Beiträge von O. Meier

    Meine Frage war eher dahingehend, dass ein Claus Weselsky

    Claus Weselsky war Vorsitzende einer Gewerkschaft, AFAIR, keine Beamtin und auch keine Vertreterin von Beamtinnen. Aber das nur am Rande. Wie kamen wir drauf? Ist mir unklar. Okay, du bist Fan von Claus Weselsky und fandest gut, was sie gemacht hat. Ich entsinne mich noch, wie du die Streiks bei der Bahn bejubelt hast. Geschenkt. Was hat das hiermit zu tun?

    Was die Verbände in den Untiefen ihrer Internet-Auftritte schreiben, interessiert doch eh niemanden.

    Und was wir im einem Marginal-Forum dazu schreiben interessiert noch nicht mal niemanden.

    Beim DBB NRW sowie bei VLBS und VLW finde ich dazu nicht einmal etwa auf den Titelseiten.

    Wie gesagt. Wenn du von deinem Verband etwas möchtest, solltest du mit diesem kommunizieren.

    Wo ist ein Claus Weselsky, wenn ihn braucht?

    Die ist wohl in Rente. Wofür brauchst du sie denn? Und warum sollte sie springen, wenn du rufst? Wegen deiner höflichen und zurückhaltenden Art?

    Ich spreche von Ordnern, Laminierfolien, Fotokartons, Ablagen, Pfeife für Sport usw. Da kann mir doch keiner sagen, dass er das nicht selber kauft. Worin lagert ihr eure Materialien?

    Was ist ein Fotokarton? Geht da nicht auch ein umgewidmeter Schuhkarton? Sport unterrichte ich nicht, bei der ehrenamtlichen Trainertätigkeit brauche ich keine Pfeife. Wenn ich mir aber in den Mund stecken wollte, wäre das wohl meine eigene[*]. Da bin ich aber bei einer einmalig Anschaffung unter 500 Euro.

    Bei allem anderen sage ich dir, dass ich das nicht „selber“ kaufe.


    Wenn ich nichts kaufen würde, könnte ich keinen Unterricht machen

    Nochmal: Wenn das Material wichtig ist, muss man die Schulträgerin in die Pflicht nehmen.

    Womöglich verwechselst du Ursache und Wirkung. Du konstatierst, du müsstest kaufen, weil die Schulträgerin nichts kauft. Vielleicht ist es aber so, dass die Schulträgerin nichts kauft, weil es dazu keinen Anlass gibt. Genug Material ist da, die Kolleginnen kümmern sich.

    [*] Auch ich möchte mal dem höchsten Sakrament in diesem Forum huldigen, der Anekdote. Ich durfte mal bei einem Sport-Unterrichtsbesuch dabei sein. Die jungen Menschen hatten den Auftrag, sich selbstständig warm zu machen. dazu liefen sie im Wesentlichen in der Runde 'rum und variierten ihre Bewegungen. Die Lehrerin stellte sich dann in die Mitte und hob eine Hand hoch (fast gestreckter Arm) — es erfolgte kein akustisches Signal Es dauerte keine Minute, da standen die Schülerinnen und schauten zur Sportlehrerin. Sie benannte eine spezifische Aufwärmübung, für das, das kommen sollte. Die Schülerinnen taten wie geheißen und schauten dann wieder zur Lehrerin. So ging das in der ganzen Stunde. Pfeife? Die Antwort dürfte klar sein.

    Ich hab allerdings auch eine Freundin, die in Bayern ihr GS Ref gemacht und vor der UPP 30 hübsche, einheitliche Sitzkissen für den Erzählkreis genäht hat. Passend zur Gardine

    Überlegt mal, was in der Zeit an Unterrichtsvorbereitung hätte passieren können.

    Ich teile die Ansicht, dass die Grundschule die wichtigste Schulform ist. Auch, weil man vieles hinterher schwer reparieren kann. Ich möchte mich aber nicht mit der Erklärung zufrieden geben, dass die Sitzkissen die falsche Farbe hatten, wenn bei uns junge Menschen aufschlagen, die die Grundrechenarten nur dürftig beherrschen — oder gar nicht.

