Beiträge von Tom123

    Ich finde den Begriff "Querdenker" auch sehr ungünstig gewählt. Auf alternativen Wegen zu einer Lösung zu kommen, ist ja etwas was wir fördern sollten.

    Die Menschen, die wir vor allem als Querdenker bezeichnen sind ja Menschen, die vor allem eine Ablehnung des aktuellen Stand der Wissenschaft auszeichnet. Dazu sind es in der Regel Verschwörungstheoretiker, die in einer eigenen Wirklichkeit leben.

    Ein Querdenker wäre für mich jemand, der die Tatsachen anerkennt aber eine Lösung außerhalb der üblichen Lösungswege sucht. Jemand der zum Beispiel vorschlägt, dass man den Unterricht nach draußen verlegt (Gab es mal).

    Das Problem ist ja auch, wie wir mit den Querdenker im Lehrerberuf umgehen. Wir hatten hier einen Fall in Norden. Eine Lehrerin mit Verbindung zur Querdenkerszene hat die Schüler aufgefordert, "den Lappen runterzunehmen" und die Coronakrise als Fake dargestellt. Ich meine eine Sache ist es, wenn sich so was privat irgendwo im Internet poste. Aber im Schuldienst geht das gar nicht. Teilweise liest man, dass solche Lehrkräfte entlassen werden. Hier war es leider nicht der Fall. Sie wurde erstmal freigestellt, wodurch die Schule Morddrohungen etc. durch Reichsbürger und Querdenker bekommen hat. Das übliche Argument mit der Meinungsfreiheit und Verschwörung etc... Am Ende ist die Kollegin jetzt an eine andere Schule versetzt worden, die sich auf die neue Kollegin freut. Für mich vollkommen unverständlich.

    Wenn ich irgendwen verlinke mit Meinungen die euch nicht passen wird man selbst ( unwissend/ studiert und kann nicht etc...) und derjenige diffamiert.

    Entweder ist man direkt blöd oder Querdenker...das ist einfach nur schräg....

    Das ist doch die Grundfrage. Jeder hat das Recht seine eigene Meinung zu äußern. Aber niemand hat das Recht, dass die anderen diese Meinung gut finden müssen. Und wenn du hier Dinge postet, die von irgendwelchen Fake-News-Seiten kommen oder Recht einfach zu widerlegen sind, musst du damit leben, dass dir widersprochen. Ich finde es sogar extrem wichtig, dass solche Sachen nicht hier unkommentiert stehen bleiben. Dann würden andere User das lesen und das vielleicht glauben.

    Ich denke, dass es egal ist, ob du dich als Querdenker siehst oder nicht. Es wäre sicherlich hilfreich, wenn Du Quellen vor dem Posten prüfst. Dann wäre das Bild von dir doch ein anderes.

    Und ich kann dir sagen, dass es nicht so ist.

    Wir gehen tatsächlich entspannter mit der Situation um. Das heißt aber nicht, dass man sich nicht schützt oder die Corona kleinredet. Mein gesamtes Umfeld würde hier im Forum von manchen Personen in die Querdenkerecke gestellt werden (Querdenken ist hier übrigens eine positive Eigenschaft. Schließlich heißt sogar ein Schulbuch für Geschichte so).

    Vielleicht liegt es auch daran, dass einfach nur dein Umfeld damit entspannter umgeht?

    Wenn ein Ausländer auf state oder NRW-Lehrerin treffen würde, würde er auch denken, dass es in Deutschland kein Corona gibt. Keine gesunden Menschen, die ernsthaft erkranken und das Problem ist vor allem die Quarantäne der Gesunden, wodurch die Krankenhäuser belastet werden. Man würde ihn ein Bericht von Gassen und co zeigen und er würde sagen, die Deutschen sind echt locker.

    Wenn der gleicher Ausländer auf mich oder andere trifft, würden wir ihn von Problemen mit Long-Covid, hohen Sterbenzahlen und hohe Belegung der Intensivstationen berichten und ggf. von Menschen, die wir kennen und die obwohl kern gesund (schlimmere) Verläufe hatten. Man würde ihn Berichte von Drosten und co zeigen und er würde sagen, die Deutsche nehmen Corona echt ernst.

