Beiträge von Tom123

    Ich verstehe die Problematik nicht, wenn Eltern nachts Mails schreiben. Vielleicht haben sie entsprechende Arbeitszeiten, vielleicht können sie gerade nicht schlafen, vielleicht sind sie einfach Nachtmenschen. Letztlich ist es mir vollkommen egal, ob sie mich morgens, nachmittags oder nachts anschreiben. Solange sie keine sofortige Antwort erwarten, können ist das für mich nicht relevant.

    Ich schreibe auch öfters mal nachts etwas. Gerade im Sommer sitze ich lieber nachts als tagsüber am Schreibtisch. Wenn ich lese, was da anscheinend einige negatives hineininterpretieren, sollte ich das vielleicht lassen.

    Ich finde es mit dem Bedanken auch vollkommen normal. Selbst wenn die Sprechstundenhilfe mir nur ein Rezept fertig gemacht hat, sage ich danke sehr wenn ich es abhole. Für mich gehört das zum guten Umgang und ich finde es vollkommen richtig, dass wir das als Lehrkräfte vorleben. Es hat auch wenig mit Erwartungen zu tun, wenn Eltern es nicht machen. Ich finde es eher schade und eine negative gesellschaftliche Entwicklung. Beispiel Klassenfahrt: Einige Eltern schnappen ihr Kind und sind ohne ein Wort des Abschiedes weg. Andere bedanken sich kurz, fragen ggf. ob alles gut war und verabschieden sich.
    Wenn Eltern einfach abhauen, bin ich nicht frustriert. Aber ich denke mir: Schade, dass die Eltern ein so schlechtes Vorbild für ihre Kinder sind.

    Genau das war unser Ergebnis bei allen, die neu kamen und mit Webuntis planen wollten, sie stecken alle wieder per Hand bzw. inzwischen stecken wir seit diesem Jahr nicht mehr, sondern hängen Magnete an, ist nur noch halb so groß.

    Wir benutzen Excel. Mit ein paar Formeln hat man einen schnellen Überblick, ob die Stunden passen und keine Doppelungen sind. Aber auch ich habe bisher keine Grundschule getroffen, die mit einer Software zufriedener war...

    UV immer 2-3 Wochen vor den Ferien, Stundenplan dann ganz am Ende der letzten Ferienwoche. Die Stundenplanung meinte mal, sie habe noch nie Sommerferien erlebt in denen sich nicht noch irgendeine dafür relevante Sache ereignet habe (Krankheit, Schwangerschaft, Abordnung).

    Ich finde es an der Grundschule schwierig die Einsatzplanung vor dem Stundenplan zu machen. Natürlich stehen bei uns viele Sachen schon vorher fest. Aber letztlich entscheidet dann doch der Stundenplan, ob ich die 1a in Musik oder 3c habe.

    Ich habe den Elternvertreter noch nie was geschenkt. Sehe ich auch nicht als meine Aufgabe. Ich hatte es schon das eine oder andere Mal, dass die Elternschaft den Vorsitzenden ein Dankeschön geschenkt hat. Fand ich gut.

    Ich habe es einmal gehabt, dass es weder Lob noch Geschenk von der Klasse gab. Aber auch nicht für die anderen Kollegen. Ich glaube denen war gar nicht bewusst, dass man das macht. Dafür habe ich von einer anderen Klasse, wo ich nur Fachlehrkraft war, etwas bekommen. Ich denke, dass man sich über eine Kleinigkeit freuen sollte aber auch nicht ärgern darf, wenn Eltern das nicht machen. Weder das eine noch das andere zeigen, ob man seinen Job gut gemacht hat. Und oft liegt es einfach an den Eltern und ihren Wertvorstellungen.

    Du wirst doch selbst wissen, wie fit du dich fühlst? Das kann doch kein Arzt entscheiden. Es sei denn, es geht um Ansteckung, aber nicht alle Krankheiten sind Infektionskrankheiten und die wenigsten Erkrankungen werden mit Antibiotika behandelt.

    Zwischen gut fühlen und gesund sein, ist aber ein großer Unterschied.

    Nach bestimmten Medikamenten oder einer Narkose darfst du keine Maschinen bedienen Auto fahren, obwohl es dir oft schon gut geht.

    Bei vielen Krankheiten (z.B. Corona) soll man sich anschließend ein paar Tage schonen, obwohl man sich oft gut fühlt.
    Tatsächlich sind verschleppte und nicht vollständig auskurierte Krankheiten oft ein Problem. Und das fühlst Du nicht einfach.

