Beiträge von state_of_Trance

    Ich hatte im Referendariat eine 10. Klasse in Chemie. Da hat mir ein Mädchen gesagt ich sei die erste Lehrerin bei der sie etwas in Chemie versteht und es ihr sogar Spaß macht. Also passt es den einen scheinbar und den anderen nicht.

    Ich bin gleichzeitig der fiese Mathelehrer mit den gemeinen Klausuren und trotzdem erlebe ich häufig ein ehrliches Feedback genau dieser Art. Man kann sich gerne über das positive Feedback freuen, das tue ich auch immer noch. Aber das negative, das sollte man, alleine der Psychohygiene wegen, ausblenden.

    Sieh es als Lektion. Egal wie viel Mühe du dir gibst, du wirst immer die ätzende Chemie Lehrerin sein. Und die Arbeiten sind auch immer "zu schwer", selbst wenn sie beschämend einfach sind.

    EIn guter Moment, sich ein entsprechendes Fell wachsen zu lassen und sich klar zu machen, dass die Meinung der Schüler und ERST RECHT der Eltern, irrelevant ist, solange du dir nichts vorzuwerfen hast. Und danach klingt es nicht.

    bei arbeitszeiterfassung würden doch eh alle rumflunkern!

    ich würde zumindest nicht zugeben, wie fix ich nachmittags mit den vorbereitungen bin, aber den ganzen mindfuck, den mir schule bereitet, natürlich auch nicht als arbeitszeit aufschreiben.

    Richtig. Ich würde dann offiziell ebenfalls aufschreiben, dass ich jedes Arbeitsblatt 10 mal umdrehe, wie es manche meiner Kollegen tatsächlich tun.

    Schwarz-Grün wird ja auch nicht kommen.

    Dann wäre mir in der Tat eine neue Groko lieber als ein weiteres Dreierbündnis. Letzteres würde in der Tat dafür sorgen, dass die nächsten Neuwahlen früh kommen und die AFD dann möglicherweise gleich die stärkste Kraft ist.


    Wenn die nächste Regierung es nicht hinkriegt, sieht es wirklich übel aus für die Zukunft.

    Also Rot Rot Grün wäre mir dann auch deutlich zu links. Wird aber zum Glück auch nicht kommen.

    Eine Koalition schwarz grün fände ich ja ganz gut, Merz braucht ein grünes Korrektiv, aber nur grün und linker wäre mir auch zuwider.

    Okay, der Punkt der persönlichen Abgrenzung ist natürlich individuell.

    Ich fürchte allerdings, dass man der übergeordneten Sache keinen Gefallen tut, wenn man versucht, Dinge wie Muschelsammeln oder Zeitunglesen mit in eine irgendwann hoffentlich mal vorzunehmende Arbeitszeiterfassung aufzunehmen.

    Solche Beklopptheiten plus die Ineffizienz anderer Kollegen sind der Grund, wieso ich eben KEINE Arbeitszeiterfassung möchte. Ich bin sehr zufrieden mit dem aktuellen Modell.

    Da hier mehrfach behauptet wurde, dass US-Amerikaner, die im Ausland - zum Beispiel in Deutschland - leben, auf ihr in Deutschland erzieltes Einkommen in den USA Steuern zahlen müssen, habe ich nach dem Thema gegoogelt. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass die Aussage korrekt ist, und sie ist i. d. R. auch nicht korrekt.

    Richtig ist, dass die Betroffenen in den USA jährlich eine Steuererklärung einreichen müssen. Steuern müssen dann aber nur gezahlt werden, wenn der ausländische Steuersatz niedriger ist als der amerikanische. Da die amerikanische Einkommensteuer im weltweiten Vergleich bereits sehr niedrig ist, muss in der Regel nichts gezahlt werden. Die Regelung trifft nur diejenigen Bürger, die in ausgesprochene Steueroasen wie zum Beispiel Dubai ziehen.

    Richtig. Mein Freund hat die US-Staatsbürgerschaft und zahlt keinen weiteren Cent Steuern in den USA.


    Amerikaner sein ist aber trotzdem scheiße. Er kann beispielsweise nicht sein Geld über deutsche Banken und Broker investieren. Die lehnen alle pauschal Amerikaner ab, wegen diesen seltsamen Steuerregelungen.

    Ganz generell muss man meines Erachtens aufpassen, nicht jedem Wehwehchen übermäßig viel Bedeutung beizumessen. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung, die ich etwas merkwürdig finde..

    Ach was, heute sind doch alle "neurodivers" und generell liegt die Schuld niemals bei sich selbst, sondern allenfalls am bösen "System" (Was auch immer damit gemeint ist).

    Im Ref verdient man ja auch nicht gerade üppig.

    Du hättest meiner Meinung nach auch die Möglichkeit, etwas anderes zu beginnen oder zu probieren und könntest das Ref auch aufschieben.

    Das halte ich für eine schlechte Idee. Was soll man da ohne Umschulung mit einem Lehramt Grundschule schon spontan finden. Ich würde wirklich ganz stark dafür plädieren erst einmal den Beruf richtig zu erlernen, und zwar im Referendariat. Wenn sie ihn dann immer noch nicht mag, dann kann man sich den Alternativen zuwenden.

    Edit: Als ich gerade nachlesen wollte, was der Brötchengeber eigentlich so an Vorbereitungszeit vorsieht, bin ich auf diesen Thread von vor 5 Jahren gestoßen...

    Lucy01
    20. Januar 2020 12:42

    Ich bin stolz auf mich, auch 2020 habe ich schon realitisch gepostet. Dabei war das erst mein drittes Dienstjahr.

    wie gesagt: man muss erstmal Ressourcen reinbuttern. Also gute Vorbereitung: prüfen, ob die Personen bei anderen Klausuren mitschreiben können, ggf weitere Aufsichten organisieren und Klausurenvarianten erstellen. Kann man sein lassen, wenn es einen nicht stört, dass immer die selben SuS beim regulären Termin krank sind und es nach Corona mit den zusätzlichen Nachschriften nicht so ausgeartet ist, dass drei Nachschreibetermine nicht mehr ausgereicht haben.

    Bei uns haben drei Nachschreibetermine noch nie ausgereicht. :D Wir haben Schüler die schreiben pro Halbjahr locker 6 Klausuren nach.

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