Beiträge von Schmidt

    Ob man wirklich keine Vorurteile hat kann man z.B. rausfinden, indem man sich ein "Umstyling" von Obdachlosen auf Youtube ansieht. Wer hinterher die Person nicht anders sieht als vorher, der ist vermutlich gefeit.

    Weil Obdachlose normalerweise in sauberen, nicht defekten Klamotten herumlaufen und grundsätzlich gewaschene Haare und saubere Fingernägel haben?

    Ich hoffe, dir ist der Unterschied zwischen einer sauberen Jogginghose/Jeans und dreckigen, kaputten Hosen bewusst.

    ich bin wirklich überrascht, wieviele Klischees hier in der Lehrerschaft kursieren:

    Anzug/ formellere Kleidung/Kostüm (gibts die überhaupt noch???) = angepasst, spießig, verkleidet, bis hin zu betrügerisch, also negativ

    Hoodie/ lockere Kleidung = Freigeist, hinterfragend, unangepasst, locker, also positiv


    ist das nicht eine Teenager-Denkweise?

    Sehe ich auch so. Genauso fragwürdig ist die "versteinerter Greis"-Denkweise, nur im Kostüm/Anzug sei man professionell und wer Jeans und T-Shirt zur Arbeit trägt, nehme diese nicht ernst.

    Jeder fühlt sich in unterschiedlicher Kleidung wohl und man versucht die eigenen Präferenzen mit dem Job in Einklang zu bringen. Als Lehrer hat man viel individuellen Spielraum, als Banker weniger, als Burger King Servicekraft gar keine.

    Informatik Lehrer sind keine Informatiker und schon gar keine Informatik Fachkräfte. Wie kommst du darauf? Das hat nichts mit "etwas drauf haben" zu tun sondern mit persönlichem Interesse. Wer Informatik Lehrer werden will, kümmert sich im Studium in der Regel nicht um wirtschaftlich verwertbare Skills und sammelt auch nicht mach dem Studium jahrelang Berufserfahrung um zur Fachkraft zu werden.

    Die Kleidung, die ich wähle, sagt etwas darüber aus, welchen Wert ich der Aktivität, zu der ich mich kleide, und den Personen, mit denen ich zu tun habe, beimesse.

    Deshalb wähle ich saubere Kleidung, die mindestens meine Körpermitte ungefähr von kurz über dem Knie bis zum Hals (kein zu großer Ausschnitt) und die Arme bis knapp vor dem Ellenbogen bedeckt.

    Zitat

    Die Kleidung sagt etwas darüber aus, wie ich mich wahrnehme und wie ich wahrgenommen werden möchte. Sie ist Teil meiner Identität, insbesondere im Beruf.

    Und gerade deswegen ist es nicht für jeden notwendig oder angebracht, im Kostüm/Sakko vor der Klasse zu stehen. Ich trage sehr gerne Anzug. Ich fühle mich darin wohl und sehe wirklich gut aus. Deshalb trage ich in der Schule auch oft Anzug. Manchmal aber auch T-Shirt, Jeans und Hoodie. Ich habe tätowierte Kollegen mit Dreads/Manbun und Batikhosen. Keinem dieser Kollegen würde ich auf Grundlage der Kleidung die Professionalität absprechen.

    Zitat

    Ich möchte nicht von einem Banker mit Hoodie beraten werden oder von einem Arzt in kurzen Hosen.

    Ich hätte damit kein Problem. Meine Allgemeinmedizinerin hat im Hochsommer manchmal tatsächlich eine kurze Hose an (mit Arztkittel drüber). Das hat doch nichts mit beruflicher Professionalität zu tun. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass die Cum Ex Manager alle Anzug zur Arbeit getragen haben und jeder "Finanzberater", der seine Kunden über den Tisch zieht und/oder seine Produkte nicht richtig kennt auch Anzug trägt.

    Zitat

    Wie will man in Berufskompetenz erklären, dass man sich zum Bewerbungsgespräch angemessen kleiden sollte? Wo sind die Vorbilder, wenn es nicht die Lehrer sind?

    Weil man in der Bewerbungssituation von der Beurteilung anderer in sehr kurzer Zeit abhängig ist und sich mangels Einschätzungsmöglichkeit, was im Unternehmen als angemessen gilt, sicherheitshalber erst mal an allgemeine Grundregeln hält. Als Lehrer ist es gerade wichtig, den SuS zu vermitteln, dass man niemanden an seinem Äußeren beurteilen darf.

    Es heißt "Bitte begründen Sie Ihre Angabe.", nicht "Begründen Sie Ihre Angabe."

    Wieso muss man bei den Fragen "Welche Elemente erfüllt Ihre Schule?" (komische Formulierung) und "Mit welchen digitalen Geräten wird in Ihrer Schule gearbeitet?" etwas anklicken? Es gibt Schulen, die aus der Liste gar nichts haben.

    "Welche Auswirkungen eines schlechten Raumklimas sind Ihnen bekannt?" nicht "Welche Auswirkungen des Raumklimas sind Ihnen bekannt?"

    Einige, die betonen wie egal das doch ist, weil es bloß ein Forum ist, melden sich dafür ganz schön oft zu Wort. Es ist offenbar für die meisten eine sehr relevante Frage, sonst wäre es hier friedlicher.

    q.e.d.

    Dass soetwas belangloses wie ein Reaktionssystem in einem Forum eine "sehr relevante Frage" ist, zeigt doch, dass das hier viel zu ernst genommen wird. Natürlich habe ich dazu eine Meinung, die ich auch äußere. Im Endeffekt ist es aber egal, ob es das System gibt und mit welchen Ausprägungen. In einem anonymen Forum überzeugt man doch so oder so niemanden von irgendetwas. Was unangebrachte Emotionalität angeht, ist das hier kaum anders, als in anderen Foren.