    Gleiches gilt auch für die Querdenker. Wenn man das mal googelt habt ihr anscheinend die gleichen Probleme wie wir. Das hört sich nicht nach positive Eigenschaften an:

    https://www.derstandard.at/panorama/coron…r-coronaleugner

    Spaltung der Gesellschaft, Nazis, Morddrohungen, Verräter, ... ich finde nicht den Unterschied zu Deutschland.

    Ich denke nicht, dass man Menschen, die nicht bereit sind, Regeln über das gesetzte Maß hinaus anzuwenden, als arschig bezeichnen muss.

    Du bringst da zwei Dinge durcheinander. Niemand erwartet grundsätzlich, dass man mehr macht als das Gesetz vorschreibt.

    Trotzdem kann ich aber von anderen Menschen erwarten, dass ich mich rücksichtsvoll verhalte und das auch ohne Gesetz. Wenn ich husten oder niesen muss, drehe ich auch weg. Wenn jemand das nicht macht, ist das schon ziemlich arschig. Wenn ich am Wochenende eine hohes Infektionsrisiko hatte, wäre es schon richtig im Lehrerzimmer in den nächsten Tagen eine Maske zu tragen. Wenn mich ein Kollege bittet, neben ihr eine Maske zu tragen, weil sie sich gefährdet fühlt/ist, komme ich dem nach und sage nicht nein. Wenn ich Lebensmittel anfasse, wasche ich mir sogar vorher die Hände. Oder nach dem Toilettengang. Das sind alles keine gesetzlichen Vorschriften...

    Ja, habe ich. In Wien und Kärnten. Alles relativ entspannt. Man wundert sich, was in Deutschland los ist und wünscht sich zugleich etwas mehr öffentliche Infos als quasi gar keine.

    Also, wenn ich nur auf die Startseite der Kronenzeitung gehe (mit Abstand größte Tageszeitung Österreichs), finde ich aktuell drei Berichte zur Corona. Inklusive aktueller Fallzahlen und Diskussion über "uninformierte Ärzte und Apotheker".

    Nicht so in Deutschland. Kaum liefen die ersten deutschen Sender, war Corona wieder omnipräsent. Da fragt man sich schon, warum wir in Deutschland so grundlegend anders ticken.

    Vielleicht ist das auch die subjektive Wahrnehmung. Ich finde, dass Corona kaum noch in den Medien präsent ist. Klar, wenn man es gezielt sucht, findet man etwas. Aber angesichts der aktuellen Rekordzahlen in Deutschland, wird kaum darüber berichtet. Die unterschiedliche Wahrnehmung liegt vielleicht auch daran, dass wir uns gerade auf einem Höhepunkt befinden während andere zurückgehende Zahlen haben. Wenn man jeden Tag von Freunden und Bekannten hört, dass einer gerade Corona hat, ist das Thema automatisch präsenter.

    Besonders auffällig fand ich die scheinbar bei Weitem nicht so extreme Spaltung der Gesellschaft in "dumme Menschen/Querdenker, die Masken blöd finden" und "übervorsichtige Hypochonder, die am liebsten drei Masken tragen würden", um es mal überspitzt zu formulieren.

    In Deutschland begann die Spaltung aus meiner Sicht bereits weit vorher. Wir haben ja schon immer einen Ost-West-Konflikt. Selbst heute tritt das noch auf. Beispielsweise bei der Zustimmung zur AfD. Und da haben wir auch die zweite Spaltung. Die AfD und Montagsdemonstrationen, die es nach der Flüchtlingskrise gab. Auf der anderen Seite eine Willkommenskultur. Und dann kam Corona. Dann die Ukraine-Krise. Bei vielen komme alle Gründe zusammen. Sie suchen dann ihr Heil abseits der Gesellschaft / normalen Politik.

    Es herrscht vielmehr der Konsens, dass man auf sich selbst aufpasst, sich an bestimmte Regeln und Vorgaben (naja, weitestgehend) hält und damit ist dann auch gut. Moralische Ansprüche, sich auch über offizielle Regeln hinaus stets um die gesundheitlichen Belange fremder Menschen zu sorgen, traf man dort nicht an.

