Und nein, mit dem Auto hätte ich immer länger gebraucht. Es gibt ja noch andere Autos und leider oft Stau. Ich plane daher immer etwas mehr Zeit ein.
Das müssen sehr ausgewählte Strecken sein, auf denen man mit dem Nahverkehr schneller ist, als mit dem Auto. Das hatte ich, wenn ich mich richtig erinnere, noch nie. Haustür zu Haustür (oder generell Tür zu Tür) ist mit dem Auto immer schneller. Ich fahre z.B. regelmäßig aus meinem Wohnort in Mittelhessen einen Freund in Aschaffenburg besuchen. Auto: unter 1 Stunde für knapp 100 km; Bahn: im Mittel ca 2,5 Stunden mit mindestens drei Mal Umsteigen. Letztens haben wir einen Ausflug nach Mittelfranken gemacht. Auto: 2 Stunden zum Zielort (knapp 200 km); Bahn: mindestens 3,5 Stunden mit drei Mal Umsteigen zum Bahnhof des Ortes, von dort aus 20 Minuten Laufen.
Der DB Fernverkehr ist in Ordnung, wenn man davon absieht, dass er viel zu teuer ist, und auch nur dann, wenn man eine der gut bedienten Strecken fährt. Das mache ich aber eher selten. Ich fahre eher Strecken ins "Nirgendwo" oder in "kleinere" Orte (so die Größenordnung bis 80.000 Einwohner). Vielleicht sieht das in anderen Bundesländern anders aus, aber mindestens in Hessen, Bayern, Thüringen und Sachsen ist man mit dem Auto erheblich schneller, als mit der Bahn.
Stau gibt es selten und wenn, dann hat man im Auto wenigstens Privatsphäre. Und es geht trotzdem noch schneller.
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Und ich bin bewusst in die Nähe meiner Schule gezogen, um nicht mehr pendeln zu müssen (das hat mich vorher sowohl mit ÖPNV als auch Auto genervt).
Da, wo meine Schule ist, will ich nicht wohnen. Andere Leute haben kaum eine Wahl, als weit zu pendeln, wenn sie sich mehr als ein Wohnklo leisten wollen. Fun Fact: Ich habe Kollegen, die in Frankfurt wohnen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule in der gleichen Stadt länger brauchen, als ich mit dem Auto aus 65 km Entfernung (wenn ich gut durchkomme).
Ich bin sehr lange mit der Bahn gependelt. Seit ich auf das Auto umgestiegen bin, bin ich entspannter und spare einen Haufen Zeit. Die gewonnene Lebenszeit ist unbezahlbar. Das im Gang Stehen für die Hälfte der Zugfahrt an manchen Tagen, die unklimatisierten Züge im Sommer und entweder überheizten oder gar nicht geheizten Züge im Winter, die ständigen Verspätungen, Umleitungen wegen Bauarbeiten, Zugausfälle, spontane Gleisänderungen ohne Durchsage, die Umsteigerei und das Gehetze vermisse ich wirklich nicht.
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Aber wenn ich früher 700 km quer durch Deutschland mit dem Auto fuhr, wusste ich auch nicht vorher, ob ich eine Stunde mehr oder weniger benötige (durch Köln oder Stuttgart fahren, kann sehr viel Zeit kosten, das meinte ich mit lustig).
Google Maps sagt die Reisezeit recht zuverlässig voraus.
Für die Strecke München - Hamburg würde ich vielleicht auch den ICE (Direktverbindung in 6,5 Stunden) nehmen. Ist zwar schon für zwei Personen teurer, als mit dem Auto, aber wenigstens direkt und geht etwas schneller. Mit dem Nahverkehr kann man diese Strecke vergessen (mindestens 13,5 Stunden, mindestens fünf Mal umsteigen). Für andere Strecken müsste ich dann im Einzelfall gucken.