Beiträge von Schmidt

    Dann verstehe ich nicht, warum in dem anderen Thread, in dem es um die Abordnung eines Kollegen an die G-Schule geht, so viele Gymnasiallehrer meinen, sie könnten das nicht. :/

    Ich kann nicht mit geistig Behinderten arbeiten. Natürlich kann ich meine Fächer auf Grundschulniveau herunterbrechen. Das nimmt ihnen aber vollkommen den Sinn und Zweck und mir, wenn ich das dauerhaft und täglich machen muss den Lebenswillen.

    Ist aber natürlich auch eine Folge des Unterrichts- und Leistungsprinzips der Regelschulen bzw. der Gesellschaft - dass wir das nicht problemlos umkehren können, ist mir auch klar.

    Daran, eine Schulform für besonders leistungsfähige Schüler zu haben, ist nichts schlecht. Ob das Gymnasium das so noch leistet, kann sicher diskutiert werden, aber dad ist nun mal die Schulform, an der die leistungsfähigsten Schüler unterrichtet werden. Leistung ist kein Schimpfwort.

    Auch leistungsfähige Schüler haben ein Recht auf einen Raum, in dem sie ihre Leistung zeigen und steigern können.

    Zitat

    Aber: Wenn an Regelschulen normal wäre, dass SuS unterschiedlich weit sind und unterschiedliche Aufgaben bekommen, und der Schwerpunkt der Bewertung mehr auf dem individuellen Fortschritt läge, würden sich L-SuS dort weniger als leistungsschwach erleben.

    Der individuelle Fortschritt fließt auch zu ein kleinen Teil in die Benotung ein. Ansonsten halte ich dieses Prinzip für bestenfalls merkwürdig.

    Zitat

    Und wenn es an Regelschulen mehr Beziehungsarbeit, kleinere Klassen und weniger Druck gäbe, wären die E-SuS dort vielleicht auch weniger die 'Bösen'.

    Es muss an Regelschulen, insbesondere an Gymnasien gar nicht flächendecken mehr Beziehungsarbeit geben. Die Art und der Umfang der Beziehungen, die ich zu meinen Schülern aufbaue, reicht (meistens) vollkommen, um ein angenehmes Lernklima zu erzeugen. Wenn man als Schüler zum Lernen in der Schule ist (und um mit seinen Freunden zuchillen), kann ich nachvollziehen, dass jemand, der kontinuierlich das Lernklima und den Klassenfrieden stört, als nervig wahrgenommen wird.

    Es wird erwartet, daß Du pünktlich zum Dienst erscheinst und ggf. entsprechend die Führerscheinprüfung an- und dir einen PKW zulegst.

    Wo ist das Problem? Man muß nur bereit sein die ideologischen Scheuklappen: „Ich will aber keinen PKW haben“ ablegen oder mit den dann drastischen Konsequenzen leben.

    Ich fahre selbst gerne Auto und kann mir nur schwer vorstellen, darauf verzichten zu müssen.

    Deine Ansicht halte ich aber für absurd. Wer keinen Führerschein hat oder aus anderen Gründen nicht mit dem Auto fahren kann oder will, kann dazu nicht ernthaft verpflichtet werden. Jedenfalls nicht für eine Aborderung. Bei einer Versetzung kann man darüber vielleicht (!) reden.

    Die Androhung der Bitte um Entlassung aus dem Beamtenverhältnis dürfte im momentanen Mangelzustand ausreichen, um solchen Nonsens zu unterbinden, wenn eine vernünftige Unterhaltung nicht zum vernünftigen Ergebnis führt.

    Aber wenn wir nun die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen haben, dass schulische Inklusion verpflichtend, erwünscht oder zumindest möglich ist, dann kann ich nicht nachvollziehen, warum gerade Gymnasien von dieser Aufgabe ausgenommen sein sollen.

    Warum Gymnasien sich daran nicht beteiligen sollten, hat Kris24 ausführlich geschildert.

    Abgesehen davon, habe ich bereits weiter oben (oder in einem anderen Thread) geschrieben, dass ich es genauso für falsch halte, wenn geistig behinderte Schüler, die keinen Haupt- bzw. Realschulabschluss erreichen können, an Haupt- bzw. Realschulen in den regulären Bildungsgängen beschult werden müssen.

    Als hätten die Kollegen an diesen Schulformen nicht auch schon genug zu tun. Die haben auch keine Kapazitäten dafür, quasi zwei unterschiedliche Lerngruppen gleichzeitig zu beschulen.

