Beiträge von O. Meier

    Aber so ist es doch gewollt! Seit der letzten Lehrplanänderung hast du keine Chance mehr, in den berufsbildenden Fächern eine 5 zu geben, da es nur noch Mischnoten gibt.

    Meine Güte, dann gibst du halt keine Fünf. Wichtig ist, dass man sich nicht 'reinstresst. Der ganze Bündelnotenquatsch ist Quatsch. Soweit. Können wir das ändern? Und wenn es politisch gewollt ist, dass jeder nachweisbare Volldepp eine Erzieherausbildung besteht, ist das einzige, was man tun muss, genauer zu kucken, in welche Einrichtung man die eigenen Kinder steckt.

    Aber, das Problem, dass keine Fünfen mehr entstehen, ist keines des Bildungsplanes, sondern eines dere Notenbildung. Ich kenne das von unserer Fachschule, dass die da wild in Tabellen auf siebenhundert Nachkommastellen rechnen. Je weniger Draht die Kollegen zu Mathematik haben, umso mehr rechnen sie. So mein Eindruck.

    Und dann kommt man zu so Aussagen wie 4,5 sei noch ausreichend, während 4,51 ja mangelhaft sei. Was bei 4,503 passiert konnte mir noch keiner erklären. Muss er auch nicht. 4,0 ist ausreichend, alles darüber nämlich nicht - eäe meine Skala. So sieht man dann gut, dass da ganze Gerechne nämlich doch nicht objektiv ist. Am Ende muss man die Zahl dann doch wieder in eine Schublade packen. Und das kann man so machen, dass die Anzahl der Fünfen minimiert wird.

    Aber, aber, aber: Ein erheblicher Mangel bleibt ein erheblicher Mangel, auch wenn der Schüler in anderen Teilen, die in die Note einfließen vielleicht besser klar kommt. So müsste eine Teilfünf in einer Bündelfünf resultieren.

    Wenn die Kollegen keine Fünfen geben wollen, ist das Verfahren übrigens egal. Gib du deine Noten, daraus wird 'ne Bündelnote. Fertig. Nicht drüber ägern.

    dass ich den Tonfall bzw. die Botschaft ("selbst Schuld, du Naivchen!") einiger der letzten Posts wirklich erschreckend und völlig unangebracht finde.

    Das möchte ich unterstreichen. Keine Ahnung, ob die Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den SL nun Not getan hat oder ob sie angemessen war. Aber offensichtlich war vorher schon etwas im Argen. Sollte der SL daraufhin interveniert haben, um bei der zuständigen Schulausfsichtsbehörde die Versetzung in Gang zu setzen, hat da der TE nichts verkehrt gemacht, sondern da läuft eine Sauerei. In dem Fall werden die aber nicht so doof sein, das als Begründung in die Versetzung zu schreiben. Da fehlt halt ein Physiklehrer, oh da ist einer, nehmen wir doch den.

    Zur Behebung eines Konfliktes halte ich eine Versetzung angemessen, wenn geringere Maßnahmen keinen Erfolg haben.

    Ob andere Aspekte (Familienbindung, Wohnort) schwerer wiegen, kann ich nicht beurteilen. Neben dem Gang zum Anwalt, mit dem Ziel, die Versetzung kassieren zu lassen, würde ich mich schon mal informieren, welche Rechte ich als Versetzter habe. Trennungsgeld? Erhöhte Fahrtkosten? Hilfe beim Umzug? Keine Ahnung, was es da so geben könnte.

    Dann würde ich mir die neue Schule mal ansehen, vielleicht ist's da gar nicht schlecht. Allerdings würde ich vermeiden, dort mit der "Sek I ist unter meiner Würde"-Attitüde aufzutreten. Alternativ kann man deutlich sagen, dass man gegen seinen Willen dem neuen Club beigetreten ist (einschließlich vorgenannter Attitüde). Wenn man sich dann konsequent so verhält, soweit das die Dientsvorschriften hergeben, versucht der neue Chef vielleicht, einen wieder los zu werden. Mir wäre das Risiko aber zu groß, wo zu landen, wo man noch weniger hin will.

    Dass das Engagemant für den Sek-II-Unterricht keinen Nutzen mehr abwirft, sind Reibungsverluste, die leider im öffentlichen Bildungssystem nicht wahrgenommen werden.

    Aber es macht keinen Spaß, weil einfach alles nicht gut organisiert ist.

    Ja, dann ist das so. Dann macht man ohne Spaß weiter.

