Beiträge von Tom123

    Du berufst dich immer wieder auf "Experten" die dieses und jenes von sich geben und tust so als sei das alles völlig klar und unumstösslich. Ist es nicht. Sonst wär's hier nicht anders entschieden worden.

    Ich? Du hast doch geschrieben, dass es alles ein Ergebnis von Panikmache ist. Ich meine die meisten Lehrer sind Beamte. Die Aussage des Dienstherrn ist zu mindestens in den meisten Bundesländern relativ klar: Halte 1,50 m Abstand. Da kann ich nicht sagen, dass alles nur Panikmache, weil die Schweiz / Donald Trump es anders sieht. Um es noch mal klar sagen:

    Es nicht Aufgabe von Schule Entscheidungen im Bereich des Infektionsschutzes als im medizinischen Sinne als richtig oder falsch zu beurteilen. Das Rki soll ja auch nicht beurteilen, ob es pädagogisch sinnvoll ist.

    Nope. Die FrauZipp und ich, wir leben und arbeiten in der Schweiz. Wir halten uns an Schweizer Gesetze und Verordnungen und nicht an das, was Du gerne hättest.

    Dir ist aber schon klar, dass die TO in Deutschland lebt? Ebenso wie die meisten die hier schreiben. Wenn es um spezifische Regeln in den Ländern geht, hilft es wenig was in der Schweiz los ist. Es mag ja sein, dass die Schweizer Experten festgestellt haben, dass Abstandsregelungen für Kinder nicht notwendig sein. Wir leben aber in Deutschland. Und wenn die Deutschen Behörden sagen, dass es sinnvoll bzw. notwendig ist, können wir nicht sagen es ist nur Panikmache und nicht nötig.

    P.S. Es ist aber schon auffällig, dass es in der Schweiz anscheinend als belegt gilt, dass Kinder weder Infektionsherde sind noch selber ernsthaft gefährdet sind. Beides wird ja in Deutschland tendenziell als eher unklar gesehen. Da scheint es ja durchaus eine unterschiedliche Sichtweise zu geben.

    Tja nun... Das ist das Ergebnis der wochenlangen Hysterie um Kinder als gefährliche Virenschleudern und Schulen als Ort der abgründigen Corona-Hölle. Schön, dass hier jetzt auch die ersten KuK die Verhältnismässigkeit infrage stellen.

    Die Regeln kommen ja nicht von irgendwelchen Lehrern, sondern Menschen, die davon deutlich mehr Ahnung als du und ich. Ich glaube nicht, dass irgendwer von uns realistisch einschätzen kann wie groß die Risiken sind und wie sinnvoll sie sind. Ich möchte dafür auch nicht die Verantwortung übernhmen.

    Letztlich ist die Frage, wie wir mit den Einschränkungen pädagogisch sinnvoll umgehen können.

    Essen dürfen sie nicht teilen und kein Sport aber die Abstandsregel wird nicht eingehalten? Das ist doch nicht sehr stringent.

    Ich muss sagen, dass sich die meisten (noch?) an die Regeln halten. Für guten Unterricht ist es schlecht. Aber traumatisiert sind unsere Viertklässler nicht. Die Klassenlehrerinnen machen das echt gut. Die Kinder verstehen und nehmen es locker. Natürlich halten sich auch viele unsere Kinder nachmittags nicht an die Regeln. Aber es gibt auch welche, die sich auch nachmittags dran halten.

    Und ehrlich gesagt ich hätte auch Probleme damit, wenn nachher wirklich was passiert und ich mir Gedanken machen muss, ob wir nicht genug aufgepasst haben. Inzwischen gibt es ja auch Berichte von Todesfällen bei Kindern, die eventuell mit Covid19 zusammenhängen. Oder auch einfach wenn ein Kind einen Angehörigen ansteckt.

    Aber ich denke auch, dass es in Klasse 1/2 nicht so einfach möglich sein wird.

    An einer Schule hier in der Stadt sind 2 Abiturientinnen positiv getestet worden. Schule bleibt offen und die Mitschüler, die letzte Woche noch mit im gleichen Raum saßen, dürfen auch weiter zum Unterricht kommen. Nach Auffassung des Gesundheitsamtes reicht die Wahrung der Abstandsregeln in den Schulen, um eine Kategorie 1 Gefährdung auszuschließen.

    Finde ich unverantwortlich, wenn man bedenkt, wie schlecht sich manche Schüler daran halten.