    In einem optimalen Schulsystem, hätten wir maximal eine 1:10 Beschulung. Dann mache ich zwar nach wie vor keinen Unterricht für geistig Behinderte, aber dafür hätten wir ja für jeden Inklusionsschüler eine eigene Lehrkraft, die diesen Schüler den gesamten Schultag begeleitet (zumindest bei geistig Behinderten, die dem Unterricht nicht folgen können).

    Dann muss er den "Unterrichtsstoff" ändern, anpassen oder anders aufbereiten, damit die SuS in der Lage sind, ihn zu verstehen. Das ist doch unsere Kernaufgabe als Lehrer?

    Das musst du doch auch bei SuS ohne Förderbedarf? Oder verstehen die alle alles sofort und du nutzt die gleichen Unterrichtsinhalte, -materialien und Vermittlungsmethoden für alle Klassen und SuS?

    Warum sollte ich den Stoff ändern? Jeder Schüler muss im Unterricht Minimalziele erreichen. Bspw. ein einfaches Problem mit Hilfe einer Schleife in Java lösen, einen gegebenen Datenbestand in die erste/zweite Normalform überführen, einen zusammenhängenden englischsprachigen Text über mehrere Seiten lesen und den Inhalt zusammenfassen können usw. usf.

    Ich biete bei Bedarf mehrere Erklärungen, auch von Dritten an, verschiedene Darbietungsformen, verschiedene Methoden, damit jeder die Chance hat, zu verstehen, was eine Schleife ist und wie man diese verwendet, was Normalformen sind und warum diese eingesetzt werden, wie man Texte liest, wie man darin schneller und besser wird, wie man Zusammenfassungen schreibt. Aber letztendlich muss jeder diese Aufgaben bewältigen können. Jemand, der das kognitiv (noch) nicht kann (oder will), gehört nicht ans Gymnasium. Vollkommen egal, ob der Grund eine geistige Behinderung, Unlust oder geringere kognitive Leistungsfähigkeit ist.

    Es geht ja nicht darum, dass alle alles sofort verstehen. Es geht darum, ob Schüler die kognitiven Kapazitäten (und den grundsätzlichen Willen) haben, dem Unterricht inhaltlich überhaupt zu folgen.

    Ich mache keine Bespaßungsveranstaltung, in der ich fünf verschiedene Schulformen und Leistungsstufen gleichzeitig bespiele, damit sich alle integriert fühlen.

    Mir erschließt sich um ehrlich zu sein nicht, was daran so schwer verständlich ist. Und warum aus "Ich möchte nicht mit geistig Behinderten arbeiten, weil für diese Klientel ganz anderer Unterricht und eine ganz andere pädagogische Aufmerksamkeit notwendig ist, die ich weder leisten kann noch will. Deshalb habe ich mich gegen das Förderschullehramt entschieden." hier ständig ein "Iih, Behinderte, mit denen will ich nicht arbeiten. Ganz egal, welche Behinderung die haben." gemacht wird. Bis auf eine Person, deren Beiträge offenbar gelöscht wurden, hat das hier niemand gesagt. Grundsätzlich haben die hier Schreibenden alle kein Problem damit, Behinderte zu unterrichten.

    Die Anmerkungen, dass am sich die Arbeit mit Menschen mit Behinderung nicht zutraue oder nicht schlicht nicht könne, verdecken die Aversion nur unzureichend. Was man nicht kann, lernt man.

    Schade, dass BK Lehrer in der Regel nicht an Grundschulen abgeordert/versetzt werden. Würde dir sicher so richtig liegen, als BK Lehrer 6-Jährigen im Morgenkreis über ihr Wochenende erzählen zu lassen und ihnen Lesen und Schreiben beizubringen.

    Oder noch besser: weil es zu wenige Lehrer für Grundschulen gibt, werden einfach ein paar Grundschüler in eurer BK Klassen gesteckt. Die darfst du dann zieldifferent mitbeschulen. Ist ja easy möglich. Wenn du das nicht kannst, lernst du es eben.

    Was, darauf hast du keine Lust? Was, du hast nicht Lehramt studiert, um Kindern Lesen und Schreiben beizubringen? Boa, so menschenverachtend.

    Auch an Krebs erkrankte Menschen können orthopädische Probleme haben. Darum ging es doch: um die Ausdrucksweise, die Arbeit mit Menschen mit Behinderung sei eine "Zumutung". Nicht darum, das nicht zum Schwerpunkt seiner Arbeit machen zu wollen - damit hat doch niemand ein Problem.

    Wenn ein Krebskranke ein orthopädisches Problem hat, kümmert sich der Orthopäde um dieses und nicht um den Krebs.

