Ja, ich gehe auch davon aus, dass die Kolleginnen realisiert haben, dass sie auf Dauerbereitschaft stehen. Also bleibt die Abendgestaltung wohl auf Kamlillentee. Klassenfahrten machen ja so einen Spaß.
Man könnte es auch einfach machen. Du hast einen Job und du wirst dafür gut bezahlt. Und wenn der AG nun der Meinung ist, dass dazu Klassenfahrten gehören wirst du es in der Regel machen müssen oder den Job wechseln.
Und zu deinem Beispiel aus der freien Wirtschaft. Eine Freund von mir ist Ingenieur bzw. leitender Angestellter. Der hat es ähnlich wie dein Bekannter. Langstrecke 1. Klasse, Kurzstrecke vielleicht mal Business. In der Regel super Hotels und dickes Tagegeld. Aber die Firma betreut auch ein paar Baustellen in Indien, Russland usw. Da ist es dann ab Dehli vorbei mit dem Luxus. Da hat er dann vor Ort Hotels, die sind 2 Klassen schlechter als jede Jugendherberge. Oder die Firma ein paar Container hingestellt, weil es gar keine Hotels gibt. Und wenn man Pech hat, ist das man da auch mal ein paar Monate. Bei 24 h Anreise lohnt sich auch kein Abstecher nach Hause.
Genau da liegt der Hase ja im Pfeffer, wenn eine Schulleitung meint, den nicht näher definierten Druck an dich oder einen anderen Kollegen (mwd) weiterzugeben. Wenn Schüler und Eltern kackfrech werden und die Schulleitung nicht die Courage hat, deutlich zu machen, wie die Rechtslage ist, dann ist sie falsch in der Position.
Das Problem ist doch gar nicht die Schulleitung. Die Schulleitung wird i.R. immer sagen, dass es freiwillig ist und man es nicht ändern kann. Wenn Sie gut ist, bitte sie auch noch um Verständnis. Das Problem ist doch, dass trotzdem superschnell bei den Eltern die Runde macht, dass Kollege XY eine faule Socke ist usw.. Das mag an der Sek 2 oder Berufsschule anders sein aber an der Grundschule brauchst du die Unterstützung der Eltern. Wenn du da vorn vornherein einen schlechten Ruf, ist das echt Müll. Wir hatten mal ein Jahr, da hat ungefähr die Hälfte der Elternschaft massiv Druck gemacht, dass die Kinder in die Klasse X und nicht in die Klasse Y sollen. Die damalige Schulleitung hat natürlich nicht nachgeben. Aber für den damaligen Klassenlehrer von Klasse Y war das echt eine blöde Situation. Du hast da den ersten Elternabend und weiß, dass die dich doof finden.
Es gibt Menschen den ist das egal. Aber ich denke der Mehrheit nicht. Und soziale Berufe sind auch schwierig nur als Beruf zu sehen.