Beiträge von O. Meier
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Nehmen wir an, der Dienstherr stellt mir ein mobiles Endgerät zur Verfügung, das ich auch mit nach Hause nehmen darf.
Warum solltn wir uns mit diesem fiktiven Fall beschäftigen.
Darf die Schulleitung dann von mir verlangen, dass ich um 16.55 Uhr (Ende der Unterrichtszeit ist 17 Uhr) nochmal meine dienstlichen Mails abrufe, selbst wenn ich da schon zuhause bin? Wenn ja, wo steht das?
Wo das steht, kann dir die Schulleitung sagen, wenn du nachfragst, wenn du die Weisung erhältst. Ich kann mir nicht denken, dass es hierzu eine explizte Regelung gibt.
Mir scheint der Fall so konstruiert zu sein, dass irgendwie die Erlaubnis, das Gerät mit nach Hause zu nehmen, irgendetwas mit der Verpflichtung zu tun haben soll. Dass man das Gerät mit nach Hause nehmen darf, heißt aber nicht, dass man das muss. Wozu sollte man auch? Warum sollte man dem Dienstherren oder Schulträger kostenlos einen Lagerraum für seine verdrisste Hardware zur Verfügung stellen? Und wie ist das Gerät auf dem Transport versichert? Über die Datenschutzfragen einer solchen Regelung denke ich schon gar nicht nach.
Nee, das Ding liegt doch in der Schule gut. natürlich im anschließbaren Schrank. Oder hat den wieder keiner mitbestellt?
Das Mobilgerät allein reicht aber noch nicht, um E-Mails abzurufen. Gibt es denn auch einen mobilen Datenvertrag dazu?
Und überhaupt, wie kommt die Schulleitung denn darauf, dass man zu Hause ist, nur weil man keinen Unterricht mehr hat? Vielleicht ist man gerade einkaufen, im Fitnessstudio oder in der Kneipe, um sich gründlich einen zu brennen (hat man bei solcher SL nötig). Insgesamt scheint mir das Bedürfnis der Schulleitung, übder die Lebenszeit der Mitarbeiter zu bestimmen, nicht angemessen.
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du verwechselst da glaube ich was. Konfessionen sind ein christliches Ding.
Mag sein, dass das nicht der passende Fachbegriff ist, geschenkt. Aber unterschiedliche Strömungen, Interpretationen, Ausrichtungen gibt es ja offensichtlich auch im Islam. AFAIR gesteht das Grundgesetz Religionsunterricht in "Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften" zu. Das sit dann aber nunmal nicht "der islam", Religionsgemeinschaften können deutliche kleinere Einheiten sein.
Ziemlich sicher hatten die Verfasser der Verfassung aber gar keine islamischen Strömungen auf der Uhr, als sie so formulierten, sondern konnten zwischen ihren Scheuklappen nur die großen christlichen Konfessionen sehen, denn sie dieses Vorrecht einräumen wollten.
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Bei uns sind leider die muslimischen Religionslehrer selbst das Problem. Von liberal keine Spur, eher motivieren Sie junge Schülerinnen dazu, das Kopftuch aufzusetzen.
Na sowas. Da halten sich die Muslime, die den muslimischen Religionsunterricht geben, gar nicht an die Vorgaben der Nicht-Muslime hier aus dem Forum. Das ist ja schon ein starles Stück.
Ein muslimischer Religionsunterricht sollte ja nach Möglichkeit für alle Muslime offen sein und sich entsprechend liberal darstellen.
So wie der christliche Religionsunterricht, der ja für alle Christen ... äh .., nein, der ist ja konfessionel. Warum soll denn auf einmal der islamische Religionsunterricht überkonfessionel sein? Und wer möchte den nicht-liberalen Muslimen vorschreiben, dass sie in einen liberalen Religionsunterricht zu gehen haben?
Sorry, epic fail. So einen Mist handelt man sich ein, wenn man erlaubt, dass grundlagenlose Ideologien wie Religionen, mitsprechen dürfen, wenn es um schulische Inhalte geht. Das Problem entsteht durch konfessionellen Religionsunterricht. Das ist also genau das Gegenteil von der hier mehrfach geäußerten These, konfessioneller Religionsunterricht helfe etwas gegen konfessionelle Irrtümer.
Wo ist denn das Problem damit, wenn junge Frauen Kopftuch tragen wollen?
Jaja, der freie Wille. Eine junge Frau steht, die bisher religiös nicht beeinflusst wurde, steht morgens auf und denkt, Mensch, da lieste doch mal den Kroan. Dann entscheidet sie sich aus freien Stücken, ein Kopftauch anzuziehen, weil sie ihrem Gott, den sie gerade für sich entdeckt hat, näher kommt. So in etwa?
