Beiträge von O. Meier

    Sorry, aber Klassenfahrten gehören nun mal zur Dienstpflicht von Lehrern.

    Nicht alles, was der Dienstherr in die Vorschriften schreibt, ist auch rechtens. Ich weiß nicht, ob schon mal jemand die Verpflichtung zur Teilnahme an einer Klassenfahrt gerichtlich hat überprüfen lassen.

    Es gibt viele Gründe, die in einer Rechtsgüterabwägung die Dienstpflicht schlagen könnten. Einen Nonsense wie 18 Stunden im Bus zu sitzen, halte ich z.B. nicht für zumutbar. Das kann man auch nicht mehr mit Dienstpflicht begründen, sondern nur mit kognitiver Derivation.

    Aber allein schon die mehrtägige Abwesenheit von zu Hause halte ich für nicht zu vernachlässigen.

    Wenn man nicht krank ist, kann man nun mal auch auf Klassenfahrt fahren.

    In dem von dir zitierten Beitrag werden auch kranke Kollegen genötigt.

    zumindest bei den Abschlußzeugnissen, mit denen die Schüler nach der 4. Klasse dann auf die weiterführende Schule wechseln, wäre das keine Option.

    Es macht bei eingeschränkten Kapazitäten durchaus Sinn, wichtigere Zeugnisse bevorzugt zu drucken. Dann ahlt so weit, wie die Kapazitäten reichen. Braucht's auf derlei Zeugnissen den auch das Textgebamsel? Ansonsten wäre der Aufwand schon geringer, da kommt man mit weniger Computern hin. Wenn die doch nicht reichen, s.o.

    Man sollte nicht alles zu seinem Problem machen.

    Eine seitenlange Datenschutzerklärung unterschreiben, die de facto den Dienstherren von jeder Verantwortung befreit, falls etwas schief geht, damit dank privater Geräte die Schüler und Eltern sauber ausgedruckte und ausführliche Zeugnisse bekommen? Nee, das würde ich auch nicht machen.

    Soweit. Das ist aber noch lange kein Grund, die Zeugnisse von Hand zu schreiben.

    "Zur Verfügung stellen"? Wie gesagt - eine Schule kann ohne weiteres auch mal Computer kaufen, wenn die Schulleitung den Arsch hochbekommt. Und das man aufgrund des neuen Datenschutzgesetzes solche Dienstcomputer nicht rechtskonform absichern kann, ist einfach sachlich falsch. Da muss man sich auch mal ein paar Cojones wachsen lassen. :(

    Oder auch nicht. Warum muss es denn vom Gesäß oder den primären Geschlechtsmerkmalen des Schulleiters abhängen, dass der Schulträger die offensichtlich notwendigen Geräte anschafft. Bedarf melden muss reichen. Danach arbeitet man mit dem, was da ist. Und macht eben das, was damit geht.

    Ich kann es durchaus verstehen, wenn Schulleiter keine Lust haben gegen Schulträger-Windmühlen anzurennen. Da kann man jede Menge Energie und Eier nutzlos verbrennen.

    a, ich scheue den Konflikt. Jedenfalls bis ich meine Verbeamtung sicher durch habe.

    Und dann? Wirst du dann den Absprung in Richtung Zivilcourage schaffen? Oder kuschst du dann, weil du aufs Beförderungsgutachten schielst?

    Probleme bekommt - in unterschiedlichster Hinsicht (z.B. Wandertage der betreffenden Kollegen werden aus fadenscheinigen Gründen nicht mehr genehmigt, sie werden in Klassen "gesteckt", in die sie nicht möchten oder aus ihren Wunschklassen rausgenommen, Fortbildungen werden nicht genehmigt, Vorhaben zur Weiterentwicklung des Faches werden behindert, besonders viele Zusatzarbeiten wie Noteneingabe bei Zeugnissen, Protokolle in Konferenzen, etc.pp. zugeteilt

    Äh, davor hast du Angst? Diese Auflistungen zeigt doch nur, wie wenig dir ein SL anhaben kann. Ja, mei, dann gehste mal nicht wandern. Und was die Fortbildungen anbetrifft, immer schön die Ablehnungen dokumentieren. Irgendwann kommt jemand und fragt, warum du so wenig fortgebildet bist.

