Beiträge von Tom123

    Die Frage ist, was ist ein Matchwinner. Nichts ist ein Matchwinner alleine. Man braucht immer ein ganzes Bündel von Maßnahmen. Die Impfung von Kindern ist ein nicht unerheblicher Aspekt.

    BERLIN. Der Chef-Virologe der Berliner Charité, Prof. Christian Drosten, hält die Omikron-Variante für besorgniserregend. Der Blick nach Südafrika zeige, wie rasant sich die Mutante verbreitet – und wie gefährlich sie auch für Kinder sein kann, sagte er in den ARD-„tagesthemen“. Drosten rät, Kinder ab fünf Jahre so schnell wie möglich impfen zu lassen. Auch wegen der Risiken im Schulbetrieb.

    Zum Beispiel Sätze wie "Omikron stellt alles in den Schatten, was wir bisher in der Pandemie gesehen haben." Super sachlich, super konkret.

    Was ist denn bitte daran sachlich nicht korrekt? Ich glaube bei dem Punkt, dass Omikron ein größeres Problem als die anderen Mutationen darstellt sind sich doch alle (seriösen) Wissenschaftler einig. Selbst wenn es weniger schwere Verläufe produziert, stellt uns die Infektiosität vor ein großes Problem. Die Frage ist doch nur, wie man darauf reagiert.

    Aha. Da weißt du offensichtlich mehr als ich.

    Naja, wenn man mal in die Medien sieht man durchaus, dass es gerade nicht so wirklich gut läuft in Sachen Pandemie. Du wohnst doch in Niedersachsen, oder? Was von der Weihnachtsruhe mitbekommen? Mal abgesehen davon, ob die Klage jetzt durch kommt. Welchen wirtschaftlichen Schaden haben die ganzen Schutzmaßnahmen bisher verursacht? Kann man das Geld nicht nehmen und dafür sinnvolle Schutzmaßnahmen finanzieren?

    Nochmal: Woher soll diese ganze zusätzliche Personal kommen, das sich auf einen kurzfristigen Arbeitsvertrag im Gesundheitsamt einlässt?

    Wie ich bereits geschrieben habe:

    a) Man zieht es aus anderen Bereichen ab. Machen viele Kommunen erfolgreich.

    b) Man stellt einfach neues Personal ein. Ich weiß das ist eine unglaublich neue Idee aber es soll schon mit Erfolg gemacht worden sein. Hast du dir mal überlegt, wo die ganzen 400 € Jobs herkommen, die momentan in den Schulen als Unterstützung arbeiten? Das Gesundheitsamt bei der Kontaktverfolgung zu helfen ist nun wirklich eine Aufgabe, die auch unausgebildete Kräfte übernehmen können. Dann stellt man halt 2-3 Leute auf 400 € Basis ein und die machen die Bereitschaft am Wochenende. Kontakte aufnehmen, Kontakte informieren, Unterlagen vorbereiten für den Montag. Montags kann das GA dann die offiziellen Schreiben rausschicken. Die regulären Mitarbeiter werden aber auch gleich entlastet, weil da schon jemand die Kontakte erfasst hat. Gleichzeitig kann man dem einen oder anderem, der gerade wegen Corona zu Hause sitzt die Möglichkeit geben etwas dazu zu verdienen.

    Und die Kosten? Minimal im Vergleich zu den wirtschaftlichen Schäden, die Corona verursacht.

    Übrigens gleiches Prinzip mit den Luftreinigern. Was wäre wenn man für 1 Mrd € Luftreiniger für alle Schulen gekauft hätte. Und dafür könnte man den R-Wert um XY senken. Wäre sicherlich eine gute Frage, aber welchen Nutzen sich die Ausgabe rentiert, weil man dafür andere Maßnahmen einsparen kann. Bei solchen Überlegungen ist unsere Regierung momentan nicht wirklich effektiv. Gibt noch zahlreiche andere Beispiele...

    Eben, dort trifft einer Entscheidungen und jammert nicht nur in die Kameras.

    Wo jammert er denn in die Kameras? Momentan stellen eine Reihe von Wissenschaftlern Daten vor. Ebenso Dr. Lauterbach. Einige empfinden das als Angst machen. Letztlich sind es einfach nur Tatsachen. Momentan kann ich noch nicht feststellen, dass Herr Lauterbach Fehler gemacht hat oder etwas falsch darstellt. Welche Aussagen kritisierst Du?

    Ich frage mich, wo dieses zusätzliche Personal herkommen soll. Natürlich ist eine Möglichkeit, Personal aus anderen Ämtern "abzuziehen", aber dann bleibt ja dort wieder die Arbeit liegen.