    Das ist natürlich deine subjektive Wahrnehmung. Dass genau das nicht klappt, merken wir doch gerade. Die Entscheidungen erfolgen nicht aus sinnvollen Gründen sondern die Masken werden pauschal abgelehnt. Egal, ob ich mit 20 Leuten in der U-Bahn sitze oder draußen feiere. Selbst offizielle Regeln werden kaum eingehalten. Fahre doch mal in Berlin mit der S-Bahn. Dort herrscht Maskenpflicht und keiner hält sich dran. Im Ausland ist aber auch so, dass die Strafen deutlich härter sind und auch mehr durchgesetzt werden. Diese Argumentation mit "moralischen" Ansprüchen kann ich echt nicht mehr hören. Wenn ich in einer Menschenmenge husten oder niesen muss, drehe ich mich weg. Wenn vor mir ein älterer Mensch stürzt, helfe ich ihn auf. Das hat alles nicht mit "moralischen Ansprüchen" zu tun. Das sind Grundregeln des Zusammenlebens. Es gehört dazu, dass man Rücksicht auf andere Menschen nimmt. Und dazu gehört momentan z.B. dass ich nicht krank in der Gegen rumlaufe oder in bestimmten Situationen eine Maske anziehe, um meine Mitmenschen zu schützen. Ich frage mich ehrlich, wie die Leute, die hier etwas von moralischen Ansprüchen reden, sich im Reallife verhalten. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die sich dort genauso arschig verhalten, wie sie sich hier zeigen.

    Aber dann ist (offiziell) nicht Covid-19 schuld, der Arbeitnehmer fällt trotzdem aus.

    Ich habe letztens irgendwo eine Studie gelesen. Da ging es darum, dass die Länder, die nun Covid durchlaufen lassen in 10 Jahren massive wirtschaftliche Probleme bekommen, da dann eine große Anzahl von Long-Covid-Patienten behandelt werden müssen. Könnte auch ein Grund für Chinas strickte Null-Covid-Strategie sein. Leider finde ich den Link nicht mehr. Ist natürlich alles mit großen Unsicherheiten verbunden. Letztlich kann man nur abschätzen, was wir noch für Langzeitfolgen erleben.

    Der Mann ist doch auch kein Dummkopf...warum sind meines Empfindens nach besonders die Leute hier im Forum so resolut gegen jegliche Lockerungen ..

    Ich frage mich, wie in einem Forum, wo eigentlich jeder studiert und sich mal mit Statistik etc. auseinandergesetzt haben muss, trotzdem so viele auf Querdenkerargumente reinfallen und sie ungeprüft zitieren, obwohl man mit ein wenig nachdenken sofort die Fehler sieht.

    Und um das klarzustellen, damit meine ich nicht, dass man aus den Fakten unterschiedliche Schlüsse ziehen kann. Sondern darum, dass man die Fakten einfach ignoriert.

    Doch Gassen ist ein Dummkopf, sein eigener Stand hält nichts von ihm. Er ist ein Lobbyist, wahrscheinlich auch Fdpler.

    Er vertritt zu mindestens eine Meinung, die die Mehrheit der Wissenschaftler ablehnt. Er hat schon 2020 gesagt, dass Corona mehr ein mediales Problem als ein medizinisches Problem ist. Was soll man dazu sagen?

    Er ist Orthopäde und wäre er nicht zufällig Chef der kassenärztlichen Bundesvereinigung würden ihn keiner wahrnehmen. Wenn sich seine Vita ansieht, hat er im Berufsverband der Orthopäden "politische" Karriere gemacht. Letztlich ist er Lobbyist und Vertreter der Kassenärzte. Als solcher kann er gerne äußern, was sich Kassenärzte wünschen. Ich kann aber nicht erkennen, mit welcher fachlichen Qualifikation er das Coronavirus beurteilen kann. Es gibt viele, viele Experten, die über deutlich mehr Kompetenz verfügen. Genau das sollte in den Medien klarer werden. Wenn er sagt, dass die Arztpraxen nicht überlastet sind oder halt dies und das fordern ist das sicherlich eine Aussage, die man ernst nehmen soll. Wenn er sich darüber äußert, wie gefährlich ein Virus ist, fehlt ihm einfach die fachliche Kompetenz. Insbesondere wenn bedenkt, dass seine Aussage regelmäßig im Widerspruch zur WHO, RKI, etc. stehen.