    Ja, das Ambiente des Lernortes kann unterstützend wirken. Manchmal schlagen so Dinge aber auch um und die Nebensache wird zur Hauptsache. Womöglich könnte man sich gelegentlich mal neu fokusieren.

    der selbstgefällige Ton dabei gefällt mir aber gar nicht.

    Der Vorwurf kommt etwas pauschal daher. So wissen wir leider nicht, was du denn nun in störendem Maße als selbsgefällig empfindest.

    Mich hingegen stört der Tonfall, in dem schon mal vorgetragen wird, dass das nicht anders gehe, ohne das private Material sei kein Unterricht möglich und dann hätte die Kids noch nicht mal ein Puzzle in der Regenpause. Und überhaupt, beurteilen könnten das nur Grundschullehrkräfte. Niemals istvein Blick von außen angemessen. Die ganze Weltrettungsrhethorik finde ich mehr als selbstgefällig. Und. Es ist der falsche Ansatz. Nochmal. Wenn die Sachen wichtig sind, muss man ob dieser Wichtigkeit die Schulträgerin in die Pflicht nehmen. Sie Wichtigkeit ist ein Argument gegen die Privatkauferei. Auch deshalb, weil der Lernerfolg der Kinder ja wohl nicht vom Geldbeutel der Lehrerin abhängen kann. Es reicht wohl schon, dass er vom Geldbeutel der Eltern abhängt.

    Was die Weltrettung anbetrifft. So musste sich Barry Allen in den Schriften der Siebziger oder Achtziger schon den Vorwurf gefallen lassen, dass die Superheldinnen erst die Superschurkinnen hervorrufen („Seit dein Herz im Supertempo schlug, ...“). Heißt, ihr rettet die Welt nicht mit den privaten Anschaffungen. Ihr beruhigt euer Gewissen (was legitim ist). Aber das Problem löst ihr nicht, ihr persistiert es. Indem ihr der Schulträgerin die Verantwortung abnehmt, macht ihr es ungehörig leicht.

    Wobei sich auch das dann hoffentlich mit der Arbeitszeiterfassung ändert. Wenn das 15 minütige Warten aufs Hochfahren des alten Rechners dann auf einmal Arbeitszeit ist und jeder Computerstart so Kosten in Höhe von 7,50 € verursacht (ich habe jetzt einfach mal einen Verrechnungssatz von 30€/Stunde angenommen), wird ein neuer Computer, der schneller startet, auf einmal die günstigere Alternative.

    Da habe ich keine Hoffnung. Die Kolleginnen werden mehrheitlich die „erfasste“ Arbeitszeit so hinmogeln, dass keine die Überstunden bemerkt.

    Toller Vergleich.

    Das ist so, wie wenn jemand die Reinigungskraft schwarz arbeiten lässt und das damit begründet, dass ein Politiker seine Flugmeilen missbraucht hat.

    Nein, das hat mit den Zitierten nichts zu tun. Es geht darum, dass Schulträgerin und Dienstherrin in der einen Richtung total pingelig sind (sie könnten ja auch das private Drucken pauschal erlauben), in der anderen aber sehr großzügig, indem sie unsere privaten Ressourcen gerne einplanen. Immer danach, ob sie selbst Begünstigte sind oder auch mal etwas abgeben müssen.

    Dass Lehrerinnen unentwegt private Computer nutzen, weil der Schrott, den die Schulträgerin uns hinstellt, es einfach nicht bringt, haben sie voll drauf. Bei uns war die Begründung für die Anschaffung von iPads, dass die Kolleginnen ja alle schon Laptops hatten, die müsse man nicht kaufen. Harhar, einige haben PRIVAT Laptops. In der Nutzungs„vereinbarung“ für die iPads steht dann aber, dass die private Nutzung derer nicht zulässig sei.

    Das hat alles nichts mit Veruntreuung, Korruption oder Diebstahl zu tun. Das ist einfach nur assi.

    Ich hoffe, die Asymmetrie fällt auf. Wenn Lehrerinnen für hunderte von Euro Zeuch in die Schule schleppen, alles OK. Tausende Euro teure private Computer für die Schule benutzen, alles OK. Usw. Und wenn dann mal einen etwas in der Schule druckt, kursiert hier der Begriff Diebstahl. Merkt ihr was?