    Die Idee mit den Selbst-Mal-Emojis finde ich übrigens gut. :pirat:

    Ich meinte: was denkst du, müssen Väter im selben Maße Zeit und Planungsgedanken in Kinder investieren? Wer kümmert sich (bei Alleinerziehenden) häufiger um Winterjacken, Kieferorthopädentermine, Volleyballturniere, Physiotherapeutenübungen, Zirkelbeschaffungen, Elternabende, Elternsprechtage, Klassenkameradengeburtstagsgeschenke, Weihnachtseinkäufe, Geburtstagskuchen, Bratkartoffeln, Wochenendeinkäufe, Wäsche, Aufstehen in der Nacht und Vokabellernen?

    In meinem Freundes- und Bekanntenkreis teilen sich das jeweils beide. Warum macht man sich als Frau den ganzen Stress alleine? Oder anders gefragt: wieso bindet man sich als Frau an einen Mann, der gar keine Lust dazu hat, sich um seine Familie zu kümmern und beschwert sich dann über die eigene Wahl?

    Ja sicher und was sieht eine Sechsjährige? Aber es ging mir auch gar nicht ums Dogmatische um ausschließlich richtig oder immer falsch sondern um Selbstreflexion.

    Auch mit einem Sechjährigen kann man reden und vermitteln, dass Smartphones nicht nur für whatsapp gut sind. Selbstreflexion ist sicher nicht verkehrt.

    Sind eure pappenen, pergamentnen, wächsernen oder irdenen Klassenbücher eigentlich gegen Diebstahl und Einsichtnahme Dritter geschützt? Bei uns können z.B. die Hausmeisterin und der Putzmann einfach so ran.

    Ich bin wirklich für sensiblen Datenschutz aber mir reichen die Vorgaben des Landes. Wenn also digitale Notenbücher angeschafft werden, gehe ich davon aus, dass jegliche potentiell notwendige Unterschrift geleistet wurde.

    Wir kriegen doch im Alltag genug Datenschutzfragen um die Ohren gehauen und werden dann mit dem Wie allein gelassen. Da möchte ich mir nicht auch noch den Kopf meiner Schulleitung zerbrechen.

    Das beantwortet meine Frage nicht (die natürlich nicht an dicb gerichtet war). Wenn ich ein digitales Klassenbuch nutzen soll, muss ich wissen, ob das datenschutzrechtlich abgesichert ist. Die DSGVO gibt es nicht zum Spaß. Dass du dich nicht damit beschäftigen willst und Datenschutz insbesondere Minderjähriger nicht für wichtig hältst ist schade, aber kein hinreichendes Argument gegen Datenschutz.

    Dass Klassenbücher aus Papier, auf die bestenfalls Angehörige der Schule Zugriff haben und digitale Verarbeitung der Daten durch ein Unternehmen (oder lagern die Daten auf Schulservern?) nicht dasselbe sind, muss ich hoffentlich nicht erklären.

    So niedlich dein Papyrus Kommentar ist, so sehr geht er am Punkt vorbei. Es geht mir nicht darum, dass digitale Klassenbücher zu vermeiden sind, sondern darum, dass alle Beteiligten über Art und Umfang der Datenspeicherung und Verarbeitung informiert werden müssen. DSGVO eben.

    Warum? Ich hab die Frage schon mal gestellt und bekam keine Antwort. Die Daten liegen auf einem geschütztem Server nicht auf der privaten Festplatte.

    Haben denn die Eltern eingewilligt, dass personenbezogene Daten ihrer Kinder an Dritte weitergegeben werden bzw. ist das in der Schweiz notwendig?

    Ich glaube, Du verwechselst da "Verbeamtung" mit "Lebenszeitverbeamtung". Oder habt Ihr nach dem Ref 1-3 Jahre als Angestellte gearbeitet?

    Das war "zu meiner Zeit" ganz normal. Nicht jeder hat nach dem Ref gleich eine Planstelle bekommen und ist dann erst mal ein paar Jahre Angestellter gewesen. Besonders hart hat es Kollegen mit Fächern wie Erdkunde oder Geschichte getroffen, Deutsch und Biologie waren auch nicht besonders erfolgreich. Irgendwann waren dann alle (bei denen ich es mitbekommen habe), Beamte.

    - selbst nicht lesen, nur aufs Smartphone gucken

    Sorry, etwas OT: man kann auch auf dem Smartphone lesen. Mache ich häufiger, kenne ich auch von Freunden. Romane etc. sind mittlerweile alle digital verfügbar. Ich habe bspw. The Witcher komplett am Smarrphone gelesen.

    Wenn ich einen "Daumen hoch" gebe, wäre die Alternative, das, was der Autor geschrieben hat, so oder so ähnlich zu wiederholen oder in Worten zu formulieren, dass es sich um einen Aspekt handelt, den ich noch nicht bedacht habe, der mir aber gefällt.

    So besonders differenziert ist das nicht.

    "Daumen runter" kann alles mögliche sein und wird leider viel zu häufig verwendet, um anzuzeigen, dass die Person nervt, man sich persönlich beleidigt fühlt etc.

    Wenn ich oder meine Meinungen kritisiert werde, womit ich grundsätzlich kein Problem habe, dann bitte detailliert/begründet und nicht einfach nur mit "bäh, du bist doof". Wenn jemand meiner Meinung ist, muss ich dass nicht noch mal in anderen Worten hören.

Werbung