Beiträge von Schmidt

    1. An einem nackten Oberkörper ist nichts sittenwidrig oder moralisch verwerflich. Wie verklemmt sind denn hier manche?
    2. Dass man als Lehrer nicht möchte, dass ein Schüler im Unterricht seinen nackten Oberkörper zeigt, ist legitim. Wenn man als Lehrer aber kein Problem damit hat und zur pädagogischen Einschätzung kommt, dass der Wettverlierer das tatsächlich ohne Leidensdruck macht und auch seinen Spaß daran hat, bitte sehr.
    3. Ich hätte auch keine Lust darauf, dass der Bub so in meinem Unterricht sitzt, aber nicht aus irgendwelchen vorsintflutlichen Moralvorstellungen, sondern, weil die Mädels aus dem Gaffen und die Jungs aus dem Grölen nicht mehr herauskämen. (Ich nehme an, dass es sich um Jugendliche handelt; bei Kindern sähe ich die Situation auch anders)
    4. Dass die Einschätzung bei einem Mädchen, dass da oben ohne sitzen soll anders aussähe, ist ein ganz anderes Fass. Weibliche Brüste werden im Gegensatz zu männlichen Brüsten sexualisiert und sind in unserer Gesellschaft eher auf der Ebene der primären Geschlechtsorgane angesiedelt. Das ändert sich langsam und man kann es gut oder schlecht finden, aber so ist es nun mal. Da Jugendliche in der Regel in der Gesellschaft aufwachsen/aufgewachsen sind, dürfte kein Mädchen auf die Idee kommen, das freiwillig zu machen. Integrierte Jungs haben mit ihrer Nacktheit (zumindest oberhalb der Gürtellinie) aber in der Regel gar kein Problem.

    Es kommt dabei nicht auf eine persönliche Meinung an leider. Dafür gibt es Regelungen und die sind auch angemessen.Ich habe meine ästhetische OP deswegen während der Sommerferien gemacht und nicht während mich andere vertreten mussten.

    Sie kann sich auch wegen Schmerzen und psychischer Belastung krankschreiben lassen. Dann muss sie auch vertreten werden. Welche Variante ist für alle Beteiligten die besser?


    Hatte nicht gelesen, dass du Schmerzen hast und das tut mit natürlich leid für dich. Trotzdem darfst du dich deswegen auf keinen Fall krank schreiben lassen. Angestellte in der Wirtschaft müssen für so was Urlaub nehmen und das tun sie tatsächlich auch.

    Aber selbstverständlich darf sie sich für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit arbeitsunfähig schreiben lassen.
    Dafür darf ein Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft gar keinen Urlaub nehmen. Der Urlaub ist zur Erholung da. Eine Operation auszukurieren ist keine Erholung. Wenn man im Urlaub krank wird/nicht arbeitsfähig ist, bekommt man seine Urlaubstage sogar wieder (wenn man eine AU Bescheinigung einreicht).

    Es ist auch nicht automatisch jede Operation, die von einer gesetzlichen Kasse nicht übernommen wird, nicht notwendig.

    Ich würde auch versuchen, zumindest einen Teil der AU in die Ferien zu legen. Das ist auch weniger stressig für dich.

    Wenn du nicht arbeitsfähig bist, bist du nicht arbeitsfähig. Ob du daran selbst schuld hast (Leberschäde wegen Alkohol, Selbstmordversuch, eine OP) oder nicht, ist dabei nicht relevant.

    Edit: gerade erst gelesen, dass du bereits mit Ärzten gesprochen hast. Dass die nicht krankschreiben wollen, erstaunt mich.

    EIne Gemeinschaftsschule kann im Prinzip durchaus funktionieren - vor allem dann, wenn sie nicht in direkter Konkurrenz zum mehrgliedrigen Schulsystem steht.
    Die amerikanischen High Schools stehen natürlich nicht für exorbitant hohes Niveau, aber letztlich bieten sie in vielen Fächern eine vier- oder fünffache Differenzierung der Leistungsniveaus. Abhängig vom Level des Kurses gibt es entsprechend viele (oder wenige) credit points, die in ihrer Gesamtheit dann zu einem Schulabschluss und ggf. einem Platz an einem College oder einer Universität führen.
    Solange wir in weiten Teilen der bundesdeutschen Gesellschaft ein Klassendenken als moderne Fortsetzung des Standesdenkens haben, werden wir das flächendeckend nicht erleben.