    Was Vorhaben zur Weiterentwicklung eines Faches sein sollen, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Mach' anständigen Unterricht und bring deinen Schülern etwas bei. Fertig. Bisschen Konzentration aufs Wesentliche, weniger Geschwurbel. Die Welt retten wir eh nicht mehr.

    Protokolle schreibe ich gern. Gerne als Verlaufsprotokolle, reine Ergebnisprotokolle sind langweilig. Nee, man muss schon den Diskussionsverlauf mit einigen Zitaten belegen. Dann hat man auch hinterher noch Spaß an so einer Sitzung.

    Das sind aber alles Maßnahmen des SL, die er auch nach deinem Lebenszeitgutachten noch hinkriegt. Wenn du davor Angst hast, weiß ich nicht, ob deine Konfliktfähigkeit noch zunehmen wird. Der nächste SL kann das übrigens auch.

    Wenn meine Lebenszeit durch ist, habe ich noch ein Jahr um dem Chef ein wenig einzuheizen, in dem Wissen dass er mir nichts ernsthaftes und innerhalb eines Jahres auch nicht mehr allzu viel kann.

    Das wird den denn aber noch nicht mehr interessieren. Im letzten Jahr trägt der noch seine Cord-Anzüge auf und das war's dann. Dem heizst du nicht mehr ein.

    Oh, wie ich sie hasse, diese Hosenscheißer.

    Kein Mitleid. In der Schule gibt es nicht genug Computer, weil die Kollgen dort durch Benutzung der privaten Geräte jahrelang, systematisch über den Bedarf hinweggetäuscht haben.

    Und jetzt dann pflichtschuldig von Hand zu pinseln, würd' mir auch nicht einfallen. Nee, man nimmt dier Computer, die da sind, und dann sind die Zeugnbisse fertig, wenn sie fertig sind.

    Ich frag mich mittlerweile immer öfter, ob da irgend ein System bei der Auswahl der Nulpen-/Diktatoren-Schulleiter steht: Gibt es da irgend eine Klausel die vorschreibt, das der Schulleiter ein Arsch sein muss?

    Vielleicht erziehen sich die Kollegien solche auch, indem sie vermitteln, dass sie vor dem geringsten Druck einknicken und man so am einfachsten die Bande im Griff hat.

    Lebenszeitverbeamtung nicht gefährdet werden sollte. Leider muss ich zu den ersten beiden Fällen sagen: "Ist bei uns leider so", und beim dritten fürchte ich ebenfalls dies sagen zu müssen und möchte es (was hoffentlich halbwegs verständlich ist) nicht drauf ankommen lassen.

    Ja, mei, dann wartest halt ab, bis du die Lebenszeit hast und machst dann ein Fass auf. Da du immer noch ein ganzes Arbeitsleben vor dir hast, lohnt sich das auch noch.

    Aber nur so, sich beschweren bzw. nachfragen, ist natürlich kein Grund für ein Gutachten, nach dem du dich nicht bewährt hättest. Da müsste dein Chef sich schon 'was ausdenken, um dir einen 'reinzuwürgen. Das traust du ihm zu? Überlege dir gut, ob du denn Rest deines Arbeitsleben in dem Laden verbringen möchtest.


    Solange jedoch Lehrerrat und Kollegium dahinterstehen, macht man sich natürlich ggf. unter den KollegInnen unbeliebt.

    Darauf sch***** ich regelmäßig. Wenn es eigene Belastungsgrenzen geht (und damit um meine Gesundheit), bin ich wenig kompromissbereit. Die anderen können ja freiwillig mehr arbeiten oder sich ihre Stunden in Prüfungsklassen nur zu einem Viertel anrechnen lassen, wenn ihnen das Spaß macht. Die können im Winter uch barfuß 'rumlaufen, aber sie sollen mich in Ruhe lassen.

