Beiträge von O. Meier

    Nun ist es wohl okay, wenn ich einfach „dazukomme“. Die Konferenz wird um 13 Uhr stattfinden und ich soll dann nachkommen, falls wir da nicht schon zurück sind.

    Wie lang dauert denn so eine Konferenz? Das ist doch eher unwahrscheinlich, dass du rechtzeitig da bist oder? Ich meine, bis man da ist, die Kinder alle in die elterliche Obhut übergeben wurden, mit dem Busfahrer durch den Bus gegangen wurde, ob alles heil und sauber ist, vielleicht noch die letzten Bonbonpapiere eingesammelt sind, da ist es doch bestimmt, na, wie spät? Aber doch sicher nach Konferenzende.

    Ein Depp ist dein SL aber so oder so.

    Bald fahre ich mit meiner Klasse auf Klassenfahrt, die schon länger geplant ist. Nun erfahre ich heute, dass am Tag unserer Rückkehr eine Konferenz stattfinden wird [...]
    Die SL sagt, wir sollen zeitig an der Schule sein, denn ich müsste an der Konferenz teilnehmen.

    Meine Fressen, wer verbietet den Schulleitern eigentlich das Denken? Und was ist dann an praktikablen Lösungen so verwerflich? Und wieso gehört zu guter Personalführung, dass man seinen Leuten vor's Schienbein tritt?

    So furchtbar dringend scheint die Sitzung nicht zu sein, sonst hätte man sie noch vor der Klassenfahrt einberufen. Also kann man sie ganz fein auch noch einen Tag später abhalten.

    Ich hätte meinen Chef wohl nur gefragt, ob er einen Knall hat, wenn er mir mit so etwas käme.

    De Klassenfahrt dürfte wohl mit einem bestimmten Programm beantragt, genehmigt, von den Schülern bezahlt und gebucht worden sein. Dann findet sie auch so statt. Das wäre ja noch besser, wenn ein SL eine erteilte Genehmigung wegen hohler Nüsse widerrufen könnte. Davon ausgehend könnte man nichts planen, weil auf nichts Verlass ist.

    Was genau möchte dein SL den tun, wenn die Konferenz anfängt und ihr noch im Bus im Stau steckt? Pfft.

    So eine Klassenfahrt ist durchaus anstrengend. Wenn du dananch nicht mehr in der Lage bis, zur Sitzung kommen, bist du verpflichtet eine Überlastungsanzeige zu stellen.

    Was ist ein "NP-vollständiges Problem"?

    https://de.wikipedia.org/wiki/NP-Vollst%C3%A4ndigkeit

    Kurz: Etwas, das man zwar im Prinzip mit einem Algorithmus lösen kann, dessen Laufzeit aber so stark steigt, dass bei relevant großen Eingaben, niemand mehr die Berechnung miterlebt. Das Programm bräuchte noch länger als Deep Thought. Dazu gehören solche Sachen, wie einen Stundenplan zu organisieren, wenn man nicht sehr starke Einschränkungen machen will. Diese Einschränkungen führen dann dazu, dass die existierenden Programme immer genau das nicht können, was man gerne noch hätte, bzw. dass sie so unbefriedigende Ergebnisse liefern, die der manuellen Nachbearbeitung bedürfen.

    Übrigens hat mir neulich eine Freundin erzählt, die bei einer Bank arbeitet und auch mit dem Privat PKW zu verschiedenen Terminen fährt, dass die Bank dafür eine Versicherung hat und sie, als sie mal einen Unfall hatte, alle Kosten incl. Wertverluste erstattet bekommen hat...

    Ja, und mir haben Kollegen erzählt, dass sie eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen haben, die die Schäden abdeckt, die bei Dienstfahrten mit dem Privatwagen enststehen und nicht vom Dienstherren/Arbeitgeber gedeckt werden. Zur Klarstellung, das ist keine Versicherung die der Dienstherr/Arbeitgeber für sie abgeschlossen hat, sondern eine, die sie selbst abgeschlossen haben und aus ihrem Privatvermögen dafür zahlen. Solche Versicherung werden explizit für öffentlich Bedienstete angebten, da schient es einen Markt zu geben.

