Beiträge von Tom123

    Vielleicht ein großes Team mit mehr Lehrkräften als die Anzahl der Klassen oder der Fächer oder der Beauftragungen,

    alternativ hat eine Person im Kollegium einfach sehr, sehr viele der Aufgaben übernommen, dann haben die anderen weniger, klar.

    Solche Situationen sind natürlich toll, aber in der Praxis selten. Letztlich bleibt es dabei, dass bestimmte Aufgaben einfach erledigt werden müssen. Und da sollte man sehen, dass man es fair verteilt. Im Endeffekt ist das nichts anderes als Pausenaufsichten oder unbeliebter Nachmittagsunterricht. Ein gutes Kollegium schafft es die Aufgaben fair zu verteilen. In anderen Kollegien muss die SL das von oben verteilen. Das ist aus vielen Gründen nicht sinnvoll.

    Wir tauschen uns auch mit anderen Grundschulen aus. Einer macht etwas fertig und gibt es an die anderen. Von einer guten Zusammenarbeit profitieren fast alle. Das letzte größere Konzept hat unsere kleinste Grundschule weniger als 10 Mitarbeiten gemacht. Die anderen Grundschulen haben es dann für ihre Verhältnisse überarbeitet und angepasst. Spart viel Arbeit.

    Du möchtest die Kollegin in der Schule deines Sohnes schützen aber die in deiner Schule oder deine Schüler sind egal? Ist das nicht etwas inkonsequent?

    Das mit der Entscheidung des anderen ist ja eine super Sache. Wenn du aber an die von dir erwähnte Studie denkst, entscheidest du leider nicht nur für dich, dass du eine Infektion in Kauf nimmst. Du entscheidest auch, dass es für dich ok, dass du mit deinem Verhalten andere gefährdest.

    Ich hab gerade gelesen, dass geplant ist ab dem 01.05 nur noch freiwillig in Quarantäne zu gehen.

    So ganz kann ich mir noch nicht vorstellen wie das funktioniert.

    Man nutzt die verhältnismäßig milde Omikronvariante aus, um einen "Herdenimmunität" zu erzeugen und die zu bekommen, die sich nicht impfen lassen. Sicherlich sinnvoller als im Winter bei noch stärker belasteten Krankenhäusern und eventuell einer schlimmeren Variante. Und die, die nun ohne Maske im Klassenraum rumlaufen, melden sich freiwillig zur Teilnahme.

    Lehrer sollten die Gesetzeslage akzeptieren; jeder soll wirklich auch frei entscheiden können. Das ist an vielen Schulen offensichtlich nicht der Fall. Wenn euch die Gesetzeslage nicht passt, tragt doch die Masken, zieht eure Schlüsse, wenn ihr wählen geht oder geht demonstrieren gegen die ach so böse FDP.

    Vielleicht solltest du erstmal lesen, was die aktuelle Gesetzeslage ist. Erstmal gibt es weder Verbot noch Aufforderung keine Maske zu tragen. Lediglich die Pflicht ist weg. Nichtsdestotrotz fordert u.a. unser aktuellen Bundesgesundheitsminister und sowohl mein Ministerpräsident als auch mein Kultusminister dazu auf, weiterhin in Innenräumen Maske zu tragen.

    Und wenn ich mir 2 Jahre lang von irgendwelchen Querdenkern anhören, warum eine Maske was ganz schlimmes ist, darf ich doch jetzt auch sagen, warum eine Maske gut ist. Selbstverständlich kann ich meinen Schülern und ihren Eltern sagen, dass die Landesschulbehörde weiterhin empfiehlt eine Maske zu tragen, um sich nicht anzustecken. Wer sich dagegen entscheidet, selber schuld. Ist aber kein Widerspruch zur Gesetzeslage.

    Bei der Quarantäne reicht es leider nicht, da ist das z.B. bei meinem Kind sehr wichtig, weil zwei Impfungen (und mehr gibt es ja offiziell für unter 12jährige noch nicht) nur 90 Tage lang von der Quarantäne befreien. Die sind leider inzwischen um, der ist also wirklich nur durch das Genesenenzertifikat weiterhin von der Quarantäne befreit.

    Ich meine gelesen zu haben, dass das abgeschafft werden soll. Quarantäne für alle.

    Ist mir bewusst. Wenn sowas angeordnet wird, mache ich es natürlich. Aber dann eben mit Abstrichen an anderer Stelle, und genau so habe ich das im Gespräch auch gesagt.