Lasst den Leuten doch ihre Religion.
Können sie haben. An der Stelle, an der sie mit anderen intergaieren, ihnen Vorschriften machen oder Tipps geben, sie beinflussen (wollen), ist eben nicht mehr die Angelegenheit des einzelnen. Da muss man sich schon fragen lassen, warum oder wofür man das eine oder andere tut.
Das Kopftuch ist sicher kein (rein) religiöses Symbol, sondern hat viel mit einem Rollenverständnis zu tun, in dem Frauen wenig oder nichts wert sind. Zumindest aber weniger als Männer.
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Zu welchem Zweck gibt es denn diesen Schnuppertag? Daraus sollte sich ableiten lassen, was da passieren soll.
Mir kommt's ein wenig so vor, als wenn irgendjemand gesagt hätte, das solle stattfinden, aber nicht erklärt hat, was es sein soll. Dann kann man es auch bleiben lassen.
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Ich hatte schon beim letzten Mal, als du meine entsprechenden Aussagen in dieser Weise kommentiert hast, vestanden O.Meier, dass du Religionsunterricht für Unfug hältst.
Ich kann mich nicht entsinnen, dass das meine Wortwahl war, aber OK, soweit weg ist das nicht von meinen Thesen. Es ist vielmehr so, dass mir bisher noch niemand erklären konnte, wozu denn der konfessionsbezogene Religionsunterricht bei der Bildung junger Menschen beiträgt. Aber das führt uns vielleicht etwas weiter weg.
Hier geht es darum, dass konfessionsbezogener Religionsunterricht etwas gegen religiös motivierte Misshandlungen nutzen soll. Kann sein, dass das funktioniert, ich weiß es nicht. Ich verstehe nicht, wie das gehen soll. Für die Einsicht in eine gesunde Ernährung, einschließlich regelmäßiger Flüssigkeitsaufnahme, halte ich jedoch andere Fächer für geeigneter. Die gibt es schon bzw. könnten leicht eingeführt werden, ohne dass man sich noch mit einer Religionsgemeinschaft abstimmen muss.
dass ich ihrem Glauben wertschätzend gegenübertrete.
Um etwas wertschätzen zu können, müsste man darin einen Wert erkennen. Da tue ich mich bei den meisten Religionen schwer. Bei der Vernunft entgegenstehenden Aspekten etwas schwerer.
Letztendlich möchte ich aber mit z. B. Schülern nicht über ihren Glauben sprechen. Jeder soll glauben, was er will, und mich bitteschön damit in Ruhe lassen. Ich muss keine Meinung zu einem Glauben haben. Ich nehme zur Kenntnis, wenn einer einen hat. Ich muss das alles nicht irgendwie finden. Bzw. habe ich oft eine Haltung dazu, aber ich muss die ja nicht äußern. So ist dann die Ignoranz meine Wertschätzung. Das ist mehr als man von anderen bekommt, die z.B. anderen erklären wollen, wie deren Religion eigentlich funktioniert. Das finde ich wenig wertschätzend.
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Hier wäre ggf. etwas schulische Aufklärung möglicherweise sinnvoll, auch um gesundheitliche Gefahren zu minimieren.
Nun, man müsste ja insbesondere auch die Eltern belehren.
Stimmt, da wäre es hilfreich denke ich ein Angebot an Islamunterricht
Hm? Ich wäre da eher bei Biologie, Gesundheits- oder Ernährungslehre. Was genau hat denn Islam da zu bieten? Entstammt nicht genau dem die Idee, man solle nichts trinken?
Das Wort eines islamischen Theologen kann (nicht muss) da mehr Gewicht haben.
Ja, genau. Da muss mal jemand den Kindern erklären, dass ihre Eltern ihre Religion falsch machen. Natürlich erklärt das ein Experte, der über das Wissen über die einzig richtige Interpretation verfügt. Top Idee.
Zumindest schadet mehr echtes Wissen über den eigenen Glauben an der Stelle sicherlich nicht.
Was soll dass sein? Wissen über den Glauben? Religion enthält immer den Widerspruch, dass die Festlegungen willkürlich sind, dann aber von den Gläubigen auch bis aufs Blut verteidigt werden. Ich halte es für einigermaßen schwierig bis unmöglich, Leuten zu erklären, dass sie etwas Falsches glauben.
das ist kein Paradoxon. CDL fordert ja nicht, dass Glaubensprinzipien durch empirisch gesichertes Wissen ersetzt oder dadurch gestärkt werden sollten, sondern dass das Wissen über religiöse Regeln verbessert werden könnte. Auch innerhalb eines Glaubens gibt es viel Wissen (qualitativ im Sinne von Informationen/Dogmen/Interpretationen etc.).