    Die äußere Differenzierung in den USA findet nicht innerhalb einer Schule statt, sondern primär zwischen den Schulen.
    Im Gegensatz zu Deutschland geht dort die Differenzierung nach dem High School Abschluss sogar noch weiter: wer an einer Ghetto High School den Abschluss gemacht hat, hat in der Regel gar nicht die fachlichen Voraussetzungen, um in ein gutes College zu kommen. Da bleiben dann nur (je nach Region auch nur die schlechteren) Community Colleges. Wer in Deutschland nach der Realschule auf einem Wirtschaftsgymnasium das Abitur mit 4.0 schafft, kann aus vielen hervorragenden Universitäten wählen und die Karten meu mischen.

    Siehst du den Widerspruch nicht?
    Es gibt aus religiöser Sicht übrigens keinen "privaten Glauben".

    Und nein: Ich muss meine persönliche Wertung nicht näher begründen; das habe ich - siehe mein obiges Beispiel - hinreichend getan. Dir fällt es schwer, dieses Werturteil zu akzeptieren und es mag sein, dass das selbst herablassend wirkt auf dich oder andere. Damit muss ich dann leben.

    Da gibt es keinen Widerspruch. Wenn jemand sagt, er glaube an Gott, dann ist das eben so. Ich verlange dann nicht, dass sich derjenige mir gegenüber rechtfertigt und mir erklärt, was dieses "Gott" überhaupt ist. Der Glaube anderer Menschen betrifft mich soweit nicht. Wenn mich (oder noch schlimmer Schüler) jemand aber dazu bringen will, Ehrfurcht vor Gott zu haben, mir erzählt, dass mich Gott erschaffen hat und ich nur deshalb als Mensch einen Wert habe, das als Lernziele formuliert und mich dafür auch noch benotet, dann muss ich aber ganz genau wissen, was dieses "Gott" ist, vor dem ich Ehrfurcht haben soll und das mich angeblich erschaffen hat.

    Na du bist aber hochnäsig. Dass du wirklich meinst, für alle Gläubigen sprechen zu können. Dass Glauben Privatsache ist sehen auch viele Gläubige so. :D

    Wo steht, dass du deine Meinung begründen musst? Langsam glaube ich, du liest absichtlich nur das, was du lesen willst. Ich habe doch explizit geschrieben, dass es dein gutes Recht ist, deine Meinung nicht begründen zu wollen. Welches Beispiel meinst du?
    Inwiefern fällt es mir schwer, deine Meinung zu akzeptieren? Wenn du der Meinung wärst, dass alle Häuser blau sind, dann würde mich auch interessieren, wie du zu dieser Meinung kommst, die du gerne vertreten kannst, die aber keinen Ursprung in der Realität haben kann. Entschuldige, dass ich mich dafür interessiere, wie Menschen zu ihren Meinungen kommen. Mein Fehler. ;)

    Ich habe nachgedacht. Aber ich denke, dass da einfach unterschiedliche Standpunkte aufeinanderprallen, und ich möchte nicht, dass sich die Diskussion in eine Sackgasse bewegt. Rechtzuhaben ist mir auch an der Stelle nicht wichtig, von daher denke ich, dass meinerseits zu dem Thema alles gesagt wurde ;) .

    Deine Ansichten sind: "nur konfessioneller Religionsunterricht kann verhindern, dass private Anbieter Kinder indoktrinieren" und
    "nur konfessioneller Religionsunterricht kann leisten, dass Kinder religiöse Hintergründe des Alltags verstehen". Das ist beides offensichtlich falsch. Das hat nichts mit Standpunkten zu tun. Genausowenig, wie die Meinung, dass Menschen in der Regel vier Beine und fünf Arme haben oder, dass 1 + 1 = 4 (mit der bekannten Definition von '+') ist.

    Wenn der schulische Religionsunterricht wegfallen würde, würden private Anbieter kommen und hier ansetzen. Da wäre die Frage, ob das wirklich so der Hit ist, da kaum staatliche Kontrollen möglich wären. Außerdem: Wie sollen junge Leute die religiösen Hintergründe unseres gesellschaftlichen Treibens verstehen, wenn sie weder in der Schule, noch in der Familie eine Rolle spielen? In der Gesellschaft tun sie es ja an diversen Stellen, wurde ja auch hier bereits erklärt (Feiertage, "so wahr mir Gott helfe", Tanzverbot, Rolle des Sonntags,...).