    Der Arzt entscheidet nach medizinischen Gesichtspunkten, die Lehrkraft möchte oft möglichst schnell wieder in den Dienst. Wenn man aber dann vom Arzt explizit gesagt bekommt, dass man sich noch 2 Tage ausruhen soll, weil man sonst einen Rückfall in Kauf nimmt, hört man vielleicht doch auf den Arzt.

    Nein, wir machen uns dann Sorgen, gucken nach den Kindern, geben ihnen einen Auftrag, oder holen sie dazu oder lassen die Tür weiterhin offen - ist sie ohnehin fast immer.

    Von „ständig“ wird dabei auch keine Rede sein.

    Dann habt ihr ein tolles Kollegium. Bei jemanden, der normalerweise pünktlich da ist, reagiere ich auch so. Aber wir hatten auch schon die eine oder andere Lehrkraft, die notorisch zu spät kommt.

    Wäre aber vielleicht auch mal eine Idee jedes Mal hinzurennen und zu fragen, ob alles ok ist, weil man sich Sorgen macht. Wirkt vielleicht auch.

    Ich finde, dass es durchaus zu einer guten Schulleitung dazu gehört, dass sie Präsenz zeigt. Wir ärgern uns doch alle über die Kollegin, die ständig zu spät kommen. Dann geht man zur Klasse und darf sich erstmal um das Chaos in der Nachbarklasse kümmern, weil die Lehrkraft noch gemütlich ihren Kaffee austrinkt.
    Als ich an der Sek 1 unterrichtet habe, ist der Schulleiter auch ab und zu morgens über den Schulhof gelaufen und hat alle nett gegrüßt. Es war allen klar, dass er guckt, ob die Aufsichten auch laufen. Das gehört für mich auch zu seinen Dienstaufgaben. Er muss natürlich nicht jedes Mal, wenn jemand 5 Minuten zu spät zum Unterricht kommt, nachfragen. Aber gerade wenn sich so etwas grundlos häuft, ist das einfach nicht in Ordnung.

    Warum machst du denn die Steuererklärung ausgerechnet in den 2 oder 3 Wochen Urlaub? Das soll doch die schönste Zeit im Jahr sein, was für mich nicht mit Steuererklärung vereinbar ist. Man sollte meinen, das Jahr hat noch genug andere Wochen dafür und du hast ja auch noch weitere Ferien.

    Wenn du am Ende siehst, wie viel du wiederbekommst, ist eine sehr schöne Zeit ...

    Also die Sport-Lehrkraft, die die Rettungsfähigkeit nachgewiesen hat, wird dafür noch bestraft, indem sie für den Schwimmunterricht tageweise an die Nachbarschulen abgeordnet wird? Warum sollte diese Lehrkraft dann die Rettungsfähigkeit alle 4 Jahre (gilt für NRW, in anderen Bundesländern ggf. andere Intervalle) unter Beweis stellen und nicht einfach verfallen lassen, um so den Abordnungen zu entgehen?

    Warum sollte sich die Geschichtslehrkraft, die lieber ihr Zweitfach unterrichten möchte, nicht einfach total blöd anstellen, damit sie nicht mehr in Geschichte eingesetzt wird?
    Gerüchteweise gibt es auch genug Leute, die gerne als Klassenlehrkraft so schlecht sind, dass man sie lieber nicht mehr dafür einsetzt.

    Das Sicherstellen der Rettungsfähigkeit gehört erstmal zur Dienstpflicht. Wenn ich jetzt als 30jährige sportliche Lehrkraft das plötzlich nicht mehr schaffe, würde ich als Schulleitung schon mal nachfragen. Es kann natürlich auch sein, dass die Lehrkraft gesundheitliche Einschränkungen hat und vielleicht einfach nicht mehr tauchen darf/kann.
    Auch wenn man über 50 ist, kann es auch für sportliche Lehrkräfte schon herausfordernd sein, die Prüfung zu schaffen.

    Für Religionslehrkräfte ist es noch einfacher und legal. In Nds. darfst Du nicht zum Religionsunterricht verpflichtet werden. Außerdem kannst Du einfach aus der Kirche austreten. Dann darfst Du es sowieso nicht mehr unterrichten.

    Sport ist aber fachfremd möglich und man kann das auch aufteilen, also nur eine Stunde an die Sport-Lehrkraft geben oder nur die 3/4. Klassen oder je Halbjahr wechseln, denn auch die Stunden der Sport-Lehrkräfte sind endlich.

    Bei uns würde man nach internen Lösungen suchen, damit die Lehrkräfte nicht über Gebühr belastet werden und auch noch ausfallen.

    Sport fachfremd kann man eigentlich nur mit Zustimmung der Lehrkraft machen. Gerade beim Sport ist immer die Gefahr, dass irgendwas passiert.

