Es gibt doch eine ganz einfache Lösung. Wir machen einen Impfbonus. Jeder geimpfte erhält einmal jährlich bis spätestens 1.10. gegen Vorlage seiner Impfbescheinigung 200 €. Ich bin sicher, dass die Impfquote schnell steigt.
Beiträge von Tom123
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Zu meiner Zeit hatte ein Gymnasialkollege im fachlichen Bereich exakt eine (große) Vorlesung mehr als die Sek 1 Leute. Das waren 4 SWS plus 2 Tutorium. Ich weiß zwar nicht, wie das heute ist, aber ich würde davon keine Studiumsentscheidung abhängig machen. Wer vernünftig durch das Studium für Sek 1 kommt, wird auch kein Problem mit dem Sek 2 Zusatzkram haben. Wer Probleme im Studium hat, sollte sich generell überlegen, ob er sich das richtige Fach ausgesucht hat. In höheren Klassenstufe sollte ich schon eine Affinität zu dem Fach haben. Wenn ich mich durchs Studium quäle kann ich vielleicht bei jüngeren trotzdem ein guter Lehrer sein, aber spätestens im Sek 2 Bereich bin ich dann meiner Meinung nach fehl am Platz.
Für die Entscheidung, was man studiert, sollte imho viel wichtiger sein, wo und wie man später arbeiten möchte. Die Arbeit an der HS/RS ist doch deutlich anders als am Gymnasium und insbesondere an der Oberstufe.
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In der Praxis war es bei uns auch so. Wobei wir die AB bereitgestellt und auch wieder eingesammelt und kontrolliert haben. Also ganz alleine waren die nicht. Und mind. einmal die Woche haben wir auch mit den gesprochen.
Ich glaube tatsächlich, dass es juristisch nicht haltbar ist, gar nichts zu machen. Die Kinder verlieren ja ihr Recht auf Bildung nicht, wenn sie zu Hause bleiben. Bei kurzer Krankheit kann man sicherlich erwarten, dass ein Kind sich selber darum kümmert. Aber spätestens wenn es länger nicht in der Schule ist, würde es ja total durch das System fallen. Dann hast du nachher Kinder aus bildungsfernen Schichten, die gar nichts gemacht haben. Das sollte man zu mindestens versuche zu verhindern.
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Ich bezog mich auf den Abschnitt, der uns genau so mitgeteilt wurde vom Schulamt, dass Kinder zuhause sich selber darum kümmern müssen, wie sie an ihre Sachen kommen. Sie könnten in der Regel ja kommen.
Ok, das wäre aber hart. Hier steht das allerdings anders:
"Die Lehrkräfte bereiten den Unterricht, auch in Verbindung mit den Phasen des Lernens zu Hause bzw. ggf. für einzelne Schülerinnen und Schüler (z. B. für diejenigen, die zur Risikogruppe gehören), vor und ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern, altersangemessen eigenverantwortlich und selbstorganisiert zu arbeiten."
"Soweit Schülerinnen und Schüler keinen Präsenzunterricht erhalten, muss
die Schule mindestens einmal die Woche Kontakt mit ihnen
aufnehmen.""Das Delegieren von Verantwortung für das Lernen zu Hause an die Eltern ist nicht angebracht. Die Schulleitung verantwortet in Abstimmung mit dem Kollegium der
Pädagoginnen und Pädagogen, die Schülerinnen und Schüler nunmehr in ihren individuellen Lernprozessen mit einem Lernangebot in der Schule und zu Hause
zu fördern."Quelle:
https://bildungsserver.berlin-brandenburg.de/fileadmin/bbb/…use_Schulen.pdf
Persönlich würde ich es auch hart finden. Wenn ein Kind, weil es oder die Eltern zur Risikogruppe gehören, nicht am Präsenzunterricht teilnehmen kann, hat es ja trotzdem ein Recht auf Bildung. Dann einfach zu sagen "Kümmere dich selber darum" ist schon hart. Zumal du dann ja auch gar nicht mitbekommst, ob es läuft und wie der Lernerfolg ist.
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Also hier entspricht O.Meiers Auffassung genau der der Schulverwaltung,
Wenn jemand wegen Impfunwilligkeit nicht am Präsenzunterricht teilnimmt, soll sie zusehen, wo sie bleibt. Da gibt es nichts extra. Anders ist das bei den Fällen, wo Schülerinnen wegen Risikogruppe nicht nach 'ne Präsenz hinkommen können. ... Wenn dann jemand wegen Datenschutz nicht im Klassenraum sein möchte, gebe ich ihr gerne einen Arbeitsauftrag, den sie in einem getrennten Raum bearbeiten kann.
