Beiträge von Tom123

    Wie wäre es mit sie frühstücken zu Hause? Der Schulbetrieb läuft in vielen Bereichen gerade nicht "normal", auch an weiterführenden Schulen nicht.

    ....

    Ich trage wirklich jeden Tag mehrere Stunden am Stück eine Maske und das schon seit August.

    Also ich trage die Maske auch fast durchgängig. Bei den ffp2 Masken versuche ich halt in den Pausen mal frische Luft zu schnappen. Ich sehe aber, dass es viele Kollegen und Mitarbeiter nicht schaffen/machen.

    Du kannst nicht Sek 2 Jugendliche mit Grundschulkinder vergleichen. Wir haben Kinder, die morgens nicht essen (können). Wir haben Kinder, die kommen ohne Frühstück in die Schule. Wir haben Kinder, die können sich morgens nichts zu essen machen und kriegen nur 2 Euro für den Bäcker oder Mama fährt auf dem Weg zur Schule beim Bäcker vorbei. Es ist schon hart einem Erst- oder Zweitklässler zu sagen, dass er bis zur Frühstückspause warten muss. Aber keine Frühstückspause? Da werden dich einige Eltern lynchen. Und das wahrscheinlich auch zu Recht.

    Mit halben Klassen kann man gerade noch so vertreten eine Tasse Tee zu trinken, da können alle weit genug auseinander sitzen, die Fenster sind offen und die Masken sind nicht länger als 5 min am Stück unter dem Kinn. Wohlgemerkt mache ich das mit Jugendlichen (!) die ich lange genug kenne um zu wissen wie sie sich verhalten.

    Ok, und da die Grundschüler das nicht hinbekommen sitzen sie dann 7 Stunden mit Maske? Ich möchte gerne mal wissen, wie viele Lehrer wirklich ohne Pause ihre Maske durchgehend tragen...

    Das Problem ist doch relativ einfach. Wenn die Kinder nicht im Klassenraum frühstücken, müssen sie raus. Dort treffen Sie aber auf die anderen Kohorten. D.h. sie sollen Maske tragen. Oder frühstücken die Klasse alle einzeln draußen?

    Wenn sie wieder rein müssen, sollen sie die Hände waschen und natürlich beim reingehen auch. Wir haben exakt 2 Waschräume mit 4 Waschbecken pro Geschlecht. Das teilen sich rund 100 Schüler. Die sich natürlich nicht beim reingehen treffen sollen. Achja und auf die, die gerade rausgehen sollen sie natürlich auch nicht treffen.

    Dazu kommen noch solche Kleinigkeiten, dass die Kinder ihre Brotdosen und Flaschen draußen vergessen. Das Kinder ihre Flasche nicht aufbekommen usw..

    Ich glaube das man die Situation an einer weiterführenden Schule kaum mit einer Grundschule vergleichen kann. Und auch bei Grundschulen gibt es riesige Unterschiede. Wir haben eine Schule mit 40 Schüler, die ein mehr als dreimal so großes Außengelände wie wir hat. Wir haben 200 Schüler. Dazu sind die Schulgebäude oft so konzipiert, dass man keine sinnvolle Einbahnstraßenregelung machen kann.

    Wenn das Verhalten ausschließlich von den Eltern ausgeht, ist das natürlich richtig. Ich war davon ausgegangen, dass es um ein Fehlverhalten von Eltern und Schüler handelt. Bzw. das es ein Fehlverhalten des Schüler gab/gibt, worauf die Eltern aktiv werden. Aber das geht natürlich aus dem Post nicht hervor.

    Insofern habt ihr sicherlich Recht.

    Nichtsdestotrotz würde ich als SL den Eltern einen Schulwechsel naheliegen. Aber das ist dann natürlich auch sehr situationsabhängig. So wie es beschrieben ist, stehen die anderen Eltern anscheinend ja auch eher auf der Seite der Lehrkraft.

    Die Frage wie es weitergeht hängt ja auch stark davon ab, ob man den Verursacher findet. Wenn man ihn findet, Schulverweis und gut ist. Grundsätzlich bin ich ja immer dafür solche Situationen offensiv anzugehen. Aber da ist auch die Frage, was vorgefallen ist und was der Kollege für ein Typ ist.

    Masken gibt es bisher keine gestellt,

    unsere Schüler tragen sie ansonsten recht artig außerhalb des Klassenraumes, ich denke, das schaffen sie auch im Unterricht.

    Eure Schüler tragen die Masken wirklich vernünftig?

    Also ohne, dass die Nase rausguckt?

    Masken, die nicht vollkommen verdreckt sind?

    So, dass die Masken auch an das Gesichtsform der Schüler passen? Also nicht, dass die vollkommen locker sitzen?

    Die Schüler (insbesondere bei den jüngeren) nehmen ihre Masken so ab und setzen sie so auf, dass sie weder die Innen- noch die Außenseite berühren?

    Das Tragen ist bei uns auch nicht das Problem. Das sinnvolle Tragen klappt bei vielen nicht.

    Schön, dass man sich Gedanken für die Zeit nach den Ferien macht, aber bei der inhaltlichen Halbwertszeit der Mails aus dem Ministerium der letzten 3 Wochen lächle ich da nur müde und schau mir am 9. Januar noch mal an, welche Regelungen da gerade gelten.

    Auf der NDR wird der Minister auch gerade für die sinnvolle Regelung für die Grundschule gelobt. Vielleicht ändert sich ja noch was ...

    Es ist ja schön, dass sich Herr Tonne so früh meldet. Das mit den Grundschulen ist aber ein Witz. Das fängt schon damit an, dass Grundschüler wahrscheinlich genauso ansteckend sind aber dafür schlechter Abstand halten (können).

