Ich glaube man sollte hier man 2 Dinge unterscheiden:
"Flattening the curve" ist ja das gesamtgesellschaftliche Konzept. Dazu gehört auch die freien Kapazitäten in Krankenhäusern und Intensivstationen.
Davon losgelöst hat jeder Arbeitnehmer das Recht auf körperlicher Unversehrtheit. Dazu gehört, dass der Arbeitgeber für einen ausreichenden Schutz sorgen muss. Und daran hapert es aus Sicht einiger. Man scheint der Meinung, dass Sachen, die im privaten Umfeld problematisch sind, in der Schule funktionieren. Die Lehrkräfte hier einem erhöhten Risiko auszusetzen ist sicherlich nicht statthaft. Das Problem ist nur, das Risiko einzuschätzen. Aus Sicht unser lieben Landesregierungen ist ja alles kein Problem und ohne Risiko. Die Kinderchen sind sowieso nicht ansteckend und wenn wir uns alle an die Konzepte halten, wird es keine größere Gefahr geben.
Auf der anderen Seite sehen die Lehrkräfte die Praxis. Die Berichte über Ausbrüche in Schulen oder Ferienlagern. Die fehlenden Möglichkeiten vor Ort das Hygienekonzept umzusetzen. In Nds. gibt es zum Beispiel noch nicht mal Masken auf Kosten des Arbeitgebers.
Und das darf durchaus kritisch gesehen werden. Warten wir ab, wenn die Temperaturen runtergehen und wir nicht mehr mit offenen Fenster unterrichten. Ich hoffe ja, dass die Politiker und co Recht haben und das alles unproblematisch ist. Glauben tue ich das allerdings nicht...