Beiträge von Sylvie-91-sy

    Warum äffst du mir alles nach? Ich brauche kein Echo.
    Ganz abgesehen davon scheinen einige von euch wirklich zu denken, nur weil sie eine Lehrerausbildung haben (oder anstreben) sind sie bessere Menschen und können anderen erzählen, wie das Leben funktioniert.
    Daran solltet ihr dringend arbeiten. Da müsst ihr nämlich noch viel lernen. Sonst tanzen euch die Kids auf der Nase herum oder ihr verliert den Draht.


    Nur weil ich Lehrer bin, bin ich nicht Gott und auch nicht der Papst. Wenn man mit der Herangehensweise arbeitet, hat man gleich verloren.
    Und auch ein Lehrer, der 5 Jahre im Schuldienst ist, ist noch weit von Erfahrung entfernt.
    Hätte ich diesen Erfahrungsaustausch gebraucht, würde ich mich mit meiner Tante unterhalten, die kurz vor der Rente steht und seit 35 Jahren im Schuldienst ist. Meine Intention war hier aber eine Andere.


    Wenn ihr alles 1 zu 1 auf euer Fachgebiet übertragt, könnte ich euch auslachen, weil ich über Jahre mit geistig behinderten Kindern gearbeitet habe, wobei einige von euch schreiend weg laufen würden und davon gar keinen Plan haben.


    Übrigens: Wer lesen kann ist klar im Vorteil, Landlehrer. Ich schrieb, dass um diese Zeit gar nicht mehr das Sekretariat besetzt ist. Lesekompetenz!

    Kathie, mal ganz ruhig. Du bist noch nicht beim Schulamt und derzeit "nur" Grundschullehrer,
    Wenn du andere belehren willst, musst du schon noch ein paar Jahre Schulleben hinter dir haben oder dich an die Spitze hocharbeiten.
    Auf mich wirkst du hier jedenfalls nicht mehr geerdet, sondern ziemlich herablassend und anmaßend.


    Ich weiß nicht in welchem Dorf du wohnst, wo man gleich mit dem SEK vors Haus geht, wenn ein Kind morgens unentschuldigt fehlt oder suchende Hundestaffeln los schickt, aber die Regel ist das definitiv nicht.


    Schön, wenn du alle Schulen in ganz Deutschland kennst. Ich kenne auch einige in 4 verschiedenen Bundesländern und da ist das Nachfragen vom Lehrer abhängig.
    Überbesorgte Helikopterlehrer fragen auch schon mal nach einem Schultag nach. Habe ich bisher aber auch nur bei einem erlebt und nach dem 1. Burnout hat der das sehr schnell gelassen. (Die war aber auch an der GS)
    Generell wartet man erst einmal bis zum nächsten Tag, wenn man nichts hört. Im Normalfall sagen dann schon die Freunde, dass x oder y zu Hause ist und krank. Andere Lehrer lassen auch 5 Tage oder mehr verstreichen. Aber das sehe auch ich als kritisch.



    Die Hausmeister, die ich kenne, würden einem vermutlich den Vogel zeigen. Die wären den ganzen auf Wanderschaft, wenn sie nach jedem unterschuldigten Schüler nachfragen.
    Bei dem kann man froh sein, wenn er nach 3 maligem Betteln mal einen Nagel in die Wand haut. Wenn man da mit Schülerbesuchen käme. Du lieber Himmel.


    An Real und Hauptschulen ist notorisches Schwänzen nämlich so stark vertreten, dass hierfür extra Sozialpädagogen eingestellt werden, die eine Zielquote haben, damit die notorischen Schwänzer wieder einen geregelten Tagesablauf kriegen.


    Aber das kommt nach Bayern sicher erst in ein paar Monaten/ (oder Jahren?)
    Genieß es, wenn es bei euch so ist. Die Regel ist es definitiv nicht.


    Wie man es dreht und wendet. Ordnungsstrafen kommen früher oder später eh, für notorische Schwänzer.


    Meist kennt man ja auch den sozialen Kontext der Kinder. Bei Heimkindern oder suchtbelasteten Eltern würde ich auch schneller anrufen, als bei einer Tagesmutter oder Jugendamtsmitarbeiterin, die ich als vertrauenswürdig einschätze.

    So ein Unfug. In der Grundschule wo du bist ruft der Lehrer vielleicht an Tag 1 hinter den Eltern her.
    Aber nicht in der Oberstufe und Mittelstufe.