    Man muss sich dann morgens vor dem Unterricht anhören, dass man viel zu wenig Themen hat und die Kollegin das alles nicht schafft, weil sie zu viele Themen hat.

    Muss man sich das anhören? Auch noc wiederhotl? Oder reicht der einmalige Hinweis, dass die man wohl im nächsten Jahr die Verteilung ändern muss?

    Nächste Woche wieder das gleiche - "mir ist das alles zu viel. Das nächste Mal müssen wir das alles anders machen"

    Dann macht man's bei nächsten Mal anders. Bis dahin ziehst du dein Ding durch.

    Eher im beruflichen Bereich. Durch die Lernfelddidaktik schreibe ich Klausuren mit anderen KuK zusammen und bin im ständigen Austausch mit ihnen.

    Braucht's nicht. Jeder gibt seinen Teil zur Klausur, korrigiert den und dann gibt's Punkte, aus denen die Note erwächst. Dieser ständige Austausch, soll och nur darüber hinwegtäuschen, dass das Zusammenstoppeln von Lernfelder aus ehemalige Fächern nich funktioniert - zumindest nicht ohne Hive-Bewusstsein.

    Für mich sind diese 80%-Stunden höchstens befriedigend bis ausreichend.

    In welcher Skala ist den 80% ausreichend? Sorry, wenn deine Maßstäbe derart verschoben sind, helfen dir natürlich solche Angaben nicht. Deshlab empfehle ich das Vorgehen ausgehend von den Ressourcen. Du schreibst in deinen Plan, wann du an deinen beiden Unterrichtstagen die Vorbereitung machst. Rechne mal mit acht oder achteinhalb Zeitstunden pro Werktag. Nimm feste Zeiten. Das ist die Stundenzahl, die du zur Verfügung hast. Und die Vorebreitung, die du in der Zeit machst, ergibt den Unterricht, für den du bezahlt wirst.

    Da würde ich schon gar nicht mit Kategorien woe gut oder ausreichend anfangen.

    Aber zehn Stunden sind doch wirklich machbar, Micky. Da hast du doch drei Tage frei und genug Zeit, um vorzubereiten, deine Kinder sind doch dann bis ca. 12 Uhr aus dem Haus.

    Blödsinn, dann ist's ja wieder Vollzeit. Nee, Vorberitung an den zwei Tagen, an denen man auch unterrichtet. Alles, was da nicht 'reinpasst, ist nicht wichtig. Maximal ein (festgelegter) Tag pro Woche für z.B. Korrekturen von Prüfungsarbeiten. Obwohl, Quatsch. Wenn die Klassen in der Prüfung sind, fällt dir da Untericht aus, die Zeit nimmt du zum Korrigieren.

    Dann kannst du schön, wenn die Kinder aus dem Haus sind, spazieren gehen und einen Tee trinken. Am Wochenende macht ihr das als Familie.

    Na dann, klär mich auf. Ich verstehe die Erkenntnisse, die der Mann gewonnen hat nicht als Hinweis, dass man genau ein Fünftel der Zeit/Energie in die Unterrichtsvorbereitung investieren soll. Sprich, unser Arbeitgeber sieht 15 min. Vorbereitungszeit pro Schulstunde vor, also reichen 3 min. im nächsten Schuljahr dann 20% von 3 min.?

    Äh, nein. Die Zahlen genau zu nehmen, ergäbe nur Sinn, wenn man Ergebnis und Aufwand vollständig quantifizieren könnte. Und dann legte man reale Aufwandsgrößen zu Grunde, nicht irgendwelche fiktiven Werte deines Dienstherren.

    Ohne genau zu rechnen, kann man das Prinzip auch so verstehen, dass man für ein gutes Ergebnis einen überschaubaren, relativ geringen Aufwand benötigt. Für die Perfektionierung auf sehr gut oder ausgezeichnet aber einen viel höheren Aufeand betreiben müsste. Der ist dann eben nicht mehr verhältnismäßig und man lässt es besser. (Etwas anderes ist das in Bereichen wie Flugsicherheit oder Medikamentenzulassung, da gelten nur 100% und man muss den Aufwand betreiben, der dazu notwendig ist).

    Was die Fachlichkeit betrifft, halte ich die für grundlegend. Wie will ich über etwas sprechen oder es didaktisch reduzieren, das ich nicht weiß? Wenn begrenzte Zeit zur Verfügung steht, sollte man die also vornehmlich ins Fachliche stecken, wenn hier Lücken sind. Wenn dann keine Zeit mehr für didaktische Toppings bleibt, gibt's Rohware in Form eines Lehrervortrages mit Übungen aus dem Buch.

