Beiträge von O. Meier

    Leider hat meine Schulleitung es mit der Rückendeckung für Kollegen nicht so ganz, von daher bin ich skeptisch, was mich erwartet...

    Also heißt es vorsichtig agieren. Zunächst mal erzählst du nur, was du auch gefragt wirst. Aber man muss schon nicht alles fragen lassen. Also äußerst du dich zu dem Vorfall in der Toilette.

    Ich ignorierte den Beleidigungsvorwurf. Der ist so wenig konkret, dass er keine Beachtung verdient.

    Richtigstellung wichtig finde ich die Frage, ob du dich in Textform äußerst (E-Mail-Antwort) oder du im Beisein einer Vertreterin des Lehrerinnenrates mit der Schulleitung sprichst.

    Radfahren ist nach wie vor keine Arbeitszeit.

    Irrelevant. Die Planung, das Denken, das Überlegen und Grübeln gehört zu unsere Arbeit. Die kann man im Sitzen, Stehen oder Liegen ausführen. Dabei im Zimmer umherlaufen, im Garten auf einem Bein springen, in der Badewanne zwischen den Statik-Tauchgängen oder auf dem Laufband.

    Wenn man „Planung/Vorbereitung“ auf den Stundenzahl schreibt, muss man dann dazuschreiben, wo man das macht? Café, Parkbank, B101?

    Was ratet ihr mir?

    Dich zu entspannen. Irgendwelche Vorwürfe von Schülerinnen muss man heutzutage als normal werten.

    Mich erstmal krank melden?

    Wieso? Bist du krank? Nexus zur Aufsicht unklar.

    Bei Aufsichten nicht mehr eingreifen solange es nicht um Leben und Tod geht?

    Du machst deine Aufsichten so wie bisher. Es sei denn, dass du dir eines Fehlers bewusst wärest. Dann wäre dir anzuraten, diesen nicht zu wiederholen.

    Kann ich darauf bestehen, dass mir die Abteilungsleitung die genauen Vorwürfe zukommen lässt?

    Kannst du. Fragt sich nur, ob das etwas nützt und sie dir mehr sagt.

    Du musst dich zu der Frage, ob du jemanden beleidigt hast, nicht äußern. Also tust du das auch nicht. Was ist denn gewesen? Du hast der Schülerin gesagt, sie solle da 'runterkommen, oder? Dann schreib' das.

    Habe ich schon erwähnt, dass das Kopieren kein gutes Beispiel ist? Es bleibt aber die Tatsache, dass wir jede Minute unserer wöchentlichen 41 Stunden nur einmal durchleben können.

    Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: den Verantwortlichen ist diese einfache naturwissenschaftliche Erkenntnis häufig nicht zu eigen. Wenn man also samstags Show-Programm macht, macht man etwas anderes nicht. Man muss also abwägen, ob diese Veranstaltung so wichtig ist, dass man schlechter vorbereiteten Unterricht oder längerer Korrekturdauer dafür in Kauf nimmt.

    Das macht ja Sinn, sich vorher zu informieren. Aber eine ganze Schulung besuchen, nur um danach zu sagen "nö, gefällt mir doch nicht" ist auch nicht sinnvoll. Ich käm mir verarscht vor.

    Und wenn man sagen muss „das schaffe ich nicht“ oder „das schaffe ich nur mit hohem Zeitaufwand“? Wer wurde dann verarscht?

    Ansonsten klärt man vorher, wozu die Schulung dient. Aber dass man eine Sache auf Gedeih und Verderb machen muss, nur weil man eine klitzekleine Schulung besucht hat, kann es auch nicht sein.

    Die Frage stellt sich aber nicht, wenn alle Beteiligten sich einig sind, dass dafür kein Geld da ist.

    Kopieren ist weder unter meiner Würde noch schluckt es sonderlich viel Zeit. Da gibt es andere Punkte, mit denen man uns besser den Rücken freihalten kann. Verwaltungstätigkeiten werden immer wieder genannt. Und das ist es tatsächlich so, dass andere das besser können. Die haben eine entsprechende Ausbildung. Das erlebe ich immer wieder, wenn ich mit unserem Verwaltungspersonal etwas bespreche. Die kennen sich da besser aus.