    Abgesehen davon hast du es sehr richtig ausgedrückt: DER LEHRER. Ich bin aber noch kein Lehrer.


    Nachforschen und hinterher telefonieren sind auch zwei Paar Schuhe.


    Wenn morgens niemand anruft, sollte man schon nachfragen (bei den Mitschülern- wo ist Schüler xyz?).
    Wenn sich niemand meldet, an den Folgetagen bei den Eltern nachfragen.
    Aber selbst das wird an den Schulen unterschiedlich gehandhabt und es gibt auch keine Vorschrift ab wann nachgefragt werden muss.


    Meine Tante, selbst Lehrerin ruft nach 2 Tagen an wenn ein Kind ohne Entschuldigung fehlt. An meiner damaligen Schule wurde nach 5 Tagen angerufen, wenn jemand nicht entschuldigt war.
    Es gab auch Lehrer, die hat es überhaupt nicht interessiert. Ein notorischer Schwänzer bei uns hat es einst fertig gebracht und 3 Wochen gefehlt, ohne das einen Lehrer interessierte wo er war.
    Auch kann ich mich nicht erinnern, dass da besonders großes Theater gemacht wurde.
    Ich habe früher selbst vereinzelt gefehlt, ohne das meine Mutter jedes Mal bei der Schule angerufen hätte. Hinterher bekam ich eine Entschuldigung mit und fertig war die Sache.



    Erst ab der Oberstufe war es bei uns Pflicht morgens bescheid zu sagen. Das war aber auch eine andere Schulform und hatte den Hintergrund, dass man bei Klausuren keine 6 bekam.



    Und ich wiederhole nochmal: Ich bin KEIN LEHRER. Ich habe auch nicht die Befugnis nach irgendwelchen Telefonnummern zu fragen, Ich bin nur durch einen glücklichen Zufall durch die Nummer einer Mutter gekommen, weil ich diese durch Dritte bekommen habe.
    Laut Chefin gilt die Regelung: Wer nicht kommt lässt es. Nach 4 Mal Fehlen ist derjenige raus. Entschuldigungen müssen gebracht werden, aber da ruft niemand den Kindern hinterher.


    Hier war der Sachverhalt auch ein Anderer. Das besagte Kind tobte 200 Meter am Sportplatz was ich natürlich nicht gesehen habe. Noch dazu fiel der Chefin hinterher auf, dass das Kind gar nicht in meiner Gruppe war. Das war pure Schikane.

    @krabappel: Und was ist mit dir? Bist du Helikopterlehrer? Verzeih mir, die Unterstellung, aber in meinem Umfeld gibt es viele Lehrer und da ruft keiner bei jedem einzelnen Schüler der nicht da ist sofort zu Hause an. Warum? Weil man da vermutlich gar nicht mehr zum unterrichten käme.
    Bei notorischen Schwänzern wird angerufen und wenn man nach einer Woche keine Entschuldigung hat auch.


    Auch auf die Gefahr hin, dass du das nicht weißt, aber Menschen gerade Kinder können auch erkranken. Deshalb hast du bei der Grippewelle sicher viel Spaß, wenn du bei jedem Schüler zu Hause anrufen willst.
    Das kann man sicher machen, wenn jemand mehrfach ohne Entschuldigung fehlt. Aber im Normalfall melden Eltern ihre Kinder krank.
    Viele schwänzen auch und kommen gar nicht erst zur Nachmittags AG. Wer mehrmals nicht da ist, der fliegt automatisch.


    Aufsichtspflicht hin oder her. Man kann es auch übertreiben. Wenn ich bei 45 Minuten noch alle Eltern anrufe, deren Kinder nicht da sind, habe ich keine Zeit für meine eigentliche Aufgabe.
    Abgesehen davon ist die Sekräterin zu der Zeit gar nicht mehr da ich komme zwecks Datenschutz als Außenstehender gar nicht an die Nummern.


    Genauso fragwürdig ist der Rat jeden mit Smarties zu belohnen. Wenn ich das mache, hat die Gruppe am Ende des Jahres Diabetes oder Adipositas.
    Der Rat ist genauso fragwürdig wie Lehrer, die ADHS erkrankten Kindern Gummibären schenken.



    Dass den Kindern das Studium egal ist, ist bei dir vielleicht so. Aber bei mir gab es durchaus Schüler, die gefragt haben was ich studiert habe und ob ich auch Lehrer bin/werde. Allerdings nicht in diesem Kurs.


