Die offizielle Begründung war immer das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Nicht mehr und nicht weniger.
Daher halte ich den Wunsch von Anfaengerin für vermessen, dass man den Menschen die Entscheidungen nicht selbst überlassen dürfe.
Wenn wir dann mal nach München gucken:
https://www.focus.de/gesundheit/new…_163404931.html
Ist natürlich die Frage, wie wir überlastet definieren.
Aber auch ansonsten ist das ja kein Argument. Es muss nicht alles in einem Gesetz geregelt werden. Gerade die Eigenverantwortung der Menschen war doch das große Argument der FDP gegen staatliche Maßnahmen. Normalerweise sollte es für jeden Menschen selbstverständlich sein, seine Mitmenschen zu schützen. Wenn vor Corona jemand erkältet war oder ähnliches, hat man zu mindestens in meinem Freundeskreis auch versucht die anderen zu schützen. Das könnte man durchaus auch heute noch erwarten.
Und wir reden hier nicht über eine Erkältung oder eine Grippe. Wir haben in Deutschland 150.000 Corona-Tote. Dazu kommen Massen an Menschen mit Long- bzw. Postcovid und die Menschen, die noch gar nicht wissen, dass sie irgendwelche Langzeitschäden haben.
Ich erwarte gar nicht, dass es nun harte Maßnahmen gibt. Aber ich kann mich wünschen, dass sich mein Umfeld rücksichtsvoll verhält. Klappt leider nicht immer. Aber trotzdem wäre das mein Anspruch. Bei uns gehört es im Freundeskreis inzwischen zum guten Ton, dass wenn man sich verabredet hat und man selber oder die Kinder erkältet sind, man einen Selbsttest macht und den Besuch fragt, ob sie trotzdem kommen möchten. Eine Freundin hatte letztens Kontakt mit einer infizierten Kollegin. Sie ist dann freiwillig zu Hause geblieben, um niemanden zu gefährden.