Dass die Kinder mich mögen wurde mir aber in der letzten Woche sehr deutlich, als ich ihnen mitteilte, dass ich nicht mehr bei ihnen Kunst unterrichten würde. Da haben mich plötzlich viele Kinder umarmt und waren sehr traurig. Da wusste ich, so viel kann ich nicht falsch machen (Ich wechsele in die 3. Klasse, um in der gleichen JGS wie meine Mentorin zu unterrichten.)
Grundsätzlich geht es sicherlich vielen ähnlich wie dir. Du darfst nicht vergessen, dass Du immer mehr Routine entwickelst. Sicher sind auch die ersten Jahre mit voller Stundenzahl eine harte Zeit. Aber irgendwann machst Du die Themen zum zweiten, dritten oder vierten Mal. Dann kannst Du zwar nicht die alten Sachen einfach wieder rausholen aber die Planung ist doch deutlich einfacher.
Zum Zitat: Auch wenn es schön ist, ist nicht das Ziel der Lehrkraft, dass die Kinder dich mögen. Wichtig ist, was sie bei dir lernen. Natürlich hilft eine gute Beziehungsarbeit aber Du darfst dir auch keine Sorgen machen, wenn die Kinder mal sauer sind. Mit dem Testen hat deine Mentorin sicherlich recht. Allerdings hören sie damit nicht einfach irgendwann auf. Wenn Sie merken, dass sie es mit dir machen können, verhalten sie sich entsprechend. Du musst dir klar sein, welches Verhalten für dich ok ist und welches nicht. Und dann musst Du dich durchsetzen und auch mal strenger sein. Es ist oft so, dass Klassen bei den Klassenlehrkräften deutlich angenehmer sind. Als Fachlehrkraft kämpft man immer mehr um Respekt.