Beiträge von Schmidt

    @ Schmidt: Ich habe nirgends geschrieben, dass männl. Frauenärzte perverse Schweine sind.

    Stimmt, das hast nicht du geschrieben.

    Zitat von lamaison

    Was mir auch aufstößt:

    • Sport weiblich ist nicht nur Bändergymnastik und Tanz. Bei mir als Schülerin war es nicht so. Bei meinen Töchtern auch nicht.


    [/quote]Stimmt. War bei uns auch nicht so. Wir hatten aber auch 13 Schuljahre lang koedukativen Sportunterricht. Da hieß es dann aber normalerweise, man solle auf Mädchen nicht so fest werfen (was ich als Mädchen als wrhebliche Beleidigung empfunden hätte) Wenn einen der weibliche Handball-Halb-Profi dann aber eins reingedroschen hat, war das ok. Aber darum geht es ja hier gar nicht.


    Zitat von lamaison
    • Auch weibl. Frauenärzte sind in der Forschung tätig.


    [/quote]
    [/quote]Selbstverständlich. Hat das jemand bezweifelt?


    Zitat von lamaison
    • Frauen ergreifen nicht bewusst Berufe oder studieren bewusst Fächer, bei denen sie nichts verdienen. Sie verdienen wenig, weil sie Frauen sind. Wenn ihr alt seid und in einem Heim umgeben von Frauen, die euch pflegen und dafür nicht viel Geld bekommen, wünscht ihr vllt. eine andere Welt.


    [/quote]
    [/quote]
    [/quote]Doch, das tuen sie. Wer sich im Vorfeld informiert und plant, genug Geld zu verdienen, eine Familie zu ernähren, finanziell nicht auf einen versorgenden Partner angewiesen zu sein und im Alter nicht arm zu sein, der studiert nicht Anglistik bzw. macht keine Ausbildung zur Friseurin. Ich habe ja unter anderem Anglistik studiert. Der Hauptfachstudiengang ist voll von junge Frauen, die studieren "was ihnen Spaß macht" und die fest einplanen, dass ihr Freund sie heiratet oder sie alternativ große Karriere in einem Verlag machen. Das sind freie Entscheidungen, von mündigebn Menschen. Jetzt, einige Jahre nach dem Studium sind eigentlich alle Frauen, mit denen ich im Studium etwas mehr zu tun hatte verheiratete Hausfrauen und haben kaum sozialversicherungspflichtig gearbeitet, stecken in Zweit- und Drittausbildungen oder arbeiten prekär.
    Frauen verdienen nicht weniger, weil sie Frauen sind, sondern weil sie sich bewusst für schlecht bezahlte Berufe/aussichtslose Studiengänge entscheiden.

    Ich habe übrigens an keiner Stelle behauptet, die Welt sei meiner Meinung nach perfekt so, wie sie ist. Mir wäre es auch lieber, wenn jeder das machen könnte, was er will ohne arm zu werden. Aber so ist die Welt eben nicht.

    Vor 30 Jahren galt ich als emanzipiert, weil ich mich lieber von einer Frau als von einem Mann gynäkologisch untersuchen lassen wollte.
    Heute gelte ich deshalb als bigottisch und pervers.
    Ich habe niemandem pornographische Vorstellungen unterstellt. Vor allem die Männer, die hier schreiben und es so genau wissen, können sich doch gar nicht vorstellen, wie es ist, auf dem gynäkologischen Stuhl mit weit gespreizten Beinen hochgefahren und mit irgendwelchen metallenen Gegenständen, die einem meist weh tun, untersucht zu werden. Die Ärztinnen, bei denen ich bisher war, tun dies weit sanfter und einfühlsamer.
    Die Zeiten ändern sich eben. Ich bin auch raus.


    [/quote]Das heißt nur, dass es vor 30 Jahren noch nicht normal war, dass Frauen Ärzte sind.

    Mir zumindest geht es nicht darum, dass du persönlich lieber zu einem weiblichen Gyn gehst. Mit seinen Ärzten muss man auskommen und sich, soweit wie das in betrimmten Situationen möglich ist, wohl fühlen. Wenn das für dich bedeutet, dass dein Gyn weiblich sein soll, dann ist das dein gutes Recht. Dass ich persönlich das Geschlecht eines Arztes für ein vollkommen nutzloses Kriterium halte, hat mit dir ja erstmal nichts zu tun.