    Es geht an einer Schule aber nun mal ums Lernen. Wenn ein Schüler eine Behinderung hat, die ihn kognitiv nicht einschränkt, dann kümmere ich mich als Lehrer darum, dass dieser Schüler die Möglichkeit hat, das Abitur zu schaffen. Seine Behinderung spielt dabei für mich keine Rolle.

    Genausowenig, wie ein Podologe etwas mit einem Patienten ohne Beine anfangen kann, kann ein Gymnasiallehrer etwas mit Schülern anfangen, die kognitiv nicht dazu in der Lage sind, den Unterrichtsstoff zu verstehen und die am Gymnasium intendierten Kompetenzen zu erwerben. Es erwarten doch auch niemand ernsthaft, dass jemand ohne Beine im Fußballverein für die erste Manschaft auf dem Feld zu sein hat.

    Zu "Ich will nicht mit Menschen mit Behinderung arbeiten" würde analog passen: "Ich will nicht mit Menschen mit Krebs arbeiten."

    Und das ist eine ganze andere Aussage, die ich durchaus auch für problematisch halte.

    Als Arzt ist es vollkommen ok, kein Interesse an der Onkologie zu haben und es für sich selbt abzulehnen, sich um onkologische Probleme zu kümmern. Das ist vollkommen normal. Ein Orthopäde wird sich nicht um deinen Lungenkrebs kümmern (ob können und/oder wollen spielt keine Rolle). Der Gynäkologe will in der Regel nicht an der Prostata arbeiten (jedenfalls nicht bei Patienten).

    Dasselbe gilt für Lehrer. Kein Interesse an der (förder-)pädagogischen Arbeit zu haben, die bei Schülern mit geistiger Behinderung notwendig ist, ist äquivalent zum Orthopäden, der keinen Lungenkrebs behandelt und zum Gynäkologen, der keine Prostata behandelt. Daran ist gar nichts menschenverachtend oder problematisch.

    "Ich will nicht mit Menschen mit Krebs arbeiten" ist nur in einem Kontext problematisch, in dem es um Kollegen geht. Das ist tatsächlich menschenverachtend.

    Ich verstehe den verlinkten Artikel schon so, dass nicht Angst der größte Widersacher gegen Widerstand ist, sondern ein allgemeines Desinteresse oder Einverständnis zum Krieg und die größte Sorge in der Blamage des Militär besteht.

    Wenn der Krieg woanders ist und die Medien nur über die erfolgreiche russische Armee und die Befreiung des Brudervolks berichten, ist diese Einstellung kein Wunder. Das würde in den meisten anderen Ländern genauso funktionieren. Insofern ist das keine Frage der "Mentalität" oder von Bösartigkeit, sondern von Framing und der Tatsache dass die meisten Menschen einfach ihre Ruhe haben wollen.

    Die Vorstellung, dass eigentlich alle Menschen total demokratische, soziale, gute Revolutionäre sind, aber aus Angst nichts unternehmen, war "damals" in Deutschland genauso unsinnig wie jetzt in Russland; genauso wie die Vorstellung, dass alle Menschen böse sind und anstandslos und patriotisch hinter ihrer Regierung stehen.

    Die russische Mentalität bewundert Stärke und kennt Verachtung für das Schwache - das war auch in Sowjetzeiten so - und Adenauer hatte es damals ebenso erkannt. Niederlage ja. Bedingungslos nein.

    Niemand verlangt eine bedingungslose Kapitulation der Russen mit Übereignung des gesamten russischen Bodens an die Ukraine. Das wäre eine Niederlage. Ein zügiges Verlassen der Ukraine, inklusive der Krim und des Donbass, eine offizielle Entschuldigung sowie Reparationszahlungen sind nicht zuviel verlangt. Über Art und Umfang der Entschuldigung und der Reparationszahlungen kann man verhandeln.

    Wenn das so stimmt, wie du schreibst, dass es eine "russische Mentalität" gibt, die Stärke bewundert und Schwäche verachtet, dann hat Antimon Recht. Dann sind alle Russen bösartig. Das sehe ich zwar beides nicht so, das wäre aber die logische Konsequenz.

    Mir erschließt sich nicht so recht, was du eigentlich ausdrücken willst. Du schreibst zu den historischen Verhältnissen nichts Neues und nichts, das nicht bereits weitläufig bekannt wäre. Das ändert aber alles nichts daran, dass derjenige, der ein anderes Land überfällt im Unrecht ist und auf keinen Fall mit seiner Masche durchkommen darf.