    Für einen Lehrer ist dein Tonfall sehr grantig. Den solltest du dir abgewöhnen.


    Was soll ich als Amateur denn noch alles machen? Hausmeister spielen und die Stühle hoch stellen und die Räume abschließen? Alle Eltern abtelefonieren, deren Kinder nicht da sind? Elterngespräche führen? Mich von Leuten per Whatsapp tyrannisieren lassen? Mit der Sekretärin in Kontakt stehen? Berichte schreiben? Arbeitsblätter erstellen? Auf meine Kosten kopieren? Und das alles für 10 Euro in der Stunde? Das alles macht nicht einmal der Hausmeister der Schule und der bekommt deutlich mehr. Leider scheint ihr zu vergessen, dass das ein Studentenjob ist. :grimmig:

    Danke für die Ratschläge.


    Frage an euch: Sollte man den Kindern überhaupt sagen, dass man kein Lehrer ist? Ich meine, wenn sie fragen ist es klar, dass man sie nicht anlügt.
    Aber verliere ich dann nicht das bisschen Respekt was ich auch noch habe?


    @krabappel: Wenn ein Kind nicht da ist, kann ich nicht hellsehen wo es ist. Oder läufst du, wenn bei dir Kinder nicht in der Klasse sitzen einmal durch das ganze Schulgelände`? Woher soll ich denn riechen, dass da Kinder 200 Meter entfernt spielen (und das war in diesem Fall so)


    Friesin: Merkst du nicht, wenn dich jemand mobbt? Also ich merke das.


    Ansonsten bedanke ich mich für alle Ratschläge.

    Caro: Hier geht einiges durcheinander. Nochmal: Ich hab Heilpädagogik studiert und soll da Gruppen im Nachmittagsbereich betreuen und mit denen das aufarbeiten, was die im Schulalltag behandelt haben (sowas wie Nachhilfe).


    Momentan studiere ich auf Lehramt und bin im 3. Semester, habe aber schon ein Heilpädagogikstudium abgeschlossen.


    Was hier nichts zur Sache tut, denn die Gruppen werden generell neben Dozenten auch von Studenten betreut. Also man muss nicht irgenwas abgeschlossen haben, um die Kinder zu betreuen.


    Ich habe nie geschrieben, dass ich den Kindern zu besseren Noten verhelfen will. Ich schrieb, dass sich alle bisher verbessert haben.



    Und bezüglich Chefin: Wir haben das gleiche studiert und sie wollte immer Lehrerin werden. Ich strebe nun das an, was sie möchte (weil ich es ebenfalls immer wollte) und das macht sie zornig.
    Für den Fall dass einige von euch noch sich das nicht vorstellen können, aber im sozialen Bereich liegen Missgunst und Neid und Existenzängste an der Tagesordnung.
    Da hat jeder Angst, dass ihm der andere etwas voraus haben könnte.


    Angehen tut das die Chefin nichts. Aber wir kennen uns noch von früher und sie scheint damit nicht klar zu kommen.


    Sein wir mal ehrlich: Stelle finden, mit der man jemanden fertig machen will hin oder her. Irgendeine Schwachstelle hat jeder und wenn man jemanden gezielt fertig machen will, bekommt man das auch hin.


    Und dass mir die Kinder deshalb nicht zuhören, weil ich meine Rolle nicht kenne: Verzeihung, aber das ist Blödsinn. In anderen Gruppen funktioniert es auch. In der Gruppe klappt es deshalb nicht, weil die Zusammensetzung der Kinder ungünstig ist.


    Ich will hier aber nicht zu detaillliert schreiben, weil das ja ein offenes Forum ist und ich weiß auch nicht, wer hier noch liest.

    Danke für eure Antworten. Freut mich, dass ich eine Rückmeldung bekommen habe.


    Dass die Eltern diskutieren und die Kinder schwierig sind, hat mich an sich nicht überrascht. Ich sag mal so: Es war der Praxisschock.
    Ich hab selbst etliche Lehrer im Umfeld und die berichteten all die Jahre, dass die Umstände oft schwierig sind.
    Jetzt hatte ich aber erstmals selbst eine Helikoptermutter am Telefon.
    Die Eltern, mit denen ich davor telefonieren musste, waren sehr einsichtig und standen eher auf meiner Seite.
    Hier hatte ich das Gefühl, alles was ich tue wird in Frage gestellt und ich wäre ein Monster.
    Und ohne jetzt in Eigenlob zu versinken, aber meine Gruppen haben die beste Quote auf Notenverbesserung. Alle, die bei mir in der Betreuung waren haben bisher den Abschluss geschafft. Ich hab ja noch Ältere.