    Das hörte sich aber schon komisch bei dir an. Letztlich sind das keine freiwilligen Aufgaben sondern gehören zum Job. Ich kann auch im Einzelhandel nicht sagen, dass ich nur an der Kasse arbeite aber keine Ware einsortieren möchte, weil ich nicht einfach der Type für körperliche Arbeit bin. Wenn so was dann angeordnet werden muss, ist das schade. Im Idealfall ist sich das Kollegium einige, was gemacht werden muss und versucht es fair zu verteilen. Dann kommt halt auch mal auf der entsprechende DV die Aussage "Ich mach das, ich habe ja noch nichts." Das ist dann ideal. Mit Zwang ist in unserem Beruf immer doof.

    Bei uns an der Schule ( ohne extra Aufforderung zum Maskentragen) eher 70% ohne Maske.

    Das tut mir leid für die 30%. Wahrscheinlich bist du auch nicht die einzige Maskengegnerin bei euch. Wenn die Lehrkräfte keine Maske tragen, werden die Kinder sich auch anpassen. Wäre eigentlich eine tolle Möglichkeit für eine Studie. Einmal die Schulen vergleichen, die noch Maske tragen und einmal die ohne. Und dann mal nach 3 Monaten gucken, wie viele Fälle, Krankheiten und eventuell Tode es gab.

    Bei uns ist keine Schule aber im Supermarkt waren alle mit Maske. Waren aber auch in der Lokalpresse einige Berichte, dass die meisten weiter Maske tragen wollen.

    Danke für die Erklärung. Das ist tatsächlich auch mehr als bei uns. Wir haben ja noch den Unterschied zwischen Schulträger und Land. Netzwerk, Beamer reinigen, PC warten sind offiziell Aufgaben des Schulträgers. Klappt natürlich nur begrenzt. Im Zweifel muss aus unserem Schulbudget eine Firma bezahlt werden. Trotzdem ist eine Stunde natürlich viel zu wenig. 3 wären wahrscheinlich angemessen.

    Susannea: Du musst dich nicht gleich angegriffen fühlen. Ich wollte damit nur sagen, dass eine aktuelle Genesung sowieso keinen großen Einfluss auf den Status hat. Du schreibst ja selber, dass es im Herbst wahrscheinlich eine vierte Impfung gab. Dann fragt keiner mehr, ob du im März eine Infektion habt. Reicht in Berlin für 3G nicht auch die normale Impfung? Wenn man nicht gerade Impfverweigerer ist, braucht man bei uns die Genesung nur für 2Gplus. Das wird tatsächlich bei uns nicht mehr wirklich verlangt.

    DAs ist ja hier auch so, diese 5 Stunden für IT sparen mir immerhin einen zusätzlichen Tag zur Schule fahren ein (naja, leider nicht immer, gibt es oft genug, dass ich eben dann in den Ferien o.ä. doch mal zusätzlich wegen PC-Problemen hin muss, aber das versuchen wir gerade zu umgehen, nur mag Iddeploy und Teamviewer zusammen noch nicht so, wie ich)

    Darf ich mal doof nachfragen. Du bekommst 5 Stunden für die IT-Betreuung? Sind da besondere Aufgaben bei. Ich bekomme momentan eine... Vielleicht muss ich mal neu verhandeln.

    Ich erinnere mich an extreeeem schiefe Blicke insbesondere meiner ersten Schulleitung auf den Satz, dass ich dann eben keinen sonderlich guten Unterricht mehr vorbereiten könne, um die durchschnittlich 41 Stunden nicht zu überschreiten. Musste mir auch ein paar Takte darüber anhören, dass Schule inkompatibel mit Dienst nach Vorschrift sei und ein Schulleben so nicht funktioniere, aber habe deutlich gemacht, dass MIR wichtig ist, dass mein Unterricht funktioniert.

    Ich finde auch nicht, dass man von dir erwarten kann, dass man sich über die Maßen engagiert. Wobei ich bei Zusatzaufgaben an Dinge denke, die freiwillig sind. Es gibt aber natürlich auch Dinge, die gemacht werden müssen. So was wie Stoffverteilungspläne, Lernausgangslage bestimmen, Sprachüberprüfung, irgendwelche blöden Konzepte schreiben, ... Das sind dann Dinge, wo bei uns jeder ran muss. Da muss dann notfalls auch der Unterricht darunter leiden.

    Es gibt zahlreiche Wege im Lehrberuf Zeit zu sparen. Die Tatsache dass ich effektiv 10 Stunden weniger für meine Arbeit brauche (bei gleicher Leistung), darf mir doch nicht zum Nachteil gereichen.