    An unserer Schule haben wir genug Sportlehrkräfte. Aber an einigen Nachbarschulen gibt es Kollegien mit wenigen und vor allem auch oft älteren Lehrkräften. Da habe ich volles Verständnis, dass die nicht fachfremd Sport unterrichten. Aber auch bei jüngeren Lehrkräften würde ich das nie gegen den Willen der Lehrkraft machen. Da finde ich eher, dass man einer studierten Sportlehrkraft viele Klassen zumuten kann.
    Wir haben bei uns Schulen ohne Schwimmlehrkräfte. Es gibt auch Sportlehrkräfte, die die Rettungsfähigkeit nich mehr haben. Da wird das dann tatsächlich auch mit Abordnungen gelöst. Ist natürlich noch unschöner für die Lehrkräfte. Aber ich finde auch ganz klar, dass der Unterricht da Priorität haben muss.

    Die Reli-Lehrkräfte sind ein klassisches Beispiel. Aber auch bei Sportlehrkräften oder Musiklehrkräften kann es, wenn auch nicht so drastisch, auftreten. Wenn Du eine SEK 1 Schule hast und Du hast nur 1 Religionslehrkraft gibt es auch wenig Alternativen. Bei uns an den Grundschulen ist teilweise mit Sport oder Musik so. Musik wird teilweise in 1 und 2 noch gerne von den Klassenlehrkräften mitgemacht. Aber Sport machen in der Regel nur die ausgebildeten Lehrkräfte. Und dann haben wir Schulen, die haben nur 1-2 ausgebildete Lehrkräfte. Die haben dann halt jede Klasse 2 Stunden in Sport. Auch nicht schön. Aber natürlich nicht so extrem.

    Ich höre nicht mehr so gut und brauche, wenn es schlechter wird, eine Hörhilfe auf beiden Seiten. Ich habe es zwar schon geahnt, aber nun kam es bei einer Untersuchung bei der HNO Ärztin heraus. Nun haben schon Bekannte gemeint, das sei so was wie eine Berufskrankheit, denn viele Erzieher und Lehrer würden schwerhörig. Stimmt das denn?

    Um es als Berufskrankheit anerkennen zu lassen, musst Du halt nachweisen, dass es beruflich bedingt ist. Vielleicht gehst Du auch privat gerne auf Konzerte oder auf Discos. Die Frage ist also erstmal hast Du regelmäßig Unterricht in besonders lauten Umgebungen? Plattenspiel wies schon auf Sporthallen und Musikräume hin. Dann könnte man das mal messen und versuchen das Anerkennen zu lassen. Ich denke aber, dass die Hürden recht hoch sind. Meine Eltern hatten auch eine typische Berufskrankheit konnten aber nicht den Beweis erbringen, dass es beruflich bedingt ist. Daher gab es nichts. Bei Lehrkräften wird es ähnlich sein, es sei denn, dass Du nachweisen kannst, dass Du überproportional belastet bist.

    Letztlich muss man aber festhalten, dass die Nichtbestehen-Quote an dieser Schule sehr hoch ist. Das kann Zufall sein. Aber es doch wahrscheinlich, dass es dafür Gründe gibt. Und diese müsste man versuchen zu finden, damit man etwas ändern kann.

    Die Argumente mit KI, zu wenig gelernt, etc. trifft grundsätzlich auf jede Schule zu. Daher stellt sich die Frage, was ist an dieser Schule anders, dass es zu überproportional vielen Schülern kam, die nicht bestanden haben . Vielleicht ist es aber auch einfach nur ein statistischer Ausreißer.

    Am Ende ist doch klar, dass da schulisch nicht alles optimal gelaufen ist. Die Frage ist nur, ob die Äußerung der Kritik in dieser Form berechtigt ist. Und da leben wir natürlich im Internetzeitalter, wo sich so ein Video schnell verbreitet. Vor 20 Jahren hätte das vielleicht lokal in der Presse gestanden und gut ist. Trotzdem würde ich natürlich auch von einem jungen Erwachsenen eine andere Form der Kritik erwarten.

    Ich nicht. Im Betrieb, in dem mein Mann arbeitet, benötigen die Mitarbeiter*innen seit jeher schon ab dem ersten Krankheitstag eine AU. Ich habe von seinen Berichten her nicht den Eindruck, dass die Krankheitsquote dort niedriger ist als bei mir an der Schule unter den KuK.

    Ich denke, dass das einfach die falsche Maßnahme ist.

    Ich denke durchaus, dass es Menschen gibt, die sich gerne mal eine Auszeit nehmen. Ich kenne auch Kollegen vom Gymnasium, die zum Korrigieren des Abis ein paar Krankheitstage einplanen.

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