    Dann Argumente wie das gemeinsame Frühstück. Aber letztlich ist das auch egal, weil kaum ein Grundschüler seine Maske richtig trägt. Die rutschen grundsätzlich unter die Nase. Ich habe immer ein Kind mit fpp 2 Maske. Da ist an den Seiten so viel Platz, dass er auch ein Visier tragen könnte. Letztlich hätte man den an Grundschulen auch gut mit Szenario B leben können. Da hätte man wirklich was erreicht. Oder halt so weiter wie bisher. Von diesen Placebos, die keinen Effekt haben, halte ich nicht viel.

    Ich finde auch die Aussagen von Websherriff absolut unpassend. Es ist in keiner Weise ein Missbrauch thematisiert worden. Und selbst, wenn es so wäre, würde die Polizei jetzt ja ermitteln.

    Es gibt viele Dinge, die man als Lehrkraft geheim halten möchte. Vielleicht macht er auch gerne FKK-Urlaub und jemand hat Fotos davon gemacht und verbreitet sie nun? Soll die Schulleitung sich dann auch "neutral" verhalten?

    Problem ist natürlich, dass man auch nur begrenzt etwas raten kann, wenn nicht genau weiß worum es geht. Grundsätzlich wurden ja bereits ein paar gute Tipps genannt...

    Wir diskutieren auch über den Impfstoff aus Europa. Letztlich ist die Frage, wie stark sich die "Verzögerung" der Zulassung negativ auswirkt.

    Es wird sicherlich einen geringen negativen Effekt geben. Eine zu frühe Zulassung und plötzliche Nebenwirkungen wären aber der worst case. Ich mag auch nicht glauben, dass die Behörden nur aus Spaß die Zulassung verzögern. Wenn ich aus den USA höre, dass Trump dem Behördenchef mit Entlassung droht, wenn er den Impfstoff nicht sofort zulässt, bin ich froh, dass in Deutschland bzw. Europa anscheinend vernünftig gearbeitet werden kann.

    Einfach mal den Typen ignorieren ...

    Wir hatten letztens die Frage, warum es im Norden besser aussieht. Eine Idee, wäre auch das Klima. Bei uns war es eher wärmer. Wir haben oft noch mit dauerhaft komplett geöffneten Fenstern unterrichtet. Ebenso wird man sich wahrscheinlich auch in anderen Bereichen noch mehr draußen aufgehalten haben bzw. mehr gelüftet haben. Das wird sicherlich nur ein Aspekt sein. Könnte aber mit anderen Aspekten eine Rolle gespielt haben...

    Die 4 Wochen Haltbarkeit wurden von Mobius? oder einem anderen User mal genannt.

    Letztlich bleibt es für mich dabei, dass ich in der kurzen Verzögerung bei der Zulassung kein Problem sehe. Man verliert nicht viel Zeit und die Produktion ist eh nicht so weit, dass genug Impfstoffe bereit stehen.

    Zur Frage der Impfstoffproduktion:

    Sahin erwartet, dass der Impfstoff bis Ende Dezember auch von der Europäischen Arzneimittelagentur grünes Licht für eine bedingte Marktzulassung erhält und die beiden Unternehmen dann mit der Einführung des Vakzins in europäischen Ländern Anfang nächsten Jahres beginnen können. Sahin hofft, zur Ausweitung der Produktion die im September von Novartis übernommene Anlage im hessischen Marburg früher an den Start bringen zu können. Biontech hatte angekündigt, die Anlage werde voraussichtlich im ersten Halbjahr 2021 voll betriebsbereit sein mit einer jährlichen Produktionskapazität von bis zu 750 Millionen Impfdosen.

    Für den Betrieb in Marburg sei eine Kapazität von etwa 60 Millionen Impfstoffdosen im Monat möglich. Die eigentliche Herstellung des Impfstoffs dauere eine Woche, die Quali­tätskontrolle und Freigabe benötigten dann weitere drei Wochen.

    Da ist es natürlich echt blöd, wenn der Impfstoff nur 4 Wochen haltbar ist ...

    Noch mal: so pauschal ist das falsch. In Norddeutschland gehen die Zahlen zurück, dort funktionieren die gleichem Maßnahmen, die im Süden offenbar nicht funktionieren.

    Auch in Norddeutschland gehen die Zahlen nicht pauschal zurück. Niedersachsen steht momentan ganz gut da, aber man merkt ja an Sachsen wie schnell das kippen kann. Ein Aspekt könnte auch durchaus die niedrige Bevölkerungsdichte im Norden sein.

    Mit der unterschiedlichen Mentalität ist aus meiner Sicht durchaus ein Argument. Wie war es noch bei Günther, dem Treckfahrer, diese Woche: Alles unter 1,50 m empfindet der Niedersachse grundsätzlich als Geschlechtsverkehr. Deswegen hält er sowieso Abstand.

    Das sind halt bei weitem noch keine 60 - 70 %, die für irgendwelche Effekte nötig wären.

    Aber wir gehen doch davon aus, dass wir bei 60 - 70% eine Herdenimmunität erreichen. Sprich irgendwo dort ist die Stelle, wo der Virus nicht mehr genug Wirte findet und sich daher nicht genug verbreiten kann.

    Wenn wir jetzt die 30% oder was auch immer erreichen, müssten wir doch auch einen deutlichen Effekt auf die Infektionszahlen haben. Das ist natürlich nur schwer nachweisbar. Aber letztlich müssten die Zahlen doch 30% niedriger sein?

Werbung