Beiträge von Tom123

    Als Beamter hat man nur eine begrenzte Anzahl an kindkrank-Tagen. Wenn man das jedes Mal vorsichtshalber macht, ist man im Januar fertig damit.

    Du musst doch auch nicht zu Hause bleiben, wenn dein Kind dann doch gesund ist. Darfst Du auch gar nicht. Wenn dein Kind doch wieder fit ist, rufst Du an, dass Du doch kommst. Der Vorteil ist aber, dass man als Stundenplaner das schon vorher planen kann bzw. sich schon überlegen. Du kannst auch in die Mail schreiben, dass Du dich um 9:00 Uhr meldest. Aber ist immer von Vorteil so etwas zu wissen. Dann habe ich in der Regel schon einen Plan B bzw. habe schon mit Leuten gesprochen, die betroffen sind.

    Nö, das wäre unserem nicht lieber, dann lieber um 10 Uhr anrufen als doch erscheinen.

    Das ist doch gut. Dann habt ihr sicherlich auch andere Regelungen. Wo ist das Problem? Hier geht es doch um den Fall, dass die Schulleitung sagt es mir lieber früh informiert zu werden. Das kann ich sehr gut verstehen. Eure Schulleitung sieht das anders also macht sie es anders.

    Wenn sich bei mir jemand krank meldet, möchte auch gerne wie lange es dauern könnte. Dann überlege ich mir schon etwas. Wenn die Lehrkraft dann früher wieder da ist, um so besser.

    Einfaches Beispiel: Wir waren vor ein paar Wochen so weit, dass wir Klassen zu Hause lassen mussten. Dann kann ich sie besser einen Tag vorher oder noch besser ein paar Tage vorher informieren und dann kommt die Lehrkraft doch als das ich am Morgen dasitze ohne Lehrkräfte. In einer Nachbarschule hat der Hausmeister dann eine Klasse betreut.

    Jetzt gerade, 1 Uhr nachts, habe ich den Fall: Mein Kurzer hatte bis eben Reizhusten bis zum sprichwörtlichen Erbrechen. 50% Chance ist er morgen früh topfit und ready to Go. Soll ich ihn allen Ernstes um 6:30 spätestens wecken, um dann ganz sicher zu sein und bis 7 Uhr die Mail zu verschicken?

    Wohl kaum. Der darf ganz normal pennen und wenn er krank ist, ist er krank wenn er ganz normal geweckt wird.

    Naja, das ist doch ganz klar. Dann schickst Du deinem Stundenplaner eine Nachricht, dass dein Sohn krank ist und Du morgen wohl nicht zum Unterricht kommen kannst. Dann kann er das nämlich berücksichtigen und morgens in Ruhe einen Vertretungsplan machen. Das ist dem in der Regel lieber als wenn Du um 10:00 Uhr anrufst, dass Du um 11:00 Uhr nicht kommen kannst.

    Die Sache ist relativ einfach. Niemand kann dir seriös sagen, was exakt passieren wird und wann es exakt passieren wird. Wir können noch nicht im Oktober sicher voraussagen, ob wir weiße Weihnachten bekommen. Für viele Orte können wir es selbst jetzt noch nicht sicher. Aber wir wissen, welche Folgen der Klimawandel grundsätzlich hat. Und selbst im besten Fall sind diese Folgen immens. Für Russland ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn es dafür in Sibirien wärmer wird. Für uns in Europa wird es aber eher schlecht ausgehen. Das merken wir jetzt schon. Die Fragen sind nur, wie schlimm wird es wann werden. Das gleiche gilt auch für die Kipppunkte. Wir wissen das sie da sind und was passiert. Aber wir kennen die genauen Daten nicht. Vielleicht können wir in Europa ganz gut mit 1,5 Grad Erwärmung leben. Vielleicht auch nicht. Aber das ist auch nicht so wichtig, weil wir die eh nicht schaffen. Das große Problem könnte werden, dass es an dem Punkt, wo wir merken, dass wir etwas tun müssen, zu spät sein könnte.

    Ich denke nicht, dass der Durchschnitt 30-jähriger Wetterdaten eine Krise kriegen kann.

    Da beschreibst Du schon das Problem. Die meisten verstehen nicht den Unterschied zwischen Wetter und Klima. Die Unwetter, Hochwasser, Starkregenereignisse, Dürren, etc. sind (wahrscheinlich) alles Folgen der globalen Erwärmung. Trotzdem können wir dadurch auch harte Winter bekommen. Wir bekommen halt mehr Extremwetterlagen. Das hat Einfluss auf viele Bereiche unseres Lebens. Aber man merkt es nur indirekt. Das führt übrigens auch zu höheren Lebensmittelpreisen etc..

