Beiträge von Tom123

    Solche Probleme entstehen bei vielen LK, aber im besonderen Maß bei TZ-LK. ...

    Das sind wir uns mit allen Dingen auch vollkommen einig. Man könnte natürlich noch überlegen, wie weit es zum Beruf gehört und mit der Besoldung ausgeglichen wird. Ich würde z.B. eine Regelung sinnvoll finden, dass man z.B. 60% arbeitet aber 70% Bezüge bekommt, um unteilbare Aufgaben auszugleichen. Würde sicherlich von vielen akzeptiert.

    Am Ende wird man das Problem nur Lösen, wenn man das Personal an Schulen deutlich erhöht und damit überhaupt die Möglichkeit des Ausgleiches für Mehrarbeit schafft. Das Problem ist aber so vielschichtig, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass da irgendwann was kommt. Mal davon abgesehen, dass es gar nicht das Personal gibt. Man müsste verschiedene Fächer vergleichen, man müsste verschiedene Klassenzusammensetzungen vergleichen, Extraaufgaben, die gemacht werden, qualität und und quantität der Vorbereitung usw..

    Susaenne: Hattest Du dich nicht gegen die verwirrt-Smileys ausgesprochen?

    Was verwirrt dich? Das wir an der Grundschule fast nur Teilzeitkräfte haben? Ist das in Berlin anders?

    Oder das Konferenzen an der SEK 1 anders laufen als an der kleinen Grundschule?

    Bei Abstimmungen kann es aber eng werden werden. Wenn dann noch Pfarrer und andere Leute fehlen, die nicht täglich da sind, oder jemand krank ist, ist man gleich nicht mehr beschlussfähig.

    Vor allem wird auch oft viel im Konsens entschieden. Man tauscht sich aus und findet eine gemeinsame Basis. Da ist es auch wichtig, wenn alle da sind.

    Sagen wir mal, ein kleines Kollegium besteht aus 20 Kollegen (m/w/d) und die Hälfte fehlt (u.a.) aus Teilzeitgründen bei einer Konferenz. Was spricht dagegen, dass die anwesenden Kollegen (m/w/d) die Beschlüsse fassen und die abwesenden Kollegen (m/w/d) die Ergebnisse, sobald sie wieder vor Ort sind, nachlesen bzw. in Erfahrung bringen?

    So würde es doch auch passieren, wenn Kollegen krankheitsbedingt von Konferenzen fernbleiben, oder?

    Das war auch unsere Idee. Am Ende waren meist 2/3 da. Aber es wird halt viel auch abgesprochen, Termine vereinbart usw.. Wir hatten dann vereinbart, wer nicht da ist, hat Pech gehabt. Aber dann hast Du z.B. Karneval auf Tag XY gelegt und dann kam raus, dass die Klasse von der abwesenden Person, da nicht da ist. Oder es wurden Vereinbarungen getroffen, die aus welchen Gründen auch immer, für eine der abwesenden Personen doof waren. Am Ende führte es dazu, dass Themen auf der nächsten DV wieder aufgewärmt wurden oder das Leute unzufrieden waren. Bei uns ist halt auch so, dass fast alles, was auf der DV besprochen wird, alle betrifft. Dann wurden auf der DV die Praktikanten verteilt und Kollegin y kam an nächsten Tag und hatte Praktikantin Z in der eigenen Klasse und wollte auch so gerne eine. Wir haben dann gemeinsam festgestellt, dass es mehr Probleme macht als es hilft und haben es wieder abgeschafft. Bei der Fachkonferenzen etc. handhaben wir es tatsächlich anders. Da versuchen wir zu entlasten. Bei Klassenkonferenzen kann man auch mal "unwichtige" Lehrkräfte rauslassen. Aber auch da. Wenn ich als TZ-Kraft Deutsch unterrichte, muss ich in der Regel da sein. Bei der Sportlehrkraft ist das meistens nicht so wichtig.

    Ich hatte ja bereits einer Stelle geschrieben. Ich bin es irgendwo auch Leid permanent die gleiche Mail zu verschicken, nur weil an deiser Schule nie kommuniziert wird (Und das meine ich nicht auf dich bezogen, sondern generell). Es ist eine Unart, dass Kollegen während der Krankschreibung damit genervt werden.

    Das kann ich verstehen. Es ist aber auch immer die Frage, was üblich ist. Letztlich musst Du nur die Schulleitung und ggf. dein Seminar informieren. Ich weiß nicht genau, wie die Regelungen bei euch sind. Auf alles andere reagierst Du erst, wenn Du wieder fit bist. Dann schreibst Du allen eine kurze Mail, dass Du leider krankgeschrieben warst und die SL informiert hattest, dass du nicht erreichbar bist.

