Beiträge von Tom123

    Ich hatte kürzlich eine Teilkonferenz als Videokonferenz. Man konnte gemütlich zuhause sitzen und musste nicht zu Zeiten in der Schule sein, zu denen man es sonst nicht wäre. Sehr sehr angenehm und effizient.

    Wir hatten unseren Elternabend online. Nun steht der Elternsprechtag an. Die Eltern können wählen zwischen Videokonferenz, Telefon und Präsent. 80% wählen Videokonferenz...

    Eine zuverlässige digitale Infrastruktur erleichtert uns das Leben in vielen schulischen Bereichen. Krankmeldungen, Vertretungsplan, Raumreservierungen, Medien digital zur Verfügung stellen, effektiver Kommunikationswege usw. Zu mindestens in Deutschland sind wir oft hoffnungslos hinterher, was die Digitalisierung von Schulen angeht. Fernunterricht ist dabei nur ein ganz kleiner Aspekt.

    Nein, ich habe auf die offiziellen Informationen verwiesen und die sind wie sie sind. Eine verkürzte Darstellung dieser Informationen kann man schon als "reisserisch" bezeichnen. Ob es gehen wird, das weiss Stand heute niemand. De facto sind aber auch die offiziell Verantwortlichen verhalten optimistisch, kannst ja gerne die PK von heute gucken.

    Mir hat die offizielle PK meines Kultusminister gereicht. Aber des bleibt doch dabei. Frage ist, wie ich das aufnehme.

    Fallen Angel bei dem Impfstoff von Moderna wird zunächst die US-Bevölkerung geimpft, das heißt, mit diesem Impfstoff ist vor 2022-2023 nicht zu rechnen.

    Beim Impfstoff von Biontech/Pfizer wird zunächst auch in den USA geimpft, dann in Europa und bei Alten oder Personen im Gesundheitswesen kann das schon 2021 der Fall sein. Für uns auch realistisch 2022.

    Das ist doch beides totaler Blödsinn. Für Biontech gibt es schon Verträge. Das einzige ist, dass die Zulassung wahrscheinlich zu erst in den USA erfolgen. Wenn du noch überlegst, dass alleine Biontech von über 1 Mrd Impfdosen in 2021 ausgeht und Moderna kaum weniger produzieren wird, frage ich mich wieviele Amerikaner du denn Impfen möchtest? Die haben vielleicht ein Bedarf von 300 Mio Impfdosen. Und auch die Amerika können nicht logistisch alle Menschen auf einmal impfen. Natürlich werden sie einen kleinen Vorsprung haben. Aber es ist absolut realistisch, dass wir im 1. Quartal 2021 mit den Impfungen in Deutschland beginnen können. 2021 wird sicherlich zu mindestens ein Teil der Deutschen geimpfet werden.

    Wollsocken, ich glaube du siehst die Sachen einfach in der Regel positiv und andere sehen es in der Regel negativ. Du sagst ein paar Betten Reserve sind noch frei, das wir schon gehen. Andere sagen, es sind nur noch Betten aus der Reserve frei, das wird ein Problem.

    Letztlich werden die nächsten Wochen zeigen, wie gut die Schweiz durchkommt. Und selbst dann werden einige sagen, wie hatten nur XY Tote. Und andere werden sagen viel zu viele.

    Warum? Seit Einführung der Schulpflicht sind Kinder nunmal vormittags in der Schule. Und es gibt auch Leute, die weniger verdienen als wir, selbst wenn man jemanden finden sollte, werden es sich die wenigsten leisten können, für die Kinderbetreuung zu arbeiten. Das Frühjahr hat junge Eltern in echte Bredouille gebracht, dass diese Argumente nicht nur von Kinderlosen, sondern auch von Eltern kommen, die wissen, wie es mit Kleinkindern zu Hause ist, wundert mich ehrlich gesagt.

    Weil du es alle Eltern immer damit rechnen muss, dass dein Kind mal nicht in die Schule kann. Es könnte ja sogar passieren, dass dein Krank ist. Oder, dass es sich in der Schule verletzt. Oder, dass die Schule wegen eines Brandes ausfällt. Im Sek 1 Bereich fällt bei uns sogar relativ häufig einzelne Stunden aus.

    Finde ich vollkommen ok. Das mit Corona kam auch echt überraschend:

    Bund und Länder werden bei ihrer Videokonferenz voraussichtlich keine schärferen Schritte für die Schulen beschließen. Nach einer geänderten Vorlage des Bundes sollen die Länder bis zur kommenden Woche einen Vorschlag vorlegen, wie Ansteckungsrisiken im Schulbereich weiter reduziert werden können.

    Quelle: ntv.de

    Derzeit ist es aber eben KEINE Vorgabe von oben und deswegen finde ich, man sollte sehr vorsichtig sein, was man gerade zur Selbstverständlichkeit macht. Quarantäneschüler ja, erkrankte Schüler nein.

    Sorry, da habe ich nicht richtig gelesen. Ich dachte es ging um Schüler im HomeSchooling oder Quarantäne. Da ist es bei uns auch Vorgabe.

    Ich sehe einfach überhaupt keinen (verhältnismäßigen) Grund, wieso Schüler sich nicht weiterhin bei Mitschülern über die Unterrichsinhalte informieren sollten, sondern wir diesen Service auch noch übernehmen sollen.

