Beiträge von s3g4

    Warum denn? Ich empfinde das offen gestanden sehr entlastend, nicht nur in schriftlichen Korrekturen zu ersticken, sondern auch auf andere Verfahren der Beurteilung von Fachleistungen zurückgreifen zu können, die oftmals mit weit weniger Arbeitsaufwand einhergehen.

    Kann man jetzt entscheiden ob man das eine oder das andere macht? Cool, dann gibt's bei mir ab jetzt keine Klausuren mehr.

    Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ihr macht das mit eurem "es ist eh alles schrecklich und hoffnungslos und wird nur noch schlimmer" ja auch:

    Engagiert euch und macht es besser. Oder hört auf zu jammern.

    Das ist aber anstrengend und man kann hinterher sich nicht beschweren. Das ist doof.

    Es liegt in Fritzchens Verantwortung, mir seine Leistung zugänglich zu machen. Ich renne (In Einzelarbeitsphasen, sonst sieht man es ja eh) sicher nicht rum und frage jeden, was er gerade macht. Grundsätzlich erwarte ich schon, dass in Arbeitsphasen auch am Thema gearbeitet wird - wie genau und in welcher Qualität sehe ich aber nur, wenn der Schüler es entsprechend sichtbar macht, und das ist sein Job.

    Viele stillere Schüler geben ihre Ergebnisse hin und wieder ab, das finde ich dann in Ordnung.

    Beim Herumgehen sieht und hört man doch wer was macht. Das bekommt man doch immer mit, wenn jemand nicht mitarbeitet. Mitarbeit bedeutet aber doch nicht, dass man sich der Lehrkraft extra sichtbar machen muss. Das ist doch deine Aufgabe herauszufinden wer was macht. Die Schüler sollen was lernen und nicht um die Aufmerksamkeit der Lehrkraft geiern müssen.

    Ich weiß nicht wieso es immer noch als mündliche Note bezeichnet wird.

    Es sind mitarbeitsnoten. Bloß weil jemand sich nicht meldet, heißt es doch nicht dass er nicht mitarbeitet. Man sieht doch wer mit dabei ist im Unterricht und wer nur Sauerstoff verbraucht. Ich mache die mitarbeitsnoten ganz pragmatisch mit sporadischen Notizen.

    So generell hatten es kinderlose Lehrer in Deutschland wohl mit am besten weltweit, das kann man wahrscheinlich festhalten

    Nö, wir mussten doch durcharbeiten. Es gab keine Woche frei wegen Corona. Mein Bruder war über 1 Jahr komplett Zuhause bei vollem Lohn. Danach musste er 2 Tage auf die Arbeit. Und einige andere kenne ich auch, wenn auch nicht ganz so krass.

    Erst mal für Niedersachsen:

    Das Verfahren ist von Anfang an ganz anders, bei der Probezeit gibt es lediglich zwei einfache Unterrichtsbesuche durch die Schulleitung, es ist nur ein Kurzentwurf ein zu reichen und es wird nur über "bewährt" oder "nicht bewährt" entschieden, es gibt keine Rangstufe der Beurteilung.

    Bei einer Bewerbung ist ein vollständiger Entwurf ein zu reichen, der im Wesentlichen dem bei der Examenslehrprobe entspricht, bei uns ist immer der Fachberater dabei, der Entwurf und Stunde bewertet, am Ende des Verfahrens steht eine differenzierte Eignungsbeurteilung mit Rangstufe

    Wildgans ist aber aus NRW. Ich habe zur Beendigung der Probezeit für jeweils 2 UBs 5 seitige Entwürfe abgegeben und ein 10 Seiten langes Gutachten mit Bewertung bekommen. Das mag in anderen BL aber anders sein.

    Wir können also zusammenfassen. Kappa hat Unzulänglichkeiten bei Seminarpersonen miterlebt. Die meisten anderen nicht und haben eher fehlerhafte Referendare gehabt. Weil man selbst das nicht erlebt hat, kann es ja gar nicht sein, dass es im Seminar jemanden gibt, der sich unfair verhält. Es geht doch gar nicht darum alle Seminarmenschen zu diskreditieren, aber professionelle Götter sind es auch nicht.

    Ich habe sowas nicht erlebt und verneine die Existenz von sowas nicht.

    Ich glaube, das klingt aber für Leute mit Kindern zuhause, die die auch noch beschulen mussten eher als Hohn, da war nichts entschleunigt, da hätte jeder Tag 48 h haben müssen und für einen selber blieb dann wenig Zeit, selbst für die Kinder eher nicht neben Schulsachen.

    Nein, ich fand es sehr entspannend mit den Kindern ohne den ganzen Alltags stress und sonstige Termine.

    PS. Ich muss die Beträge von susannea noch mit verwirrend versehen 🙃

    Ich habe 2020 auch als eher "angenehm" in Erinnerung. Arbeitsreich, ja, absolut. Ich habe sehr oft bis spät in der Nacht Materialien auf Selbstlernformat umgestrickt und Einreichungen korrigiert usw., ab Sommer hieß Distanzunterricht dann Videokonferenz nach Stundenplan und bedeutete gerade anfangs auch viel Vorbereitungsaufwand.

    Echt? Ich habe ehrlich gesagt kaum mehr Aufwand bei der Vorbereitung gehabt. Wir haben direkt als wir daheim waren ein Videokonferenzsystem verwendet und der Stundenplan lief einfach weiter. OK jeder hat erstmal gemacht was er wollte. Ich habe bestimmt 2 Monate discord verwendet. Danach webex und dann irgendwann Teams.

    Ich, ich, ich....

    Wärst du verbeamteter Polizist und dein Partner Arzt und hättet zwei kleine Kinder zu betreuen, sähe deine heile 2020 Welt wohl etwas anders aus...

    Ich habe zwei kleine Kinder und jetzt? Fand war 2020 in Ordnung. Man hätte sehr sehr viel Zeit für alles was so liegen geblieben ist.

    Du wirst in jedem Jahr jemanden oder eine Gruppe finden, für die es schlimm war.

    Du, du ,du.

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