Beiträge von Tom123

    Damit meinte ich nicht dich persönlich, sondern eher die Diskrepanz zwischen dem, was Herr Lauterbach verkündet und dem, wie
    Corona in weiten Teilen der Gesellschaft mittlerweile wahrgenommen wird.

    Ich glaube es gibt auch eine große Diskrepanz zwischen dem, was gesagt wurde und dem was in den (sozialen) Medien wiedergegeben wird. Ich habe Lauterbach jetzt nicht so verfolgt, aber gerade bei Drosten und Co. ist mir extrem aufgefallen. Immer wieder wurden einzelne Aussagen falsch oder verkürzt wiedergegeben.

    Die Einstellung, für eine Maskenpflicht zu sein, damit "der Staat" ihn/sie zu einem Verhalten zwingt, das er/sie selbst für sinnvoll hält, ist dermaßen absurd, dass ich mich ernsthaft frage, wie sich solche Menschen als mündige Bürger bezeichnen wollen.

    Das ist ein wenig kurz gedacht. Die Hoffnung ist ja, dass eine Maskenpflicht generell zu niedrigeren Inzidenzen führt. Ich muss ja nicht nur für eine Maskenpflicht sein, weil ich mich persönlich schützen möchte. Ich bin für eine Maskenpflicht, weil ich sie für gesamtgesellschaftlich sinnvoll halte.

    Impfungen schützen und müssen immer wieder aufgefrischt werden. Das war schon bei der normalen Grippe so.

    Ich sehe überhaupt keine Vorbereitungen dafür, wie ab September (ist in 2 Monaten)

    60 Millionen Deutsche eine Auffrischung erhalten sollen. Mein Hausarzt, bei dem ich einen Termin kurz vor Schulbeginn abgemacht habe erwartet eine Terminkatastrophe.

    Oder ist mir da was an Vorbereitungen für den Herbst entgangen?

    Ich glaube, dass durch diese ganzen Fake-News und Falschmeldungen bei vielen der Eindruck entsteht, dass die Impfung viele Nebenwirkungen hat und dass die Impfung nichts taugt. Ich befürchte ohne staatlichen Zwang wird die Impfbereitschaft nicht sehr hoch sein. Dazu muss man auch noch bedenken, dass wir viele frisch genesene haben. Die müssten wahrscheinlich sowieso warten bis sie boostern sollten...

    Wichtig ist, dass man sich keine Einzelfälle ansieht sondern die Gruppen als Ganzes. Letztlich wird bei der Bestimmung der Wirksamkeit einer Impfung ja auch nichts anderes gemacht. Nimm eine Gruppe von 10.000 Menschen und geben ihnen eine Impfung und nehmen eine Gruppe von 10.000 vergleichbaren Menschen und geben ihnen keine Impfung. Dann prüfe nach 6 Monaten, wie viele haben Corona bekommen, wie viele sind daran verstorben, wie viele wurden hospitalisiert. Und das wurde inzwischen X mal gemacht. Nicht nur von den Firmen selber und nicht nur in einem Land, sondern von vielen verschiedenen Ländern auf der Welt von vielen verschiedenen Wissenschaftlern. Wenn man jetzt mal von politischen Entscheidungen wie momentan in China absieht, sind die Daten eindeutig. Gerade gegen Tod und schweren Verlauf schützen die Impfstoffe sehr gut. Gegen eine Infektion nur wenig. Und wir reden hier nicht von den besagten 10.000. Wahrscheinlich wurde inzwischen schon ein vielfaches an Menschen betrachtet. Alleine der Impfstatus der Intensivpatienten ist eine gute Kenngröße.

    Dabei muss man natürlich ein paar Sachen beachten. Es hilft nichts den ungeimpften 20jährigen mit der dreifach geimpften Oma zu vergleichen. Wenn ich das mache, wundere ich mich natürlich warum ich so viele geimpfte auf der Intensivstation habe. Zweitens muss leider davon ausgehen, dass die Wirkung der Impfung nachlässt. Nach 6 Monaten ist sie halt nicht mehr so gut. Das ist doof, hilft aber nichts.