    Was ich absurd finde, ist die gernerelle Aussage, dass alle männlichen Gyn perverse Schweine seien, da es für einen Mann keinen triftigen Grund gibt, Gyn zu werden (außer natürlich Frauen zu betatschen und sexuell zu belästigen). Oder auch die Einstellung, dass Männer gar keine guten Gyn sein können weil [Begründung die darauf hinausläuft, dass Männer keine Vagina haben und nicht gebären können bitte hier einfügen].

    Es gibt einige männliche Gyn, die offenbar auch keine Probleme mit Kundschaft haben und die von ihren Patientinnen geschätzt werden. Es gibt sicher auch den ein oder anderen weiblichen, homosexuellen Gyn. Wo ist das Problem?

    dann entferne den Beitrag, in dem du unterstellst, ich sei weniger gebildet als du, weil ich eine andere Meinung vertrete.
    Ich bin raus.

    Einen solchen Beitrag gibt es nicht. Wollsocken wundert sich in Beitrag #41 nur darüber, dass Menschen trotz (akademischer) Bildung solche Ansichten vertreten. Das ist so, wie sich darüber zu wundern, dass Ärzte trotz Medizin Studium rauchen.

    Also ja, es geht in erster Linie um den unkomplizierten und präventiven Schutz von Mädchen. So wie wir uns alle nicht mit einzelnen Schüler*innen zum Gespräch zurückziehen. Nicht weil wir alle gefährlich sind, sondern weil potentiellen Gefährdern so wenig Raum wie möglich gegeben werden soll UND auch wir geschützt werden sollen vor falschen Beschuldigungen.

    (Hervorhebungen von mir.)

    Stimmt, dort begibt man sich aber im Gegensatz zur Schule immer noch freiwillig hin.

    Hehe, nö, ich schrieb ja auch von der Jungengruppe, die von einer Lehrerin unterrichtet würde. Dass du darin keine Gefahr siehst und Lehramtsstudent sich Fragen zur Durchsetzungsfähigkeit einer Frau macht, zeigt halt den Unterschied.

    Sicher meintest du damit Männer und Frauen. Deshalb geht es dir ja um den "präventiven Schutz von Mädchen". Klar. Es sind ja alle Frauen und Männer potentielle Gefährder.
    *Ironie aus*

    Auch interessant, dass du zwar davon überzeugt zu sein scheinst, dass jeder Mann grundsätzlich potentiell gefährlich ist, wenn sich Mädchen aber freiwillig in ein Training bei einem Mann begeben, dann ist es schon nicht so schlimm.


    Das ist richtig, die Klage wurde ja auch zunächst abgewiesen, so eindeutig ist der Fall offenbar nicht. Die Stelle war für Frauen ausgeschrieben, der Kläger hätte sich ja auch an einer anderen Schule bewerben können, an der ein männlicher Sportlehrer gesucht wird.


    So funktioniert das mit dem AGG aber nicht.


    Solange es Mädchen-/Jungenkurse gibt, ist die Zuweisung von Geschlechtertrennung der Lehrpersonen folgerichtig.


    Offensichtlich sieht das das Bundesarbeitsgericht, zu Recht, anders. Aus der Existenz von Jungen-/Mädchenkursen ergibt sich nicht automatisch, dass nur Männer Jungenkurse und Frauen Mädchenkurse unterrichten dürfen.
    Die DFB U-17 Juniorinnen (und wahrscheinlich noch viele andere Mädchen-/Frauen-Teams) werden auch von Männern trainiert. Das ist in der Welt außerhalb der Schule vollkommen normal.

    Um die Ausgangsfrage tatsächlich noch zu beantworten: die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts sagt erstmal nur, dass der Beklagte im konkreten Fall keine hinreichende Begründung für eine geschlechtsspezifische Stellenbesetzung geben konnte und der Kläger deshalb Anrecht auf eine Entschädigung hat. Es gibt in Deutschland kein Präzedenzfallrecht, dass heißt, jeder Fall muss einzeln abgewogen werden. Die Entscheidung hat also zunächst keinen Einfluss auf andere Ausschreibungen. Wenn in Zukunft öfter geklagt wird und die Kläger öfter Recht bekommen, kann es sein, dass sich etwas am Prinzip der geschlechtsspezifischen Einstellung ändert, das liegt dann aber nicht in der Macht des Gerichts.

