Beiträge von Tom123

    Und damit haftet der Veranstalter weiterhin, denn eine Empfehlung ist keine Verpflichtung. Das gleiche Problem stellt sich regelmäßig, wenn Radfahrer ohne Helm unterwegs sind und durch Fremdverschulden verletzt werden. Da es eben keine Helmpflicht gibt, scheitern Versicherungen immer wieder, wenn sie dem verletzten Radfahrer daraus eine Mitschuld anlasten wollen.

    Gerade die Helmproblematik zeigt doch das Gegenteil. Du wirst ja sicherlich auch das entsprechende Urteil und die Urteilsbegründung gelesen haben? Du hast auch gesehen, dass zuvor Landgerichte und OLGs anders entschieden haben, was durchaus zeigt, dass die Materie nicht so klar ist.

    Das BGH begründet sein Urteil damit, dass ein Unfallopfer zwar unter Umständen auch mithaften muss, wenn es nicht gegen Vorschriften verstoßen, sich aber unachtsam und unver­ant­wortlich verhalten hat. Das wäre hier der Fall, wenn das Tragen von Schutz­helmen zur Unfallzeit nach allge­meinem Verkehrs­be­wusstsein zum eigenen Schutz erfor­derlich und zumutbar gewesen wäre. Ein solches Verkehrs­be­wusstsein hat es zum Zeitpunkt des Unfalls der Klägerin jedoch noch nicht gegeben.

    Das OLG Celle begründet noch, dass für den Straßenverkehr besondere Regeln gelten. Außerdem weist es darauf hin, dass die Schutzwirkung der Helme nicht erwiesen ist.

    Letztlich wird es darauf hinauslaufen, dass ein Gericht die Frage klären muss. Hier muss man auch sicherlich genau prüfen, wie das spezifische Risiko zu dem Zeitpunkt war und welche Empfehlungen galten. Auch muss man beachten, dass an mich als Lehrkraft in der Regel besondere Ansprüche gestellt werden, da ich auch die Verantwortung für die Schüler habe.

    Dass aber in solchen grundsätzlich keine Mithaftung gibt, ist aber schlicht falsch. Das ergibt sich zu mindestens aus der Urteilsbegründung des BGH.

    Tom sprach allgemein vom AG ;)

    Die Empfehlung Maske bei kritischen Situationen und Innenräumen zu tragen gab es auch durch das RKI. Ich schrieb, dass in der Regel die AG die Masken stellen. Aus meiner persönlichen Erfahrung ist es tatsächlich so, dass viele Arbeitgeber ihren Angestellten kostenlose Masken zur Verfügung stellen. In der Regel bedeutet aber nicht, dass jeder Arbeitgeber das so machen muss. Wenn Berlin es nicht macht, ist das kein Widerspruch und ändert auch nichts an einer möglichen Maskenempfehlung.

    Es geht doch hier um einen ganz konkreten Fall:

    Lehrer X hat Corona.

    Lehrer X ist wieder gesund.

    Soll Lehrer X nun einen Dienstunfall melden, weil er irgendwann in der Zukunft Spätfolgen durch die Infektion hat. Beispielsweise könnte er ein höheres Alzheimer-Risiko durch Schädigungen des Gehirns bei der damaligen Infektion haben.

    Ich möchte doch sehr bezweifeln, dass die Unfallkasse in Berlin das dann freudestrahlend anerkennt und zahlt. In der Regel landen solche Sachen vor Gericht und werden bis zu höchsten Instanz verhandelt. Wenn es bei euch anders ist, solltest du dich freuen. Das wird aber sicherlich nicht der Normalfall sein.

    Und weißt du, wenn Kinder am Sportunterricht teilnehmen (weil sie es müssen) dann gehen wir als Eltern deiner Meinung nach scheinbar auch ein erhöhtes Risiko ein und sind selber schuld.

    Du bringst hier gerade verschiedene Sachen durcheinander. Erstmal gibt es meines Wissen noch gar keine endgültigen Entscheidungen über Langzeitfolgen von Corona als Dienstunfall. Die Meldung eines Dienstunfalls und später Schadensersatzansprüche zu bekommen sind noch zwei verschiedene Dinge. Zu mindestens, in dem Fall, dass die Krankheit ausgeheilt ist, man aber Langzeitfolgen befürchtet. Wenn es so sein wird, wird das wahrscheinlich auch irgendwann mal höchstrichterlich geklärt werden müssen. Dann können wir über irgendwelche regionale Unterschiede sprechen.

