Beiträge von O. Meier

    Es geht aber ja wirklich auch einfach mal ein paar Stunden lang ohne Handy…

    Oder auch nicht, wenn das Mobiltelefon z. B. die Fahrkarte ist oder Abholschein fürs Paket oder so. An vielen Stellen geht man heutzutage davon aus, dass die Menschen immer Mobiltelefone mit sich führen.

    Um welches hypothetische Bundesland handelt es sich denn? Im realen NRW jedenfalls muss schon ab der ersten Überstunde bezahlt werden, wenn man in Teilzeit ist. Ansonsten sollte man sich melden, wenn man merkt, dass die Überstunden zu viel werden könnten.

    Mehr kann ich nicht beitragen. Die hypothetische Situation ist nicht so richtig genau beschrieben.

    Man Beweise mir das Gegenteil.

    Vertrauensarbeitszeit. Q. e. d.

    es geht um die Definition von Arbeitszeit. Ich finde es total sonderbar, das ausgerechnet in diesem Thread damit argumentiert wird, jemand arbeite nicht, weil er keine Unterrichtsverpflichtung für einen bestimmten Tag hat.

    Dass man keinen Unterricht hat, heißt nicht, dass man nicht arbeitet. Es gibt an diesen Tage, an diesen Zeiten aber keine Verpflichtung, dann zu arbeiten. Habe ich die Vertrauensarbeitszeit schon erwähnt?

    von dem kann ich doch erwarten, dass er Mittwochabend online auf den Vertretungsplan guckt, ob sich Donnerstag was geändert hat.

    Nach der hier schon zitierten Vereinbarung zwischen Ministerium und Personalräten für das LNd NRW muss man das eben nicht. In der Vereinbarung selbst steht sogar, warum. Es geht um die Arbeitsdichte und den Stress.

    D. h., wenn ich Mittwoch keinen Unterricht habe und deshalb nicht in der Schule bin, muss ich die Änderungen für Donnerstag bis Dienstag kennen. machen wir bei uns so, klappt.

    Habt ihr eigentlich mal darüber nachgedacht, warum das Vertretungsplan heißt?

    Der SL könnte auch anordnen, dass mittwochs eine Stunde zu unterrichten ist, solange kein TZ-Konzept vorliegt, dann ist der Kollege eh vor Ort

    Kann sie ja machen. Und dann lebt sie mit den Nachteilen, dass man z. B. keinen Home-Office-Tag hat, an dem man bestimmte Dinge erledigen kann. Falls ich es noch nicht erwähnt habe: von mir aus gerne 8 bis 17 Uhr im schulischen Dienstzimmer. Was dann nicht erledigt ist bleibt liegen. Warum machen das die Dienstherrinnen nicht so?

    Abgesehen davon war ich sehr schnell raus, weil ich den Overheadprojektor sicher nicht in mindestens 25% meine Unterrichtsstunden verwende, aber auch nicht nie. Damit konnte ich kein Kreuz setzen und musste abbrechen.

    Grober Fehler bei den Antwortmöglichkeiten, möcht’ ich meinen.

    Bei der Frage nach den Dokumententypen finde ich die Auswahlmöglichkeiten auch etwas knapp. Ich verstehe die Frage auch nicht. Wenn ich ein Arbeitsblatt austeile, das in Word erstellt wurde, verwende ich dann diesen Dokumententyp? Oder tue ich das nur, wenn ich am Rechner im Unterricht daran rumfuhrwerke?

    Aber ich bleibe dabei: Sek2-Lehrkräfte an Grund- und Förderschulen schicken, das passt einfach nicht.

    Das möchte ich so pauschal nicht stehen lassen. Aber manche Kolleginnen sollte man gar nicht auf Menschen loslassen. Dass die nicht in Bereiche gehören, bei denen man vielleicht etwas mehr Fingerspitzengefühl braucht, dürfte klar sein. Aviator an eine Förderschule zu schicken, wäre eine erhebliche Sauerei den dortigen Schülerinnen gegenüber gewesen. Das heißt aber nicht, dass andere die Herausforderung nicht annehmen könnten.

    Ich finde es übrigens spannend, dass hier bei einer schulformgleichen Abordnung alle so "verständnisvoll" sind.


    Bei Aviators Abordnung vom WBK an die Förderschule Geistige Entwicklung war keiner so "schockiert", dabei ist diese Abordnung deutlich absurder gewesen.

    Ich finde es überhaupt nicht spannend, wenn wir Verständnis für die Sorgen und Nöte unserer Kolleginnen haben. Durchaus hatten viele von uns auch Verständnis für Aviators Sorge bezüglich einer Abordnung. Unverständnis erregte er wohl eher durch unterirdische Äußerungen über Schülerinnen und Kolleginnen.