    Mag irgendwie pfiffig wirken, weil man im Falle eines Unfalles die Kosten gedeckelt hat. Auf der anderen Seite meine ich, die Kollegen lassen sich doppelt übern Leisten ziehen.

    Ich glaube nicht, dass das der Fall sein wird, die logische Konsequenz wird sein, dass Bus und Bahn zu benutzen sind. Ob dabei jemand um 5 aufstehen muss, dürfte den AG nicht interessieren.

    Den Dienstherren/Arbeitgeber interessiert im Detail ohnehin nicht, was wir machen. Diejenigen, die die Vorschriften erlassen, erhalten keinerlei Rückmeldung, ob und wie das umgesetzt wird, ob das alles funktioniert und Sinn macht. Sie fordern solche Rückmeldungen nicht mal ein. Letztendlich sind das politische Entscheidungen, die müssen sich gut anhören, irgendwie in die Presse kommen und zur Not schnell wieder vergessen werden. Insofern.

    Aber! Gegenüber den Vorgesetzten in direktem Umfeld muss man klar machen, dass man die Zeit, die man im Bus oder am Bahnhof verbringt eben nicht gut, meistens gar nicht, für andere Sachen nutzen kann. Am einfachtsen ist es, wenn man aufzählen kann, was alles wegfällt, wenn man gezwungen wird, seine Zeit zu vertrödeln.

    Was will man denn ernsthaft in so einen Versetzungsbescheid reinschreiben: besitzt kein Auto/stellt sein Auto nicht zur Verfügung. Das wird da ja nie im Leben drinstehen.

    Ebend. Deshalb halte ich es für wichtig, dass die Assage deines SL dokumentiert wird. Kann in beide Richtungen interessant werden. Zum einen, um sich gegen einen Versetzungsbeschied zu wenden, zum anderen, wenn der Chef dann doch keine Freigabe erteilen will, wenn du dich nach etwas anderem umgesehen hast.

    Was mich jetzt kurzfristig interessieren würde wäre eher, dass ich die Kohle für den Schaden bekomme. Die müsste (wenn nicht grob fahrlässig) m.E. der AG zahlen.

    Wurde AFAIR in diesem Thread schon behandelt. Quintessenz: unterschiedliche Regelungen in unterschiedlichen Bundesändern, teilweise sogar unterschiedlich je nach Regierungsbezirk. Konsequenz: die geltenden Regeln vorher zur Kenntnis nehmen und entscheiden, ob man unter diesen Bedingungen bereit ist, dem Dienstherren/Arbeitgeber sein Auto zu leihen. Leider ist es zu oft so, dass man sich erst dann schlau macht, wenn was passiert ist. Ich nehme mich da nicht aus. Man hat keine Lust sich immer mit allem Driss, der passieren kann, auseinanderzusetzen. Sollte man aber.

    Allerdings möchte ich zu Bedenken geben, dass für deinen Chef oder für das Schulamt ggf. eine Versetzung das einzig sinnvolle Mittel ist.

    Nein.

    Das empfinde ich an und für sich nicht als Drohung, sondern als eine möglich Konsequenz....

    Es ist aber nur die Konsequenz aus dem illegitimen Anspruch, dass der Bedienstete den Privatwagen einsetzt. Lässt man diesen Anspruch fallen, gibt es auch die Konsequenz nicht mehr. Wenn man einsieht, dass der Dienstherr/Arbeitgeber die Mittel zur Erfüllung der dienstlichen Aufgaben bereitzustellen hat, ist die einzige Konsequenz, dass er entscheidet, wie er das macht (Dienstwagenpool, Vertrag mit Kraftwagen-Vermieter, Ausbau des ÖPNV etc.) Die Konsequenz, dass der Bedienstete die Tätigkeit nicht ausführen kann, weil andere da etwas versäumt haben, kann es aber nicht geben. Und damit aber auch nicht die weitergehende Konsequenz, dass der an der Ausführung seiner Arbeit gehinderte Bedienstete auf einen anderen Posten verschoben wird (mit allen Nachteilen, die das für ihn hat).