    Da die Klassenleitung eine nicht teilbare Aufgabe ist, muss durch die Schule ein Ausgleich geschaffen werden. Das ist keine Frage von "typisch für den Beruf". Ich wiederhole: Für TZ-Kräfte MUSS für nicht teilbare Aufgaben ein Ausgleich geschaffen werden.

    Und da erhoffe ich mir besonders für die TZ-Kräfte, dass eine AZ-Erfassung ihnen endlich eine adäquate Entlastung bringen wird. Dieses Problem wird ja bewusst ignoriert.

    Wir haben fast nur Teilzeitkräfte. Wie soll das gehen?
    Ich habe durchaus deine Meinung verstanden. Aber es hilft nichts, wenn sie an der Praxis scheitern. Ich kann gerne jeder Teilzeitkraft sagen, dass sie sich einen Ausgleich schaffen soll. Wie das funktionieren soll, ist dann eine andere Frage. Am besten bereitet sie ihren Unterricht dann einfacher schneller vor oder korrigiert schneller. Wie gesagt, auch bei Vollzeitkräften entsteht das Problem.

    Eine Arbeitszeiterfassung ist sicherlich eine interessante Sache. Sie wird bei allen Lehrkräften Probleme zeigen. Das hat aber nur begrenzt etwas mit Teilzeit zu tun.

    Das Problem bei der Teilzeit ist auch oft nicht die unteilbaren Aufgaben. Das Problem sind Springstunden, Einsatz nicht am Stück, etc.

    Bei Konferenzen könnte man es so machen, dass Vollzeitkollegen (m/w/d) an jeder Konferenz teilnehmen. Teilzeitkräfte nehmen, je nach Ausmaß der Teilzeit, an jeder 2. bis 3. Konferenz teil. Bei allen verpassten Konferenzen kann man sich entweder das Protokoll durchlesen oder sich von den Vollzeitkollegen (m/w/d) auf den neuesten Stand bringen lassen.

    Das haben wir mal versucht. Wir hatten damals exakt 2 Vollzeitkräfte. Das führte dazu, dass bei jeder Konferenz andere TZ-Kräfte anwesend waren. Am Ende konnten keine Absprachen stattfinden und keine sinnvolle Beschlüsse gefasst werden. Das mag an der SEK 1 anders sein aber gerade in der Grundschule dienen die üblichen DVs auch einfach zum Austausch und zur gemeinsamen Absprache.

    Letztlich ist es an vielen Schulen üblich, dass man Vertretungsmaterial schickt oder danach gefragt wird. Im Idealfall ist das auch eine Win-Win-Situation. Die kranke Lehrkraft kommt mit ihrem Stoff weiter und die Vertretungslehrkraft weiß, was sie machen soll.

    Oft ist man auch nicht so krank, dass man das nicht schafft.

    Aber man muss nichts schicken und am Ende ist auch die Frage, wie krank man ist. Im anderen Thread hat man dir schon Textvorschläge gemacht. Schreibe deiner SL kurz und höfflich, dass Du krank bist und aufgrund deiner Krankheit keine dienstlichen Aufgaben erledigen kannst und auch keine Material zuschicken kannst. Problem erledigt.

    Ich bezog mich auf klar benannte nicht teilbare Aufgaben wie bspw. Konferenzen, Klassenleitungen etc.

    Und den Begriff des TZ-Maßes bezog ich auf den Anteil der TZ zu VZ, der das Maß bildet, entsprechend bei den nicht teilbaren Aufgaben Entlastung zu schaffen.

    Aber wenn es Aufgaben gibt, die unteilbar sind, ist das halt schwierig möglich. Das habe ich ja in meinem Post geschrieben. Das ist bei Vollzeit das gleiche Problem. Wenn Du in Teilzeit einen großen Deutsch-Abi-Kurs hast, wirst Du um die Mehrarbeit nicht rumkommen. Das gleiche als Klassenlehrkraft in der Grundschule.
    Natürlich soll und kann man in Maßen Ausgleich schaffen. Aber das geht halt nicht zu 100%. Genauso ist auch bei Vollzeitkräften. Das ist am Ende halt typisch für unseren Beruf.

    Wieso sollte es schwierig sein? Das halten immer nur die Vollzeitkräfte für schwierig, weil sie ihre Vorteile nicht abgeben möchten.

