Beiträge von O. Meier

    Ich habe eigentlich gar keine Angehörigen mehr, die sich nach meinem Tod um irgendwas kümmern könnten.

    Das ist in gewisser Hinsicht praktisch. Du musst dir nämlich nichts irgendwie vorbereiten, damit deine Angehörigen weniger Probleme mit der Abwicklung deines Nachlasses haben.

    Und dir wird es nach deinem Tod wirklich egal sein, ob irgendjemand in deinem Arbeitszinmmer nach einem Schulschlüssel sucht.

    Also mach dir keinen Stress.

    Was passiert eigentlich mit Klassenarbeiten, Test usw. die ich bei mir privat daheim zu Korrektur lagere und ich erkranke schwer oder verunglücke tödlich? Hat die Schule bzw. die Schulleitung das Recht, die Wohnung zu betreten und dort nach Unterlagen von Schülern zu suchen?

    Eine Frage, die man nicht stellen müsste, wenn Lehrer ihr Arbeitszimmer da hätten, wo es hingehört.

    In einem mir bekannten Fall, in dem es um notenrelevante Unterlagen ging, hat eine Fachkollegin mit den Hinterbliebenen gesprochen und Zugang zum Arbeitszimmer bekommen. Da ging es nicht eine Sekunde um rechtliche Fragen sondern um Pietät.

    Mir persönlich ist das - wie alles, was nach meinem Tod passiert - wurscht. Das sind dann Angelegenheiten der Lebenden. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass das recht individuelle Ordungssystem, das ich pflege, Angehörige wie Kollegen gleichermaßen davon abhalten wird, überhuapt etwas zu finden. Aber wie gesagt, dann nicht mehr mein Problem.

    Wie quadriert man unfallfrei -1? Wann braucht man Klammern? Da gibt es noch genügend zu besprechen.

    Bzw. hätte es zu besprechen gegeben. Wenn sie am BK aufschlagen, müssten die Schüler solcherlei eigentlich schon können. Mit und ohne TR. De facto können sie aber weder im Kopf noch schriftlich rechnen und scheitern auch in der Taschenrechnerbedienung.

    Gibt es auch für fertige Lehrer mit "doofen" Fächern die Möglichkeit, über eine Fernuni Mathe nachzuholen,

    Nur vom Hörensagen im Seminar, keine belastbare Quelle verfügbar: Wennn du ein zweites Staatsexamen hast und ein erstes Staatsexamen für die gleiche Schulform in einem weiteren Fach erwirbst, hast du in dann auch gleich das zweite Staatsexamen in jenem Fach und somit die Lehrberechtigung.

    Die Aufgabe wird, ohne ein Bild zu machen, vom Kameraauge registriert. Schon beeindruckend

    Verstehe ich nicht. Vielleicht haben wir auch unterschiedliche Vorstellungen von "erklären".

    Also neben "scannen" und "fotographieren" kann so ein Kamera"auge" also auch noch "registrieren". Was das sein soll, weiß man aber auch nicht. Und so verdunstet der eben noch betonte Unterschied im Nebel unklarer Begriffe.

    Dort anzurufen bringt offensichtlich nichts, telefonieren mit Call-Centern ist sinnlos. Also muss man zumindest etwas Schrifliches hinterlassen. Ich sehe da keinen großen Aufwand das in Kopie der Bezirksregierung, dem Wahlkreisabgeordneten im Landtag oder jemandem, der dir noch so einfällt, zukommen zu lassen.

    Der Anwalt will im Zweifelsfall erstmal Geld sehen. Falls du in der Gewerkschaft bist, könntest du deren Rechtsberatung/-schutz in Anspruch nehmen.

    Wer diese NUR mit der App macht, lernt an der Stelle nichts und fällt in der Arbeit auf die Nase. Wer sich allerdings das anschaut, was die App macht, kann mit ihr als praktischem Hilfsmittel weiter kommen als daohne.

    Taschenrechner haben dazu geführt, dass keiner mehr Kopfrechnen kann. Die Annahme, dass Schüler ein solches Tool intelligenter einsetzen, erscheint mir nicht begründet.

    Letztendlich können wir nicht verhindern, dass sich die Schüler die Chance, etwas zu lernen verbauen.

    Es gibt genügend Aufgabenformate jenseits von "hier ist die Gleichung, löse sie", die ich stellen kann

    Vielleicht möchte ich aber auch solche Aufgaben stellen, weil ich meine, dass die Rechenfähigkeiten zur Mathematik dazu gehören.

    Verpackt in Text, selbst erläutern, zu einer Situation ein mathematisches Modell erstellen und begründen/bewerten etc.

    Auch solches gehört dazu. Aber soll ich deswegen den Rechenanteil aus den Klausuren weglassen? Diejenigen, die über eingeübte Rechentechniken Punkte ergattern konnten, verlieren eine Möglichkeit.

    und das in der Arbeit sichtbare Smartphone ist sofort die Note 6.