Ich habe einen Fall einer Schülerin, die bis zum Schuljahresende in Distanz war. Für die Präsenten war es immer selbstverständlich, dass die online dabei war. Sie haben sich ihrerseits um die Technik gekümmert, ihr just in time Handyfotos von den eigenen Aufzeichnungen geschickt etc.
Ok, also in Berlin entscheidest du als Lehrerin, ob die Gründe das jemand im Distanzlernen ist legitim sind? (Wir reden natürlich darüber, dass die Schüler legitim zu Hause bleiben. Z.b. wegen Quarantäne oder weil die Präsenzpflicht aufgehoben wurde.)
Das Recht auf informelle Selbstbestimmung gilt doch sicherlich auch in Berlin, oder? Du kannst nicht ein Kind in den Nebenraum schicken, nur weil es dir keine Zustimmung gibt. Dadurch dürfen dem Kind keine Nachteile entstehen. Richtig wäre es eine Lösung zu finden, wo nur die Lehrkraft aufgenommen wird.
Die Schüler kümmern sich um die Technik? Aber ihr habt sicherlich geprüft, dass das alles datenschutzkonform ist. Was ist denn mit der Auftragsverarbeitung? Wurde da ein Vertag geschlossen?
Handyfotos? Über Whatsapp zufälligerweise? mmh.
In der Praxis kann man sicherlich alles so machen. Ich habe auch in der Pandemie Unterricht gestreamt. Wenn man das aber mit System machen will, muss es rechtlich auch haltbar sein. Und das ist keineswegs so einfach wie du denkst. Auch in Berlin gilt die DSGVO.
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Wenn jemand wegen Impfunwilligkeit nicht am Präsenzunterricht teilnimmt, soll sie zusehen, wo sie bleibt. Da gibt es nichts extra. Anders ist das bei den Fällen, wo Schülerinnen wegen Risikogruppe nicht nach 'ne Präsenz hinkommen können. Die sind eh schon arm dran und natürlich kriegen die von mir gegebenenfalls den Unterricht online übertragen. Wenn dann jemand wegen Datenschutz nicht im Klassenraum sein möchte, gebe ich ihr gerne einen Arbeitsauftrag, den sie in einem getrennten Raum bearbeiten kann.
Ich glaube, da wird die Landesschulbehörde eine andere Rechtsauffassung als du haben.
Letztlich wird die Frage schon kritisch. Muss ich es erdulden, dass der Präsensunterricht ins Internet gestreamt werden. In Niedersachsen gibt es da meines Wissens noch keine klare Aussage. Nur so ein Wischiwaschi wie "Die datenschutzrechtlichen Vorgaben sind zu beachten." Es hilft ja auch nichts darauf zu hoffen, dass alle einverstanden ist. Du musst ja nur einen dazwischen haben, der meckert.
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Doch, diese Bedenken gab es bei uns auch. Zumal unsere SuS ja in ViKos im Herbst schriftlich einwilligen mussten, was einige nicht getan haben. Aber wer sich nicht zuschalten wollte - also in die Teilnahme an ViKos nicht eingewilligt hat -, musste halt die Arbeitsaufträge, die wir mit den anderen SuS im Präsenzunterricht erledigt haben, über "Moodle" abrufen.
Bei uns war die Frage andersrum. Was ist, wenn ein Schüler in Präsenz dem nicht zustimmt. Bei uns kann ich das sogar noch verstehen. Vielleicht möchte ich nicht, dass irgendjemand "Fremdes" mein Kind in der Schule beobachten kann. Vielleicht sitzen die Eltern von xy daneben und gucken, wie gut wer in der Schule ist.
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Richtig, SuS, die wegen Quarantäne oder wegen Befreiung vom Präsenzunterricht zuhause sind, haben natürlich einen Anspruch auf DU (genauso wie auf Präsenzunterricht). Aber auch da mussten sie sich bei uns selber drum kümmern; sprich: sich per ViKo in den Präsenzunterricht schalten, ihre Arbeitsaufträge auf "Moodle" abrufen und dort die entsprechenden Arbeitsergebnisse einstellen.
Die technischen Möglichkeiten sich in den Präsenzunterricht zu schalten, haben wir bzw. die meisten anderen Schulen bei uns gar nicht.
Dazu musst du natürlich bei jüngeren auch immer noch was erklären oder nachgucken. Das kostete Kraft und Zeit.