    Wenn man konsequent Ausflüge, TdoT, Konferenzen, Elterngespräche, Klassenleitungsaufgaben, Aufsichten etc. prozentual anteilig vergeben würde, müssten die Vollzeitkräfte diese Aufgaben bis zu den 100% übernehmen. Oder eine Klasse macht weniger Ausflüge, das Sommerfest hat einen Stand weniger Aber da quengeln dann nicht nur Kollegen sondern auch Schulleitung und Eltern oft genug.

    Es ist nicht nur eine Frage des Wollens. Die Probleme sind systemimmanent. Wir arbeiten und mit Menschen und können die Arbeiten nicht einfach an eine andere Person übergeben. Die Verkäuferin macht ihre Kasse zu und die nächste macht einfach an gleicher Stelle weiter. Das geht im Unterricht nicht.

    Wenn Du Religion an der Sek 1 unterrichtest, kann man sicherlich einen guten Stundenplan basteln. Aber was ist, wenn Du Deutsch in der ersten Klasse unterrichtest? Unterrichtet dann Person A die Klasse Montags und Dienstags, Person B übernimmt Mittwoch und Donnerstags den Unterricht und Freitag kommt Person C?

    Wir haben an den Grundschulen einen immensen Teilzeitkräfteanteil. Vielleicht sind 20% Vollzeitkräfte. Wie soll es mit Konferenzen, Ordnungsmaßnahmen, Elterngesprächen, Expertengesprächen funktionieren? Irgendjemand hat immer seinen freien Tag. Dann kannst Du auch Kollegen nicht einfach ersetzen, weil alle nur Teilzeit arbeiten wollen.

    Sicherlich muss nicht jede Klasse das gleiche Programm haben. Aber irgendwann werden Eltern und Schüler auch meckern. Und grundsätzlich sollte es doch zu mindestens auch ähnlich sein. Wenn Klasse 3a nur Montags und Dienstags Ausflüge machen kann, weil sonst Frau Müller ihren freie Tage hat, ist das ein Problem. Und wenn wir 80% Teilzeitquote haben, kann man sie auch nicht ersetzen.

    Überregionale Veranstaltungen können kaum einzelne Lehrkräfte berücksichtigen. Für bestimmte Fortbildungen muss ich einfach an bestimmten Zeiten präsent sein.

    Es gibt einfach unteilbare Aufgaben. Nicht aus Sicht des Arbeitsrechtes sondern aus der Realität heraus. Wenn ich in der Grundschule ein extrem auffälliges Kind habe, ist es vielleicht nur die Klassenlehrkraft, die es wieder einfangen kann. Wenn sich eine Schülerin gerade ihre Lehrkraft anvertraut hat, kann nicht am nächsten Tag Kollege XY kommen und dort weitermachen. Wenn ich Kinder zielgerichtet fördern will, kann man das oft nur schwierig aufteilen.

    Alles hängt auch wieder von den Fächern ab. Die Sportlehrkraft wird es eher umsetzen können als jemand der Hauptfächer unterrichtet. Wenn dann Elternsprechtag ist, will mich jedes Elternteil ausführlich sprechen. Dann kann ich nicht sagen, ich habe aber Teilzeit.

    Letztlich ist es auch bei Vollzeitkräften nicht anders. Keiner von uns kann sagen, das sind meine 40 Stunden und nur innerhalb dieses Zeitraumes stehe ich zur Verfügung. Wie oft ist man abends in der Schule. Wenn ich sagen würde, dass ich täglich von 8 - 17 Uhr zur Verfügung stehe und außerhalb dieser Zeit nicht, klappt es auch nicht. Schule muss auch mal spontan reagieren. Wenn etwas schlimmes passiert, muss man kurzfristig einen gemeinsam Termin vereinbaren.

    Auch ein Notarzt, ein Polizist oder was auch immer, muss damit rechnen. Dafür sind die meisten Lehrkräfte auch verbeamtet.

    Letztlich kann man gemeinsam vieles erreichen und gute Kompromisse finden. Aber als Teilzeitlehrkraft muss man auch wissen, dass Teilzeit in unserem Bereich nur schwierig umzusetzen ist und sich oft nicht so lohnt.

    Schule und Teilzeit ist per se schwierig umsetzbar. Also könnte man sagen, dass für Vollzeitkräfte der Lehrerberuf durchaus familienfreundlich ist. Aber für Teilzeit der Lehrerberuf grundsätzlich Nachteile bietet. Das gilt ja nicht nur für Eltern.

