Wo wir gerade dabei sind:
Waldorfschule und Impfgegner
Wo wir gerade dabei sind:
Waldorfschule und Impfgegner
Für mich habe ich einen Boostertermin am erstmöglichen Tag, für mein Kind sehr kurz nach dem 12. Geburtstag. Besser bekommt man es doch kaum hin? Impfen hat bei uns eine hohe Priorität.
Klar, das ist deine Priorität. Aber es wäre ja auch verständlich, wenn es für deinen Arbeitgeber anderer Prioritäten gäbe, oder?
Der Vergleich mit den 80jährigen ist doch auch ein wenig unpassend, oder? Wenn dein Kind nicht gerade gravierende Vorerkrankungen hat, sollte das Risiko doch nicht wirklich vergleichbar sein. Es gibt genug 80jährige die Wochen auf ihren Termin warten müssen.
Es geht dir doch auch letztlich nicht um den Termin. Wenn dir die frühe Impfung so wichtig ist, dass du nicht ein paar Tage länger warten möchtest, könntest du auch am Geburtstag deines Kind mit ihn zu irgendeinen offenen Angebot fahren. Oder du fährst einen Tag später (es war doch ein Freitag?) und hast das Wochenende für mögliche Komplikationen. Aber du möchtest es gerne so. Das ist ja auch legitim. Aber es ist doch auch verständlich, dass es für deinen Arbeitergeber anders besser wäre. Und vor allem ist doch nicht vergleichbar mit dem Ausgangspost. Beim Ausgangspost sind die meisten sicherlich einer Meinung, dass man einer spontanen schweren Erkrankung frei bekommen muss. Bei dir kann man das durchaus anders sehen.
Im Impfzentrum kann ich noch keinen Termin buchen, weil mein Kind scheinbar erst am Geburtstag freigeschaltet wird. Aussuchen geht gar nicht.
Du kommst aus Bayern? Dann warte doch auf den Geburtstag. Dann kannst du laut Homepage der Stadt München auch im Impfzentrum einen Termin aussuchen. Außerdem gibt es angeblich in München an jedem Tag Aktionen ohne Terminvergabe. Da muss man halt draußen unter Umständen lange warten. Da gibt es sogar eine Übersicht, wann wo in Bayern Impfaktionen sind. Wenn man unbedingt will, kann man sich schon bestimmte Termine aussuchen. Frage ist halt, welche Prioritäten man setzt. Aber letztlich ist doch genau das kein spontane Notfall?
Leider bekommt man die Impf-Termine nicht so, wie man es gerne hätte.
Wenn das so leicht wäre, würden alle Berechtigten jetzt ihre Booster-Impfung bekommen.
Dem ist aber nicht so.
Zwischen ich bekomme meinen Termin sofort und ich habe Einfluss auf die Termingestaltungen liegen aber schon Weltern, oder? Also es gibt bei uns ständig irgendwelche Impfaktionen. Vielleicht ist es in anderen Bundesländern anders. Mag sein. Aber wenn ich am Tag nach der Impfung für mein Kind da sein möchte, muss ich halt ein paar Kompromisse eingehen. Überlege, wenn jemand in der freien Wirtschaft damit ankommen würde.
In dem Thread geht es aber doch gar nicht um akute Situationen. Und niemand hat behauptet, dass die Regelungen bei banalen Infekten nicht ausreichend sind.
...
Lies doch bitte mal die Ausgangslage im Thread durch. Nur du kaperst wieder den Thread und machst eine Grundsatzdiskussion über die arbeitenden Lehrerinnen draus, die ständig frei haben wollen.
Ich finde auch, dass es sich bei dem Ablauf der "Kind-krank-Tage" mit 12 Jahren um eine Regelung handelt, die SO eigentlich nicht angemessen ist. Es muss sich ja noch nicht einmal um eine schwere Erkrankung handeln. ...
An dieser Stelle sehe ich die Gesetzeslücke. Geht unsere Dienstpflicht soweit, dass wir das Wohl und die Gesundheit der eigenen Kinder wie selbstverständlich hintenan stellen müssen und dieses weniger wichtig ist als der alltägliche Unterricht für "fremde" Kinder?
Ich habe lediglich auf die Aussage von Catania geantwortet. Sie hat also wenn ihren eigenen Thread gekapert.
Übrigens ging es Catania auch nicht um eine kurze spontane Freistellung, weil gerade etwas passiert ist sondern wenn ich es richtig verstehe durchaus um eine mittelfristige Perspektive, da sie davon ausgeht, dass eine Reihe von Untersuchungen auf ihr Kind zukommen.