    Joo, klar. Aber es nervt eh schon ständig nach technischen Täuschenungsversuchen Ausschau halten zu müssen. Da ich kein Smartphone habe, kann ich die App nicht ausprobieren. Sonst würde ich mal schauen, im welchem Stil diese die Lösungen aufschreibt. Damit hätte man einen Marker bei den Schülerlösungen, auch wenn man sich nicht auf frischer Tat ertappt. Aber auch die Vorstellung dieser Art von Ermittlung nervt.

    Oh, Mann. Vielleicht sollte das Land dann doch mal die SL-Stellen (wirtschaftlich?) attraktiver gestalten, damit sich nicht nur gestörte Geister bewerben.

    Versetzung: Ich würd' mir da nicht nur überlegen, wo ich weg will, sondern auch, wo ich hin will. Mal informell Kontakt zu Schulen aufnehmen, die von der Lage in Frage kommen. Passt das Profil, Kollegium, Schulleitung? Können die einen vielleicht sogar brauchen? Und vielleicht schreiben die sogar etwas passendes aus. Gibt es nicht so etwas wie "Versetzung vor Neueinstellung"? Der Sog könnte die Versetzung wahrscheinlicher machen.

    Bis dahin oder alternativ: Ruhe bewahren. Hat der SL womöglich eine cholerische Tendenz? Klingt so, wenn du von lautstarken Auseinandersetzungen berichtest. Nichts bringt einen Choleriker mehr auf die Palme als ein Gegenüber, das betont ruhig bleibt. Da kann man jede Menge Spaß haben. Und Spaß bringt einen im Leben wirklich weiter.

    Du hast ein Mobiltelefon? Die soll's ja mittlerweile mit Kamera geben. Keine Ahnung, wofür das gut sein soll.

    Man muss seinem Chef nicht antworten. Wenn er auf dem Flur 'rumschreit, gäbe ich ihm maximal zu verstehen, dass sein Benehmen nicht adäquat ist, bevor ich mich umdrehte und weitergänge.

    Wenn er zum Gespräch lädt, Vertrauensperson mitnehmen. Alles protokollieren. Nicht mehr sagen, als unbedingt nötig.

    denn es werden offen auf dem Gang Kollegen angebrüllt, doch bitte schnellstmöglich einen Versetzungsantrag zu stellen, sonst gäbe es eine Vorladung beim Dezernenten.

    Solche Drohungen sind allerhöchstens lächerlich. Als ob der SL den Dezernenten anweisen könnte, jemanden vorzuladen. Kann man ignorieren. Kann man aber auch mit "Gute Idee. Ich hab' dem Dezernenten ohnehin noch was zu erzählen. Wann wäre der Termin?" beantworten.

    Und vielleicht rafft ja bei der Bezirksregierung angesichts dieser Masse von Versetzungsanträgen doch jemand, dass das seine Gründe hat ...

    Kaum. Ich bezweifle, dass es bei den Bezirkregierungen Leute gibt, die wissen, was eine Schule überhaupt ist. Geschweige denn, dass die wüssten, was da gemacht wird und wie da gearbeitet wird. Und selbst, wenn die was merken sollten. Sollen die einen fähigen Schulleiter backen? Die können doch nur die nehmen, die sich bewerben. Da Ergebnis kennst du.

    Bleibt für mich die Frage, wie weit ich als Lehrer wirklich gehen muss, um Unterlagen von den Eltern zu bekommen.

    Keine Ahnung. Letztendlich dürfet das ein Fall sein, der nicht explizit geregelt ist, weil er auf den Schreibtisch der vorschriftenerlassenden Experten nicht vorkommt.

    Anrufen würd' ich schon mal gar nicht. Da gibt's 'nen Brief mit 'ner Frist, gerne auch 'nen zweiten. Und dann dürfte sich der SL darum kümmern, herauszufinden, welche Instanz der Schulaufsicht sich denn berufen fühlt, hier ein Busgeld zu verhängen.

    Die Mitwirkungspflicht der Eltern ergibt sich zumindest mittelbar aus der Schulpflicht. Und da hat die Freiheit dann ein Ende.

    (Ob das eine oder das andere sinnvoller ist, wäre sicher anderenorts noch zu diskutieren.)

    Eher nicht. Ihr habt ja schon eine Entscheidung, oder? Das Lizenz- und Anmeldegeaffel spricht nicht gerade für Microsoft. Für 5 Arbeitsplätze irgendwelche Verträge abzuschließen, scheint sich auch nicht zu lohnen.

    Insbesondere scheint es mal wieder so zu sein, dass es kein hauptamtliches Personal für so etwas gibt. Der Schulträger stellt euch die Hardware hin. Udn irgendein Kollege darf sich dann um die Bestücking mit Software und die Wartung kümmern. Oder habt ihr technisches Personal?

    Aus der Sichtweise würde ich mich für etwas wenig Aufwendiges entscheiden. Und während Villa Riba noch über den Lizenzbedingungen brütet, hat Villa Bajo OO schon geladen und installiert.

    Viel Erfolg!

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