    Finde das auch eine sehr arbeitgeberseitige Teilzeitregelung. Bei uns hast Du einen freien Tag fest. Bei wenigen Stunden kommt sogar noch ein zweiter hinzu. Wenn ich mit 9 Stunden an 5 Tagen kommen soll, würde ich das absolut unangemessen finden. Ist aber wahrscheinlich auch noch der Unterschied zwischen den Schulformen.

    Was nützt der freie Tag, wenn du an den anderen Tagen über die Kita Zeiten hinaus arbeiten musst?

    In NRW kann man nur 25 / 35 oder 45 Stunden buchen bzw. bekommt den Platz. Man ist dann gezwungen das Kind jeden Tag für genau die gebuchte Zeit zu bringen, sonst verfällt der Platz. Man kann also nicht 45 Stunden buchen, das Kind aber schon um 15 Uhr abholen. Dumm nur, wenn man nur 35 Stunden hat und dann Konferenz / Elternsprechtag/Schilf / etc... ist.

    Das mag an deiner Kita so sein. Dann liegt das doch eher an der Kita, oder?

    Ich war verwundert, dass man in Baden-Würtemberg anscheinend keinen Anspruch auf einen freien Tag hat. Aus meiner Sicht widerspricht das den Vorgaben zur Teilzeit. Daher hätte ich gerne gewusst, ob das in Baden-Würtemberg so Vorgabe ist.

    Ein Punkt: für mein 35% Debutat musste ich einen Vollzeit Kitaplatz vorweisen (den ich für mein U3 Kind natürlich NICHT bekomen hatte in Ba-Wü), damit der Stundenplan realisierbar war.

    Gibt es bei euch keinen festen Anspruch auf einen freien Tag? Bei uns hat ab rund 1/3 Reduzierung einen fixen Anspruch auf einen freien Arbeitstag. Leute mit 9 Stunden sind bei uns i.R. 2 Tage in der Schule. Notfalls mal 3. Mehr eigentlich nur, wenn die Person es wünscht.

    Früher gab es das Problem, als Beamtin kaum Krankentage für die Kinder zu haben, ein großes Problem, wenn man alleinerziehend ist und die Großeltern aufgrund von Krankheit nicht einspringen können. Geld für eine "Nanny" war nicht vorhanden. Damals waren es pro Kind 5! Krankheitstage im Jahr. Ich habe zudem wichtige Ereignisse im Leben meiner Kinder verpasst, weil ich keinen Sonderurlaub erhielt. Und selbst banale Dinge, wie z.B. die Verabschiedung am Bus vor der Klassenfahrt waren nicht möglich. Manche Schulleitungen sind kulant, ich hatte da weniger Glück.

    Sorry, aber da würde ich gerne mal nachfragen. Einfach aus Verständnis. Du schreibst, dass kein Geld für die Nanny vorhanden war. Aber in welchen anderen Beruf verdienst Du denn annähernd so gut zu Berufsstart wie als Lehrkraft? Und in welchem dieser Berufe hast Du mehr Kinderkranktage oder bist mit deiner Arbeitszeit flexibler?

    Klar gibt es Ausnahmen, wo man im Homeoffice arbeitet und seine Zeit flexibel einteilen kann. Aber das sind doch die Ausnahmen. Und bei unseren Gehalt wird in der freien Wirtschaft auch einiges an "Extraarbeit" verlangt.

    Ich persönlich verstehe es, wenn jemand sagt, dass die Person eher zu Hause geblieben wäre und nur der Partner arbeitet. Aber mit Job und einem ähnlichen Gehaltsniveau sehe ich nur wenige bessere Alternativen. Als Arzt, Anwalt, Ingenieur, was auch immer, hast Du doch deutlich mehr Stress und zeitliche Belastungen.

    Aber wie gesagt: genau DESWEGEN habe ich eben geschrieben, dass man es nicht verallgemeinerbar ist, weil es von der Schulform, ihrer Art (Ganztag oder nicht) und der einzelnen Schule abhängt. und deswegen nicht pauschalisierbar ist.
    Also: Ja, es kann super gut laufen, aber kein Mensch sollte Lehramt in dem Glaube studieren, nachmittags die Kids von der Kita abzuholen und zwei Tage die Woche zuhause zu sein. Die Zeiten sind für die allgemeinbildenden weiterführenden Schulen vorbei, dass die Mehrheit nur "im Halbtag" ist.

    Man kann es nicht verallgemeinern, aber man halt tendenziell die Ferien frei. Man hat tendenziell seine Arbeit eher vormittags als nachmittags.
    Man kann tendenziell 25-50% der Arbeitszeit im Home-Office erledigen.
    Das ist schon deutlich mehr als die meisten anderen Berufe bieten.

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