Ja, aber es ging ja um Ausnahmefälle, wie eine schwere Erkrankung. Wie oft kommt so etwas vor? Ja, und wenn dann 1x im Leben eines Lehrers dieser mal 3-5 zusätzliche Tage fehlt, wird die Schule es wohl verkraften können.
Genau, diese 3-5 Tage sollten dann einfach so unkompliziert genommen werden können.
Lies dir doch bitte meine Beiträge noch mal durch. Genau darum geht es doch nicht. Ich habe doch geschrieben, dass es in solchen Ausnahmesituationen, die vielleicht alle paar Jahre vorkommen immer Möglichkeiten geben soll.
Mir ging aber um die Aussage, dass die bestehenden Regelungen nicht ausreichend und man gerade für ältere Kinder mehr Möglichkeiten haben sollte. Dem habe ich widersprochen. Für kurze akute Situationen reichen die aktuelle Regelungen. Aber wenn das öfters vorkommt und längerfristig ist, muss ich damit leben, dass ich mich notfalls unbezahlt freistellen lasse oder Lebenspartner Urlaub nimmt. Was machen denn die Eltern unserer Schüler, wenn sie beide normale Angestellte sind?
Bestes Beispiel Covid-Impfung ein paar Beiträge über uns. Warum muss die Schule die Mutter da (bezahlt) freistellen? Wenn ich mein Kind danach nicht alleine lassen kann und auch keine andere Betreuung habe, muss ich den Termin halt so legen, dass ich frei habe. Dann macht man die Impfung halt an einem Freitag oder notfalls in den Ferien. Immerhin haben wir die Pandemie ja schon ein wenig länger und da kommt es bei einem 12jährigen sicher nicht auf ein paar Tage an. Und wenn es mir wichtig ist, dass es sofort passiert, dann muss ich mich Notfalls am Samstag morgen ins Auto setzen und gucke wo an dem Tag ein offenes Impfangebot ist. Aber genau das sind doch die Sachen, die nicht unvorhergesehen und plötzlich sind.
Antimon, du hast dich im anderen Thread darüber beschwert, dass Forumteilnehmer beleidigt werden. Vielleicht solltest du mal deine Wortwahl überdenken.
Es kann doch durchaus sein, das Waldorfschulen in der Schweiz ein anderes Klientel haben als in Deutschland. Wir haben ja gerade im Coronathread mitbekommen, dass in der Schweiz in vielen Dinge andere Einstellungen herrschen. In Deutschland scheint die Erfahrung von den meisten Kollegen aber anders zu sein. Das kann man doch einfach akzeptieren und so stehen lassen.
Die Intensivstationen sind voll und es werden schon wierder geplante OPs abgesagt.
Ich glaube, dass dieser Punkt viel zu stark unterschätzt wird. Selbst wenn man nur ein kaputtes Knie hat, aber nicht operiert werden kann, ist das schon echt hart. Oder Kuren, die nicht richtig stattfinden können. Letztlich leiden nicht wenige Menschen darunter, dass sich viele nicht impfen lassen. Und wenn die Intensivstationen voll sind, macht es auch mal den Unterschied zwischen Leben und Tod aus.
Ich werde demnächst auch meinen Chef fragen, wie ich mich in so einem Fall verhalte, wenn mein Mann eben nicht kann und ich eigentlich Unterricht hätte.
Aber da fängt das Problem doch schon an. Warum kann dein eben nicht? Ist Aufgabe als Lehrkraft weniger wichtiger? Ich finde es oft im Gegenteil. Ich kenne 2 Lehrkräfte mit Lebenspartner als Ingenieure. Die dürfen sogar offiziell zu Hause arbeiten. (Die Firma ist ein großer AG in der Region.) Trotzdem bleibt grundsätzlich die Lehrkraft zu Hause.
Ich wollte auch nicht sagen, dass unser System schlecht ist. Aber letztlich sind wir schon privilegiert und wer sich darüber beschwert, muss vielleicht mal in andere Branchen gucken.
Du verdrehst die Tatsachen. Der AG hat nicht sicherzustellen, dass die Kinder betreut werden, sondern die Eltern. Dafür steht ihnen in sehr engem Umfang bezahlter Sonderurlaub zu, bei Angestellten darüber hinaus noch die Möglichkeit, Kinderkrankengeld für einige Tage mehr zu erhalten. Wenn das alles aufgebraucht ist, gibt es aber noch das Recht auf unbezahlte Freistellung von der Arbeit. Das hat aber nichts mit der Sicherstellung der Kinderbetreuung durch den AG zu tun!