Zum Zuschalten zum Präsenzunterricht: Gab es bei euch keine datenschutzrechtlichen Bedenken? Bei uns hieß es mal: Tolle, Idee. Aber beachten sie den Datenschutz. Sprich wenn Schüler das nicht wollen, ist es schwierig.
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Dazu sind sie doch eh schon gemäß Schulordnung (bei uns ist es ein "Schulvertrag") verpflichtet; auch zu Nicht-Corona-Zeiten!

Ist das bei euch anders?
Ja, während der Corona-Zeit hatten sie einen Anspruch auf DU, Material etc.. Also wenn man wegen Corona zu Hause bleiben musste. Wenn man krank ist, musste man sich weiter selber kümmern ...
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Das mag in allgemeinbildenden Schulen funktionieren (wobei man da in der Oberstufe auch nochmal zwischen eA- oder gA-Kursen unterteilen müsste), in berufsbildenden würde so etwas aber vermutlich nicht zu organisieren sein. Zumindest in meiner Schule gibt es pro Bildungsgang häufig nur eine Klasse; da kann man wenig zu Kursen zusammenfassen.
Wie gesagt, es wird eh nicht kommen. Notfalls könnte man aber auch in den beruflichen Schulen die Schüler selber verpflichten sich den verpassten Unterrichtsstoff zu besorgen...
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Uh... da wären wir also wieder entweder bei "Doppelte
VorbereitungArbeit (ist ja je nach Modell nicht zwingend die Vorbereitung) bei gleicher Bezahlung" oder dem sehr ineffektiven Wechselunterricht, bei dem die daheim gebliebenen per Stream zugeschaltet werden.Ne... DA lieber Maske etc.
Das wird ja eh nicht kommen. Aber man könnte ja durchaus geimpfte Schüler zu Kursen zusammenfassen und für die Reste Lehrkräfte zum DU einteilen. Wenn ich an das Gymnasium denke, gibt es halt 3 Deutschkurse in Präsenz und einen in Distanz oder andersrum...
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Eine Option wäre ja durchaus, dass man Distanzunterricht nur für ungeimpfte Schüler macht und geimpfte auch bei höheren Inzidenzen weiterhin zur Schule dürfen. Das könnte auch die Impfbereitschaft steigern. Gleiches natürlich auch an den Unis...
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Die Alternative Stundentafel gab es ja sonst auch schon.
Ja. Das Problem ist, dass die gekürzten CuVos erst danach kommen. Hätten wir das vorher gewusst, hätten wir Sachunterricht stärker gekürzt. Wir werden jetzt ja keine neuen Beschluss machen...
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Beispielsweise in beruflichen Schulen gibt es keine Begründung für Einschränkungen.
Alle sind über 16 und können und sollten sich daher impfen lassen
Mit der Argumentation dürfte man auch alles andere für Menschen ab 16 Jahre erlauben. Es geht nicht (nur) um den persönlichen Schutz des einzelnen sondern darum die Welle zu brechen / die Infektionszahlen runter zu bekommen. Deine Argumentation würde höchstens funktionieren, wenn alle geimpft wären. Aber auch dann stellt sich die Frage nach der Übertragung.
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Ein Ungeimpfter gefährdet seine Mitmenschen direkt und so pauschal mitnichten.
Ein Erkrankter bzw. Infizierter tut dies. Ein Ungeimpfter hat zunächst einmal sogar das höhere Risiko, sich zu infizieren und ggf. zu erkranken.
Ein Ungeimpfter hat ein höheres Risiko sich infizieren und damit auch ein höheres Risiko das Virus an andere weiterzugeben. Ein geimpfter, infizierter Mensch ist in der Regel weniger infektiös als ein ungeimpfter.
Gleichzeitig gibt es einfach Menschen, die sich nicht selber schützen können. Weil es noch keinen Impfstoff für sie gibt oder weil sie diesen aus gesundheitlichen Gründen nicht nehmen dürfen oder weil der Impfstoff bei Ihnen nicht wirkt. Diese Menschen sind auf die Solidarität anderer angewiesen.
Gerade als Lehrkraft sehe ich es noch besonders kritisch. Wenn eine Lehrkraft sich infziert, weil sie nicht geimpft ist, bedeutet dass eine Gefährdung der Gesundheit ihrer Schüler. Aber mindestens eine Quarantäne. Wenn ich nur zu Hause auf meiner Cpuch sitze und mich nicht impfen lasse, ist das eine Sache. Wenn ich ihn einem Beruf bin, wo ich eine Vielzahl von Sozialkontakten habe, sollte die Impfung, wenn möglich, Pflicht sein.
Es gibt Menschen, die sich nicht impfen lassen können.