    schon witzig, dass gerade hier nicht zwischen privatem Empfinden/Einzelfall und Statistik unterschieden wird. "Frauen sind alle selbst Schuld, wenn es schlechter bezahlte Berufe gibt" vs. "meine Frau verdient mehr". "Es ist total normal, dass Männer einen Beruf erlernen, indem es nur darum geht, weibliche Geschlechtsorgane zu untersuchen" vs. "Ich lasse mich von einem Gynäkologen behandeln." "Niemand darf diskriminiert werden" vs. "ich hatte eine Sportlehrerin, die "Hallenhalma" spielte".
    Ihr kommt mit Gleichberechtigung in der Frage, ob Lehrerinnen und Lehrer geschlechtergetrennt Sport unterrichten sollten und begründet das mit der Auswahl von Sportarten, die ein Lehrplan vorschreibt oder gar einer einzelnen Lehrerin Spaß gemacht haben...

    Nicht "Frauen sind selbst daran schuld, dass es schlechter bezahlte Berufe gibt", sondern "Frauen sind selbst daran schuld, dass sie diese Berufe/Studiengänge gut bezahlten Alternativen vorziehen".

    Die anderen Vergleiche verstehe ich nicht. Sorry.

    Zum Rest: siehe mein vorhergehender Beitrag.

    Hat eigentlich noch jemand ein Argument gegen die Ausgangsfrage, also dass Sportlehrer Jungen unterrichten und Lehrerinnen Mädchen in der Oberstufe?

    Ungeachtet des logischen Fehlers deiner Frage: es ist sexistischer Schwachsinn. Nicht nur unterstellt man so jedem Lehrer (männlichen wie weiblichen) grundsätzlich sexuelles Interesse am anderen Geschlecht zu haben und unprofessionell zu sein, es unterstellt auch, dass es "die Mädchen" und "die Jungen" gibt, jede Gruppe aufgrund des Geschlechts bestimmte Eigenschaften hat (Mädchen sind schüchtern, schwach, wollen betüddelt werden, lieber Tanzen und mit bunten Bändern spielen, müssen von "den Jungs" ferngehalten werden, können sich qua Geschlecht nicht gegen gleichaltrige Jungen durchsetzen; Jungs sind alle wild, aggressiv, groß, wollen Fußball spielen etc.).

    Heutzutage ernähren auch Frauen Familien und studieren öfter als Männer (glaube ich).

    Und jetzt? Trotzdem gibt es mehr Hebammen als Geburtshelfer und deutlich mehr Frauen, die (finanziell gesehen) Nonsens wie Anglistik studieren.
    Ich bin ja auch so ein Trophy-Husband, der eigentlich nur zum Spaß arbeitet, weil meine Frau erheblich mehr als ich verdient. Die hat allerdings nicht Anglistik studiert.

    ja Herr Schmidt, dann beantworte mir die eine Frage: warum möchte ein Mann Gynäkologe werden?

    Ich bin kein Gyn. Vielleicht setzte ich meine Frau mal darauf an, ihren Arzt zu fragen.
    Wahrscheinlich antwortet er so etwas ähnliches, wie Ärzte, die (anderen) Männern am Sack rumfummeln/ihnen den Finger in den Po stecken, die betäubte/hilflose Menschen aufschneiden oder Fremden im Mund rumfummeln wollen. Ich gehe davon aus, dass weder Urologen, noch Chirurgen, noch Zahnärzte (mit wenigen Ausnahmen) noch Gynäkologen ihren Job machen, weil es sie geil macht. Es soll ja sowas wie Professionalität geben, habe ich gehört.

    Und das ist NICHT sexistisch? Du gehst also davon aus, dass eine Frau weniger Geld braucht?

    Hä? Ich habe erklärt, dass Männer eher Berufe wählen, für die man studieren muss und in denen man genug verdient, um eine Familie zu ernähren. Ich kann nichts dafür, dass Frauen diese Überlegungen, statistisch gesehen, seltener anstellen, habe mit keinem Wort die Ansicht geäußert, dass Frauen weniger Geld brauchen oder bestimmte Berufe nicht ausüben sollen. Wo hast du das denn wieder eininterpretiert?

    Es gibt doch wahrlich genug Spezialisierungsgebiete, warum will ein Mann den ganzen Tag Muschis und Brüste betatschen und Mütter in der Schwangerschaft begleiten? Also sorry, aber das ist doch nicht nötig.