    Es geht auch nicht, um die Schüler, die keine Maske tragen sondern die Lehrkraft selber. Der Sportunterricht ist ja eine Pflicht. Der Vergleich wäre, dass der Veranstalter bei Sport-Art XY empfiehlt einen Helm zu tragen, da sonst schwere Kopfverletzungen drohen. Nun sagt der 18jährige Teilnehmer, dass er das nicht macht, weil Kopfverletzungen sowieso nur eine Erfindung der Medien sind und wenn sich jemand am Kopf verletzt das nur ein kleiner Kratzer ist. Der TN egal ob Lehrer oder Schüler entscheidet sich also bewusst dafür die Empfehlung des Veranstalters zu ignorieren. Nun stürzt er und erleidet eine schwerwiegende Kopfverletzung. Er verlangt nun vom Veranstalter Schadensersatz. Der Veranstalter weist nun aber darauf hin, dass er empfohlen hat einen Helm zu tragen, wodurch die Verletzungen verhindert worden wären. Der Verletzte sagt, dass es aber keine Pflicht sondern nur eine Empfehlung war.

    Vielleicht vergleich mit dem Autofahren unter Alkohol. Ich darf mit 0,4 Promille Auto fahren. Wenn ich aber einen Unfall baue, habe ich schon ab 0,3 Promille ein Problem.

    Ob das bei Corona nachher ein Problem ist, kann jetzt keiner sagen. Aber ich würde das als Anwalt sicherlich vortragen.

    Weil man sich nach der Ansicht einiger doch gar nicht anstecken kann, wenn man sich an alle Vorschriften gehalten hat

    Aber wenn es eine Empfehlung gibt und man sich nicht daran hält, geht man bewusst ein Risiko ein. In dem Moment greift die Argumentation nicht mehr, dass man sich durch den Dienst angesteckt hat, da man eine Ansteckung durch eine Maske hätte vermeiden können. In der Regel stellt daher sogar der AG diese Maske.

    In NDS gibt es noch keine Ansage, da am nächsten WE Landtagswahlen sind. Danach sortieren sich die Ämter ggf. neu und erst danach wird es wohl wieder Freitagnachmittag-Briefe geben. Bei einer erwarteten Umsetzung über das WE sollte man im Ministerium zuständige Mitarbeitende 24/7 erreichen können, um

    Unstimmigkeiten melden und Nachfragen stellen zu können.

    Ich erwarte eine Ansage, dass die Lehrkräfte die Lüftungsintervalle weiterhin einhalten und dabei gleichzeitig für angemessene Temperaturen sorgen.

    Bei uns gab es schon eine Ansage, dass die Temperatur gesenkt werden soll. Ist aber noch in der Feinabstimmung. Das wird auch kaum Land entscheiden sondern fällt eher in die Zuständigkeit des Schulträgers. Zumal die räumliche Situation an den Schulen auch sehr unterschiedlich sein wird. Das Land könnte aber beispielweise eine Mindesttemperatur vorgeben.

    Das Lüften wird sicherlich so bleiben und sollte grundsätzlich auch im Aufgabenbereich des Landes liegen. Das ist eine Anweisung an die Lehrer während das Heizen eine Aufgabe des Schulträgers ist.

    Das sie es ablehnen, war doch zu erwarten. Letztlich geht es darum es erstmal zu melden. Jetzt würde ich abwarten, wie es sich entwickelt. Wenn XY Jahren raus kommt, dass Corona die und die Langzeitfolgen und ich darunter leider würde ich mich auf die damals gemachte Meldung berufen. Letztlich muss es dann an ein Gericht klären. Ich denke zum beispielsweise an die Entschädigung für Opfer von Radarstrahlung bei der Bundeswehr.