    Wenn der Arbeitgeber das so möchte, mache ich das auch so. Die Frage ist ja nicht, ob du dass findest, sondern was die Vorgabe von oben ist. Kann ich an der Stelle sogar gut nachvollziehen. Wenn dann die Belastung zu groß ist, fallen halt andere Arbeiten weg.

    Es waren Schüler in der Videokonferenz (Big Blue Botton, ohne Video, Ton freiwillig), die sonst mehr durch Abwesenheit im Unterricht glänzen.

    Auch so ein Ding. Wir sind eine kleine Grundschule. Ohne EDV-Spezialisten, ohne eigene Server. Warum schaffen es weder Schulträger noch Landesregierung uns eine Möglichkeit wie BigBlue Botton einzurichten und zur Verfügung zu stellen. Irgendwo einen dicken Server mit guter Verbindung bei der Stadt und die Schulen können ihn nutzen. Statt dessen gibt es eine Lösung über das Land. Die ist aber offiziell noch im Beta-Stadium und läuft nicht stabil. Super.

    Homelearning wird soziale Unterschiede und Bildungsungleichheiten verstärken - das wissen wir aus dem 1. Lockdown. Daher sollte das auch der allerallerletzte Schritt vor der Kapitulation sein.

    Das Problem ist für mich, dass soziale Ungleichheiten oder auch der Umgang mit Förderkindern auch im normalen Unterricht problematisch ist. Wenn uns das jetzt allen so wichtig ist, dann sollten wir Geld in die Hand nehmen und daran grundsätzlich etwas ändern. Mehr Stunden in der Sonderpädagogischen Grundversorgung, Förderunterricht, Schulhelfer, Hausaufgabenbetreuung am Nachmittag. Damit würde man mehr erreichen als wenn man jetzt auf den Lockdown verzichten. Für mich ist das Argument daher nur ein Scheinargument. Ein paar Wochen halbe Klassen oder Homeschooling sind nicht das Problem gegenüber jahrelangen Missständen.

    Du meinst das Geld, das für andere Dinge ohne Ende rausgehauen wird? Wo Bildung und die geöffneten Schulen doch aber soooo wichtig sind? Alle einmal klatschen bitte. Und manchmal GIBT es Geld, da scheitert es dann an anderer Stelle. Die IPads für bedürftige Kinder kommen bei uns nicht an. Lieferschwierigkeiten. Von Lehrergeräten natürlich auch keine Spur.

    Zitat des Schulträger: Lehrer können sich die Geräte selber kaufen. Die können sie von der Steuer absetzen. Zusätzliches Problem: In Nds. ist das Speichern personenbezogener Daten auf Ipads seit Anfang des Jahres verboten...

    In Traunstein wurden wegen der hohen Inzidenz Schulen geschlossen - aber nicht für alle. Je nach Schulart und Jahrgangsstufe wurden unterschiedliche Maßnahmen beschlossen. Abschlussklassen blieben z. B. im Präsenzunterricht, ebenso (teilweise?) Grundschulklassen.

    Schön wäre ja auch Maßnahmen wie kostenlose ffp2 Masken für Lehrkräfte, Maskenpflicht, Luftreiniger, CO2-Messgeräte, mehr Waschbacken (kann man für draußen mieten), zusätzliches Personal, Begutachtung der Räume (Ist ein Lüften möglich? Wenn ja wie), Verzicht auf Sportunterricht, ...
    Man kann jetzt sicherlich über einzelne Maßnahmen diskutieren. Aber letztlich geht es darum, dass es auch viele Maßnahmen ohne Schulschließungen gibt, die man ergreifen könnte. Aber es fehlt ja am Geld.

    Aber aufgrund der verlässlichen Grundschule wird es schwierig, in den Grundschulen wieder in ein rollierendes System zu gehen. Aber es hilft der Ausbreitung von Corona vielleicht schon, wenn in den weiterführenden Schulen die Klassengrößen geringer werden.

    Also bei uns lief es zu mindestens in 3/4 unproblematisch. Die Kinder haben in den Hauptfächern eher mehr gelernt als normal. Was natürlich weg viel, waren die Nebenfächer Sport, Musik, Religion und zu großen Teil der gestaltentende Bereich. Teilweise haben wir das jetzt aber auch im Präsenzunterricht wieder gut gemacht und Stunden in den Hauptfächern umgewandelt.

    Zu 1/2 kann ich wenig sagen. Da waren die Rückmeldungen differenzierter. Vor allem hatten wir in 3/4 eigentlich keine Kinder, die an dem "freien" Tag nichts gemacht haben. In 1/2 gab es einzelne.

    Problematisch wird es natürlich, wenn zu viele in die Notbetreuung müssen.

    Ältere Schüler sollen von zu Hause lernen (Köller):

    https://www.berliner-zeitung.de/news/bildungsf…sfhxlfu3tKynFN0

    "Auch mit Blick auf die Ausbreitung des Virus ist es aus seiner Sicht sinnvoll, Jugendliche aus den Schulen zu nehmen. Die Hoffnung, dass Schüler weniger infektiös seien, habe sich nicht erfüllt. Vielmehr gebe es gerade bei jungen Menschen eine hohe Dunkelziffer, weil sie infiziert seien, ohne Krankheitssymptome zu zeigen."

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