    Und ja, eine solche unangemessene Konsequenz auszusprechen, ist eine Drohung. Anzukündigen, Entscheidungen gegen die Interessen des Bediensteten zu treffen, wenn dieser etwas nicht tut, dass er nicht tun muss, ist verwerflich. Zu Ende gedacht könnte man auf dem weg so ziemlich alles vom Bediensteten verlangen, das man eigentlich nicht verlangen kann. Ich übertreibe: Der Schulträger möchte zur Kosteneinsparung das Schulgebäude verkaufen. Wer keinen privaten Unterrichtsraum zur Verfügung stellen kann, wird versetzt. Legitim? Warum ist das beim Privatfahrzeug legitim?

    Ich habe mich vorsichtig geäußert, als ich den Begriff der Nötigung eingebracht habe. Ich bin kein Jurist und habe ich meiner juristischen Expertise enthalten. Ich denke wir können uns auch sparen, herumzudeuteln, wie die Rechtslage genau ist. Das kommen wir eh nicht weiter, wenn wir nichts Verbindliches wie zumindest ein Gutachten oder besser ein Urteil haben.

    Worum es mir ging: Den Nexus zwischen Privatwagen und Versetzung hätte der Schulleiter nicht aufmachen dürfen, weil der illegitime Anspruch an die Privatwagennutzung die Versetzung nicht legitim machen kann. Das ist zumindest moralisch von hinten eingeführt. Egal in welchem Tonfall das vorgetragen wurde. Ob der SL damit dienstrechtlich oder gar strafrechtlich über die Stränge geschlagen hat, kann man prüfen (lassen).

    Viel interessanter finde ich aber die Variante, wenn Frapper bei seinem "Chef" aufschlägt, dass er nach der In-Aussicht-Stellung der Versetzung schon mal aktiv geworden sei und eine Schule gefunden habe, die ihn ohne Auto nehme. Das blöde Gesicht möchte ich sehen.

    Eine Versetzung mag vom einzelnen Beamten so empfunden werden, ist aber ein legitimes Mittel des Dienstherrn, um das ordnungsgemäße Funktionieren der Verwaltung sicherzustellen.

    Es ist dann micht legitim, wenn die Kriterien nicht legitim sind.

    Eigentlich wollte ich das Thema aus der Teambesprechung der Beratung raushalten, um nicht als Aufwiegler zu gelten. Vielleicht überlege ich mir das anders.

    Äh, ja, Aufwiegler ist, wer nachfragt, wie etwas gemacht werden soll. In dem Sinne bin ich doch gerne Aufwiegler. Wenn die Problematik, dass die Öffis zur Erledigung der Dienstfahrten nicht ausreichen, noch mehr Kollegen betrifft, gehört es sich wohl, dass ihr das besprecht.

    Die Stimmung bei uns ist derzeit echt sehr weit unten und die SL bei manchem nur noch gereizt.

    Dann würde ich doch als gute SL ein paar Kollegen vor den Koffer kacken. Man, ey, wenn die Stimmung schlecht ist, muss man für gute sorgen, nicht noch nachtreten. Wenn ich selbst überlastet bin (das sscheint eure SL zu sein), brauche ich Leute, die mich unterstützen, keine, mit denen ich mich streite, Es könnte so einfach sein ...

    ("Das musst du wie ein Geschenk sehen, das du bekommst und jetzt auspacken kannst oder ungeöffnet wegibst ...").

    Was rauchen die da? Und wenn derartige Ideen nicht auf Substanzen basieren, würde ich mir echt Sorgen machen. Geschenke von Soziopathen immer ungeöffnet in die Tonne. Und die Tonne in eine andere Tonne, und die in einen Bunker und den in 6000 m in Meer versenken. Und dann dann alles einfrieren. Sicher ist sicher.

    Ich habe gerade mehr den Impuls, das sinkende Schiff zu verlassen. Ich habe eine wohnortnähere Schule, die ich auch von innen kenne, mich die meisten SL-Mitglieder von früher kennen und vermutlich wie an jeder Förderschule Bedarf ist. Am Mittwoch habe ich da eh einen Termin und werde mal nachfragen.

