Ich glaube es liegt sehr stark an der eigenen Wahrnehmungen. Menschen, die Corona eher skeptisch gegenüber stehen, kennen oft auch keinen, den es schwer erwischt hat. Menschen, die Corona als Gefahr sehen, kennen oft viele. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man eher auf die Leute achtet, die die eigene Meinung unterstützen.
Aber letztlich haben wir doch inzwischen auch eine recht solide Datenbasis. Wir wissen, wie viele auf der Intensivstation landen, wie viele hospitalisiert werden und wie viele sterben. Und unabhängig davon, wie man persönlich das Risiko einschätzt, sind diese Zahlen ganz schön hoch. Das ist kein Vergleich mit einer Grippe oder ähnliches.
Was unklar ist, sind doch nur Teile des LongCovid-Aspekts. Wie viele trifft es wirklich, wie schlimm sind die Folgen, steigt die Gefahr tatsächlich bei mehrfach Infektionen.
Persönlich kenne ich 4 Leute, die auf der Intensivstation waren und zusätzlich eine (junge) Person, die an Covid gestorben ist. Davon allerdings nur 2 Intensivpatienten aus dem näheren Freundeskreis. Aber ich kenne sicherlich um die 20 Lehrkräfte, die sagen ihre Infektion war schlimm und sie müssen es nicht wieder haben und sicherlich 5-10, die noch Wochen / Monate danach über Folgen geklagt haben. Da wundert es mich echt, dass es noch Menschen gibt, die niemanden mit Problemen kennen.