    Durch die Meldung kannst du nachweisen, dass Du es damals gemeldet hast und warum es aus deiner Sicht eine Infektion in der Schule ursächlich ist. Die Gegenseite wird ggf. argumentieren, dass man sich auch außerhalb der Schule hätte anstecken können. Kritisch könnte es auch sein, wenn Du deine Maskenablehnung in der Schule genauso wie Forum publik machst. Gerade wenn eine Empfehlung aber keine Pflicht da war, könnte man argumentieren, dass es deine eigene Entscheidung war das Risiko einer Infektion einzugehen.

    Es ist grundsätzlich sinnvoll Corona als Dienstunfall zu melden. Die Problematik ist in der Regel, dass man nicht nachweisen kann, ob es wirklich in der Schule passiert ist. Du könntest dich genauso gut nachmittags beim Einkaufen etc. angesteckt haben. Ein reines wahrscheinlich wird da kaum ausreichen.

    Igitt, so eine Haltung finde ich widerlich.

    Es war sicherlich widerlich aber alternativlos. Letztlich konnte man nur die schlimmsten rausziehen, damit das System am Laufen bleibt. Ähnliches jetzt bei den Atomkraftwerken. Die Realität holt die Wünsche ein. Es war von Anfang an problematisch, dass man auf der einen Seite den Atomausstieg wollte aber auf der anderen Seite der Ausbau der erneuerbaren Energien stockte. Man hätte schon vor 2-3 Jahren damit anfangen müssen, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fokussieren.

    Im Vergleich zu was? Mich stören in letzter Zeit (auch in anderen Medien) solche Pseudovergleiche ohne Angabe der Referenzgröße.

    Im Vergleich zu dem, was die Ressourcen der Erde hergeben? Im Vergleich dazu, was wir verbrauchen sollten, wenn wir den Klimawandel eingrenzen wollen?

    Dass der Verbrauch von Energie grundsätzlich problematisch ist und wir grundsätzlich versuchen sollten unsere Energieverbrauch zu reduzieren sollte doch inzwischen bei jedem angekommen sein. Unabhängig von Russland und Ukraine-Krieg.

    Warum verwenden wir heute keine/kaum noch konventionellen Glühlampen mehr?

    Warum sollen wir das Licht aus machen, wenn wir rausgehen? Warum die Tür zum Kühlschrank nicht zu lange offen lassen? Warum richtig lüften statt dauerlüften und Heizung an?

    Grundsätzlich ist doch jede Einsparung unnötiger "Energieausgaben" sinnvoll. Die Frage ist eher, wenn ist sinnvoll und was nicht. Kaum einer möchte frierend zu Hause sitzen. Andererseits muss man auch nicht die Heizung aufdrehen, wenn man unterwegs ist. Wo die Grenzen liegen, ist dann eher die Frage als die grundsätzliche Frage des Energiesparens.

    Kinders... jetzt komm ich gerade von einer " kulturellen Veranstaltung " und endlich verstehe ich euch...

    DARUM tragt ihr wohl alle so gerne die Maske...das konnte ich ja nicht wissen😉.

    Meinst Du zufällig eine solche Veranstaltung:;)

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    Frau Boes hat sich übrigens während der Pandemie auch durchaus anders engagiert. Ich glaube bei ihr geht es nicht um eine politische Aussage. Zu mindestens habe ich sie bisher nicht als Querdenkerin wahrgenommen ...

    Ich sehe das generell hier. Jeder erzählt, welche Temperatur sie jetzt daheim haben und wieviel Heizung gespart wird. Dann wurde gesagt, dass es unsozial wäre nicht auch zu sparen. Das sehe ich nicht so, denn nicht jeder Energieverbrauch ist unnötig und kann auch eingespart werden.

    Ich würde sagen, dass es unsozial ist die Notwendigkeit von Energieeinsparungen generell abzustreiten. Jeder sollte sehen, was er persönlich in der Situation machen kann. Was nun angemessen ist oder nicht, liegt auch an den Rahmenbedingungen. Und letztlich muss es momentan noch jeder selber entscheiden. Für den einen ist es wichtig, auch im Winter im T-shirt in der Wohnung rumlaufen zu können, andere duschen sowieso mit kalten Wasser. Wenn natürlich Schwimmbäder geschlossen werden und/oder die Heizungen in den Schulen runtergedreht werden, ist es nicht mehr meine freie Entscheidung. Persönlich würde ich lieber im privaten etwas mehr einsparen als das Hallenbad schließt. Aber diese Entscheidung haben wir leider nicht.