    Jeder hat für alles irgendwelche "Gründe". Für Judenhass, Hass gehe Homosexuelle, gegen Frauen, generell gegen alles und jeden gibt es auch "Gründe". Wenn "Gründe" für eine Rechtfertigung und Zugeständnisse ausreichen, kann man vielleicht auch mit Leuten, die Ausländer hassen verhandeln. Vielleicht reicht es denen ja, wenn sie nur in Monaten, die nicht auf 'r' enden Jagd auf Ausländer machen? Klingt doch fair.

    Grundsätzlich sehe sehe ich das ähnlich wie du. Aber hier

    Es ist zu einfach, die russische Gesellschaft schlicht als "böse" darzustellen und ihnen die Legitimität ihrer Interessen per se abzusprechen. DAS ist ja gerade mit eine der Ursachen des Konflikts, den wir heute erleben.

    muss ich ganz klar widersprechen. Es gibt keine Begründung für einen Angriffskrieg (das ist kein Konflikt und auch keine Militäroperation). Niemand darf einen souveränen Staat angreifen, auch wenn der Angreifer noch so sehr die Sowjetunion vermisst und sich irgendwas davon zurecht spinnt, dass die NATO ihn einkreisen wolle.

    Zitat

    Wenn man die russische Gesellschaft davon überzeugen möchte, dass Frieden die bessere Option ist, dann muss eben diese Gesellschaft auch in dieser Friedensordnung für sich eine Perspektive sehen. Sie zum Paria zu erklären und sie der Demütigung einer Niederlage auszusetzen halte ich für heute weder zeitgemäß noch in irgendeiner Weise sinnvoll.

    Die Niederlage Russlands ist aber der einzige akzeptable Ausgang dieses Krieges. Die Lehre für Russland kann nicht sein, dass es mit Landgewinn belohnt wird, andere Staaten zu überfallen, Zivilisten zu ermorden, seine Soldaten zu verheizen und ein Land zu zerbomben. Dem hätte man eigentlich schon 2014 einen Riegel vorschieben müssen.

    Auch ein Angriffskrieg (in Europa) ist nicht mehr zeitgemäß. Putin ist in der Hinsicht vollkommen aus der Zeit gefallen und denkt noch in sowjetischen Kategorien. Russland war international anerkannt, in die Staatengemeinschaft integriert und hätte die partnerschaftliche Entwicklung nur weiter vorantreiben müssen. Stattdessen hat sich Putin mit seinen Leuten für die rückständige Idee des Landgewinns entschieden.

    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Reha/Me…ugendliche.html


    https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Reha/Wa…ussgruende.html

    https://www.lexsoft.de/cgi-bin/lexsof…?xid=4643623,34

    Grundsätzlich muss dein Mann entweder mindestens 6 der letzten 48 Monate in der GKV pflichtversichert gewesen sein (die freiwillige GKV scheint nicht zu zählen) oder bereits mindestens fünf Jahre versichert sein, damit die RV die Reha für eure Kinder zahlt.

    Wenn die beiden unter 12 sind und es medizinisch notwendig ist, dass eine Begleitperson mitfährt, sollte deine Besoldung weiterlaufen. Die RV übernimmt wohl den Verdienstausfall, ich bin mir aber nicht sicher, ob das dann auch für Besoldung/Beamte gilt. Wenn nicht, wäre das eine Lücke, wenn die Freistellung aus irgendwelchen Gründen nur ohne Besoldung erfolgt.

    Das scheint alles etwas komplizierter zu sein. Die RV sollte beraten können.

    Das wäre mir jetzt neu. Mit Realschulabschluß in der Tasche muß man entweder die zweijährige Fachoberschule in Vollzeit besuchen oder man macht eine Lehre, wobei der Berufsschulteil als das erste Jahr der Fachoberschule angerechnet wird, und besucht dann noch die einjährige Fachoberschule. :/

    "Durch den Besuch einer weiterführenden Schule nach der Berufsausbildung oder Zusatzunterricht während der Berufsausbildung können junge Menschen die Fachhochschulreife erwerben."

    https://www.bildungsportal-hessen.de/g231

    (Hervorhebungen von mir)

    Den KMK Beschluss und die Rwchtsgrundlage habe ich auf die Schnelle nicht gefunden. Ich suche die später mal.

    Ein guter Freund hat nach dem Studium noch eine Ausbildung zum Landschaftsgärtner gemacht (im Nachhinein hält er das auch für dumm, aber nunja). Bei denen haben das einige parallel zur Ausbildung gemacht.