Genau so ist. Aber es wurde ja kritisiert, dass das zu wenig ist und der AG mehr freistellen soll beispielsweise wenn ältere Kinder krank sind.
Höre ich auf wie vorgegeben zu Lüften, widersetze ich mich der Dienstanweisung. Daher ziemlich verzwickt...
Wenn ich das als Elternteil mitbekommen würde, würde ich die Lehrkraft einmal nett darauf hinweisen, dass das nicht geht. Wenn Sie sich weiterhin weigert, Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen. Wenn es dadurch zu Infektionen kommt, Strafanzeige stellen.
Das hört sich vielleicht hart an, aber aus meiner Sicht geht es gar nicht auf das Lüften zu verzichten. Wir haben eine Pandemie und das vorgeschriebene Maßnahmen. Ich kann privat sagen, dass ich das Risiko einer Infektion eingehe und mich entsprechend verhalte. Aber für die Kinder gibt es da aus meiner Sicht keine Alternativen. Die Lüftungen müssen eingehalten werden. Wenn es zu kalt wird, muss die Schule reagieren. Wenn sie nicht reagiert, Eltern nett darauf hinweisen das sie Situation mit der Schulleitung besprechen sollten. Sollte die Schulleitung auf die Idee kommen, eine Lehrkraft aufzufordern nicht regelmäßig zu lüften, darum bitten diese Anweisung schriftlich zu bekommen und die SL darauf hinweisen, dass man davon ausgeht, dass die Anweisung nicht rechtens ist. Ich würde sogar vermuten, dass hier eine Remonstrationspflicht herrscht, da durch fehlende Lüftung die Gesundheit der Kinder gefährdet wird.
Und ja, auch durch Kälte wird sie gefährdet. Aber keineswegs so, wie durch eine Infektion.
Der Zweck des Gesundheitsschutzes der allgemeinen Bevölkerung lässt sich auch durch mildere Mittel erreichen.
Das ist aber ja gerade der Punkt über den man diskutieren müsste. Momentan haben wir ja auch keine Impfpflicht. Wenn wir jetzt eine Impfpflicht hätten und wir trotz milderer Mittel unser Ziel nicht erreichen, ist die Frage ob auch jemand unter Zwang gegen seinen Willen geimpft werden darf. Das wird man dann diskutieren müssen. Das wird auch sicherlich damit zusammenhängen, ob mildere Mittel wirken.
Das ist so offensichtlich dass ich auf einen Beleg in Form einer Quelle-Verlinkung verzichtet habe.
Ich würde mal sagen, dass es auch offensichtlich ist, dass es (in Deutschland) unter Eltern von Walddorfkindern eine geringere Impfbereitschaft gibt. Aber dazu wird es sicherlich keine Untersuchungen geben...
Ich soll mir also quasi in der Schwangerschaft überlegen und auch entscheiden, dass ich die nächsten 15 Jahre auf keinen Fall arbeiten gehen kann, weil mein 12,5 -jähriges Kind möglicherweise Magen-Darm bekommen könnte und ich vielleicht mal einen Tag oder 2 zu Hause bleiben muss????
Also mal ehrlich: Nur weil man möglicherweise (!) mal 2-3 Tage fehlen könnte -und selbst wenn es eine ganze Woche ist - kann man doch nicht nie mehr arbeiten, bis das Kind 18 ist bzw. außer Haus ist. Mal bitte die Kirche im Dorf lassen.
Nein, aber wenn Du wieder anfange zu arbeiten möchtest, solltest du dir überlegen, was ist wenn deine Kinder krank sind.
Es geht doch nicht darum mal 2-3 Tage zu fehlen sein. Da muss der Chef schon ein ziemliches ... sein, wenn er das nicht hinbekommt. Dann feiert man mal Überstunden ab oder so. Aber es gibt auch genug, die ihre Tage bis zu Grenze ausnutzen. Der Partner kann ja nicht zu Hause bleiben. Das geht dort nicht. Aber in der Schule wird es erwartet und soll möglichst noch ausgebaut werden. Was ist wenn dein 17jähriger krank ist? Musst du dann auch zu Hause bleiben? Man kann jetzt sicherlich reden, ob die Grenze von 11, 12, 13, 14 oder 15 sinnvoll ist. Aber grundsätzlich ist es doch sicherlich sinnvoll. Bei uns hat mehr als ein Drittel der Kollegen Kinder zu Hause. Was machen wir in der Grippewelle? Lassen wir die Klassen zu Hause, damit alle Kollegen ihre Kinder versorgen können?