    Und du hast die Möglichkeit eines objektiven Vergleichs der Einhaltung der im Prinzip identischen Vorgaben in Dänemark im Vergleich zu Deutschland?

    Also als Lehrer aus Niedersachsen solltest du eigentlich wissen, welche Vorgaben in Niedersachsen gelten. Dann wirst du merken, dass alleine schon die Vorgaben deutlich geringer sind als in Dänemark. Es gab ein Schreiben der Landesschulbehörde mit einem Brief und einem Musterhygieneplan. Vergleiche das einmal mit Dänemark.

    Sowohl Dänemark als auch Norwegen sind bereits in der 3. Woche wieder im Präsenzunterricht (hätte man jetzt einfach selber auch fix googeln können). Aber hey ... vielleicht kommen in Deutschland auch noch Neuinfektionen, die sich auf das Osterwochenende zurückführen lassen?

    Präsenzunterricht, das ist natürlich ein tolles Wort.

    Hast du dich mal informiert, wie in Dänemark der Unterricht stattfindet?

    Ich meine so Kleinigkeiten, wie 2 m statt 1,50 m Abstand. Regelmäßigeres Händewaschen mind alle 2 Stunden. Maskenpflicht, wo der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Mehrfache Desinfektion auch während des Schultages. Kleinere Gruppen. Oft werden die Klassen in drei Gruppen geteilt. Dafür Einsatz von weiteren Personal. Erzieher etc. Feste Gruppen und Gruppenzuteilung. Aufenthalt möglichst im Freien statt im Klassenraum.

    Alleine von den Sachen wird bei uns 0 eingehalten. Selbst die 1,50 m werden gerne mal großzügig ausgelegt.

    Quatsch. Aber im Fakten-Thread steht dick drüber "kein Chatthread" - dort kommt ein Link rein und gut ist es. Diskutiert wird da nicht drüber. Warum? Weil der Thread übersichtlich sein soll.

    Du kannst dich daran halten. Oder du hältst dich nicht dran. Dann halte ich dich dran.

    kl. gr. frosch

    Ich habe geschrieben, dass am gleichen Tag ein neuer Podcast von Drosten rausgekommen ist, der es anders darstellt. Ist das kein Fakt? Also hätte ich noch den Link reinsetzen sollen?

    Moin,

    was ich nicht ganz verstehe:

    Wollsocken postet, dass sich kein Kind angesteckt hat. Das ist ok.

    Ich ergänze, dass genau die gleiche Quelle noch mit einem Satz weitergeht. Nämlich, dass das anderen Studien widerspricht.

    Bei Wollsocken ist es ok, bei mir eine unbestätigte Quelle? Hallo?

    Genauso verstehe ich nicht, warum es nicht in den Fakten-Thread gehört, wenn es eine neue Folge bei einem Podcast mit neuen Erkenntnissen gibt. Insbesondere wenn es gerade um das Thema Schule geht.

    Ich glaube nicht, dass alle Leser hier jedes mal jede Quelle neu anklicken, um zu gucken, ob es neue Informationen gibt ...

    Man hat leider das Gefühl, dass hier nur Aspekte a la Schulöffnungen sind unproblematisch gelesen werden wollen.

    Heute waren dazu auch noch mal Informationen im Drosten Podcast. Kann man sich auch beim NDR noch anhören und lesen. Drosten berichtet, da auch über Studien mit anderen Ergebnissen. Letztlich sagt er, dass man keine gesicherten Beweise dafür hat, dass Kinder Erwachsenen nicht anstecken. Eher im Gegenteil. Offene Schulen hält er nur mit Abstandsregelungen und entsprechenden Maßnahmen für sinnvoll. Ist sehr interessant anzuhören, da es gerade um das Szenario geht, dass sich an einer Schule viele Menschen anstecken und es dann weiterverbreiten. Da gab es einen Fall in Frankreich wo sich rund 50% einer weiterführenden Schule infiziert haben. Außerdem eine Studie, die seine Ergebnis zur Virusmenge der Kinder im Hals bestätigt. Aber letztlich sagt er, dass man es nicht genau weiß. Andersrum, es gibt keine Beweise, dass Kinder weniger ansteckend sind.