    Naja, wir sind Mitten in der vierten Welle. Wir stehen kurz davor Schulen, Geschäfte etc. zu schließen. Nun lass uns doch mal gemeinsam überlegen, welche Prioritäten eine Kommune haben sollte. Mittelfristig ist es sicherlich sinnvoll mehr Personal einzustellen. Aber nun akut fallen wir eine ganze Reihe von Ämtern ein, die vielleicht etwas weniger wichtig als die akute Situation sind. Insbesondere sollte man vielleicht mal Gegenrechnen wie viel Mehrarbeit durch weitere Coronafälle entstehen und welcher wirtschaftliche Schaden entsteht. Was kostet uns denn wohl eine Woche Lockdown? Wie viel Personal kann man dafür einstellen? Wie viele Luftreiniger für Schulen kaufen? Hat auf dem Höhepunkt einer Pandemie Ämter wie Stadtmarketing, Grünanlangen, ... Können vielleicht Bußgelder etwas liegen bleiben? Oder kann man eine Politesse für ein paar Monate einsparen? Was ist mit Bereichen die naturgemäß im Winter sowieso weniger zu tun haben?

    Letztlich ist es eine Frage der Prioritäten und des Wollens. Es gibt genug Kommunen, wo die Priorität anders gesetzt wird. Ich würde sogar behaupten, dass in den meisten Kommunen das Gesundheitsamt momentan auch am Wochenende besetzt ist.

    Und wenn man so wenig Personal hat, hätte man inzwischen 2 Jahre Zeit gehabt, zusätzliches Personal einzustellen.

    Ich habe gerade wieder das Vergnügen mit so einer atypischen Lungenentzündung, deren Diagnostik und frühzeitige Behandlung über Wochen verschleppt wurde, weil meine Ärzte schlichtweg keine Praxistermine hatten (nur Covid-Abstriche und Impfen, Impfen und Covid-Abstriche), so dass es keine vernünftige, frühzeitige Diagnostik gegeben hat (und jetzt bereits erste Komplikationen gibt). Zu tun hatten meine Ärzte in erster Linie infolge der zahlreichen Infektionen Ungeimpfter, die das Gesundheitssystem infolge ihrer egozentrischen Entscheidung sich nicht impfen zu lassen überlasten.

    Gute Besserung für dich. Deinen Beitrag kann man nur unterstreichen. Ich habe Freunde in Berlin, den es gerade ähnlich geht. Eine eigentlich dringend notwendige Operationen wird immer wieder verschoben... Und davon gibt es sicherlich sehr sehr viele Fälle.

    Ja. Darauf hat der frosch aber gestern schon hingewiesen.

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/13…hwere-Verlaeufe

    Das ganze kann man mal modellieren. Das Problem ist nicht, wie schwer die Verläufe sind sondern wie ansteckend das Virus ist. Selbst wenn das Virus viel weniger schwere Verläufe verursacht bekommen wir ein Problem, wenn es deutlich ansteckender ist. Dann macht es einfach die Masse der Leute, die auf einmal krank werden. Die einzige Chance ist dann durch Maßnahmen dafür zu sorgen, dass es sich nicht zu schnell verbreitet. Und dann unsere Politik eher langsam ist, sollten wir uns jetzt schon mal darüber Gedanken machen. Immerhin haben wir schon über 4.000 Intensivpatienten mit Corona. Da ist nicht mehr viel Spielraum um erstmal abzuwarten.

    Ach Leute, das wissen wir doch alles. Dass pünktlich mit Lauterbachs Amtsantritt wieder das Drama Einzug hält, ist zwar nicht überraschend aber leider auch nicht hilfreich.

    Was bedeutet denn Drama? Meine Aussagen bezogen sich auf Aussagen von Drosten und nicht von Lauterbach:

    https://www.rnd.de/gesundheit/omi…H46SLLCYEA.html

    Ansonsten was stellst du dir denn vor? Momentan geht es doch nur darum zu Beobachtungen wie sich Omikron in den stärker betroffenen Ländern verhält, um daraus Rückschlüsse zu ziehen, was bei uns passiert. Sollen wir das ignorieren, weil es uns dann besser geht? Gibt es irgendwelche Studien, Ergebnisse, Berichte, dass das alles nicht so schlimm aussieht?

    Möglicherweise oder sie sind gerade einfach nur überrollt worden von einer saisonbedingten Krankheitswelle, sind so fruchtbar wie mein Kollegium, haben selbst mit Quarantänen und daraus resultierenden Problemen bei der Kinderbetreuung (ergo Kindkranktagen) zu kämpfen,...