Mir geht es darum, dass man auch eine Eigenverantwortung hat. Du musst ja nicht deswegen zu Hause bleiben. In der Regel gibt es auch noch einen Ehepartner. Und viele haben auch Familie und Freunde. Aber letztlich kann es doch nicht die Erwartung sein, dass der Arbeitgeber die Kinderbetreuung sicherstellt? Wir haben nun mal einen Beruf, wo wir präsent sein müssen. Irgendwo muss man dann halt eine Grenze setzen. Und da reicht es auch nicht, wenn man mehr Personal bereit stellt. Dann hätten wir zur Grippesaison gerade genug Leute und im Sommer würden einige Däumchen drehen.
Ich sehe es wie websheriff. Klar, sollte es dann mal ein paar Tage frei geben. Aber grundsätzlich kann der Arbeitgeber sich nicht um alles kümmern. Catania schreibt über den Fall, dass das Kind ü12 plötzlich Magen-Darm etc. bekommt und eine Betreuung braucht. Aber das muss ich mir doch überlegen bevor ich wieder arbeiten gehe? Es kann doch nicht sein, dass der Arbeitgeber für alles zuständig ist? Dann muss ich gucken, ob ich in der Familie oder im Freundeskreis jemanden habe. Oder ich bleibe noch ein Jahr zu Hause oder suche mir einen Job, der damit vereinbar ist.
Ich hatte plötzlich erfahren, dass ein Eltern sich im Endstadium einer tödlichen Krankheit befand. Ich musste auch am nächsten Tag arbeiten. Bei Tod eines Elternteils gibt es bei uns 2 Tage frei. Gleiches für Tod der Kinder oder Lebenspartner. In akuten Fällen bin ich ganz bei euch. Da gibt es bei uns auch die Möglichkeit bis zu 3 Tage Sonderurlaub zu bekommen. Dann gibt es noch bis zu 10 Tage um eine Pflege zu organisieren. Das finde ich schon gut. Aber jetzt wochenlang beurlaubt zu werden, finde ich schwierig.
Die Anwendung von unmittelbaren Zwang zur Durchsetzung der Impfpflicht ist aber schlicht nicht verhältnismäßig und daher auch nicht im gesetzlichen Rahmen.
Grundsätzlich würde ich das auch ablehnen aber ob es verhältnismäßig ist, ist aus meiner Sicht dann eine Entscheidung von Politik und Gerichten. Was wäre wenn die Sterblichkeit bei 50% liegen würde? Wäre dann die Anwendung von unmittelbaren Zwang auch verboten? Ich verstehe es so, dass es grundsätzlich die Möglichkeit gibt. Die konkrete Situation muss dann natürlich geprüft werden. Aber das es generell nicht verhältnismäßig ist, glaube ich nicht.
Aber wohl nicht, um eine Impfung zu erzwingen.
Ich fände es auch gut, wenn die Impfverweigerer ihre Meinungen ändern. Aber nicht mit körperlicher Gewalt. Da möchte ich nicht hin.
Das sehe ich auch so. Nichtsdestotrotz ist der Beitrag von O. Meier inhaltlich doch nicht auszusetzen. Unser Rechtssystem würde es auch erlauben die Person mit körperlichen Zwang zu impfen. Kommt ja in anderen Fällen auch vor. Drogenkontrolle, Blutprobe, ...
Ob man das nun will oder nicht, kann man ja diskutieren.
Man muss ja keine Impfpflicht machen. Man kann einfach mit Belohnungen arbeiten. Jeder, der seine vollständige Impfung nachweist, kann durch Einreichen seiner Impfunterlagen einen Bonus von 1.000 € erhalten. Finanziert wird das über eine Mehrwertsteuererhöhung. Problem gelöst.
Bei uns gibt es auch eine Walddorfschule. Ein Teil ist geimpft. Aber der größte Teil der Elternschaft lehnt Impfungen ab. Wir hatten da letztens eine Diskussion, weil ein Kind von uns dort hin gewechselt ist. Das waren auch die klassischen Querdenker. Dort würde es auch gerne Maskenpflicht geben. Stimmt aber zu mindestens laut Schulhomepage nicht.
Das sich die Dachverbände für eine Impfung aussprechen heißt ja noch lange nicht, dass die Mehrheit der Walddorfeltern das so sehen. Ich bin überzeugt, dass die Impfqoute bei denen deutlich unter dem vergleichbaren Bundesdurchschnitt liegt. Das liegt einfach auch daran, dass viele von denen grundsätzlich Probleme mit der Schulmedizin haben.
Das System habe ich beim Helden gesehen. Wollte ich mir auch mal bestellen. Aber man hat ja nie Zeit ...
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