    Genau:
    - katholische und evangelische Gemeinden, die Konfirmandenunterricht, Kindergottesdienste etc. anbieten, sind private Anbieter
    - nur durch konfessionell gebundenen Religionsunterricht kann Schülern vermittelt werden, was es mit dem Tanzverbot aufsich hat, ein Ethikunterricht (und/oder ein religionswissenschaftlicher Unterricht) kann das keinesfalls leisten (und wozu müssen Schüler, die nicht am evangelischen oder katholischen Unterricht teilnehmen das auch wissen?)
    - außerdem gibt es neben katholisch und evangelisch keinerlei andere Glaubensrichtungen, Gemeinden etc., weshalb nur durch einen konfessionellen evangelischen/katholischen Religionsunterricht ein privater/kirchlicher Einfluss verhindert werden kann
    :autsch:

    Ohne dir zu nahe treten zu wollen: hast du nachgedacht, bevor du diesen Beitrag verfasst hast, oder hast du damit bereits aufgehört und wiederholst jetzt nur noch die immer gleichen Pseudo-Argumente?

    Und das stört dich offenbar sehr, das mit der Hochnäsigkeit - du musst meine Sichtweise ja nicht teilen.

    Wenn du - wie Rets weiter oben schon sehr differenziert erläutert hat - offenbar selbst einräumst, dass die Ungreifbarkeit zur Gottesvorstellung wesentlich dazugehört, dann macht es doch auch keinen Sinn mehr, von Gläubigen eine genaue Definition des Gottesbegriffs zu verlangen bzw. sie daran zu messen?

    Ich möchte verstehen, was an den Aussagen deiner Meinung nach hochnäsig ist. Dass du dieser Meinung bist, stört mich nicht, denn ich weis, das ich an dieser Stelle nicht hochnäsig bin. Wenn du das nicht erklären willst oder kannst, ist das natürlich dein gutes Recht. Dann mach aber nicht eine weitere Unterstellung daraus, sondern sag das einfach.

    Ich messe niemanden an seiner Gottesvorstellung (wo liest du das denn schon wieder heraus?) und ich verlange im Rahmen des privaten Glaubens auch keine Definition.
    Wenn man aber von Schülern verlangt, dass sie vor etwas Ehrfurcht haben und daran glauben sollen, dann sollte schon klar sein, was das überhaupt ist.

    Ich habe mein altes Selbst als hochnäsig bezeichnet um beispielhaft zu verdeutlichen, dass ich Aussagen wie "Selbst gläubige Christen können ja offenbar nicht sagen, was dieses diffuse "Gott" sein soll" und "Klar kann es Gott geben. Es kann auch einen Karate-Tiger, ein Spaghetti-Monster, Space-Aliens oder Gullabullas geben" nicht mehr tätige, da ich sie inzwischen als wenig zielführend erkannt habe.

    Und implizit unterstellst du mir damit, hochnäsig zu sein, weil ich diese Fragen/Aussagen stelle/mache.
    Was ist an den Aussagen hochnäsig? Woher weist du, dass es keinen Karate-Tiger geben kann?
    Und dass "Gott" ein diffuses Konzept ist, von dem niemand genau sagen kann, was es eigentlich ist, nicht mal Gläubige selbst (also diejenigen, die man als "Profis" in diesem Bereich bezeichnen kann) ist doch nicht falsch. Genau genommen ist es ja gerade inhärente Eigenschaft "Gottes" nicht greifbar zu sein. Für den individuellen Glauben ist das nichts Schlimmes, für die Schule hingegen problematisch.

    Ich kann nicht nachvollziehen, wo du hier Hochnäsigkeit erkennst.

    Nochmal: es geht mir nicht um Glauben an sich. Jeder darf glauben, was er will und muss sich auch nicht vor irgendwem dafür verantworten.
    Wo du herausliest, dass ich Gläubigen irgendwo Dummheit unterstelle, erschließt sich mir nicht.
    Ist es nicht eher hochnäsig, mir Ansichten zu unterstellen und sich dann selbst daran zu erhöhen, dass man sein eigenes Verhalten als besser und toll darstellt? ;) Ich respektiere übrigens nicht nur gläubige Menschen, sondern grundsätzlich alle Menschen (und versuche es auch mit Tieren, obwohl mir das bei manchen besser gelingt, als bei anderen).