    100 Euro vom Bund? Wir als Schule erhalten schon 200 Euro pro Schüler vom Schulträger und der, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, über 500 Euro pro Schüler vom Land (und das reicht nicht). 100 Euro gleicht nichts aus oder meinst du pro Monat?

    Die Höhe ist relativ egal. Man müsste dann halt gucken, was die Gemeinde trägt und was der Bund. Die Problematik mit den unterschiedlichen finanziellen Mitteln der Gemeinde ist auch heute schon aktuell. Man könnte sie aber durch solche Zuschüsse zu mindestens entschärfen. Wir haben rund 200 € pro Schüler. Da ist natürlich Bau, Unterhaltung, Nebenkosten, Personalkosten etc. nicht drin. Nur reiner Schuletat. Dazu noch ein Bonus, den die Ganztagsschulen bei uns bekommen. 100 € vom Bund, 100 € von der Kommune und noch 100 € vom Land fänd ich gut. Losgelöst davon ist natürlich der Bau und die Unterhaltung der Gebäude, Sekretärinnen usw..

    Genau das ist ziemlicher Blödsinn, impliziert das doch, das Schulen in finanziell schlecht gestellten Kommunen eine schlechtere Ausstattung brauchen, als Schulen in finanziell besser gestellten Kommunen bzw. das für Schüler und Lehrer bei ersteren die schlechtere Ausstattung reicht.

    Das Problem sehe ich auch. Das ließe sich aber auch durch feste Zuschüsse regeln. Beispielsweise 100 € pro Schüler durch den Bund.

    Aber stelle dir mal in Berlin ist eine Behörde, die zentral alle Schulgebäude verwaltet. Ich finde es jetzt durchaus schwierig, dass die Schulbehörde viel zu schwerfällig reagiert. Vieles wird gemauschelt, da die Richtlinien sich teilweise widersprechen.

    Bisher konnte ich keine Vorteile des Föderalismus erkennen. Er kostet viel Geld und ist ineffizient.

    Der Förderalismus ist (auch) eine Folge des dritten Reiches. Dadurch soll eine starke Zentralregierung verhindert werden.

    Aber auch Zentralismus hat seine Nachteile. Man muss nur nach Frankreich gucken und daran, was die EU alles an Blödsinn anstellt.

    Grundsätzlich ist es durchaus sinnvoll, Entscheidungen an die Gremien vor Ort zu verlagern. Ich halte es für absolut sinnvoll, dass die Kommunen die Schulträger sind.

    Allerdings wäre auch für ein zentrales Bildungsministerium mit einheitlichen Schulplänen und Strukturen.

    "außer höheren Preisen" ... naja, das reicht ja fast schon. Nur ... Energie? Klar, äußert sich auch in höheren Preisen aber eben nicht nur. China und Digitalisierung sind noch gar nicht für den Großteil sooo bemerkbar, das kommt noch.

    Dass viele Probleme hausgemacht sind, Zustimmung. Nur merken tun wir es halt jetzt erst so richtig.

    Greifbar ist China und Digitalisierung in der Regel nur indirekt, wenn Preise steigen, die Wirtschaft bergab geht oder Lieferketten nicht passen. Ich sage mal fehlende Medikamente. Oder bei E-Autos. Die Leute schimpfen darüber, dass die Regierung E-Autos fördert. Aber das große Problem ist doch, dass China uns in Sachen E-Autos inzwischen fast überlegen ist. Früher haben sie schlechte Autos zu guten Preisen gebaut. Heute bauen sie bessere Autos zu billigeren Preisen.

    Aber um beim Thema zu bleiben: Das sind alles langfristig oder mittelfristige Dinge. Das sind keine Krisen, durch die man nun die Schuldenbremse schnell lösen. Da muss man auch langfristige Lösungen suchen.

    Klima mag nicht neu sein, aber die Heftigkeit und die damit verbundene Dringlichkeit schon. Mir ist durchaus einleuchtend, dass da jetzt auch Geld investiert werden muss ... mehr als früher.

    Von daher sehe ich im Moment schon eine deutlichere Zeit von Krisen als in den Jahren vor 2020. Oder ... die Krisen wirken sich jetzt stärker auf uns aus.

    Die Klimakrise gibt es schon. Die eigentliche Klimakrise steht uns erst in den 2030er bevor, wenn sich das Klima wirklich entscheidend ändern. Mommentan sind das nur kleine Katastrophen.

    Die Finanzkrise und die Flüchtlingskrise haben sich ziemlich auf uns ausgewirkt. Letztlich hat auch der Ukrainekrieg außer höheren Preisen wenig Einfluss auf uns. Die wirtschaftliche Lage Chinas und die in Deutschland verpasste Digitalisierung haben einen viel größeren Einfluss. Dazu die Problematik mit den Bürgergeldempfängern. Unsere heutigen Probleme liegen nicht primär an der Ukraine oder an Corona. Die sind seid vielen Jahren hausgemacht.