    Schön, wenn das passt, gezielten Versetzungsantrag stellen bzw. die sollen dich "anfordern" (keine Ahnung, wie das geht, Personalrat fragen?). Dann wirste ja sehen, wie dringend dein Chef dich loswerden will.

    PS: Wer ordnet denn die Fahrten an? SL oder Schulamt? Mit demjenigen musst du wohl verhandeln. Aber! mach's doch aml anders. Die Frage nach dem Privatwagen stellt sich doch gar nicht. ich weiß ja nicht, wie es bei euch aussieht, aber vermutlich ähnlich. In NRW sind in der Reisekostenverordnung (oder wie das heißt) zunächst ma regemäßig verkehrende Verkehrsmittel (also Öffis) vorgesehen. Wenn es mit denen nicht passt, benatrage doch mal 'ne Texifahrt oder reiche ein Angebte von einer Mietwagenfirma ein. Wenn, wer auch immer, dann auf den Öffis besteht, machts das. Allerdings nicht, ohne zu erklären, wieviel Arbeistzeit dabei darzf geht und was du dann alles nichst machen kannst. "Privatwagen" muss in dem verfahren gar nicht vorkommen.

    Noch mal zur Drohung deines Chefs mit der Versetzung. Ich würde mir da ünerlegen, in die Vorneverteidigung zu gehen. D. h., eine Beschwerde einzureichen. Außerdem würde ich prüfen lassen, ob das nicht sogar eine Nötigung ist. IANAL, aber mir kommt's so vor.

    Mein Chef sei sich da nicht so sicher bei dem nicht-verpflichtenden Fahrzeugeinsatz,

    Wenn er sich nicht uaskennt, muss er sich schlau machen.

    r bräuchte eine schriftliche Mitteilung meinerseits zum Nicht-Einsatz meines Fahrzeugs, um dies ans Schullamt weiterzugeben.

    Ich sehe nicht, dass es eine Verpflichtung gibt, Selbstverständlichkeiten zu verschriftlichen. Trotzdem kannst du die ihm das natürlich schriftlich geben.

    wäre eine womöglich eine Versetzung an eine andere Dienststelle die Folge.

    Das iat wohl eine Drohung. Dokumentieren. Gedächtnsprotokoll vom PR-Vertreter gegenzeichnen lassen. Dann hast du was, wenn du einer Verstzung widersprechen möchtest. Oder das passt dir ganz gut in den Kram, aus dem Laden 'rauszukommen.

    Ich soll jetzt über den Dienstweg erst einmal eine Anfrage an das Schulamt stellen, wo ich nach den Rechtsgrundlagen zur Bereitstsellung meines Privatwagens frage und welche Konsequenzen es voraussichtlich für mich hätte, sollte ich mein Auto nicht mehr für dienstliche Fahrten bereitstellen.

    Wenn dein Chef meint, er müsse das Schulamt einschalten, soll er das tun. Es gibt für dich keine Veranlassung das zu tun. Sehe ich zumindest nicht. Du hast erklärt, dass du deinen Privatwagen nicht zur Verfügung stellst. Damit ist das klar. Wie gesagt, du könntest das noch verschriftlichen. Ob jetzt dein Chef eine gute Idee hat, das Schulamt sich etwas ausdenkt oder ob die zusammen dumm aus der Wäsche kucken, kann dir doch Wumpe sein.

    PS:

    Wenn ich aber merkte, dass jemand versucht mir vor den Koffer zu scheißen, würde ich ihm erklären, dass ich mich von ihm ärgern lasse.

    Hier wollte ich eigentlich "... nicht ärgern lasse." schreiben. Das darf ich aber nicht ändern. Gelobt und gepriesen sei die Forensoftware.

    Aber so hat's auch einen Charme. "Ärgern Sie mich ruhig." im richtigen Tonfall dürfte seine Wirkung auch nicht verfehlen.