    Abgesehen davon kenne ich das Phänomen, dass niemand etwas sagen möchte. Wenn dann hinerther etwas anders geregelt wird, sind manche doch froh und sprechen einen darauf an (gerne, wenn niemand zuhört). Bei der nächsten Diskussion auf der Lehrerkonferenz steht man aber wieder alleien da. Habe ich schon gesagt, dass ich darauf sch****, ob ich bei solcherlei Leuten unbeliebt bin?

    Erstmal danke für die Info. Da ich noch nicht in die Verlegenheit gekommen bin, Überstunden abrechnen zu müssen, kenne ich mich da tatsächlich nicht aus.

    Darf ich die Zeit, die diese Abrechnung erfordert auch als Überstunden abrechnen?

    Als Überstunden/Mehrarbeit gilt ja nur Unterricht. Allerdings kannst du in der Zeit, in der du die Abrechung machst, ja nicht anderes machen: Schüler beraten, Unterricht vorbereiten, dem Schulleiter eine kleine Aufmerksamkeit basteln. Derjenige, der dieses Abrechnungssystem in der Komplexität erdacht hat, wird schon gewusst haben, was er da tat.

    om

    An Berufsschulen haben wir das Problem mit den Überstunden ja regelmäßig, da die übliche Lehre in Deutschland 3,5 Jahre dauert. Im ersten Halbjahr sammelt man da massiv Überstunden und im 2. Halbjahr sind die Abschlußklassen dann weg und man baut massiv ab.

    Mein Rekord bisher waren 32 Wochenstunden im 1. Halbjahr und ja, da habe ich dann auch wirklich alle Extrawünsche nicht mehr beachtet.

    Das sit zunächst mal ein Problem der Schulleitung, die den Unterricht entsprechend organisiseren muss. Ich würde es nicht zu meinem Problem machen. 32 Stunden/Woche gehen einfach nicht. Mal 'ne Woche um vor den Prüfung einen kranken Kollegen zu vertreten und dafüt etwas anderes schleifen lassen, jo. Aber ein halbes Jahr auf 125% ist Unsinn.

    Ich verstehen nicht, warum sich erwachsene und gebildete Menschen an solchen Stellen immer wieder so behandeln lassen. Nach der derzeit geltenden Rechtslage muss man keine 6 bis 7 Überstunden einen halbes Jahr lang ohne Zustimmung machen. Wer's doch macht, muss ich auch nicht beschweren (Und hat auch keinen Grund zu meckern, wenn Frau MInisterien die Notwendigkeit der Zustimmung streichen möchte).

    ADO, § 13, Absatz (2), Satz 2:

    "Eine Überschreitung um mehr als zwei Stunden soll in der Regel nicht ohne Zustimmung der betroffenen Person erfolgen, wenn sie über zwei Wochen hinaus andauert."

    Darauf sollte man sich zunächst berufen.

    Ich fand es halt richtig fies, daß da auch die Fehlzeiten, die ich gar nicht verschuldet habe, mir zur Last gelegt wurden, während die Verursacher dafür sogar noch die Überstundenzulage bekommen haben. Daher würde ich nur noch zusätzliche Stunden fürs Überstundenkonto machen und nicht gegen Bezahlung.

    Und du meinst, dass in den Fällen, in denen dir die Überstunden nicht für die Bezahlung angerechnet werden, sie dir auf dem Überstundenkonto gut geschrieben werden? Wohl kaum. Wenn es keine Überstunden sind, sind es auch keine Überstunden.

    1. Der Titel des Threads ist irreführend. Es werden lediglich erweiterte Möglichkeiten für das Anordnen von Überstunden geschaffen. Dass jeder zu Überstunden verdonnert würde, ist Unfug.

    Es bleibt zu hoffen, dass die Schulleiter merken, dass 6 Überstunden für ein halbes Jahr nicht gehen. Manche von denen sollen ja nicht völlig verblödet sein. Falls doch: Remonstrieren, Überlamstungsanzeige stellen. Bei akuter Überlastung Arzt aufsuchen. Zur Not klagen. Nicht alles, was Frau Ministerin erlässt, ist auch rechtens.