Ich weiß nicht, ob das 'Ruminterpretiere den Status von Wissen erreicht. Ist aber auch Wurscht. Eltern haben eine Verantwortung für ihre Kinder. Wenn ein Glaube ihnen sagt, dass sie dieser Verantwortung nicht nachkommen sollen, dann ist der Glaube falsch. Ich sehe nicht, dass das Hin- und Her-Interpretieren des Glaubens da so viel bringt, wenn man nicht einsieht, dass die Flüssigkeitsverweigerung der Gesundheit nicht zuträglich ist.
Da wäre ich dann schon dafür, geglaubten Unfug durch Fakten zu ersetzen.
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Gut, ich denke jetzt werde ich halt in den sauren Apfel beißen
Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist. Wenn es nicht rechtens ist, darfst du das nicht machen.
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Könnte man den Fall einfach mal in bezug auf den Bundesland des Fragestellers behandeln? Die Rechtslage in Bayern lenkt nur ab.
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Er hat geschrieben "ich habe Kollegen richtig angekackt", das war ohne Bedingung. Und das finde ich nicht die feine kollegiale Art. Da kann man aber durchaus auch einmal nett drauf hinweisen.
Wald, rein, raus. In einem Universum, in dem die vorsätzliche Verletzung von Persönlichkeitsrechten die feine kollegiale Art ist, kann man auch nett darauf reagieren. In dieser Welt kriegen Arschgeigen einen Anranzer. So einfach kann es sein. Ich bleibe dem Vergleich (besser noch: bei der Gleichsetzung) mit dem Tritt in die Fresse.
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Da ich hier schon einen sehr deutlichen Unterschied zu einer Körperverletzung sehe, insbesondere da Datenschutzregeln nicht jedem unbedingt sofort geläufig sind, taugt der Vergleich absolut gar nichts.
Die Verletzung meiner Persönlichkeitsrechte finde ich zumindest nicht unerheblich. Es ist eine andere Form von Verletzung als eine körperliche, geschenkt, deswegen aber nicht weniger schlimm. Nur mal als Anhaltspunkt: körperliche Wunden verheilen zumindest im Prinzip, wie aber will der Kollege die unrechtmäßig veröffentlichte Information wieder einfangen?
Gegenfrage: Bist du beliebt im Kollegium?
Warum möchtest du das wissen? Bzw. warum meinst du, dass dich das etwas angehe? Oder war es nur ein rhethorische Frage und du möchtest unterstellen, dass ich unbeliebt wäre? Glaub' das, hasste umsonst. Deine Meinung dazu interessiert mich nicht mehr als die Farbe von Strom.
Und die Implikation, dass man lieb bleiben müsse, wenn man wie ein Stück Fäkalien behandelt wird, um im Kollegium beliebt zu sein, sagt im Zweifelsfall wenig über mich, vielleicht aber etwas mehr über dich. Aber ich will da nicht spekulieren. Aber nur soviel, eine derartige Form von "Beliebheit" ist mir nicht wichtig. Dir vielleicht? Ging es in deiner Frage darum?
Außerdem ist es eine blöde Frage, bei fast hundert Kollegen wird das sicherlich sehr unterschiedlich gesehen. Den Rest kann man sich denken, klare Ansagen und eine klare Haltung finden einige gut, weil sie dann wissen, wo sie dran sind. Und andere machen lieber Fehler, als dass sie darauf hingewiesen werden.
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Stehst du irgendwie auf Intrigen oder Stunk in diesem Forum?
Nein.
Die Frage reicht als Unterstellung.
* PLONK *
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Ich habe nur die Befürchtung, dass dieser Fall zukünftig wieder passiert und ich keine Lust habe mit einem reinen Gewissen ständig doppelte Arbeit zu verrichten.
[...]
Schreiben werde ich sie lassen und mit Paragraphen werde ich nicht kommen.
Dann verstehe ich nicht, warum du hier überhaupt nachgefragt hast.
Ist das Einbeziehen des Personalrats sinnvoll?
Wozu? Soll der dem SL sagen, dass das schon irgendwie klar gehe?
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Ich bedanke mich für eure Meinungen.
Ich bin der Meinung, dass drei Pfund Knochen eine gute Brühe geben. Zu dem vorliegenden Fall, aber, habe ich keine. Dazu fehlt mir der Einblick.
Und was ist "Mering"? Das Bundesland kenne ich nicht. S***** EU.Mein Fake-Detektor zuckt.