    Wichtig ist, dass man sich tatsächlich nicht den Spaß am Job verderben lässt. Ob man das nun mit Zurückgestichel, Eingabenflut und ständigen sachlichen Widersprüchen macht oder in die innere Emigration geht, ist wumpe. Bei zweiterem macht man, was angewiesen wird. Eben so gut, wie man es kann ;- ) Aber nix, wirklich nix, über die dienstlichen Verpflichtungen hinaus. Und wenn einen jemandem um einen Gefallen bittet etc., erklärt, warum man das jetzt nicht macht.

    Ich frage mich bei deinen Beiträgen ganz im Ernst immer, ob ich mir wünschen sollte, dich im Kollegium zu haben oder eher nicht.
    Einerseits würde ich mir mehr Kollegen wünschen, die ihre Rechte kennen und diese auch selbstbewusst einfordern.
    Andererseits ist es auch ein wenig erschreckend, wenn Kollegen konsequent nur auf sich selbst achten.

    Nunja, die Mehrheit meiner Kollegen mag mich nicht. 'Ne eigene Meinung finden die oft schon fies, aber die auch noch auszusprechen, geht echt zu weit. Und wenn die Antipathie dann noch auf Gegenseitigkeit beruht, sehe ich nicht, warum ich mich für die Bande irgendwie engagieren sollte.

    Mal nur als Beispiel. In einer Lehrerkonferenz bezog ich Position gegen die Sichtweise der Schulleitung. Als ich den Eindruck hatte, dass ich mit seiner Ansicht alleine stehe, habe ich die Sache auf sich beruhen lassen. Später wurde ich von mehreren Kollegen angesprochen, ich hätte wohl recht gehabt. Nur's Maul aufmachen wollte keiner. Ohne den Eindruck alleine dazustehen, wäre ich an der Sache dran geblieben. Unter die Arschlöcher meinen noch, sie täten mir was Gutes, wenn sie mir, nachdem das Thema durch ist, Recht geben.

    D.h. im Übrigen nicht, dass ich nur an mich denke, das wäre dann doch zu langweilig. Ich habe aber schon oft Kollegen meine Hilfe angeboten, die sie dann nicht haben wollten. Die zogen es vor sich von oben verarschen zu lassen. Was soll man da noch machen? Auf der anderen Seite sind das erwachsene, gebildete Menschen, zu deren Job es gehört, für andere Vernatwortung zu übernehmen. Da darf man auch erwarten, dass sie minimal Verantwortung für sich selbst übernehmen. Wer dabei an seine Grenze stößt hat Unterstützung verdient.

    ...der dankbar entschwand, als die Schulleitung meinte, ein Dienstgespräch sei kein Verwaltungsakt sondern bloß ein Gespräch, Beistand mitnichten vonnöten.

    Dann wäre ich auch gegangen. Entweder, das Gespräch ist dienstlich, dass ist der Personlarat dabie. Oder es ist nur so irgendwie ein Gespräch, weil der SL Langeweile hat. Dann soll er seine Frau anrufen oder seinen Frisör.

    Unsere stellvertretende SL war mal mit einer meiner Antworten auf einer ihrer E-Mails nicht einverstanden. Sie hat sich dann wohl beim SL ausgeheult. Der sprach mich dann im Lehrerzimmer an, er möchte mit mir sprechen. Ich meinte er solle sagen, was er wolle. Er wollte aber, dass ich "mal schnell mit 'rauskomme". Jaja, Nachtigall ick hör' dir trapsen. Ich erwiderte, wenn das sooo ein Gespräch sei, müssten wir wohl einen Termin machen, damit ein Lehrerratsvertreter dabei sein könne. Das wollte er auch nicht. Es ging ein Bisschen hin und her, er hat sich etwas im Ton vergriffen, da habe ich locker mitgehalten. Dann hat er auf das Gespräch verzichtet.

    Die stellvertretende SL passte mich ein paar Tage später im Verwaltungstrakt ab. Sie ging zügig auf mich zu, stellte sich in einem schmalen Flur mit geringem Abstand (unterhalb der Odeur-Grenze) vor mich, hielt mir ihren Schlüssel vor die Nase, dass ich Angst haben musste, sie steckt ihn mir ins Auge. Ins fand's etwas bedrohlich. Ich unterstelle aber, dass sie das in ihrer sozialen Behinderung gar nicht gemerkt hat. Trotzdem nahm ich erst mal die Hände hoch.