    Fängt damit an, dass wir zwar viele Flüchtlinge aufnehmen aber an der Integration scheitern. Weniger Flüchtlinge als in anderen Ländern arbeiten. Kinder mit Migrationshintergrund sind in der Schule schlechter usw..

    Ist das ernsthaft der Fall bei euch? Glückwunsch!

    Also bei uns wird Arbeit mit Kindern immer Stunden mit den Stunden abgerechnet. Ausnahme sind Klassenfahrten, da gibt es "nur" eine Stunde pro Tag gemäß Erlass. Allerdings sollte auch an anderen Schulen übermäßige Überstunden durch Begleitung fremder Klassen rechtlich nicht in Ordnung sein. Man geht da regelmäßig von den üblichen Dienstgeschäften einer Lehrkraft aus.

    Wie kann man dagegen vorgehen?

    Naja, er darf dich nicht einseitig benachteiligen. Ich würde beim ersten Mal nur darauf hinweisen. Beim zweiten Mal kannst Du dich an den Personalrat oder direkt an den Dezernenten wenden. Weiterhin muss natürlich auch wieder die Gesamtarbeitszeit beachtet werden. Am Ende sind wir wieder am Punkt Interessenausgleich. Wenn die SL es schulisch gut begründen kann, hast Du schlechte Karten. Wenn nicht, hat sie schlechte Karten.

    Generell ist es aber sowieso schwierig einen Kollegen beim Stundenplan absichtlich zu benachteiligen. Es gibt so viele Punkte zu beachten. Dazu machen es die meisten größeren Schulen sowieso mit einem Programm. Da gibt es dann nicht den Programmpunkt "Kollege A benachteiligen".

    Gleiches gilt auch mit unliebsamen Klassen. Es ist wahrscheinlich kein Problem, dir eine zu geben. Aber mehrere? Das muss auch stundenplanmäßig alles passen.

    Wie kann man gegen Hohlstunden vorgehen oder gegen Prüfungsaufsichten?

    (Prüfungsaufsichten sind in Hessen keine Mehrarbeit)

    Und bei Exkursionen: Man hätte an dem Tag z.B. nur wenig Unterricht, soll einen Kurs aber von 7.30 bis Nachmittags zu einer Messe begleiten etc

    Auch bei Prüfungsaufsichten muss er es "fair" verteilen oder zu mindestens gut begründen können. Dienstaufsichtsberschwere, Personalrat, Mobbing, macht zu mindestens erstmal viel Arbeit für die SL. Und auch wenn es bei euch keine Mehrarbeit ist, muss deine Gesamtarbeitszeit passen. Du darfst also am Ende nicht mehr arbeiten als vorgesehen. Entsprechend einfache Anfrage, wo man kürzen kann. Überlastungsanzeige stellen.

    Exkursionen: dito. Auch hier ist zu klären, was ihr für Beschlüsse dort aus der Gesamtkonferenz habt. Ich weiß auch nicht, wie die rechtliche Situation bei euch ist. Bei uns sind das Überstunden.

    Oh, da gibt es so einige Sachen, die richtig nervig werden könnten und die Lust am Job deutlich verringern können. Neben dem vermehrten Einsatz in unliebsamen Klassen, was hier ja schon genannt wurde, z.B. ein echt mieser Stundenplan voller Hohlstunden. Oder extrem viele Prüfungsaufsichten, die ja auch nicht als Mehrarbeit vergütet werden. Nichtgenehmigung von Klassenausflügen oder das genaue Gegenteil, also ständig zur Begleitung bei Exkursionen heranziehen etc.

    Unliebsame Klassen? Muss man mit leben.

    Viele Hohlstunden => kann man gegen vorgehen

    Viele Prüfungsaufsichten => kann man gegen vorgehen. Ggf. auch nicht rechtens, wenn eine Überschreitung der Arbeitszeit erfolgt.

    Klassenausflüge: super, bleibe ich zu Hause.

    Begleitung zur Exkursion:

    1. Liebe SL, ich möchte darauf hinweisen, dass mir die Kinder unbekannt sind. Daher kann ich meine Aufsichtspflicht dort nicht adäquat ausführen. Ich bitte daher eine geeignetere Person zu finden.

    2. Ist doch super. Nichts zu tun und dort nur mitgehen und dafür mit A12 oder A13 vergütet werden. Die SL wird mich kaum anweisen einen Ausflug zu organisieren.

    3. Wenn es mich nervt, gegen vorgehen.

    Jedes Mal, wenn ich das Gefühl habe benachteiligt zu werden => Aufschreiben. Wenn es genug ist: Personalrat, Dienstaufsichtsbeschwerde, ggf. Strafanzeige bei Beleidigungen etc. Was meinst Du wie schnell Du weg bist.

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