Beiträge von Schmidt

    Soso. Bei uns werden die Kollegen dieses Alters auch gerne mal gefragt, ob sie den Ein-Schalter schon gefunden hätten. Besonders wenns Kolleginnen sind. Dabei haben die ihre Seminararbeiten auch schon mit dem Computer geschrieben, die Examens- und Doktorarbeiten sowieso, in ihrer Forschung elektronische Geräte eingesetzt, im Hochschulrechenzentrum oder in Maschinenbaufirmen gearbeitet, zuhause seit Jahrzehnten ihren privaten PC, haben ein Smartphone und Tablets und ihren Internetanschluss schon länger als es google gibt. Klar wissen die, was eine Cloud ist. Lohnt sich nur an vielen Standorten nicht, weil man da seit "Schulen ans Netz" noch immer aufs Netz wartet, zumindest auf etwas, was den Namen verdient.

    Oder wir halten einfach fest, dass es, wie so oft, solche und solche gibt. Es gibt auch 25-Jährige, die nicht wissen, was eine Cloud ist oder es nicht schaffen, E-Mails weiter zu leiten.

    Kein Grund, sich persönlich angegriffen zu fühlen.

    Kiggi: Ich habe nie gesagt, dass ich wegen dem Gehalt Lehrer werden will.

    Warum willst du denn Lehrer werden? Dass du in der Ausbildung kein Konzern Gehalt bekommst, war dir sicher vorher schon klar. Mit rund 2000 netto (2550 Euro - 300 Euro Steuern - 250 Euro KV) kann man auch 1300 Euro für einen Kredit bedienen (wenn man sich den denn unbedingt direkt nach dem Studium ans bein binden musste). Deine Freundin verdient ja sicher auch Geld. Kinder kann man auch in 2 Jahren noch kriegen.

    1. Sinn macht man nicht.

    2. "Dass das Home Office im Lehrerberuf nicht so stark verbreitet ist, ist eine sehr gute Sache und eigentlich müssten man es in anderen Berufen, sowie den Medienkonsum junger Menschen viel stärker einschränken"

    Hier geht es offensichtlich auch um andere als den Lehrerberuf.

    Dein Anti-Technik Geschwätz ergibt so gut wie nie Sinn.

    Ich sage nur "Kino statt Netflix".

    Ich habe gerade eine Studie zur Auswertung der Corona-bedingten Zunahme an Home Office bzw. die Entwicklung davor.

    Die Deutschen bewegen sich viel zu wenig: 57,2% der Männer und 50,2% der Frauen sitzen mehr als 4,5h pro Tag. In Frankreich und Großbritannien sei die Situation noch problematischer. Europaweit schnitten insbesondere die 18-24-jährigen besonders schlecht ab.

    Gründe seien hierfür die Annehmlichkeiten der neuen Technologien, deren langfristige Folgen viele chronische Krankheiten sein können.

    Daher meine Meinung: Dass das Home Office im Lehrerberuf nicht so stark verbreitet ist, ist eine sehr gute Sache und eigentlich müssten man es in anderen Berufen, sowie den Medienkonsum junger Menschen viel stärker einschränken - zum Wohl der Gesundheit der gesamten Gesellschaft.

    Natürlich sitzt man bei 2 Stunden Pendelzeit mit dem Auto und 8 Stunden Büroarbeit weniger, als im Homeoffice ohne Pendelzeit (= Sitzzeit). Total logisch. Denkst du eigentlich nach, bevor du schreibst? Langsam aber sicher verliere ich den Glaubrn daran.

    Warum muss ich gerade hieran denken.

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    Genau daran musste ich auch gerade denken.

    @samu: Nicht böse gemeint, aber ich habe das Gefühl, dass du mich nicht verstehst. Du möchtest über einen ganz konkreten Fall mit entsprechender Rechtsgrundlage reden und darum geht es mir so gar nicht. Ich denke, dass wir die Diskussion da beenden sollten.

    Es geht aber hier im Thread um einen konkreten Fall. Deine Unterstellungen aufgrund abstrakter Annahmen gehen am Thema vorbei und sind vollkommen aus der Luft gegriffen.

    Niemand hat hier vorgeschlagen, geltendes Recht zu ignorieren oder den Staat von innen zu zersetzen.

    Ich kann hier nur für mich persönlich sprechen: ich glaube grundsätzlich daran, dass unser Staat funktioniert. Er hat aber auch Schwächen und er besteht aus Menschen, die vielleicht nicht immer nur das Beste aller Beteiligten wollen. Oder die ein Kind und seine Familie nicht abschieben wollen, aber keine andere Wahl haben, weil ein übereifriger Lehrer sie ohne rechtliche Notwendigkeit angeschwärzt hat. Wer weiß.

    Genau, man weiß es nicht. Deswegen gebe ich (sofern es so vorgesehen ist) die Information weiter

    Sofern es vorgesehen ist = wenn es eine Rechtsgrundlage gibt. Die Rechtsgrundlage, nach der du als gemeiner Lehrer dazu verpflichtet bist, irgendeine Behörde darüber zu informieren, dass dir zu Ohren gekommen ist, dass ein Kind in deinem Kurs keinen Aufenthaltstitel hat, bist du noch schuldig.

    D.h. wenn ein Polizist ein Tempolimit oder ein Verbot weicher Drogen persönlich doof findet, verfolgt er die Taten nicht? Auf die Idee würde auch keiner kommen.

    Es ist Aufgabe von Polizisten, Straftaten zu verfolgen. Und selbst da darf häufig abgewogene werden, was in welcher Form verfolgt wird.

    Als Lehrer ist es nicht meine Aufgabe Blockwart zu spielen. Ich unterrichte und erziehe meine Schüler. Das ist meine Aufgabe. Nicht mehr und nicht weniger.

    Du darfst gerne alles und jeden anschwärzen und deinem Staat blind vorauseilenden Gehorsam leisten. Die Behauptung, dass du dazu als Beamter verpflichtet seist ist aber vollkommen absurd. Was du darfst und musst ist relativ genau festgelegt. Du verlierst als Beamter auch nicht deinen Status als Bürger. Und an keiner Stelle steht, dass du die hoheitlichen Aufgaben anderer Behörden zu erledigen hast.

    Du kannst ja mal die Rechtsnorm heraussuchen, die einen Lehrer (Beamte/Angestellte) dazu verpflichtet, einen Schüler ohne Aufenthaltstitel anzuzeigen (im Sinne von den Behörden melden).

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