    Warum will ein Mann den ganzen Tag anderen Männern am Sack rumfummeln und ihnen den Finger in den Poppes stecken? Männliche Urologen sind sicher alle schwul!!1!1!!
    Ganz pervers sind Chirurgen. Die begrapschen den ganzen Tag Nackte und schneiden auch noch am denen rum. Welcher normale Mensch schneidet gerne andere auf!?

    Meine Frau hat übrigens einen männlichen Frauenarzt, meine Mutter auch. Mein Urologe war weiblich, hat dann aber leider das Bundesland gewechselt (ist eine Gemeinschaftspraxis).
    Ich verstehe das Problem nicht.

    Das Bildungsministerium schreibt das ein Masterabschluss mit 300 ECTS in einem Mangelfach notwendig sind und ein allgemeinbildendes Zweitfach mit 40 SWS oder 40 ECTS. Dazu noch ein Jahr Berufspraxis.
    Dabei stellt sich mir die Frage ob der Notfallsanitäter ggfs. in irgendeiner Art und Weise angerechnet werden kann? Schließlich habe ich dort auch ein Staatsexamen abgelegt?

    Der Notfallsanitäter ist eine Berufsausbildung. Für den Quereinstieg brauchst du ein abgeschlossenes Studium auf Master-Niveau (Diplom oder Magister). Vielleicht findest du eine FH, die dir irgendwas aus der Ausbildung anerkennt und dir so ein oder zwei Semester spart.
    Für einen echten Quereinstieg ins Referendariat (also mit 2.Stex und Option auf das Beamtentum) kommst du nicht an einem mehrjährigen Studium vorbei. Da du noch kein Studium abgeschlossen hast, bietet es sich an, gleich grundständig Lehramt zu studieren.


    Zitat von Pter11

    Aus Rheinland-Pfalz kenne ich nur die Berufsschule - wobei dort natürlich zwischen verschiedenen Bildungsgängen unterschieden wird. Berufskollege klingt für mich eher nach NRW.Ich habe tatsächlich schon in einer Berufsfachschule und in einer allgemeinbildenden Schule hospitiert. Daher kommt auch der Wunsch zum Lehrerberuf.

    In RLP heißt das Berufsbildende Schulen (BBS). Das ist nicht dasselbe, wie Berufsschulen, die sind nämlich nur ein möglicher Bildungsgang innerhalb der BBS. In NRW heißt es Berufskolleg.

    Ich stelle mir das so vor: Wenn er gut aussieht, findet er es gut, weil ihn die Mädchen anschmachten und die Jungs ihn bewundern.Wenn er nicht gut aussieht, amüsieren sich die anderen auf seine Kosten und es ist eine echte Strafe für ihn und superpeinlich.

    Das ist vermutlich eine adäquate Darstellung.

    Und was ist, wenn er dickleibig ist? Das wäre ihm doch dann peinlich.

    Sagt wer?

    Das meinte ich oben mit "pädagogischer Einschätzung". Mir fallen auf Anhieb ein paar Schüler ein, die integriert und beliebt sind, die bei so einer dummen Wette mitmachen und dann auch mit Spaß und Freude ihre Wettschulden einlösen würden. Bei denen würde ich mir da gar keine Sorgen machen. Mir fallen aber auch auf Anhieb ein paar weniger gut integrierte und wenig selbstbewusste Schüler ein, bei denen ich mir sicher bin, dass sie bei sowas mitmachen würden, aber nur, um den anderen zu gefallen und dazu zu gehören. Bei denen würde ich das sofort unterbinden. Bei vielen Schülern kann ich es nicht gut einschätzen, zu welcher Kategorie sie eher zählen, deshalb würde ich es in solchen Fällen auch nicht erlauben.

    Pft, ganz schön sexistisch. :(

    So ganz verstehe ich das mit der schlechten Wundheilung im Sommer nicht. Noch nie gehört. Da müssten ja die Operationssäle leer stehen und oft kann man sich bei einer dringenden OP die Jahreszeit nicht aussuchen.

    Soweit ich weiß, heilen Wunden nicht grundsätzlich schlechter, aber man muss mit den Narben aufpassen, weil die direkte Sonneneinstrahlung nicht gut vertragen. Wenn das Gewebe da gerade vor sich hin heilt, ist Sonne, die für die Haut recht anstrengend ist, einfach nicht hilfreich.

Werbung