Es gibt Menschen, die vernünftige Bedenken haben. (Aber bitte auch sachlich nachvollziehbare. Nicht irgendwelchen Blödsinn, der wissenschaftlich widerlegt ist.)
Dafür habe ich durchaus Verständnis. Aber für alle anderen fehlt mir das Verständnis. Und vor allem müssen diese Leute nicht erwarten, dass man auf sie Rücksicht nimmt. Geimpft = Genesen = Getestet ist vollkommen ok. Aber dann die Test auch nicht dauerhaft kostenlos. Sobald jeder die Möglichkeit zur Impfung hatte, kann jeder Test 20 € Selbstbeteiligung kosten. Und sollte es nachweislich so sein, dass die Test nicht sicher genug sind, dann müssen Ungeimpfte auch damit leben, dass vielleicht Kino, Disco oder ähnlich auch mit einem negativen Test nicht möglich sind. Dafür muss es natürlich Belege geben.
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Und Du glaubst allen Ernstes, dass der Verzicht auf Kinder oder auf Sport keine gesellschaftlichen Auswirkungen hat? Frag mal einen guten Katholiken, was der als moralische Pflicht betrachtet, wenn es ums Kinderkriegen bzw. -zeugen geht.
Das ist doch Kindergarten. Es geht hier um eine direkte gesundheitliche Gefahr. Wenn du keine Kinder bekommst, ist sicherlich gesellschaftlich nicht optimal. Wenn du keinen Sport treibst, ist für deine eigene Gesundheit und für die Kosten sicherlich nicht optimal. Aber weder beim einen noch beim anderen gefährdest du direkt deine Mitmenschen.
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Für Deutsch Förderschwerpunkt Lernen und und SU stehen übrigens KC mit Priorisierungen online, den Hinweis habe ich heute erst gesehen und nun gesucht.
Die kenne ich schon. Hier muss man unsern Dienstherrn mal wieder loben. Zuerst wurde die Möglichkeit einer alternativen Stundentafel angeboten. Und jetzt wo diese durch die meisten Schulvorstände beschlossen wurde, kommt kurz vor Schuljahresende die Information, dass mit Sachunterricht Themen kürzen kann. Hätte man das vorher gewusst, hätte man natürlich entsprechend Sachunterrichtsstunden kürzen können. Aber das wäre ja zu einfach gewesen.

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Sprachlich wird hier eine Pflicht (aber auch eine entsprechend verbissene Haltung) suggeriert, die es faktisch nicht gibt. Man ist Ungeimpfter, Kinderloser oder eben jemand, der nicht Motorrad fährt oder in die Sauna geht.
Der große Unterschied ist, dass es bei anderen Dingen keinen Effekt auf die Gesellschaft hat. Ob ich in die Sauna gehe oder nicht, hat keinen Effekt auf meine Mitmenschen.
Wenn ich mich aber weigere mich impfen zu lassen, obwohl es möglich wäre, spiele ich auch mit den Leben und der Gesundheit anderer. Ebenso sollten man die wirtschaftlichen Folgen steigender Inzidenzen beachten. Natürlich gibt es keine juristische Pflicht aber durchaus eine moralische. In vielen Bereichen erwarten wir ein Verhalten auch wenn es nicht gesetzlich gefordert ist.
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Sinnvoll könnte sein, SchülerInnen an einem Präsenztag die digitalen Möglichkeiten zu erläutern und sie darauf folgenden auch von zu Hause aus auszuprobieren, um sich dann wieder in Präsenz zu treffen.
Das ganze Konzept ist aus meiner Sicht nicht durchdacht. Was macht man, wenn man eine erste Klasse hat? Dann soll man trotzdem den Lernstand erheben und dazu Gespräche vor den Ferien führen? Was soll der ganze Plicht-Einstiegsphasen teil? Ich denke, dass das die Lehrkräfte vor Ort viel besser entscheiden können. Warum Pflicht? Außerdem ist das mit dem Förderunterricht alles schön und gut. Aber wir haben dafür 0 Stunden. Wir haben eh zu wenig Stunden und unseren Nachbarschulen geht es auch nicht besser. Was hilft es mir, wenn ich aufwendig dokumentiere welche Probleme die Kids haben, wenn ich aber kein Förderunterricht oder ähnliches bekommen. Differenzieren im Unterricht kann ich auch so.
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Die Erlasse stehen - gut versteckt - hier
https://www.mk.niedersachsen.de/startseite/akt…-22-202659.html
Danke, das hatte ich wohl gelesen aber auf die Idee Szenario B oder C zu testen bin ich gar nicht gekommen...
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