    Versorgungsengpässe von Long-Covid-Patienten in Deutschland:

    https://www.zdf.de/nachrichten/zd…ienten-100.html

    WHO fordert Europa auf mehr gegen BA5 zu tun:

    https://www.who.int/europe/news/it…european-region

    Aktuelle Zahlen von den Intensivstationen:

    Über 40 % aller Intensivstationen melden einen eingeschränkten Betrieb.

    2763 freie Betten in Deutschland. Der niedrigste Wert seit 23. Dezember 2021.

    1406 Coronapatienten auf den Intensivstationen. Das sind 4 mal so viele wie vor einem Jahr (356).

    116 neue Tote am Tag. 7-Tages-Schnitt 92

    https://twitter.com/OlafGersemann

    Unsere sind nicht ausreichend erdbebensicher, Fukushima zeigte, dass es auch mal 10x stärker beben kann als erwartet. Wir haben weniger starke Beben, aber unsere sind in dieser Hinsicht auch nicht so sicher gebaut.

    Das ist ja alles subjektiv. Die Grenze für ausreichend sicher ist letztlich subjektiv. Absolute Sicherheit gibt es nie. Aber wir reden ja auch nicht über 10 Monate länger sondern erstmal über 3 Monate. Ein Erdbeben könnte es auch jetzt geben. Dann müsstest du fordern, dass alle AKW sofort runtergefahren werden. Und bitte auch alle in Frankreich etc..

    Nicht genau gelesen? Sie liefen im letzten Winter nicht, nicht im April und voraussichtlich im kommenden Winter nicht. (Frankreich hat endlich mal geprüft. ) Es geht doch nicht nur um Sommer (aktuell werden sogar Regeln ausgesetzt, 4 der übrigen 27 AKWs dürfen ausnahmsweise auch bei zu warmen Kühlwasser laufen).

    Wir reden doch von Deutschland. Und Probleme mit zu warmen Wetter werden wir wohl eher nicht haben.

    Deutschland verzichtet seit Jahren auf richtige Prüfungen (es sollte ja Ende des Jahres abgeschaltet werden) , wird es auch jetzt nicht tun, dazu müsste herunter gefahren werden, ideologisch ist da etwas ganz anderes.

    Das ist in dieser Form falsch. Die Kraftwerke werden permanent überwacht und geprüft. Die in 2019 fällige 10-Jahres-Prüfung wurde aber angesichts des Ausstieges nicht mehr vorgenommen und müsste nachgeholt werden. Da stellt sich natürlich die Frage, ob man nur 3 Monate verlängern will oder gleich ein paar Jahre.

    Das BMWK hält das übrigens nicht für sinnvoll, sagt aber im Gegensatz zu dir, dass man bei allen drei Kraftwerken die aktuellen Strommengen bis April 2022 strecken könnte.

    Aktuell stehen von 56 Atomkraftwerken 29 still (also mehr als die Hälfte). Bei zunehmender Wassertemperatur werden weitere folgen.

    Wir reden ja über ein Problem im Winter. Da werden wir kaum ein Problem zu hohen Temperaturen haben. Ich denke, dass es ja auch nicht darum geht grundsätzlich zur Atomenergie zurückkehren. Es geht darum jetzt alle Optionen zu nutzen und nicht aus ideologischen Gründen am Atomausstieg zum 31.12. festzuhalten.

    Photovoltaik, Windturbinen (gibt es übrigens auch für daheim), Pumpspeicher, Fließwasser- und Gezeitenkraftwerke, Biogasanlagen, Nah- und Fernwärme.

    Dezentralisierung schmeckt den großen Energiekonzernen natürlich nicht, denn ihre Struktur ist zu ineffizient für sowas.