    Die Begrüßung war dann "Mit Ihnen möchte ich auch noch mal sprechen." Auf Nachfrage führte sie aus, dass es um besagten E-Mail-Kontakt ginge. Als ich vorschlug, den Lehrerrat hinzuziehen, wollte sie auch abwiegeln, dass das nicht nötig sei, blabla. Sie lenkte aber ein, als die merkte, dass ich mich nicht über'n Löffel barbieren lasse.

    Das Gespräch fand dann also zu dritt statt. Sie erläuterte mir dann ihre Sichtweise der Dinge. Die Formulierung prima aus der Fortbildung zur Kommunikation mit Mitarbeitern mitgebracht. Naja. Ich nahm die Ausführunng zur Kenntnis, fragte, ob sonst noch etwas sei und ging. Das war das Gespräch. Inhaltlich habe ich nichts gesagt. Dazu gab es keinen Anlass. Das war eh nur aufgeblasene kalte Watte.

    Danach verstanden wir uns prima.

    Ansonsten frage ich mich generell, ob man den Konflikt denn lösen muss. Vielleicht muss er auch mal ausgelebt werden.

    Ich versteh nicht ganz, wie der SL beabsichtgt euch mit der Teilnahme an Fortbildungen zu ärgern. Da fällt dann jemand aus und er muss ich um Vertretung kümmern. Es muss Geld für die Fortbildung und die Anreise da sein, das wäre bei unserem knappen Fortbildungsetat etwas, mit dem unser SL sich eher ins eignene Knie schösse.

    Achja, Fahrtkosten. Gibt es da eine Rechtsgrundlage, dass man die vorstrecken muss? Sind wir Lehrer oder Bänker? Das ist nur eine Idee, wie man so etwas verkompliziert kriegt. Wenn der SL erst mal ein halbes Dutzend Anträge von dir auf dem Tisch hat, wird er sich schon überlegen, wer hier der Geärgerte ist.

    Wenn ich aber merkte, dass jemand versucht mir vor den Koffer zu scheißen, würde ich ihm erklären, dass ich mich von ihm ärgern lasse. Er könne gerne Anweisungen geben, ich würde jeweils prüfen, ob ich das remonstrieren kann oder muss, und dann würden wir weiter sehen. Alternativ würde ich ihm anbieten, weiterhin in mir einen loyalen Mitarbeiter zu haben. Aber in dem Punkt bin ich dann doch ein Untertan: Wenn er Streit haben will, bekommt er den.

    Im Großen und Ganzen komme ich mit meinem SL gut aus. In einigen Bereichen soger sehr gut, Manchmal kommt er halt mit irgend'nem Scheiß. Er hat die tolle Idee, wir die Arbeit. Kein Bock drauf. Die Frage nach der Rechtsgrundlage bzw., ob er das schriftich anweisen würde, dann sei die Remonstration einfacher formuliert, führt meist zu einem "Sie schon wieder" oder ähnlichem. Und er sucht sich anderen Deppen (er findet meist einen, aber nicht mein Problem).

    Allerdings stellte sich nach dem Telefonat mit unserem Sekretariat heute das Problem,
    dass ich wohl eine durchgängige Krankmeldung brauche.

    Meint das Sekretariat. Können die auch eine (Rechts)-Grundlage dafür nennen oder ist das wieder nur einen seit Langem kolportierte Phantasieregelung.

    Ansonsten versteh ich nciht, wofür es notwendig sein sollte, die Krankheit während der Ferien zu belegen. Entweder man glaubt dir, dass du durchgänging krank warst, dann kst das so. Oder man glaubt es dir nicht, dann warst du eben in den Ferien nicht krank, sondern nur davor und danach.

    Pragmatisch könnte man sich von den Ärzten das bescheinigen lassen, was sie ohne große Diskussion bescheinigen (du warst ja beim Arzt) und dann würde ich mal abwarten, ob dann jemand meint, dass er dir Ärger machen könne.