    Es geht mir darum, dass konfessioneller Religionsunterricht genau eine Interpretation der Welt als richtig angibt, nämlich die der jeweiligen Konfession und gerade nicht das leistet, was zum Beispiel ein Ethikunterricht tut, also verschiedene existentielle Fragen stellen, Schüler dazu befähigen reflektiert darüber nachzudenken und zu ihren eigenen Schlüssen zu kommen (die ja durchaus sein können, dass sie christliche Religionen für überzeugend halten). Ein Unterricht, der "Ehrfurcht vor Gott", "Glaube an die Schöpfung durch Gott" und die Vorstellung "der Mensch ist nur etwas wert, weil Gott ihn erschaffen hat" als inhaltliche Ziele definiert, ist genauso unglaubwürdig und bedenklich, wie ein Unterricht, der "Wissenschaft kann (irgendwann) alles erklären", "Religion ist überflüssiger Scheißdreck und Gläubige sind alle dumm" oder "die AfD ist die beste Partei!1!!11" propagiert. Auch, wenn ich als Physik Lehrer, Sowi Lehrer oder Politik Lehrer noch so überzeugt davon bin, dass dieses Aussagen richtig sind (was ich nicht bin, also weder überzeugt von den jeweiligen Aussagen, noch studierter Lehrer in einem dieser Fächer).

    Woher weißt du denn, dass es Gott gar nicht geben KANN ?

    Darum gehts nicht. Klar kann es Gott geben. Es kann auch einen Karate-Tiger, ein Spaghetti-Monster, Space-Aliens oder Gullabullas geben oder wir sind in der Matrix. Warum soll eine von unzähligen Möglichkeiten, die alle nicht erfass- und nachweisbar sind, die richtige sein?
    Dass man nicht sicher sein kann, dass es etwas nicht gibt, ist noch keine hinreichende Rechtfertigung dafür, ein Unterrichtsfach zu betreiben, das als Kernaussage den Glauben an und die Unterwerfung unter einen nicht näher spezifizierten "Gott" propagiert.

    @Rets
    Oder man akzeptiert, dass man nicht alles wissen kann (eine wichtige Erkenntnis) und versucht nicht, sich der Illusion zu ergeben, dass der Glaube an einen "Gott" (oder an mehrere Götter) irgendetwas erklärt.

    Aber das ist gar nicht der Punkt. Wenn dir dein Glaube dabei hilft, mit den Ungewissheiten des Lebens besser klar zu kommen, ist das super.
    Ich halte es auch für richtig, dass Schülern Ansätze gezeigt werden, wie Menschen mit existentiellen Fragen umgehen (können). Das ist aber nicht das, was konfessioneller Religionsunterricht leistet und wenn man sich Lehrpläne anschaut auch nicht das, was er leisten soll. Wenn das der Fall wäre, bräuchte es keinen konfessionellen Unterricht.

    Der kleine aber feine Unterschied ist, dass der naturwissenschaftliche Unterricht in der Schule nicht den Glauben daran vermittelt, dass alles wissenschaftlich erklärbar sei (ob das der Fall ist, weis ich nicht; dass ich Unmengen an Dingen nicht weis, beunruhigt mich aber nicht und führt nicht dazu, dass ich an irgendwas glauben muss), sondern nachgewiesene wissenschaftliche Zusammenhänge.

    Dass der Mensch nur einen Wert hat, weil Gott ihn erschaffen hat, halte ich für eine sehr fragwürdige Vorstellung. Auch den Gedankend der Ehrfurcht, der ein reflektiertes Nachdenken untersagt. Um nur zwei der zahlreichen bedenklichen Ziele/Inhalte des katholischen Religionsunterrichts in Hessen zu benennen.

    Auch wenn das ne recht allgemein formulierte Antwort war, scheint man ja mit besagter Kombination in berliner Gymnasien nicht komplett aufgeschmissen zu sein, oder?

    Da steht "Wahrscheinlich werden die beiden Fächer nicht abgeschafft, mehr können wir dazu nicht sagen". Du weißt also genausoviel, wie vorher.

    Du möchtest keine anderen Fächer studieren und auch keine anderen Schulformen in Erwägung ziehen. Warum also hier diskutieren? Mach halt. ;)

    Fazit: Einerseits, es gibt keine leistungshomogenen Gruppen, andererseits Differenzierung ist überall erforderlich und es müssen mehr Ressourcen ins System.