    Das Problem ist doch, dass die Folgen die durch eine zu späte Kontaktverfolgung entstehen können viel größer sind. Lass eine Kontaktperson am Wochenende zum 40. Geburtstag oder was auch immer gehen. Letztlich ist es doch eine Frage des Wollens und der Prioritäten. Feuerwehren, Polizei, Rettungsdienste, Handwerkernotdienste müssen ja auch immer arbeiten. Da muss ich als Landkreis/Stadt halt Mitarbeiter aus anderen Bereichen abziehen. Eine Kontaktverfolgung sollten auch andere Beamte nach einer kurzen Einführung hinbekommen. Dann müssen halt woanders Arbeiten liegen bleiben. Die Frage ist doch, was ist der Kommune wichtiger.

    Oder auch einfach nur menschlich nachvollziehbar, dass die nach zwei Jahren Pandemie und konstanter Personalnot nicht unentwegt auch am Wochenende Dauerfeuer geben können, sondern an Grenzen der Belastbarkeit geraten.

    Es ist kein Vorwurf an das Personal. Aber man hat zwei Jahre Zeit das Problem zu lösen. Bei uns ist das GA auch am Wochenende wieder erreichbar. Mit Leuten aus anderen Abteilungen. Warum wurde das in dem Fall nicht hinbekommen? Warum hat in 2 Jahren nicht mehr Personal eingestellt und eingearbeitet? Warum hängen wir mit der Digitalisierung der Gesundheitsämter immer noch so weit hinterher? Warum präsentiert uns das RKI permanent überalterte Daten? Da ist sicherlich einiges im Krisenmanagement falsch gelaufen.

    Drosten hat gerade darauf hingewiesen, dass selbst wenn Omikron milder verläuft es ja auch zu massiven Personalausfällen in Betrieben, Kliniken und Rettungsdiensten kommen kann. In London ist wohl bereits letzte Woche dadurch punktuell bis zu einem Drittel der Feuerwehrfahrzeuge ausgefallen. Wenn ich mir angucke, wie manche Feuerwehren schon unter normalen Bedingungen personelle Probleme haben, wird so etwas gleich zu einem Problem. Wenn dann in den Kliniken oder Pflegeheimen massiv personal ausfällt, weil selbst doppelt geimpfte noch erkranken, hilft es uns nichts, wenn die Ansteckungen mild verlaufen.

    Außerdem kann man eine recht einfache Rechnung aufmachen. Wir können davon ausgehen, dass ca. 1% der Infizierten auf der Intensivstation landen (genau wissen wir es bei Omikron natürlich nicht). Wenn wir Zahlen um die 50.000 Infektionen pro Tag haben, sind das immerhin 500 neue Intensivpatienten pro Tag. Wenn Omikron nun deutlich ansteckender ist und wir 100.000 oder sogar 200.000 Infektionen pro Tag haben, sind wir schon bei 1.000 oder 2.000. Man darf ja auch nicht vergessen, dass die Patienten 3-4 Wochen auf der Intensivstation bleiben. Und selbst wenn wir dann davon ausgehen, dass Omikron milder ist und nur 0,5% oder 0,25% auf der Intensivstation landen, haben wir ein Problem. Nicht zu vergessen, dass wir noch relativ viele ungeimpfte ältere Menschen haben. Und das Pflegekräfte, die sich infizieren auch erstmal 10 Tage ausfallen.

    Das muss natürlich nicht zwingend so schlimm kommen. Mit Kontaktbeschränkungen etc. kann man die Welle vielleicht dämpfen. Aber es sieht sicherlich nicht gut aus.

    Nochmal: Es geht mir nicht um dich und deine Familie oder diejenigen SuS, von denen du berichtest, die Weihnachten "im größeren Stil" feiern oder Verwandtschaft in weit entfernten Orten besuchen fahren, sondern diejenigen, die über Weihnachten mit dem Popo zuhause mit ihren Kernfamilien bleiben.

    Was ist denn mit der Oma aus dem Pflegeheim? Gehört die auch zur Kernfamilie oder bleibt die alleine? Oder der alleinstehende Onkel? Das hat für mich nichts mit "größeren Stil" zu tun. Ab ein gewissen Alter, wo die eigenen Eltern nicht mehr da sind und die eigenen Kinder groß sind, mag das im ganz kleinen Stil realistisch sein. Bei Kindern im schulpflichtigen Alter wird oft Oma, Opa usw. Weihnachten dazu gehören.

    Ich hatte vor ein paar Jahren bei einer Abordnung auch eine schwierige Klasse. Wir haben aber auch bei uns viele schwierige Klassen. Nachsitzen und Strafarbeiten sind manchmal auch einfach sinnvoll. Ein Kind vergisst permanent seine Hausaufgaben. Also kommt er nachmittags und holt sie nach. Und auch ein Besinnungsbogen ist letztlich eine Strafarbeit.