    Perfektionismu hat der Schule nichts verloren. Unterricht ist nie perfekt. Materialien sind nie perfekt. Es gibt immer etwas zu verbessern. Kann man machen, kann man auch bleiben lassen.

    Mir hilft die 20/80 Regel, die besagt, dass man mit 20% des Aufwandes 80% des Ergebnisses erzielt. Wenn ich mich dabie erwische, an den letzten 20% Ergebnis herumzulaborieren, weiß ich, dass ich eigentlich schon fertig bin. Dann gehen der Computer und die Schreibtischlampe aus. Im Garte hängt die Slackline. Auch die beherrsche ich noch alles andere als perfekt, da lohnt es sich noch Zeit zu investieren.

    Wenn ich am Ende des Schuljahres die Papierstapel auflöse, stelle ich fest, dass das meiste davon (80%) gar nicht wichtig war, eh schon aus der Frist ist oder ich gar nicht mehr weiß, worum es ging. Wenn man sich das für's nächste Schuljahr merkt, kann man vieles direkt wegschmeißen anstatt es zu stapeln.

    Anscheinend ist die Situation etwas aus dem Ruder gelaufen. In der Regel bekommt man das als Lehrer mit den Studierenden- evtl. nur Klassensprecher und Wortführer- leicht hin, wenn man sich von den Studierenden Lösungsvorschläge machen lässt, anstatt stur den Lehrerwillen durchzusetzen (auch wenn der Lehrer Recht hat).

    Das lohnt sich, wenn es unter den Schülern welche gibt, die doch etwas lernen wollen. Die Bande von Meckerern sowie Besserwisser- und verdienern kann man doch getrost vor die Pumpe flitzen lassen.

    Ach, und was die "Lösung" mit den Steuern anbetrifft, so halte ich die für rechtsmissbräuchlich. Die Absetzbarkeit von der Steuer dient dazu, Kosten des Arbeitnehmers zu mildern, nicht die des Arbeitgebers/Dienstherren. Wenn eine Schulleitung vorschlägt, sich ausgelegtes Geld (anteilig) aus dem falschen Topf erstatten zu lassen, ist das schon ein grobes Fowl.

    Das ist zwar grundsätzlich richtig, aber so einfach kann man es sich dann doch nicht machen.

    Wer macht sich's einfach?

    Hat man Zweifel an der Rechtmäßigkeit einer solchen Anordnung zur Teilnahme an einer Fahrt, so muss (!!!) der Dienstherr hierüber in Kenntnis gesetzt werden. Und ja, solange diese Anordnung des Dienstherren besteht und nicht als rechtswidrig erkannt wurde, muss sie auch befolgt werden. Das liegt nicht im Ermessen der Lehrkraft selbst.

    Soweit. Ich bin mir einigermaßen sicher, dass die meisten Schulleiter keine Lust haben, dass bis zum Ende durchzuexerzieren. Die Andeutung einer rechtlichen Prüfung dürfte oft schon reichen. Bei uns ist es einfach, wer Lust hat fährt. Der Rest wird in Ruhe gelassen. Insofern kann ich es mir durchaus einfacher machen, als Kollegen, die gegen ihren Willen fahren müssen.


    Ansonsten bin ich bei dir, die notwendigen Kosten für derartige Dienstreisen sind selbstverständlich vollständig vom Dienstherren zu tragen, auch wenn man dafür in Vorleistung geht.

    Für die Vorleistung sehe ich keine Rechtgrundlage. Wenn mich jemand auf eine Fahrt schicken will, muss er kucken, wo die Kohle herkommt. Von meinem Konto jedenfalls nicht, auch nicht leihweise.

    Die Ablehnung des Forums bedeutet lediglich, dass Freiplätze nicht den Lehrern zustehen.

    ... sondern den Schülern, die bzw. deren Eltern dafür bezahlen. Dass man so etwas "feststellen" muss ist ja schon absurd.

    Das verkompliziert so manches (Eintritte, Busangebote etc) und verschärft eben die angespannte Haushaltslage des Reisekostenetats.

    Vielleicht sollte man nur Fahrten unternehmen, die vom Etat gedeckt sind.

    Davon völlig unberührt ist die Fahrtkosten-Umlage.