    Das sind Einzelfälle. Aber zu glauben, dass man meinetwegen 20 Kinder, die kaum lesen können, möglicherweise nur wenig Erfahrung im echten Leben haben, wenig Unterstützung von Elternseite bekommen, eventuell traumatisierte sind, mit einem Lehrer ohne weitere Unterstützungssysteme in einen Raum sperren kann, und am Ende kommt etwas dabei heraus, halte ich für weltfremd. Da bin ich sehr gerne „sozialromantisch“.

    Du glaubst doch nicht im Ernst, dass Gesamtschulen mwhr Ressourcen zur Verfügung haben. Wir saßen mit zum Teil 28 Schülern in einem Kurs, das ist an der Schule.
    Wenn Differenzierung zur Zeit im Gymnasium schon nicht klappt (wovon ich nicht überzeugt bin, aber nehmen wir es mal an), wie soll das in noch homogeneren Klassen besser funktionieren?

    Ich war an einer Gesamtschule, die bis heute einen guten Ruf hat und über die Anmeldezahlen definitiv nicht klagen kann. Für ein reines Gym hätte man in die Stadt fahren müssen, weswegen die Gym-Schiene ziemlich breit vertreten war. Bei 4 Klassen in meinem Jahrgang gab es immer zwei A-Kurse. Wir wurden ab 5.2 in Englisch und Mathe in dreistufiges Kurssystem aufgeteilt. Später kamen noch Deutsch, Wahlpflicht (für mich also die zweite Fremdsprache) und die naturwissenschaftlichen Fächer dazu. In den Fächern, die wir als Klasse hatten, habe ich mich in der Tat sehr häufig gelangweilt. Das war in den Kursen anders. Da ging nicht nur mir so! Wir waren 30 Kinder in einer Klasse. Wo soll denn da groß Differenzierung stattfinden?Befreundet war ich fast nur mit den Leuten aus den A-Kursen. Der Rest war aus den B-Kursen. Mit den C-Kurslern hatte ich kaum etwas zu tun. Ich konnte einfach wenig mit denen anfangen. Dass eine Durchmischung per se dazu führt, dass man sich annähert, halte ich für Sozialromantik. Die Unterschiede werden zum Teil nur noch offensichtlicher. Das funktioniert in kleinen Gruppen wie z.B. unseren Förderschulklassen von max. 10 Kindern pro Klasse, aber in größeren Gruppen nicht. Da differenziert sich das ganz schnell von alleine aus.

    Das war bei mir ähnlich. An meiner integrierten Gesamtschule gab es aber leider nur E- und G-Kurse (E für die "guten" Schüler, G für die "schlechten" Schüler). Die E-Kurse bewegten sich auf Realschulniveau, die G-Kurse auf Hauptschulniveau. Ich habe mich von der 5. bis zur 10.Klasse an dieser Schule im Unterricht zu Tode gelangweilt und auch nicht gelernt, zu lernen, weil es einfach nicht notwendig war und ich trotzdem einen 1er Schnitt hatte. Befreundet war ich mit den Schülern, die sich genauso wie ich gelangweilt haben (und zwei schlechteren Schülern, die ich aber auch so kennengelernt hätte, da ich mit denen bzw. dem Bruder des einen im Sportverein war). In der Oberstufe eines Wirtschaftsgymnasiums wurde es leider nicht besser.
    Gesamtschulen sind für mittelmäßig leistungsfähige Schüler vielleicht sinnvoll, für gute Schüler sind Gesamtschulen der intellektuelle Tod.

    Dass es dumme, faule, intelligente, begabte, fleißige, wohlhabende, arme, musisch-begabte, und was nicht noch alles für Kinder gibt, sieht man auch am Gymnasium. Und auch, dass schulische Leistung nicht zwangsläufig etwas mit dem Familieneinkommen zu tun hat.

    Wenn es medizinisch unbedingt notwendig ist, hat man doch keine Wahl und muss nicht drüber nachdenken, oder?

    Die dich vertretenden Kollegen freuen sich bestimmt, wenn du sie aus dem Homeoffice unterstützt (wenn eine sitzende Tätigkeit geht).

    Wenn man der einzige Ernährer der Familie ist, muss man sich sehr wohl Gedanken darüber machen, wie die finanzielle Situation ist und unter Umständen Risiken in Kauf nehmen.
    Glücklicherweise entsteht durch das BV ja offenbar kein finanzieller Nachteil.

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