    Dass der Dienstherr allerdings dem Schulträger in den Hintern tritt, darf man getrost vergessen. Der Ball wird einfach zurückgespielt und man ist dann selbst der Depp, der sich von beiden Seiten Abfuhren einhandelt. Man braucht einiges an Nerven, um das durchzuboxen. Sinnvoll ist das natürlich dennoch.

    Ich weiß gar nicht, ob man sich auf das Spielchen einlassen muss. Eine Anfrage an die Schulleitung, wo man sich das Buch abholen könne, und abwarten. Wenn es kein Buch gibt, gibt es keines.

    dass bei vielen Grundschülern der Lernzugang nur dadurch funktioniert. Dazu gibt es sogar Theorien (Entwicklungsstufen der kognitiven Intelligenz).

    Wenn das Zeuch so wichtig ist, dürften bei der Schulträgerin die Ausreden knapp werden. Verweise doch bitte im Beschaffungsantrag auf diese Theorien.

    Also wirklich, da bringt jemand Argumente dafür, dass das benötigte Material dienstlich zu besorgen ist, und schließt dann daraus, dass man ed selbst kauft. Hö?

    Das war hoffentlich belehrend.

    Ist das eine zweideutige Sache? Wenn nicht, was bedeutet das?

    Konsum legaler Rauschmittel.

    Dringende Empfehlung, wenn man Geld über hat. Sonst spart man halt. Auf jedenfalls besser angelegtes Geld als Sticker in Schülerinnenheften.

    Hier ähnlich, wobei ich immer meine Korrekturstifte selber kaufe. Bekommt ihr eure Stifte?

    Fineliner in vier Farben hole ich im Büro. Da ist auch rot bei. Ich könnte aber auch in einer anderen Farbe korrigieren, wenn rot fehlte.

    Infolgedessen geht jede/r mit der Situation anders um und findet sich dann in einer der drei Gruppen wieder.

    Das klingt ein Bisschen so, als wenn alle drei Möglichkeiten irgendwie gleich gut wären. Nur eine Gruppe, das sagst du selbst, hat in der Sache Recht.

    treten hier im Forum aber mitunter sehr belehrend und herablassend auf.

    Es gibt gute Gründe, die Situation deutlich und konsequent darzustellen. Das mag belehrend sein und manchmal herablassend wirken. Das zweite bitte ich zu entschuldigen, das erste lässt sich nicht vermeiden, wenn man die Gründe kennt:

    1. Manche wissen es nicht besser, sie glauben, sie müssten etwas selbst anschaffen, wenn es nicht dienstlich vorhanden ist. In dem Punkt muss man sie dann belehren.

    2. Die Anschaffung der einen — auch das wurde schon häufig benannt — hat eben Rückwirkungen auf die Erwartungshaltung an andere. Mir ist das mittlerweile ziemlich wurscht, ob Kolleginnen, Schülerinnen und Eltern mich für zu wenig engagiert, faul und geizig halten. Das haben sie umsonst und sie können mich im Wesentlichen am Gesäß lecken. Junge Kolleginnen lassen sich aber vielleicht von „bei Frau Müller gab es aber immer Schokolade für erledigte Hausaufgaben.“ beeinflussen. Die sind zu schützen, deshalb darf man eben den Fehler bei der Anschaffung mit privatem Geld benennen.

    Die Alternative ist, alles auf einem Stück Papier festzuhalten und dann später am Dienstrechner nachzutragen. Kostet mir zu viel Zeit.

    Das kostet Dienstzeit, die dann nicht für anderes zur Verfügung steht. Mich kostet das keine Zeit. Wenn das für sie Schule okay ist, ist das für mich auch okay. Deswegen brauche ich noch lange kein Handy und verstoße auch nicht gegen Datenschutzregeln.

    Total toll ist dann übrigens, wenn jemand erklären will, wie praktisch so eine elektrisches Klassenbuch so ist und was man damit alles spart. Das stimmt nämlich nur, wenn alles funktioniert.

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