Wir reden aber beide schon von dem österreichischen System?!?
Dort sollen ja als erstes die kleineren Läden aufmachen, die haben aber keine Kinderbetreuung und sind und waren nicht systemrelevant, also ist die Frage, wie das funktionieren soll.
Mir sind viele Fälle bekannt oder wo eben auch Grundschüler 1./2. Klasse dann mehrere Stunden unbetreut zuhause sind oder wo eben doch Oma, Nachbarn usw. zur Betreuung kommen
Reden wir nun von Österreich oder Deutschland? Ich kenne die österreichische Notbetreuung nicht genau. Da kennst du dich anscheinend bessser aus. Ich habe nur gelesen, dass es gelobt wurde.
Die Fälle aus der 1./2. Klasse würden in Nds. anders gehandhabt. Wenn du deinen Job verliertst, weil du keine andere Möglichkeit zur Kinderbetreuung hast, dann darfst du zur Notbetreuung. Du sollst nur erstmal andere Möglichkeiten finden. Bei uns haben wir zum Beispiel kaum Kinder in der Notbetreuung. Die berufstätigen Eltern haben sich anders organisiert.
Ich kann dir aber sagen, dass alleine ich 3 Familien im Bekanntenkreis habe, die von den Schließungen betroffen sind. Alle drei haben massive Existenzängste. 2 eigene Geschäfte, ein Mitarbeiter beim lokalen Autohändler. Die haben das Problem, dass sie seit Wochen null Einnahmen und weiter Ausgaben haben. Der Autohändler hat angekündigt, dass bis Ende Mai Schluss ist, wenn keine Einnahmen entstehen. Die Kinderbetreuung ist für die das kleinste Problem.
Ehrlich gesagt habe ich das Gefühl, dass du deine eigenen häuslichen Erfahrungen zu Grunde legst. Das ist aus Sicht einer Mutter vielleicht verständlich, aber ich denke dass die Situation bei anderen Familien nicht so kritisch ist. Ihr scheint euch da ja mit der Schule nicht ganz grün zu sein. Bei uns freuen sich zwar viele Kinder wieder auf die Schule aber ich habe bisher keine Fall, wo es wirklich Probleme gibt. Eher im Gegenteil. Ich würde gerne mehr über mögliche Probleme hören aber laut Eltern läuft alles. Es ist bei uns allerdings auch freiwillig.