    Rechtlich habe ich aber keine Ahnung. Wenn das wichtig ist, weil bei euch Formalpupser schon mal Stress mache, solltest du dich bei der Gewerkschaft o. ä. beraten lassen.

    Gute Besserung.

    PS: Was genau möchte das Sekretariat von dir, eine Krankmeldung? Krank gemeldet hast du dich ja. Oder wollen die durchgängige Atteste? Oder wissen die das nicht ganz so genau, weil sie die Regelung, auf die sie sich berufen wollen, gar nicht so genau kennen.

    Was hat MeadowSleepers Argumentation mit Globuli zu tun außer das man ihnen nachsagt ihre Wirkung beruhe auf Glauben, um den es beim Thema Religionsunterricht mit geht?

    Da ist ja wohl die Antwort in der Frage enthalten. Ansonsten, s.u.

    Ich bin etwas erstaunt, denn das Beispiel mit der Homöopathie passt so gar nicht.

    Es passt erstaunlich gut. Hier wie da geht es um Glauben. Aus der Innensicht mag der eigene Glaube einem ja immer so ganz anders vorkommen als der der Übrigen. Bei Betrachtung von außen handelt es sich halt jeweils um eine Überzuegung, die einer rationalen Grundlage entbehrt. Interessant dabei ist, dass einer solchen irrationalen Überzeugung auf einmal mehr Bedeutung zugemessen wird, wenn man sie als Religion labelt. Dann muss man diese Ideen auf einmal furchtbar ernst nehmen und sie sollen Relevanz für das Zusammenleben der Menschen. Woher soll diese Relevanz kommen, wenn der Glaube keine Grundlage hat?

    Ich vermute mal, der Vergleich mit der Homöopathie ist einfach ein Versuch Religion zum vermeintlichen Aberglauben zu erklären. Aber diese Diskussion wollte ich gar nicht eröffnen. Übrigens: Wenn Homöopathie und Religion gleichgesetzt wird, sagt das zwar vieles aus, aber nichts, was zur Diskussion passt.)

    Jetzt bin ich überfordert. Welchen Unterschied gibt es denn zwischen Religionen und anderen Glaubensideen? dann könnten wir uns Gedanken dazu mache, ob dieser so erheblich ist, dass den Platz in staatlichen Bildungssystem für die eine Art Ideen rechtfertig.

    dass es jetzt um die unsinnigen Vorwürfe [...] und "Religionen sind nunmal Überbleibsel misslungener Welterklärungsansätze" geht.

    Inwiefern ist das Unsinn? Welcher Aspekt dieser Beobachtung stimmt nicht, ist unklar oder ungenau? Bitte explizieren, sonst muss der Vorwurf der Unsinnigkeit als Ablenkungsmanöver oder Provokation erscheinen.

    [...] hat eigentlich mit dem Thema nichts zu tun.

    Eben doch. Die Frage, ob es Religionsunterricht an staatlichen Schulen geben soll, ist sehr wohl in dem Kontext dessen, was Religion ist, was sie ausmacht, welche Erscheinungen sie hervorbringt, wie sie sich in die Gesellschaft einbringt, zu beantworten.

    Da Religionen inhaltlich keinerlei Erkenntnisse zu bieten haben, sehe ich eben auch nicht, dass sie etwas liefern, das des Unterrichtens wert ist.

    PS: Den Bezug auf die ungeheuerliche Taliban-Bemerkung habe ich in den Zitaten auch deshalb ausgelassen, weil ich die vorgenommene Parallelsetzung dieser Beleidigung mit einer (womöglich zu kritisierenden) Einschätzung über das Wesen der Religionen bereits als ungehörlich empfinde.

    Zunächst vorab. Ich habe kein Problem mit der Auslagerung eines Teilthreads. Ich weiß zwar nicht, ob das die Übersichtlichkeit erhöht, aber sei's drum. Den Ort der Auslagerung finde ich aber schon befremdlich. Auch wenn manche Beiträge off-topic im Kontext der ursprünglichen Anfrage waren, so snd sie es nicht im Zusammenhang Schule und Lehramt. Der ausgelagerte Thread hätte sehr wohl in Lehramt -> allgemein gepasst.

