchgeführt wird und der Second-Level-Support zu Lasten des Schulträgers geht.

    Mal wird gesagt Ethik ist kein gefragtes Fach also solle man das lieber nicht machen, mal wird empfohlen nach den eigenen Interessen zu gehen und wieder wo anders wird davon abgeraten die Fächer nach Interesse aber nach Berufschancen zu wählen. Jedoch gibt es dazu nirgendwo einheitliche Angaben wie es wo mit den unterschiedlichen Fächern steht.

    Eben, es gint für die Frage keine Musterlösung. Man muss eine Entscheidung treffen, ohne alle Fakten zu kennen. So kann sich die Entscheidung dann später als falsch herausstellen. Willkommen im echten Leben.

    Als ich mich damals für ein Mathematik-Studium entschirden habe, hatte ich nicht die geringste Idee, welche berufliche Perspektiven sich daraus ergeben. Ich hatte ja auch keine Lust zu arbeiten, ich wollte Mathematik studieren. Der Rest hat sich entwickelt, mal so mal so. Ich komm' klar.

    Formal geregelt wird da wenig sein. Bevor man sich in eine dienstrechtliche Auseinandersetzung begibt, würde ich den Verhandlungsweg bestreiten. Ich gehe mal davon aus, dass du im Prinzip bereit bist, die Aufgaben zu wahrzunehmen, dass du fachlich in der Lage bist und es dir vielleicht sogar Spaß macht, du die Sache also auf eine gewisse Art gern machst. Du möchtest dich nur bezüglich der Entlastung nicht übern Tüsch ziehen lassen?

    Dann verhandeln. Sollte man eh von Anfang an. Klare Absprachen, ich maches dies und das und jenes für x Stunden, y Punkte, diese Gefälligkeit von der anderen Seite. Fixieren, fertig. Machen Schulleiter ungern. Die Stunden sind knapp, die Aufgaben reichlich, da muss man jedem was anbieten können und auch mal kurzfristig entscheiden. Da ist man froh, wenn man nicht zu viele feste Absprachen hat. Kann ich verstehen, ist aber nicht mein Problem.

    Also geh' zu deinem SL, rechen ihm vor, dass du bisher Tätigkeitenmenge M für Entlastungsstundezahl z gemacht hast. Für die Stundenzahl z' würdest du dann noch M' machen können. Oder, ob er einen Vorschlag M'' hätte. Du kannst ganz konkret fragen, welche Teile der Aufgaben denn seiner Ansicht nach nicht so wichtig seien, dass er sie nicht mehr vergüten möchte, sie also wegfallen können.

    Mache klar, dass du bereit bist, den ganzen Kram hinzuschmeißen. Denn Dienstrecht hin, Weisung her, wenn er möchte, dass es anständig, zeitnah, zuverlässig und engagiert erledigt wird, braucht er jemand der Lust auf die Nummer hat. Er sollte dir also den Spaß nicht verderben. Mache das klar. Ob über Andeutung oder mit der Tür ins Haus (mein Stil) ist unerheblich. Schulleiter sind manchmal etwas komisch, aber selten völig verblödet. Sie verstehen schon, was man von ihnen möchte.

    Wenn ihr zu mehrt im EDV-Bereich seid, sprecht euch ab und tretet gemeinsam auf. Lasst euch nicht (auch nicht versehentlich) gegeneinander ausspielen.

    Viel Erfolg, viel Spaß.

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