    Wenn alles glatt läuft, kann man sicher mit 26 als Berufsschullehrer arbeiten. Wenn nur ein Zahnrädchen sich nicht wie erwartet in die gewünschte Richtung mit dem gewünschten Tempo weiterdreht, verzögert sich der Berufseinstieg und damit reduziert sich wiederum das Lebenseinkommen,

    In der Rechnung oben habe ich mit einem Berufseinstieg mit 32 Jahren gerechnet. Das sind 6 Jahre "Puffer". Die sollten ausreichen.

    Wer tatsächlich mit 26 anfängt (was für Lehrer an beruflichen Schulen sportlich sein mag, für Gymnasiallehrer selbst mit "Puffer" aber eher dir Regel), hat nochmal 400.000 Euro zusätzliches Brutto-Lebenseinkommen.

    Was das zeigt: finanziell gesehen ist es sinnvoll, so zügig wie möglich zu studieren. Jedes zusätzliche Studiensemester kostet 34.000 Euro Brutto-Lebenseinkommen.

    Wenn man nur so rechnet, ist das Leben aber langweilig und es entgehen möglicherweise Gelegenheiten, die zu noch mehr Lebenseinkommen führen oder den Menschen anderweitig bereichern.

    Die Frage stellt sich eigentlich gar nicht, weil man ohne Referendariat mit dem 1. Staatsexamen nur sehr wenig anfangen kann.

    Kommt auf die Fächer an.

    Es gibt jedenfalls eine Menge Jobs, für dir man wenig qualifiziert sein muss bzw. für die irgendein Studienabschluss als Qualifikation ausreicht. Manche Kommilitonen arbeiten erst zwei, drei Jahre als Vertretungslehrer und gehen dann erst ins Ref. Möglichkeiten gibt es viele. Bleibt dir Frage, ob das sinnvoll ist wenn man nur nicht ins Ref will, weil man "zu jung" ist. Ich sage nein, das Alter ist egal.

    Zitat

    Auch ist ein vorübergehender Rückzug ins Privatleben (=Familienplanung) keine Lösung, weil man nach dem 1. Staatsexamen nur eine gewisse Zeit (4 Jahre ?) hat, um das Referendariat anzutreten. Ansonsten verfällt das 1. Staatsexamen und man muß zu einer Feststellungsprüfung, um zu zeigen, daß man die Studieninhalte noch beherrscht.

    In deinem Bundesland vielleicht. Für Hessen ist das eine urbane Legende. Das erste Staatsexamen verfällt nicht.

    Und jetzt mal in netto mit Steuerprogression?

    Außerdem mußt Du mir mal erklären wie jemand ohne allgemeine oder zumindest Fachhochschulreife zum Studium zugelassen wird. Zudem rechne mal mit der durchschnittlichen Studiendauer, in meinem Studiengang waren das 14 Semester, und nicht mit der Regelstudienzeit, die eh praktisch niemand erreicht.

    Aber wie gesagt, rechne bitte mal die Nettolöhne. Ob jemand gar keine Einkommensteuer, 14% oder 42% zahlt, macht schon einen gewaltigen Unterschied.

    Das netto kommt auf dir persönlichen Lebensumstände an. Klar, kann man sich da jetzt dran festbeißen. Das ändert aber nichts daran, dass du mit A13 erheblich mehr Lebenseinkommen und Pension hast, als jemand mit A5 oder A8. Und das bei deutlich kürzerem Erwerbsleben, mehr Bildung, interessanterem Job und mehr Flexibilität bis zum Berufseinstieg. mehr Passt also alles.

    Wo steht, dass jemand ohne FHR zum Studium zugelassen wird? In Hessen kann man Lehramt für berufliche Schulen mit FHR studieren. Diese erwirbt man während der Ausbildung in der Berufsschule.

    Mit beruflicher Qualifizierung ginge das Studium auch ohne direkte FHR, aber das dauert länger.

    Wieder so einer mit seinem super extra harten Studium, das keiner in Regelstudienzeit schafft. 😄 Studenten, die leistungsschwach sind, sind nicht der Maßstab. Länger studieren ist ok, muss aber nicht sein. Auch nicht in technischen Studiengängen.

    Ich habe mein Abi trotz G9 übrigens mit 18 gemacht und auch mit 18 angefangen zu studieren. Heute gibt es mit G8 sogar Studienanfänger, die erst 17 sind.

    Und zu guter Letzt: niemand hat dich dazu gezwungen, Lehrer an berufluchen Schulen zu werden. Das Studium Grundschullehramt dauert in Hessen 6 Semester. Abi mit 18 + 3 Jahre Studium + 18 Monate Ref, dann bist du mit 23 in A12 (bald A13), an einer Schule um die Ecke. Jeder sucht sich seinen Weg selbst aus.

Werbung