    Aber das nur am Rande, kommen wir zum Anlass der Auslagerung, der Unfähigkeit eines Einzelnen auch dieses Thema sachlich zu behandeln

    Die Taliban sind von ihrem Ursprung her eine extreme Auslegung einer bestimmten islamischen "Schule", die sich vornehmlich in der Unterdrückung anderer Glaubensrichtungen hervorgetan haben. Genau das sehe ich hier auch.

    Nochmal, Butter bei die Fische. Welche Glaubensrichtung wird hier unterdrückt? Wer tut das? Und inwiefern tut er das mit Methoden und Intention, die denen der Taliban zumindest ähnlich sind?

    Deine "Erklärung" reduziert die vorangegangen Beleidigung nicht. Im Gegenteil.

    Man könnte sich vielleicht auch mal (historisch) überlegen, aus welchem Grund Religionsunterricht an staatlichen Schulen und nicht in Sonntagsschulen stattfinden soll oder warum katholische und evangelische Priester genauso wie Lehrer für Religionslehre ein Staatsexamen machen müssen.

    Könnte man. Sind das für dich relevante Fragen? Dann versuch doch ein paar Antworten zu bringen. An die historischen Fragen würde ich dann gerne diejenige anschießem, welche historischen Gründen denn heute noch relevant sind. Oder soll's auf Hammwaschonimmasogemacht hinauslaufen?

    Vielleicht stößt man dabei auf Bismarck und den Kulturkampf, vielleicht auch auf aktuelle Probleme mit Koranschulen, vielleicht auch auf die Weimarer Reichsverfassung oder das Grundgesetz.

    Zumindest hat man schon mal geschickt ein paar Andeutungen in den Raum gestellt. Und wenn man nachfragt, kommt dann wieder, dass jemand keine Lust hat, das Quellenmaterial, das er vermutet, auch konkret anzuführen? Hatten wir schon. Auch hier, bitte, Butter bei die Fische. Wenn es Gründe gibt, die für konfessionsbezogenen Religionsunterricht an staatlichen Schulen sprechen, dann führe er diese bitte an. Und zwar konkret. Andeutungen der Form, da werde es schon etwas geben bzw. gegeben haben, bringen uns nicht weiter.


    Jetzt noch einmal ganz deutlich: Die Bundesrepublik Deutschland ist ein säkularer

    Nein.


    kein laizistischer Staat.

    Ja.


    Niemand hat dagegen das Recht den jeweils anderen ihr Grundrecht (Artikel 1 bis 20 GG) vorzuenthalten und es ist, mit allergrößtem Respekt, doch sehr fragwürdig, wenn Personen die auf den Schutz des Grundgesetzes vereidigt worden sind (sorry für die Angestellten) ihre eigenen Einstellungen über die Grundrechte anderer stellen.

    Das alles tut niemand. Niemand enthält anderen den Religionsunterricht vor. Wie soll ich mir das vorstellen? Wo findest du Ansätze, dass jemand die Abhaltung von Religionsunterricht verhindert?

    Es geht nur um die Frage, ob dieser sinnvoll ist, ob er in einen moderne Zivilgesellschaft passt. Solche Fragen darf man stellen. Auch das lässt das Grundgesetz zu. Religionen sind nunmal Überbleibsel misslungener Welterklärungsansätze. Damit hebt sich der Religonsunterricht deutlich von dem ansonsten wissenschaftsbasierten Fächerkanon ab. Trotzdem findet er statt. Wo ist jetzt das Problem?

    Aber ja, das Wort "Taliban" ist hier das Problem...

    Das Wort ist nur das Symptom. Du hast es bewusst in beleidigender und provozierender Form verwendet. Dir passt es nicht, dass die Frage nach der Sinnhaftigkeit des Religionsunterrichts gestellt wird, und deshalb versuchst du solche Threads zu sprengen. Dergestalt verhältst du dich wiederholt. Genau das ist das Problem. Krieg das in'n Griff, dann können wir diskutieren.

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