    Ist es normal, dass auf LEHRER-iPads der Web Content Filter aktiviert ist (in meinem BL vom Land vorgeschrieben) und man jede URL einzeln in die zentrale Whitelist (Schulträger administriert die Geräte) aufnehmen lassen muss? Was soll das?

    Dafür solltest du uns dein Bundesland verraten. Bei uns in Niedersachsen gibt es das nicht.

    Dafür, dass du hier ständig betonst, wie unsoldiarisch es sei, keine Maske zu tragen, finde ich es ziemlich bemerkenswert, dass man aufgrund des eigenen Wohlbefindens ohne Maske in der Schule rumrennt.

    Ich hatte eine Infektion und laut Hausarzt ist es sehr unwahrscheinlich, dass man sich in den ersten drei Monaten nach der Infektion erneut ansteckt. Dazu halte ich Abstand und trage, wenn das nicht möglich ist, eine Maske. Außerdem finde ich die Frage ist auch abhängig vom aktuellen Infektionsgeschehen. Wir hatten tatsächlich eine Zeit mit so gut wie keinen Fällen an der Schule.

    Deswegen auch die Formulierung "noch". Ich denke, dass jetzt wieder der Zeitpunkt kommt, wo eine Maske zu mindestens während der Sommerwelle notwendig ist.

    "Man trägt die Masken doch auch zum Schutz anderer.", die ganz klar moralisierend einwirken sollen, etc. etwas zurückhalten.

    Wenn jemand schreibt, dass es eine persönliche Entscheidung ist, ob man eine Maske trägt, dann fehlt da einfach der Blick darauf, dass man auch andere schützt. Wie sich dann entscheidet, ist noch eine andere Sache. Aber warum soll man das nicht anmerken, wenn das so nicht richtig ist?

    Ausnahme 2 ist sehr stark übergwichtig und hat zudem Asthma, keine Ahnung ob damit ein Zusammenhang besteht.

    Ich kenne 2-3 Fälle, die alle relativ jung und gesund sind. Wir haben auch einen schlimmen Fall bei einer Schülerin des örtlichen Sek 1 Schule. Auch ohne mir bekannte Vorerkrankungen. Aber sicherlich hat das alles nur eine begrenzte Aussagekraft. Aber die Menge an Fällen ist schon echt heftig.

    Zumindest im Supermarkt ist die Infektionsgefahr sehr sehr gering, dank der Klimaanlagen. Selbst ohne Maske ist eine Infektion dort nahezu unmöglich, außer man hustet sich schon explizit gegenseitig ins Gesicht.

    Ok, woher hast du dieses Wissen?

    Also erstmal kann eine Klimaanlage durchaus auch negativ sein. Die Frage wäre wie eine Belüftung stattfindet. Wird die Luft von außen angesaugt und die verbrauchte Luft wieder nach außen abgegeben oder die Luft nur im Innenraum verteilt. Dann wäre die Frage, ob die Klimaanlage die Luft in irgendeiner Form reinigt. Beispielsweise durch UV-Licht. Da werden sicherlich nicht alle Supermärkte gleich ausgestattet sein.

    Das große Problem ist aber in der Regel nicht der Luftaustausch. Du stehst beim Schlachter, bei der Kasse oder auch im Gang unter Umständen dicht an dicht mit anderen Menschen. Da ist das Infektionsrisiko wahrscheinlich am größten.

    Aber grundsätzlich ist das Infektionsrisiko an anderen Orten wie Schule, Restaurant, etc. sicherlich größer.

    Auch Personen, die in der Schule und beim Einkaufen keine Maske tragen, suchen nicht die Infektion. Sie nehmen nur ein wenig mehr Risiko in Kauf.

    Das Problem bei der Sache ist, dass sie ja nicht nur für sich entscheiden sondern auch für ihre Mitmenschen. Wenn alle eine Maske tragen, ist das Infektionsrisiko gering. Wenn nur ich eine trage, ist es deutlich größer...

    insofern ist es imho bei jedem Eingriff sinnvoll, Kosten und Nutzen abzuwägen, so eben auch bei einer Impfung.