    Die Schulformfremdheit war übrigens nicht Aviators vorrangige Sorge. Die war nur der Anlass für behindertenfeindliche Äußerungen. Er ist übrigens nicht an eine Förderschule abgeordnet worden. Er wurde an eine Schule, deren Schulform er studiert hatte, abgeordnet. Und hat nichts besseres zu tun, als hier über die neuen Schülerinnen 'rumzuzpöbeln. Nein, an der Schulform hat es nicht gelegen, dass er sich voll assig aufführte.

    Er wollte halt überhaupt nicht abgeordnet werden, weil er befürchtete, dann doch mal arbeiten zu müssen, um es mal etwas zu überspitzen. Ich möchte nicht sagen, dass ich da kein Verständnis für hatte. Aber die TE in diesem Thread tritt da doch erheblich bescheidener auf. Da fällt das Verständnis dann noch leichter.

    Es schrieb hier jemand, dass die Gefahr der Abordnung zum Beamtentum gehöre. Ich meine so etwas ist im anderen Thread auch geäußert worden. Ich habe der TE hier geschrieben, dass sie die Abordnung als Chance begreifen solle. Ich meine, so etwas in der Art auch Aviator mit auf den Weg gegeben zu haben.

    So groß sind die Unterschiede also gar nicht. Aber du darfst halt nicht erwarten, dass man einem Arschloch auch noch den Kopf streichelt. Und dieser Unterschied der Betroffenen lässt es mich ekeln, wenn du diesen Thread mit jenem anderen Fall zu sprengen versuchst.

    Aber was erwartet man von jemandem, der Freude dabei empfindet, wenn ein Mensch zusammengetreten wird? Solidarität mit dem Sadismus der Täter ist ja auch eine Form von Empathie, irgendwie.

    In unserer Schule ist es leider tatsächlich so, dass neue Kollegen immer die Klassen bekommen, die sonst keiner unterrichten möchte. Auch die Stundenpläne sind meist unterirdisch schlecht.

    Insofern kann die Abordnungsschule auch eine Chance sein. Geh' hin, rede mit denen.

    Die haben Druck, weil ihnen Leute fehlen, und natürlich sollst du da Lücken füllen. Auf der anderen Seite können die auch niemand brauchen, die nicht motiviert ist und oft krank wird. Also. Erzähl' denen, was du gut kannst und wie du dich einbringen möchtest. Erzähl' denen dann, welche Voraussetzungen du brauchst, um auf einem guten Wirkungsgrad zu laufen. Mehr als "nein" sagen, können sie auch nicht.

    Die Arbeit, die ich mache, soll auch ordentlich vor und nachbereitet sein. Also unterrichte ich lieber weniger Stunden und diese sind dann qualitativ auch wirklich gut.

    13 Stunden Unterricht klingt nach halber Stelle, also 21 Stunden Arbeitszeit in der Woche. Für mehr wirst du nicht bezahlt, mehr solltest du nicht machen. Bei Teilzeit kann nicht mehr Vorbereitung in die einzelne Stunde gehen als bei Vollzeit. Sonst arbeitest du im Verhältnis zu viel.

    Gewöhne dich daran, dass die Arbeitsdichte unseres Jobs es nicht erlaubt, immer gute Stunden zu halten. Manche sind dann qualitativ auch wirklich für'n Arsch. Anders geht's nicht, man muss Abstriche machen und abwägen. Und da bleiben dann immer ein paar Stunden auf der Strecke.

    Alles andere, insbesondere die psychologische Belastung, besprichst du bitte mit einer Ärztin.

    Mal ganz korinthenkackend: Mit dem Diensttablet bin ich dann nur in der Schule für Teamsanrufe erreichbar, da es das dienstliche WLAN benötigt

    Ein Grund, dass ich mein dienstliches iPad nicht sinnvoll nutzen konnte, war, dass es zu Hause kein WLAN gab. Jetzt liegt es nur noch in der Schule. Ich nutze es aber nicht zur Kommunikation. Ich brauche auch kein Teams oder ähnlich. Ich bin für Kolleginnen, Eltern und Schülerinnen per E-Mail zu erreichen. Die Rechner dafür stehen unter anderem im Lehrerinnenzimmer. Das iPad liegt zwei Stockwerke höher. Diese zur Kommunikation zu nutzen, wäre umständlich.

    Es ist keine Administration erforderlich, da keine personenbezogenen Daten wie Telefonnummern oder E-Mailadressen benötigt werden.