    Mir gefällt der Tenor hier irgendwie nicht mehr. Ja Energie sparen ist immer sinnvoll, aber nicht jeder macht das auf die gleiche Art und Weise wie ihr es gerne wollt. Ich bin mir zu 100% sicher, dass jeder der sich hier als toller Energiesparer darstellt, das ein oder andere Sparpotenzial hätte, es aber nicht nutzt.

    Auf welche Beiträge beziehst Du dich?

    Mir würde nur der Beitrag von NRW-Lehrerin einfallen und da ist ja eher andersrum. Wer Energie spart, schränkt sich massiv ein.

    Dass das alles sehr individuell ist, wird doch den meisten klar sein. Trotzdem ist es interessant sich mal auszutauschen...

    Ich bezog mich allerdings eher auf gestrige Gespräche im LZ, wo unsere zwei "militanten Maskenträgerinnen" sich darüber aufregten, dass andere es seltsam finden, dass die Heizung bei denen schon läuft. "Das ist doch wohl meine Sache, ob ich 20 Grad zu kalt finde." Herrlich. Mir hat beim Beobachten nur das Popcorn gefehlt und ich war froh, dass man mein Grinsen hinter der FFP2 nicht sehen konnte. Manchmal sind die Dinger dann doch ganz praktisch.

    Hier scheint es doch genau andersrum zu sein?

    Dieser Typ ist nicht mehr tragbar. Maischberger fragt alles, was das Gros der Bevölkerung denkt und er rechtfertigt sich für jede unsägliche Maßnahme. Beziehungsweise: Versucht es.

    Ich finde, dass viele Aussagen schon nachvollziehbar sind. Beispielsweise der Unterschied zwischen freiwilligen Besuchen des Oktoberfestes und der Notwendigkeit den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen.

    Aber natürlich ist nicht alles toll, was er sagt.

    Für mich ist aber eher das Problem das ein Teil der Bevölkerung bestimmte Überlegungen nicht nachvollziehen kann. Dass auch Omikron gefährlich oder zu mindesten sein kann. Dass man noch nicht viel über Langzeitfolgen auch bei symptomlosen Verläufen weiß. Dass es nicht nur um einen selber sondern auch um andere geht.

    Aber einige scheinen dermaßen in einer Blase zu leben, dass sie sich ihre eigene Realität erschaffen und in Medien und Politkern gleich das personifizierte Böse sehen.

    Ich bin echt verwundert, dass hier viele sich so stark einschränken.

    Klar, für die meisten Lehrkräfte ist verkraftbar, wenn sie ein paar Hundert Euro mehr an Energiekosten haben.

    Aber für Deutschland insgesamt ist es wichtig, dass wir Energie sparen. Dabei ist euch vollkommen egal, ob ich Pro Ukraine oder Pro Russland bin. Unsere Industrie leidet unter den hohen Preisen und ein Gasmangeln würde die Situation noch verstärken. Am Ende hängt auch unser Job vom Wohlstand in unserem Land ab. Außerdem gibt es viele Menschen, die ein großes Problem mit den höheren Energiekosten haben. Für die ist es schwierig ihre Wohnung warm zu halten und die Rechnung zu bezahlen. Wenn sich nun alle ein wenig einschränken und ihren Verbrauch um 20% reduzieren, ist am Ende uns allen geholfen.

    Ich komme selber aus ärmeren Verhältnissen. Wenn einem kalt wurde, hat man sich erstmal einen Pullover angezogen. Ein Freund hat während seines Referendariats ein Jahr lang überhaupt nicht geheizt. Freiwillig. Wenn ich nun ein paar Tage später die Heizung anstelle, dusche statt baden und vielleicht mich beim Duschen noch ein wenig beeile, dann spare ich schon viel Energie und ich würde nicht sagen, dass ich mich stark einschränke.

    Wenn ich die Berichte der anderen lese, finde ich auch nicht, dass man sich dort stark einschränkt. Bei den meisten klingt es doch ganz vernünftig.

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