    Ich nehme uns Lehrer an der Förderschule auch zum großen Teil als "role model" für unsre Schüler wahr.

    Sicher. Und das du von den Schülerinnen als Vorbild wahrgenommen würdest, merktest du daran, dass sie Elemente deines Verhaltens übernehmen. Wenn sie also z. B. auch Kuchen buken oder beim Kuchenverkauf hülfen. Mir scheint es aber so, als wenn sie lernten, dass ihre Eltern alles richtig machen, wenn sie sich nicht kümmern, weil sich halt irgendjemand anders kümmert (Lehrerinnen z. B.).

    Wie gesagt, so ein Schulfest kann ein prima Lernanlass sein, wenn wir die Schülerinnen einbinden. Wenn nicht, dann nicht. Dann sind wir nur Dienstleisterinnen, damit andere ein Stück Kuchen bekommen.

    Und ich nehme hieraus mit, dass ich für das nächste Event vorschlagen werde, dass auch Eltern Kuchen backen (Bänke schleppen, ...).

    Wie gesagt, ich fände es wichtig, dass die Schülerinnen eingebunden werden. Das schließt natürlich die Eltern nicht aus.

    Tja nun, dann hat wohl euer Schulträger "gepennt".

    Wie so oft.

    Dort lässt sich aber nicht einstellen, dass die Blätter sortiert geheftet und auch gelocht werden sollen.

    Eine passende Treiberin hülfe. Schul-IT halt.

    Unsere "normalen" Drucker, die auch in recht vielen Klassenräumen stehen, sind im Übrigen kleiner und "einfacher" als die großen Kopierer (oder "Document Center", wie du es nennst).

    Man muss so etwas nicht in jeden Klassenraum stellen, aber im Lehrerinnenzimmer bzw. entsprechenden Arbeitsräumen kann man so etwas schon gebrauchen. Oder eben die passenden Treiberinnen installieren.

    Schul-IT halt.

    Bei uns letztendlich genau so. An den Kopierern ist zwar Ethernet eingesteckt, aber keine weiß wofür. Alks Netzdrucker gehen sie jedenfalls nicht. Die Wartungsfirma schafft es noch nicht mal, die so anzuschließen, dass entsprechende Meldungen an die Leasingfirma gehen, wenn z. B. Toner gebraucht wird. Statt dessen gehen wir ins Büro, sagen Bescheid, und dann wird da angerufen.

    Nicht nur, dass der Leasingvertrag und scheiß Geräte beschert hat, er wird noch nicht mal in vollem Umfang in Anspruch genommen.

    Schul-IT halt.

    da durch den Schulträger geleast

    Ja, genau. Seit sich jemand den Leasing-Vertrag hat aufschwatzen lassen, haben wir den Schrott.

    geheftete wie auch gelochte Arbeitsblätter oder Klausuren benötige, was der Drucker ja nicht leisten kann (zweiseitig ja, heften und lochen nicht).

    Kopierer sind auch nur Drucker. Ein vernünftiges Document Center kann das alles. Den Umweg, etwas auszudrucken, um es dann einzuscannen, damit man es wieder ausdrucken kann, braucht es nun wirklich nicht.

    Kopieren ginge ganz gut, wenn der Kopierer nicht ein völlig fehlkonstruierter Klump wäre, der viel Schrott produziert, weil er so schlecht zu bedienen ist.

    Anstatt ein Exemplar zu drucken, damit nach nebenan zu gehen, um 19 Kopien herzustellen, bin ich besser bedient, direkt beim Drucken „20“‘ einzustellen.

    Hygienevorschriften für Großküchen. Auch interessant, aber nicht relevant.

    Was hat das damit zu tun, dass Lehrerinnen ihre Dienstzeit mit Kuchenverkauf verbringen, anstatt sich um die Ausbildung und Erziehung der anvertrauten jungen Menschen zu kümmern?

    Alleine die Administration zu übernehmen und das auch noch in einem größeren System ohne Schulung halte ich für absolut unsäglich. Das sollte man der Schulleitung um die Ohren werfen. Entweder wird die Schulung bezahlt, oder sie kann es selbst administrieren.

