Aber die SuS, die da im Religionsunterricht sitzen gehören ja (evtl. mit wenigen Ausnahmen) einer Konfession an. Da muss nicht missioniert und bekehrt werden.
Die SuS im Religionsunterricht sind von ihren Eltern da hingeschickt worden bzw. getauft. War ich auch. Die müssen häufig insofern missioniert werden, dass sie den Kram glauben und im Idealfall als erwachsene Steuerzahler noch bei dem Verein bleiben.
Generell halte ich einen religionswissenschaftlichen Unterricht für alle für sinnvoll. Man kann dagegen sein, wie man will, Religion ist für viele Menschen ein wichtiger Teil des Lebens und ist in vielen Teilen der Welt noch bestimmendes Moment in Gesellschaft und Politik. Religion zu verstehen hilft, Migrationsbewegungen zu erklären, hiatorische Entwicklungen zu verstehen, aktuelle politische Bewegungen nachzuvollziehen etc. Valerianus hat insofern Recht, dass Religionsbildung in der Schule auch Radikalisierung außerhalb der Schule entgegenwirken kann (im Gegensatz zu Valerianus bin ich aber der Meinung, dass das in einem laizistischen Staat auch oder sogar besser möglich ist).
Konfessionell getrennten Unterricht, der nur von Lehrern erteilt werden darf, die die Erlaubnis der Kirche haben, lehne ich hingegen vollkommen ab. Das hat in der Schule als Bildungseinrichtung nichts zu suchen.
Ich musste gerade tatsächlich nachschauen, um was es hier im Thread eigentlich geht. Ups. ^^°