Zitat von Mikael"Angeleitet durch den Lehrer"... so so. Das wird dann laufen wie bei der Inklusion: Mangels Untersützungspersonals wird die Lehrkraft dann nicht mehr zum eigentlichen Unterrichten kommen, da sie andauernd mit dem Lösen anderer Probleme beschäftigt ist.
Wofür brauchst du dabei denn Unterstützungspersonal? Ich lasse (bisher nur sehr punktuell) mit eigenen Smartphones oder Tablets arbeiten (in Englisch), das funktioniert recht gut. Viel anleiten muss man da gar nicht. Ein paar Tips für vertrauenswürdige Quellen, zwei, drei mal zeigen, wie man ein technisches Problem mit dem eigenen Gerät am besten durch eigene Recherche löst (oder herausfindet, dass man das Problem eben nicht selbst lösen kann, weil es dafür tatsächlich einen Experten braucht), gelegentlich gezielte Hilfestellung bei freien Arbeitsphasen und das läuft. Wenn die Schüler selbst mehr Routine in der arbeit mit Medien/Tablets/Smartphones haben, weil viele Lehrer damit arbeiten, dann erübrigen sich die Probleme von selbst. Die Umstellung ist erst mal etwas Arbeit, aber das ist nur für eine Übergangszeit. Als man vom Abakus auf den Taschenrechner umgestellt hat, gab es sicher ähnliche Klagen von Lehrern. ![]()
Zitat von MikaelWieso wird von Lehrkräften eigentlich immer verlangt, dass sie sich um alles kümmern sollen, insbesondere um Dinge, für die in jeder Firma in der ach so "freien" Wirschaft entweder Experten, in diesem Fall IT-Experten, angestellt sind, oder für deren Lösung man bei Bedarf den Support "einkauft", also Experten von anderen Unternehmen mit der Lösung des Problems beauftragt?
Ich glaube, du hast eine vollkommen falsche Vorstellung davon, wie man im Unterricht mit digitalen Medien arbeitet bzw. welche Art von Problemen jeder Erwachsene ohne nennenswerte Sachkenntnis problemlos beheben kann. Wenn ein Gerät bspw. nicht mit dem Schul WLan verbinden kann, kann man das Problem in Zusammenhang mit dem Gerät und vll sogar einer näheren Beschreibung die durch das Gerät selbst geliefert wird googlen. Entweder findet man schnell eine zwei-Klick-Lösung oder sogar eine kurze Anleitung, die jeder ohne weitere Kenntnisse umsetzen kann, dann ist alles gut (das ist in 95% der Problemfälle so). Wenn man die Problemlösung nicht versteht oder da ein Rattenschwanz an Maßnahmen dran hängt, dann muss man sich eben Hilfe holen, dagegen spricht ja gar nichts.
Du rennst doch privat sicher auch nicht wegen jedem winzigen Problem, dessen Lösung du nicht sofort ohne Recherche kennst zu einem "Experten".
Dass es für jeden Furz irgendwelche Helpdesks gibt, ist eher eine Konzern Sache. In KMU wird erwartet, dass sich Arbeitnehmer auch mal selbst um ihre Probleme kümmern und sich nur "Experten Hilfe" holen, wenn es ein "echtes" Problem gibt. Bei der Conti kann man als Controller auch mal den Helpdesk anrufen, wenn man seinen neuen Monitor oder die Tastatur an den Computer anschließen will (was wirklich jeder auch einfach selbst machen kann). Wer das bei einem 20 Mann Unternehmen versucht, wird höchstens ausgelacht.
Zitat von MikaelWarum müssen Lehrkräfte außer Experten für Unterricht zu sein auch noch IT-Experten sein oder Experten für diverse Krankheitsbilder (siehe Inklusion) oder Experten für was auch immer?
Der Vergleich von überwiegend wirklich trivialen Problemen, die es mit Schüler Geräten in der Regel gibt mit Inklusion hinkt ganz gewaltig.