    Nunja, irgendwoher muss die App ja wissen, wo die Mitteilung hinsoll. Insofern wird es auch eine Form der Adressierung geben. Das System läuft ohne einen Server oder andere zentralisierte Struktur? Und die, wie auch immer gearteten Adressen denken die Teilnehmerinne sich auch? Ganz ohne Administration.

    Wie du im Beispiel ausführst, versendet iht über diese App sehr personenbezogene Daten. Vom Datenschutzaspekt haben die nichts auf deinem privaten Handy zu suchen.

    da die App sie alarmiert (- anders als bei einer Mail),

    Das wird bei beidem von den Einstellungen anhängen. Ich hoffe doch, dass ihr von den Eltern nicht erwartet, dass sie eine App betreiben, deren Alamierungsfunktion sie nicht abschalten können.

    Das ist nämlich genau die Form von Erreichbarkeit, die ich deutlich ablehne, weil sie krank macht. Sein ganzes Leben auf Abruf zu gestalten, macht Stress. Auf Dauer ist das nicht gut. Das sit der Scheiß, der mich einen riesigen Bogen um Mobiltelefone machen lässt.

    Nutzung von Privatgeräten: Kann formal nicht verlangt werden, klar. Ich halte es aber nicht unbedingt für sinnvoll, hieraus ein großes Thema zu machen,

    Finde ich auch. ich mache daraus gar kein Thema. Ich entscheide, wofür ich meine Geräte einsetze und fertig. Ich muss das niemandem mitteilen oder gar begründen.

    In meinem Fall: Was hätte ich davon, mir ein öddeliges, großes, 5 Jahre altes dienstliches Samsung aufzuhalsen, nur um die Nutzung einer einzelnen App auf dem privaten Handy zu vermeiden, das ich sowieso immer bei mir habe?

    Ich wollte auch kein Diensthandy haben. Ich brauche auch keines. Wozu? Ich bin keine Ärztin, ich muss keine Notfälle bearbeiten und habe auch sonst keine Bereitschaft. Die festen Kommunikationsmittel in der Schule reichen völlig.

    Aber schön, dass man so selbstverständlich davon ausgeht, dass dienstliche Geräte immer erbärmlicher Schrott sind, mit denen man die designierte Aufgabe ohnehin nicht erledigen kann. Auch schön, dass man mit der gleichen Selbstverständlichkeit, glaubt dem Problem nur mit dem Einsatz privater Geräte beikommen kann. Auf die naheliegende Idee, für dienstliche Aufgaben geeignete dienstliche Geräte einzufordern, kommt mal wieder niemand.

    Man darf mich übrigens auf meinem Festnetztelefon anrufen, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen. So ist das gedacht. Man ruft auf dem Apparat der Empfängerin an. Man muss auch keine Tür mitbringen, um bei mir anzuklopfen.

    Wenn ich zu Hause bin, gehe ich sogar meist ans Telefon. Wenn nicht gibt's eine Anrufbeantworterin, die man besprechen darf. Die gehört mir auch privat und da darf man auch dienstlich draufsprechen.

    also an den anderen 4 Tagen jeweils 10 Stunden am Tag gearbeitet wird und entsprechende Erreichbarkeit besteht - in wechselseitiger Abstimmung.

    Nein. So funktioniert Vertrauensarbeitszeit nicht. Die Dienstherrin verzichtet auf feste Arbeitszeiten (außerhalb des Plans) und damit auch auf Erreichbarkeit, Anwesenheit vor Ort etc. Im Gegenzug erhält sie einen höheren Wirkungsgrad als bei Arbeit nach Stechuhr.

    Verstehe das.

    Im Grunde hast du ja recht, aber ich kann mir die Reaktion der Kollegen schon vorstellen, wenn ich echt nicht mitfahre. Es kam schon ein Kommentar in Richtung, dass ich mich nicht so anstellen und einfach fahren soll, Antrag hin oder her.

    Solche Leute sind Arschlöcher. Die sind vorher cool. Wenn was schief geht, reißen sie die Arme hoch. Es gibt keinen Grund sich bei derlei Leuten beliebt zu machen. Vielmehr ist deren Sorglosigkeit mit deinem Rechtsstatus ein Grund mehr, nicht zu fahren.

    Pikant ist dass SL meinen Antrag im Intranet weder ablehnt noch weiterreicht, er also in der Schwebe bleibt. Doof nur, dass ich nächsten Dienstag fahren soll.

    Die Schulleiterin muss über deinen Antrag entscheiden. Aber wenn sie das nicht tut, kannst du wenig machen, wenn du keine Untätigkeitsklage gegen sie erheben möchtest.

    Sage, der Kollegin, dass du nicht mitfahren kannst. Ziehe den Antrag zurück. Dann ist auch für die SL klar, dass der Fall erledigt ist.

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