    Oder vielmehr: vor der Schulung erklärte ich mich nicht bereit, die Administration zu übernehmen. Du weißt ja gar nicht, was auf dich zukommt. Auch über die Bedingungen verhandelte ich erst nach der Schulung.

    Die Schulungen sind jedoch nicht ganz billig, so dass ich mich frage, ob die sich überhaupt lohnen oder rausgeschmissenes Geld

    Darüber kann sich doch diejenige Gedanken machen, die die Entscheidung für ein Produkt fällt. Die Schulungskosten sollte man schon mit einplanen.

    Ich schickte lieber zwei Menschen statt einen. Auch bei der Administration braucht es Redundanzen.

    Hast du mit deiner SL schon über die Entlastung gesprochen?

    Die Kinder dürfen nicht mit eingebunden werden? Interessant

    Dann ist das Schulfest sinnlos. Kuchen mampfen kann man überall. Mit unserer didaktischen Ausbildung können wir aber daraus einen Lernanlass machen.

    Wenn das an Schule auch schon verboten ist, dann kann ich nicht mehr sprechen.

    Ich habe ja hier einige Userinnen auf „Ignore“ gesetzt. Andere überlese ich mehr, als dass ich sie lese. Die Meinungen mancher interessieren mich einfach nicht. Trotzdem finde ich das Gelache als Reaktion störend, auch wenn ich weiß, von wem es kommt.

    Das wirkt einfach nicht nach einer inhaltlichen fundierten Stellungnahme zu geäußerten Thesen. In meiner Welt macht sich da die Lachende mehr zum Löffel als die Ausgelachte.

    Und ich finde, keine Arbeit ist unter irgend jemandes Würde.

    Durchaus. Trotzdem leben wir in einer arbeitsteiligen Gesellschaft. Diese hat durchaus den Vorteil, dass Tätigkeiten von denen ausgeübt werden, die das gut können, eine entsprechende Ausbildung haben etc.

    Wenn die Ärztin putzt, operiert sie in der Zeit nicht. Das kann dann ja der Raumpfleger machen. Ist bestimmt nicht unter seiner Würde. Ich halte das aber nicht für ausoptimiert.

    In der Realität ist es so, dass Raumpfleger nicht operieren und Gastronomie-Mitarbeiterinnen keinen Unterricht halten (Meisterinnen ausgenommen), weil ihnen schlicht die formale Qualifikation fehlt. Damit die ihre Arbeit machen können, bietet es sich an, dass man ihnen mit anderen den Rücken frei hält.

    Ja, ich kann samstags Kuchen verkaufen. Dann gibt es Montag drauf unvorbereiteten Unterricht. Beides ist nicht unter meiner Würde. Aber optimal ist es halt nicht.

    Wenn jetzt jemand anführt, sie müsse Kuchen backen, damit der Förderverein Einnahmen habe, wittere ich mal wieder verschobene Maßstäbe.

    Man macht es uns leicht, den Blick fürs Wesentliche zu verlieren. Holen wir ihn uns doch zurück. Wenn das Kerngeschäft erledigt ist, können wir mit der übrigen Zeit immer noch Spökes machen.

    Ob Menschen ihre Vorurteile über Beamtinnen bestätigt sehen, ist mir wurscht. Sie legten sie auch nicht ab, wenn wir anders handeln. Oder hat euch schon mal jemand gesagt: „Ich finde das toll, dass Sie Kuchen gebacken haben. Ich schreibe mal meine Wahlkreisabgeordnete an wegen einer Besoldungserhöhung.“?

    Bei uns sind im Förderverein nur Kollegen ;)

    Wir haben echt ... "einfache" Eltern.

    Den Kuchen für den Kuchenverkauf am Sommerfest backen auch, guess what, wir Kollegen.

    (Sonst gäbe es keinen Kuchenverkauf, auch egal, aber so kaufen die Eltern den Kuchen und das Geld geht in den Förderverein und wenn ich das Materialgeld für den Kuchen geben würde, wäre es weniger)

    Ich geb' schon gar nichts für den Förderverein. Kein Interesse. Wenn die Eltern kein Interesse haben, habe ich schon zweimal keines.

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