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Was sagt euer Schulgesetz zu solchen Fragen?
Schuklgesetz, Prüfungsordnung, Erlass. Irgendetwas muss es geben, auf das sich der Schulleiter bezieht. Frag' ihn nach der Rechtsgrundlage und du hast Klarheit.
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Natürlich. Jetzt bin ich gleich rassistisch weil ich aus Zeitgründen die schreibe, statt sie.
Ganz offensichtlich hast du nicht verstanden, worum es dabei geht. Kann ich aber auch nicht ändern. Du verteidigst dich hier gegen eine Behauptung, die niemand aufgestellt hat. Ich spare mir jetzt die Kaugummi-Automaten-Züchologie.
Du kannst dich jetzt auch noch 3 Seiten über meinen Verschreiber aufregen.
Es ging nie um einen Verschreiber, sondern um die Wahrnehmung von Kultur.
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sind vom Fasten befreit. Wenn die Eltern das nicht so sehen, würde ich ihnen einmal den Lehrer für islamische Religion vorbeischicken....
Die Idee, dass es genau eine richtige Interpretation einer Religion gibt, wirst du nicht durchsetzen können. Über Jahrhunderte haben sich die Menschen die Köppe eingeschlagen, weil jeder meinte, nun aber ganz genau zu wissen, wie dieser oder jener Aspekt der Religion nun aber zu verstehen sei. Im Rahmen der Brexit-Diskussion ist gerade Nord-Irland wieder ein Thema. Erinnert sich da keiner mehr dran?
Mich interessiert nicht, was in einem dicken Buch steht und wer den Anspruch erhebt, es verstanden zu haben. Mich interessieren die Auswirkungen im realen Leben. Wer Kinder nötig, nichts zu essen und zu trinken, kann sich nicht auf einen alten Text berufen. Er muss sich schon dafür rechtfertigen, was er seinem Kind im real antut.
Oder wie wäre es, wenn jemand mit einem dicken Buch aufsteppt, in dem steht, dass Kinder zwischen 6 und 14 fasten müssen? Wäre das dann ok, weil das in der Religion so festgelegt ist?
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bisher ist noch keiner am Fasten gestorben.
Belastbare Daten dazu finde ich wo?
Aber auch dann finde ich den Maßstab etwas verschoben. Die Implikation, dass man Kindern alles zumuten könne, bei dem sie nicht sterben, finde ich schon etwas drüber.
Ein wesentlicher Punkt beim Ramadan-Fasten, wie es überwiegend beschrieben wird, ist die Verweigerung der Aufnahme von Flüssigkeit. Das ist schon etwas anderes als nichts zu essen, das kann der Körper besser ab. Ist es nur Zufall, dass bei Fasten-Konzepten, die der Gesundheit dienen sollen, ein Punkt die reichliche Flüssigkeitsaufnahme ist?
Die hier immer wieder beschriebenen Probleme beim Ramadan hängen eng mit dem Nicht-Trinken zusammen. Das ist für einen kindlichen Körper nicht ohne. Mittlerweile ist es wohl an den meisten Schulen erlaubt, während des Unterrichts zu trinken. Warum wohl?
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Die Gummibären (so wurde mir erklären) enthalten Gelantine vom Rind.
Das dürfte wohl vom Hersteller und vom Produkt abhängen. Aber wenn es dir so "erklärt wurde", ja mei ...
Also dürfen die die eh nicht essen.
"Die", soso. "Die dürfen dies", "Die dürfen das nicht". Rassismus arbeitet mit Zuordnungen. Danke für's Beispiel.
Abgesehen davon widerspricht diese Sichtweise eben der Religionsfreiheit. Wenn jemand sich für eine bestimmte Religion oder Glaubensrichtung entscheidet und sich auf ein bestimmtes Verhalten einlässt, kann man doch nicht sagen, er dürfe diese oder das nicht. Warum sagt man nicht "Quadriten essen keine Bananen." statt "Quadriten dürfen keine Bananen essen."? Das wäre dann immer noch ungenau, weil es vielleicht Quadriten gibt, die sich keinen Kopp um Bananen machen. Für die sind andere Sachen in der Religion wichtig (zum Beispiel halten sie es für ein Gebot der Nächstenliebe, befreundenten Kindern Schwarzbrote und Gummibärchen anzubieten).
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Vielleicht kann man die Kollegen auch einfach nett darauf hinweisen?
Kannste ja machen. Du kannst auch "nett" darauf hinweisen, dass du nicht in die Fresse getreten werden möchtest. Bei deutlichen Verstößen gegen meine Person wähle ich eine deutliche Ansage.
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