    Also erstmal abwarten, was sich vor Ort wirklich ändert. Hängt natürlich davon ab, wieviel Druck auf die SL gemacht

    2. Da hat uns die FDP jahrzehntelang erklärt, dass man sich am Markt orientieren müsste. Und jetzt zeigt sie dann mal, wie das geht. Es gibt zu wenig Lehrer in NRW, also muss man den Job attraktiver machen. Und zwar nicht durch höhere Bezahlung, höhere Verbeamtungsaltersgrenze, weniger Stunden, weniger Verwaltungsdriss. Nein, mit der Chance auf Überstunden fängt man Mäuse. So wird's gemacht.

    3. Der Oberknaller ist, dass die geplante Erfassung von Stundenausfall von Lehrern durchgeführt wreden soll. Als ob es kein Verwaltungspersonal gäbe, das das besser kann. Nee, obwohl Lehrer fehlen, sollen dafür Lehrerstellen investiert werden, d.h. Lehrer machen mehr Verwaltung und dafür weniger Unterricht. So wird die Veerwaltung verschlankt. Glückwunsch.

    Bei uns (Gym) herrscht ein Handyverbot,

    Geht es dabei um ein Verbot der Daddelei im Unterricht oder ein generelles Mitführungsverbot?

    Wir gehen davon aus, dass die Schüler mindestens am Anfang sehr intensiv (also evtl. mehr als sowieso im privaten Bereich) mit ihren Handys beschäftigt sein werden, dass das aber durch den Gewöhnungseffekt irgendwann abebbt.

    Davon ginge ich nicht aus. Der durchschnittliche junge Mensch tippt und wischt 25 von 24 Stunden am Tag inhalts- und kognitionsbefreit auf seinem Smartie-Fön herum. Warum sollte sich gerade in der Schule ein Gewöhnungseffekt einstellen?

    Ciao. Macht's gut.

    Mach's besser. Falls du doch noch mitliest:

    1. Ja, Lehrer sind arrogant. Vielleicht sogar etwas mehr als andere Leute. Insofern würdest du passen. Die meisten glauben alles besser zu wissen und viele wissen wirklich alles besser. Auch besser als ihre Kollegen. So sind sich dann zwei Lehrer im Wesentlichen nur darin einig, dass der dritte ohnehin keine Ahnung hat.

    2. Darüber hinaus bellst du den falschen Mond an. Die Regeln sind, wie sie sind. Und auch darin sollte man sich rechtzeitig gewöhnen, wenn man sich in den Schuldienst begeben möchte: Regeln und Vorschriften machen nicht immer Sinn.

    Wenn hier jemand mitliest, der ernsthaftes Interesse an einem Quereinstieg hat, so wiederhole ich meinen Tipp, mit Schulen Kontakt aufzunehmen. Wenn ein Gymnasium einen Physik-Lehrer braucht und den Eindruck hat, dass man einen Igenieur zu einem solchen upgraden kann, haben die bessere Chancen, gegenüber der Aufsichtsbehörde etwas du chinchen.

    Was mir jetzt aber etwas Bauchschmerzen bereitet, ist die DSGVO. Wenn ich unsere Datenschutzbeauftragte richtig verstanden habe, ist es das wichtigste, dass man eine Datenschutzerklärung auf der Homepage hat.

    Nunja, Datenschutzbeauftrage wird man halt durch Ernennung.

    Die Rechtslage kann ich nicht beurteilen. Mir will es aber so vorkommen, als wenn man eine Datenschutzerklärung braucht, wenn man Daten speichern will. Was wäre das?

    Ansonsten meine ich, dass die Schulleitung und die Datenschutzbeauftragte sich zusammensetzen sollten, um das zu klären. Wenn ich für die technische Umsetzung verantwortlich wäre, würde ich da jegliche Verantwortung für Inhalte ablehnen (auch schriftlich).

    Wie dringend braucht ihr die Homepage?

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