    Da gebe ich dir grundsätzlich Recht. Einige arbeiten extrem ineffektiv. Ein Problem ist natürlich, dass die Arbeit auch extrem vom Fach abhängig ist. Sport oder Deutsch macht schon einen Unterschied. Dazu die Verteilung der allgemeinen Aufgaben. Fachschaften, Schulentwicklung, Praktika, Fortbildungen, Schulprogramm, etc.. Einerseits muss die SL versuchen die Aufgaben fair zu verteilen andererseits gibt es auch immer wieder Kollegen, die sich drücken und andere die dann deutlich mehr Arbeit haben. Wenn man da eine schlechte SL hat, kann man sich kaum wehren.

    Ich fühl mich angesprochen, da ich die Maske ab morgen nur noch " gezielt " ( sprich, wenn ich es für " nötig" halte tragen werde).

    Wenn man dann mit Querdenkern= AFD etc. verglichen wird finde ich das freundlich gesagt " unverschämt ", nachdem man sich hat boostern lassen, die Kontakte reduziert hat, Feiern hat ausfallen lassen etc.

    Also selbst bei der Aussage von Fachinformatiker stand nichts von Menschen, die Schutz Masken ablehnen. Dort stand:

    Dein Weltbild hätte ich gerne.

    AFD Wähler= Rassist=Klimaleugner=Coronaleugner=Putiversteher=Trump-Anhänger

    Vielleicht solltest du erstmal richtig lesen, bevor du dich aufregst?

    Nichtsdestotrotz kann man natürlich diskutieren, was Maskenverweigerer für Menschen sind. Bei Querdenkern gibt es dazu ja bereits Untersuchungen. Sicherlich wird es auch unter den Ablehnern einer Maskenpflicht überproportional mehr Menschen geben, die den Staat ablehnen. Sicherlich werden auch die AFD-Wähler überproportional vertreten sein. Deswegen ist natürlich nicht jeder ein Querdenker, AFD-Wähler oder Rassist. Da wird es viele verschiedene Menschen geben. Manche schätzen das Risiko einfach anders ein. Manche sehen alles als Gottes Fügung. Manchen lehnen wissenschaftliche Erkenntnisse ab. Manche sind auch einfach Arschlöcher, denen ihre Mitmenschen egal sind. Und manche sind ganz normale Leute, die einfach kein Bock mehr haben. Leider alles bereits getroffen.

    Da hat Kris Recht. Die Querdenkerin aus meinem Bekanntenkreis hat seit Kriegsbeginn auch ständig russische Propaganda in ihrem Status. Trump und AFD hatte sie auch schon. Leugner des Klimawandels sind tatsächlich auch die Mehrheit der Afd-Wähler. Dazu gibt es genug Umfragen. Klimaleugner kenne ich nicht (-;.

    Und Rassisten? Mmh. Kann man die Afd wirklich wählen, wenn man nicht zu mindestens ein wenig Rassist ist? Ist das nicht das Grundprogramm der Afd? Also die Moslems / Ausländer ... sind an allem Schuld.

    Ich muss fairerweise dazu sagen, dass ich auch Teil der Schulleitung bin und mein Chef damit auch keine Probleme hat. Er spricht zwar selber keine Probleme an, kann aber damit leben solange man es nicht übertreibt.

    Aber ich bekomme es aus der Nachbarschaft auch anders mit...

    Das Land weiß um die Überlastung und ist nicht gewillt, Abhilfe zu schaffen, mit Verweis auf den Lehrkräftemangel, den es - das Land - selbst beheben oder ausgleichen müsste.

    Es passiert selten aber da sind wir vollkommen einer Meinung. Und aus meiner Sicht kommt noch das Problem hinzu, dass zu viele Lehrkräfte bereit sind, diesen Mangel zu ertragen bzw. auszubaden. Wenn wir Lehrkräfte uns einig wären und einfach mal eine Zeit lang Dienst nach Vorschrift machen würden, könnte man gut Druck auf die Landesregierung ausüben. Aber es wird auch von Seiten der Lehrerschaft zu wenig auf die Probleme hingewiesen. Ich sagen zum Beispiel auf dem Elternabend, dass für bestimmte Kinder eigentlich DaZ-Unterricht vorgesehen wäre, dass Land uns momentan leider nicht die notwendigen Stunden Lehrerstunden geben. Daher müssen wir halt an verschiedenen Stellen kürzen. Ganz neutral. Meine Kollegen finden das nicht gut. Ihr Argument ist: "Wie stehen wir als Schule dann dar." Auch Schulleiter schaffen es immer wieder gut jeden Mangel den Eltern zu verkaufen. Selber schuld.

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