    Was mich hier fast noch eher belastet ist, dass ich mich allein gelassen fühle und meine Chefin nicht hinter mir steht und mit mir niemand kommuniziert, was die Klasse behandelt.
    Ich kann das Problem nicht offen ansprechen. Außer mit denen, die seit Jahren im Schuldienst arbeiten, nur milde gelächelt haben und mir bestätigen konnten, dass viele Eltern nicht normal sind.


    Ich werte das was meine Chefin macht als Schikane. Gestern wurde ich angeblafft, die Stühle wären unten gewesen, beim letzten Mal sollte ich Kinder ermahnen, die auf dem Hof spielen, obwohl ich das gar nicht wusste. Woher soll ich wissen, dass die draußen sind, wenn ich meinen "Unterricht" mache?


    Ich hab das Gefühl die Chefin will mich "abschießen" und setzt alles daran mir die Sache zu vergraulen. Zum Beispiel wurde mir durch Dritte zugetragen, ich hätte die schlimmsten Kinder der Schule in besagtem Kurs. Die anderen Mitarbeiter haben nur die Goldkinder abbekommen.



    Aufgeben wollte ich nicht. Es macht ja auch viel Spaß (um nicht zu sagen, der Spaßfaktor überwiegt) und ich habe auch viele tolle Kinder in andere Gruppen, die dankbar sind und bei denen man Fortschritte sieht.


    Habt ihr noch Ideen, wie ich mit der Extremgruppe endlich in ein vernünftiges Arbeiten komme?
    Meine Sanktionsmöglichkeiten sind überschaubar.


    Habe durchaus überlegt, ob ich mich bei einem nahe stehenden Nachhilfeinstitut bewerbe. Bin noch hin und her gerissen, wollte der Sache aber vorerst eine Chance geben. Bis der neue Job nicht in Sack und Tüten ist, kann ich eh nicht kündigen.

    Ich bin eigentlich noch mitten im Studium, deshalb weiß ich nicht ob ich hier richtig bin. Falls nicht verschiebt den Beitrag.
    Es geht um folgendes und ich bräuchte mal eine Meinung von Anderen.


    Ich habe ursprünglich im heilpädagogischen Bereich gearbeitet und mich nach langem Hin und her dazu entschieden noch Lehramt dran zu studieren.
    Bin jetzt im 3. Semester.


    Schon damals habe ich an einer Schule im Nachmittagsbereich gejobbt. Mein Wunsch noch Lehramt dran zu studieren hat wohl meiner Chefin (aus dem gleichen Bereich) nicht gepasst hat.
    Ich habe das Gefühl es ist ihr ein Dorn im Auge, dass ich irgendwann doch besser verdienen könnte als sie, die nicht aus dem Bereich ausgestiegen ist. Auch wollte sie immer Lehrerin werden und ihr scheint bitter aufzustoßen, dass ich ihren Traum leben will, während sie im sozialen Sektor versauert.
    Darum soll es aber hier primär nicht gehen.


    Jedenfalls arbeite ich im Nachmittagsbereich mit Kindern und hab da immer Grüppchen von 8 Leuten und mache mit denen Hausaufgaben und arbeite den Stoff nach.
    Ich habe keine Vorgaben. Ich kann theoretisch Stoff durcharbeiten, den ich will, solange es sich auf das Fach bezieht.
    Das lief eine Weile auch echt gut, bis ich jetzt mit einer Helikoptermutter kollidiere.
    Da mich meine Chefin eh rausmobben will, ist das natürlich Wasser auf die Mühle für sie. Noch weiß sie von diesem Anruf aber nichts.


    Jedenfalls kam am Ende der Stunde der Junge auf mich zu und meinte, seine Mutter will mit mir sprechen. Kein Ding. Ich sagte, ich rufe die Mutter an, obwohl ich ja selbst noch Student bin und es meine Aufgabe nicht ist, mich mit den Eltern auseinander zu setzen. Ich dachte, ich kann das für später nutzen. Was soll ich sagen? Die Mutter blubberte mir am Telefon 30 Minuten die Ohren voll, dass sie das Gefühl hat, ich würde die Kinder nicht gut auf den Unterricht vorbereiten können und ihr Sohn würde bei mir nichts lernen. Das war aber nicht das Einzige. Ich hatte eher das Gefühl. sie sieht mich als Therapeut und möchte sich den ganzen Frust von der Seele reden. Ich kenne jetzt alle psychischen Diagnosen des Kindes, obwohl ich gar kein Lehrer bin.