    Was ich immer wichtig finde, ist der Versuch die Kinder mit einzubinden. Also als Streitschlichter, gemeinsam Klassenregeln aufstellen, Lärmwächter etc.. Das liegt natürlich immer an der Klassensituation. Ich hatte mal einen schweren ES-Fall. Der war ein super Streitschlichter und hat viel für sich gelernt.

    Was ich aber letztlich auch wichtig finde, ist das wir nicht alle Kinder erreichen können. Wenn die Eltern nicht mitspielen, gibt es halt auch mal das Kind, das durch das Raster fällt. Das muss uns einfach immer wieder bewusst werden. Und dann muss man sich auch selbst schützen und nicht aufreiben lassen.

    In Nds. haben wir nach dem Ferien OP-Maskenpflicht. Vorher durften jüngere Kinder auch Stoffmasken tragen. Ich habe bereits die Eltern, die bedenken bezüglich hustenden und erstickenden Kindern haben ...

    Ansonsten bin ich ganz bei dir Kathie. Maskenpflicht bei Erstklässlern ist gut. Aber man muss sich bewusst machen, dass viele es nicht vernünftig umsetzen. Ist an sich auch kein Problem. Immer noch besser als nichts. Aber das Gesundheitsamt zieht genau das als Begründung ran, warum es nicht die Nachbarn testet oder in Quarantäne setzt.

    Bei uns wird bei Infektionen in der Schule niemand mehr in Quarantäne geschickt und es gibt auch nur Selbsttest für zu Hause. Inzwischen gibt es aber immer wieder Berichte, dass diese nicht richtig gemacht werden um eine Quarantäne zu vermeiden. Wir hatten sogar einen Elternteil, der das mehr oder minder direkt so gesagt hat. Er wäre nur mit einem Schnelltest zu Hause einverstanden, da ein positiver Test für ihn zu starke Einschnitte hätte. Solange man nicht wirklich alle Leute in der Schule testet und zwar am besten mit einem PCR-Test kommt man kaum dahinter, wo überall Infektionen wirklich stattfinden. Was aber auffällig ist, dass es immer wieder am Gymnasium Klassen gibt, die über einen Zeitraum von 3-4 Wochen mehrere Infektionen haben. Andere Klassen haben gar keine.

    Ich mache weder einen Bogen um Geimpfte, noch um Ungeimpfte. Das ist für micht einfach kein Kriterium um zu entscheiden, wen ich zu meinem Freundeskreis zähle.

    Zwischen Freundschaft und Treffen ist aber auch noch ein großer Unterschied. Ich habe eine Freundin und eine Bekannte. Beide ungeimpft, die Bekannte Querdenkerin. Mit der Freundin telefoniere ich noch regelmäßig und wir waren auch schon spazieren. Aber ich hätte bei der aktuellen Situation keine Lust mich mit ihr irgendwie indoor zu treffen. Wenn überhaupt nach einem Test. Das weiß sie. Sie akzeptiert meine Einstellung, ich akzeptiere ihre. Wieso muss Toleranz nur einseitig sein?

    Ich zähle auf den unterdessen 4 letzten Seiten 8 Beiträge von mir, in denen du mit keiner Silbe angesprochen bist. Hingegen beziehen sich ausnahmslos alle Beiträge von dir auf mich. Scheint irgendeine Art von Obsession zu sein.

    Ich würde vorschlagen, dass wir die Diskussion per PN oder gar nicht fortsetzen. Ich glaube nicht, dass das hier wirklich hingehört. Aber magst du mir vielleicht schreiben, wie sich mein vorletzter Beitrag (Nymphicus/Moebius) auf dich bezieht? Ansonsten hatte ich eigentlich nur auf dich geantwortet, weil du mich angesprochen hast. Ich fand es jetzt nicht furchtbar produktiv zum 5. Mal zu schreiben, dass wir noch nichts sicher über Omikron wissen und das es ein Problem werden kann.

    Dann diskutier doch einfach und hör endlich auf rumzupöbeln. Du bist der einzige, der seit 3 Seiten null zur Sache schreibt sondern einzig oberlehrerhaft mich als Person "zurechtweisen" will. Und um es einmal in aller Deutlichkeit zu schreiben: Deine Meinung zu meiner Person interessiert mich absolut nicht. Kneif sie dir einfach.

    Das ist doch super. Dann kannst du ja einfach damit aufhören in jedem Beitrag mich (indirekt) anzusprechen und wir können zum Thema zurückkommen.

    Dann möchte ich mich auch noch mal ebenso produktiv wie du äußern: Mir gefallen die Zahlen ebenfalls nicht.

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