    Solltest du tatsächlich nicht gemerkt haben, dass der Wortbestandteil "frei" in "Freiplatz" gelogen ist? Reisenunternehmen verdienen ihr Geld nicht damit, dass sie Lehrer kostenlos befördern oder verpflegen. Sie kalkukieren die Presie so, dass sie so tun könnten, als ob sie etwas "frei" anbieten. In Wirklichkeit wird es von den Schülern bzw. Eltern bezahlt. Das ist eine Umlage.

    sondern ist schlicht Teil des Jobprofils, s. LDO §4:

    "Die Teilnahme an Schülerfahrten (u. a. Schullandheimaufenthalten, Schul- und Studienfahrten, Fachexkursionen, Schülerwanderungen und Schulskikursen) oder an sonstigen schulischen Veranstaltungen sowie deren Vorbereitung gehören zu den dienstlichen Aufgaben der Lehrkraft."

    Was in so einer "Ordnung"(?) steht, muss sich Abwägung mt anderen rechtsgütern gefallen lassen. Ob mn das machen muss, nur weil der Dienstherr es aufschreibt, halte ich noch nicht für abschließend geklärt.

    bedeutet eben nicht, die "Freizeit" zu opfern

    Wenn dann richtig. Eigentlich müsste schon bei Anordnung der Fahrt feststehen, wie die anfallenden Überstunden ausgeglichen werden sollen. Sie werden aber noch nicht mal erfasst. So ist es dann doch Freizeit, die systematisch in die Fahrten eingebracht wird.

    Gleichzeitig sind es aber auch diese Kollegen, die sich bei jeder Aufsicht etc. massiv über ihre Arbeitsbelastung beschweren und dann genau auf dieses besondere Engagement verweisen.

    Das ist die Stelle, an der man die Diskussion führen muss. Ich befürchte, junge Kollegen, müssen Neinsagen und das Doseiren des Engegenaments auf ein vernüftiges Maß erst lernen. Helfen wir ihnen dabei, bevor ihr Gesundheitszustand das macht.

    Ein Teil des Stresses, der mir eine lebensbedrohliche Erkrankung eingebracht hat, war auch selbstgemacht. Das ist ein Beispiel, das ich glaubhaft anführen kann.

    Das ist aber in Unternehmen auch üblich. Man streckt vor und bekommt dann später Spesen wieder.

    In den einen ja, in den anderen nicht. Ist mir aber auch wurscht. Wie das in welchem Unternehmen läuft, würde mich interessieren, wenn ich da arbeiten würde. Ansonsten sollen die das machen, wie sie wollen. Ich bin jedenfalls nicht bereit, Geld vorzustrecken. Insbesondere, wenn der Schuldner sich vorbehält zu überlegen, ob der Kredit nicht doch ein Geschenk war.

    Die Ablehnung bedeutet dann letztlich doch auch nur, dass sich der Dienstherr überlegen muss, wie er die Reisekosten der Lehrkräfte finanziert.

    Das hat er ja. Und er hat das Geld für Fahrten in dem Umfang, den er für sinnvoll hält, eingeplant. Wer sind wir eigentlich, dass wir überlegen, wie man sich darüber hinaus noch Fahrten zusammentricksen kann?

    So, wie läuft das jetzt, wenn die Schüler zur Schulleitung rennen und sich mal wieder darüber beschweren, daß meine Klausuren zu schwer sind, weil es eben nicht nur 1er und 2er gibt sondern auch 3er und 4er?

    Wie soll das laufen? Du hörst dir das an, du sagst deins, und ihr werdet feststellen, dass die Schüler eine andere Sichtweise. haben als du. Dann trägst du die Noten in die Liste ein.

    Natürlich kann man mit den Schülern eine Gespräch darüber führen, dass man gerade bei den schweren Themen aufpassen sollte etc. Aber dazu müsste man wissen, dass das auch was bringt. Wenn die auf Meckern aus sind, lässt man sie meckern. Das geht vorbei. Wenn sie ein echtes Interesse daran haben, etwas zu ändern, ist man im Gespräch.

    An der Schule meines Mannes gibt es jetzt sogar Bestrebungen, vermehrt sogar über das Wochenende auf Klassenfahrt zu gehen. Das findet bei nicht unerheblichen Teilen der jüngeren Kollegen große Zustimmung - weil es doch so nett sei, Zeit mit den Schülern zu verbringen. Mein Mann hat dann mal auf die Lehrerkosten hingewiesen und wurde damit abgewimmelt, er könnte das ja bei der Steuer abgeben.

    Da sind ja gleich zwei Unverschämtheiten in einer blöden Idee verpackt. Schriftliche Weisung abwarten/einfordern, remonstrieren, fertig.

    Wenn nicht klar ist, ob man die Kohle wiedersieht, sollte man auf keinen Fall etwas vorstrecken. Das würde ich auch verbindlich so erklären.

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