    Ich sagte ihr dann, dass ihr Sohn ja nie seine Arbeitsmittel mitbringt, ständig zu spät kommt und mit den anderen Schülern massiv das Angebot stört. Außerdem kommunizieren die Kinder bei mir nie, was sie gerade haben. Da ich selbst Studentin bin und kein Lehrer an der Schule, kann ich daher nicht effektiv sagen, was die Schüler gerade haben und erarbeite mir selbst Aufgaben und nutze selbst ausgewählte Texte aus Lehrbüchern. Jegliche Versuche mit den Lehrern der Kinder zu kommunizieren scheiterten. Die hatten nie Zeit.


    Die Mutter hat mich komplett in Frage gestellt. Das Angebot ist kostenlos und sie bezahlt nicht mal Geld dafür, dass ihr Sohn nachmittags das Angebot der Nachhilfe nutzt.
    Jetzt will sie bei mir hospitieren und hat angefragt, ob sie vorbei kommen kann. :staun: Ich dachte, ich bin im falschen Film.
    Ich bin keine ausgebildete Lehrerin, aber das interessiert da keinen.



    Die Gruppe ist wirklich furchtbar. Ich hab schon oft Nachhilfe in anderen Gruppen gegeben (ungefähr 10), aber die toppen wirklich alles. Sie hören nicht, machen was sie wollen, diskutieren um Regeln, mobben sich gegenseitig. Sie sind nicht die erste Gruppe, die ich habe, aber die Erste, mit der es solche Probleme gibt. Ich habe wirklich alles probiert. Spielerisches Lernen, Elterntelefonate etc. Normales Arbeiten ist nicht möglich. Vor Konsequenzen (Elterngespräche etc. ) haben die keine Angst. Zeitgleich merke ich, dass mich meine Chefin raus mobben will. Im Gegensatz zu anderen, die dort auch arbeiten, werde ich ständig schikaniert. Sie beschwert sich wegen Lappaillen und schreibt mir sogar böse Texte, wenn die Kinder nicht ihre Stühle nach oben gestellt haben. Bei allen Anderen macht sie das nie und da geht es wirklich über Tisch und Bänke. Ich bin Schuld, wenn die Kinder, die danach kommen die Stühle nicht hoch stellen, wenn die Kinder, die da sein sollten vorm Schulhaus spielen (bin ich Hellseher, dass ich sehe, welche Kinder, die bei mir im Nachmittagsangebot sitzen sollten draußen sind, wenn ich mich im Schulhaus befinde und solche Geschichten).


    Ich weiß nicht wie ich es richtig mache. Es gibt nicht wirklich viel Geld dafür und d ich werde ständig von allen angegiftet. Die Eltern diskutieren mit mir wie mit einer Lehrerin, obwohl ich das gar nicht bin. Muss ich eine Mutter als nicht studierte Lehrerin im Rahmen von Nachhilfe überhaupt hospitieren lassen und minutenlange Telefongespräche führen?


    Meine Chefin ist null kooperativ. Zeitgleich habe ich Angst, dass es wenn ich jetzt wegen der verhaltensauffälligen Gruppe zu ihr gehe gegen mich verwertet wird.
    Ich hatte vom Studium aus z.B neue Verpflichtungen bekommen und habe gefragt, ob ich eine andere Gruppe nicht auf einen anderen Tag verschieben kann. Das ginge nicht. Daraufhin bekam ein Anderer meine Gruppe und bei dem geht das Verschieben plötzlich.


    Sollte ich kündigen? Was meint ihr? Was lockt ist eben das Geld, das ich schon bräuchte, aber langsam merke ich, dass die Kohle, die Nerven, die ich mir kaputt mache nicht deckt. Die schwer verhaltensauffälligen Kinder, die schikanierende Chefin, die mich per Smartphone tyrannisiert, die massiv anstrengenden Eltern, die von kostenlosen Angeboten noch fordern, statt sich zu freuen, dass sie kein Geld bezahlen müssen.

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