    Da bin ich bei dir. Nur aus unseren geografischen Gegebenheiten ist Solarenergie nicht unbedingt die erste Wahl für uns. Sie wird im Rahmen eines Energiemixes eine Rolle spielen aber die Priorität im Ausbau müssen aus meiner Sicht andere haben.

    Und Polen hat schon eine milliardenschwere Wunschliste zusammengestellt.. Dafür würden sie evtl etwas Gas an uns abgeben...

    Interessant finde ich, dass das Gas an Polen nicht mehr fließt und sie dafür Gas aus Deutschland einkaufen ..ich durchblicke das sicherlich nicht, aber es hört sich schon merkwürdig an...

    Da müssen wir aber aufpassen, dass wir jetzt nicht auf Blödzeitungsniveau abgleiten.

    Momentan aktuell verkauft Russland kein Gas an Polen aber an Deutschland. Die deutschen Händler verkaufen ein Teil ihres Gases an Polen statt an deutsche Firmen. Nennt sich Binnenmarkt. Genauso kaufen wir Dinge in Polen.

    Wenn aber Russland kein Gas mehr an Deutschland liefert, können wir auch kein Gas mehr weiterkaufen. Polen ist aber deutlich weiter mit seiner Unabhängigkeit von Russland als wir. Beispielsweise haben sie schon funktionieren LNG-Terminals und importieren Flüssiggas.

    Das mit "milliardenschwere Wunschliste" ist AFD-Polemik und Polen-Bashing. Polen hat jahrelang gegen die Deutsche Energiepolitik protestiert. Man hat darauf hingewiesen, dass wir uns damit auch die EU zu abhängig von Russland machen. Man war gegen Nordstream 2. Uns ging das und auch ein paar andere Sachen (Stichwort Verteidigungsausgaben) ziemlich am Arsch vorbei. Jetzt ist genau das eingetroffen. Wir sind wirtschaftlich abhängig und die Bundeswehr ist noch nicht mal Lage militärische Hilfe zu liefern. Und wenn wir jetzt die Hilfe unsere Nachbarn brauchen, machen wir denen erstmal Vorwürfe? Wenn Polen im Fall des Gasstops Deutschland unterstützt, sollten wir erstmal dankbar sein. Und wenn sie dann unangemessene Forderungen stellen, kann man sich immer noch beschweren.

    Damit wir realistisch mit Solar- und Windenergie versorgt werden können brauchen wir Speichermöglichkeiten und Lasten die schnell auf- und abgeworfen werden können.

    Ist es nicht vor allem auch sinnvoll, stärker auf Windenergie als auf Solarenergie zu setzen, da sie im Winter besser verfügbar ist? Hat man uns irgendwo mal erzählt. Gerade auch offshore-Anlagen und Anlagen mit einer hohen Höhe sind wohl auch im Winter deutlich besser verfügbar.

    Klar war das im Sommer und in den Ferien.

    Das ist der große Unterschied. Die Dinger erzeugen bei schlechtem Wetter im Winter deutlich weniger und der Stromverbrauch ist deutlich höher. Aber man könnte die AKWs jetzt schonen, um sie im Januar bis April noch als Reserve betreiben zu können.

    Ich hatte einen Bericht bei ntv? gelesen. Da ging es um den Fall, dass Russland kein Gas mehr liefert und um europäische Solidarität. Polen könnte zum Beispiel Deutschland unterstützen. Ein Aspekt, der dabei angesprochen wurde, war, dass die anderen europäischen Länder sich natürlich fragen, warum sie Deutschland ggf. mit Gas unterstützen sollen während Deutschland sich den Luxus gönnt seine Atomkraftwerke runterzufahren. Die Frage verstehe ich.

    Warum haben wir das nicht schon? Der Ausstieg aus der Kernenergie wurde ja nicht gestern nachmittag beschlossen, das Ende der Kohleverstromung übrigens auch nicht. Tasächliche Alternativen wurden systematisch politisch verhindert. Jetzt stehen wir mit heruntergelassenen Hosen da und sagen laut „Oh“.

    Nicht nur politisch. Auch die Menschen vor Ort haben es abgelehnt. Beispielsweise Stromtrassen oder Windenergieanlagen.

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