    Bei der Tagesschau steht ja auch eine wichtiger Satz, der hier untergegangen ist:

    "Ein Ergebnis: Im ganzen Land wurde kein einziger Fall entdeckt, bei dem sich ein Erwachsener bei einem Kind angesteckt hat. Das widerspricht anderen Untersuchungen. "

    Eine Kausalität, die einzig und allein auf deiner persönlichen Einschätzung beruht, weil du es dir nicht anders vorstellen kannst.

    Alle bisher vorliegenden realen Daten sprechen eine andere Sprache.

    Zweite Welle hin oder her (die schließe ich ja gar nicht aus), Schweden oder die Daten aus der Schweiz, auf die Wolkensocke80 schon oft hingewiesen hat, bestätigen, dass Schulen zur Gesamtentwicklung keinen wesentlichen Beitrag leisten.

    Das lässt sich so aber nicht nachweisen. Sonst würden wir uns den ganzen Kram mit Abstandsregeln und halben Klassen sparen. Die Daten zeigen lediglich, dass man das man Infektionsgeschehen auch mit anderen Maßnahmen und insbesondere in Schweden mit freiwilligen Maßnahmen und Vernunft eingrenzen konnte.

    Ich denke schon, dass eine zweite Welle im Herbst wahrscheinlicher ist als keine. Davor wird ja auch oft genug gewarnt. Aber ich denke auch, dass sie durch weiter bestehende Einschränkungen lange nicht so groß werden wird. Die Frage ist halt, wie man die Menschen im Falle eines neuen Anstiegs der Infektionszahlen dazu motivieren kann, sich an Einschränkungen zu halten. Am 1. Mai gab es hier schon einige, die Party gemacht haben. Das Argument "Es ist doch alles nicht so schlimm / nur eine Grippe." wird sich weiter verbreiten.

    Spannender für uns finde ich die Frage, wie es in Schule weitergeht. Ich denke wir werden noch lange mit Systemen wie halbe Klassen leben müssen. Dazu Homeschooling. Eigentlich wäre es jetzt der richtige Zeitpunkt Digitalisierung etc. voranzutreiben. Schön wäre ja, wenn wir für eine zweite Welle so gut darstellen würden, dass alle Schulen Cloudsysteme etc. haben und jeder Schüler Zugang zu einem Endgerät ...

    Gute Nachrichten:

    Die Sorge, dass Covid-19 bei bereits von der Krankheit Genesenen erneut ausbrechen könnte, ist offenbar unbegründet. Berichte aus Südkorea, dass die Infektion bei mehreren geheilten Patienten ein zweites Mal ausgebrochen war, beruhten offenbar auf Messfehlern. Das haben Forscher des südkoreanischen Zentrums für Seuchenkontrolle (CDC) mitgeteilt.

    Quelle: ntv newsticker

    Vom Gefühl her würde ich sagen, die Wiederaufnahme anderer Behandlungen hätte schon vor zwei Wochen kommen können, eigentlich hätte das der erste Punkt bei der "Lockerung" sein müssen, vor der Wiedereröffnung kleiner Länden. Allerdings würde ich niemanden dafür kritisieren wollen, dass das nicht so passiert ist, hinterher ist man immer schlauer und als Entscheider hätte ich die Entscheidung im Bereich der Intensivmedizin vor drei Wochen auch nicht verantworten wollen.

    Definitiv schief gelaufen ist aber was an einer anderen Stelle, die ich schon mal erwähnt habe: es sind in erheblichem Umfang Ärzte in Kurzarbeit, weil in vielen medizinischen Bereichen überhaupt keine Berührpunkte zur Behandlung von Coronapatienten sind. Da hätte man tatsächlich gegensteuern müssen und dafür sorgen, dass dort weiter gearbeitet werden kann.

    Zur Charite hat Drosten nach Beginn der Lockerungen noch gesagt, dass sich die Intensivstation weiterhin füllt.

    Die Frage nach den Ärzten in Kurzarbeit musste ja letztlich jedes Krankenhaus bzw. jeder Arzt für sich selber stellen. Jedes Krankenhaus musste selber entscheiden, wie es sich am besten aufstellt. Das du als Laie natürlich im Nachhinein sagst, dass das schief gelaufen ist, ist natürlich einfach. Nur damals wusste ja keiner von uns, wie es weitergeht. Was wäre, wenn wir nicht so glimpflich davon gekommen wären? Es liegt ja nicht (nur) an unserem Gesundheitssystem, sondern auch daran, dass wir einfach weniger Patienten in den Krankenhäusern hatten.

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