    Aber die Kosten-Nutzen-Rechnung bei der Impfung ist doch bei normalen Menschen relativ klar? Wir haben alleine in Deutschland mehrere 100 Mio Impfungen verabreicht. Weltweit mehrere Milliarden. Gleichzeitig sehen wir die Gefahren auch von milden Varianten wie Omikron. Wenn ich die sicherlich vorhanden Impfschäden in Bezug auf die Gefahren einer Infektion setze, ist es doch bei Menschen ohne besondere Vorerkrankungen vollkommen klar.

    Also: Abwägungssache. Wie gesagt, ich schätze, aufgrund der aktuellen Lage, die sich verschärft, werde ich bald auch wieder Maske tragen, auch freiwillig.

    Bei "Abwägungssache" bin ich voll und ganz bei dir. Was ich nicht verstehe ist, wenn Leute meinen, dass eine Infektion nicht schlimm ist, weil Corona ja nur noch einen milden Verlauf hat ...

    Ich vermute, dass man bei vielen Leuten, die den Maßnahmen eher skeptisch gegenüberstehen, eine Infektion nicht mitbekommt. Viele testen sich sowieso nicht. Dann merkt man auch keine Infektion. Wenn in ihrem Umfeld jemand krank wird, sind sie wahrscheinlich schon durch.

    Wir haben im Kollegium mehrere Kollegen, die auch Wochen nach der Infektion noch Folgen haben. Nichts großes. Aber halt schon, dass man beispielsweise beim Sport nicht mehr so belastbar ist. Ich hatte mal mit einem Facharzt (Gefäßchirogie) darüber gesprochen. Er meinte, dass er viele Patienten mit (kleineren) langfristigen Folgen hat. Die Werte wären nach einer Infektion deutlich schlechter. Ist das bei euch in den Schulen anders? Ich finde es schwierig nachzuvollziehen, dass man eine eigene Infektion und vor allem auch eine Infektion der Schüler so einfach in Kauf nimmt. Ich meine jeden Tag sterben 200 Menschen daran. Das sind rund 70.000 Tote im Jahr. Dazu noch Intensivpatienten, Langzeitfolgen, ökonomische Kosten von Krankheit. Wie kann man da von mild sprechen?

    Wir haben auch mehrere Kollegen, die noch Wochen nach der Infektion leichte Probleme haben. Deswegen geht keiner zum Arzt und es taucht auch in keiner Statistik auf. Aber grundsätzlich denke ich schon, dass es sinnvoll ist, jede Infektion zu vermeiden. Wir wissen einfach noch viel zu wenig über die Folgen.

    Eine Re-Infektion ist aus meiner Sicht sicherlich sehr unwahrscheinlich. Es wäre etwas anderes, wenn beide sich woanders angesteckt haben und ggf. unterschiedliche Varianten haben. Die genese Personen hatte ja den Virus in sich und entsprechend Antikörper gebildet, um ihn zu bekämpfen. Das nun ein relativ kleiner Eintrag durch die andere Person ausreicht, damit die Krankheit erneut ausbricht ist eher unwahrscheinlich. Eher wird sie trotz negativem Schnelltest noch eine Menge des Virus in sich haben. Tatsächlich ist die Gefahr sich in den ersten 3 Monate nach einer Genesung erneut zu infizieren relativ gering. Bei den Fällen, die es gab, geht man oft davon aus, dass tatsächlich die erste Infektion noch nicht vollständig besiegt wurde. Eine reelle Gefahr besteht dann, wenn ich mich beispielsweise im Urlaub mit Delta angesteckt habe und dann zu Hause noch in Kontakt mit Omikron komme.

    Das ist natürlich ohne Gewähr und nur meinen Laien-Wissen. Aber so habe ich mir das damals nach der Infektion erklären lassen bzw. nachgelesen.

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